Young Euro Classic
1. bis 10. August 2020
Konzerthaus Berlin

Alle Zeichen in der Kultur stehen auf Neustart. Young Euro Classic geht die Herausforderung an:  Statt großer Orchester und opulentem Sound auf voller Bühne gibt es diesmal Ensembles und Kammermusik vom Feinsten. Getragen wird die Neu-Ausgabe von den besten Musiker*innen der Universität der Künste Berlin, der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin und der Barenboim-Said Akademie. Um den originalen Festivalgedanken zu unterstreichen, kommen auch hervorragende Mitglieder des Bundesjugend­orchesters und des European Union Youth Orchestra ins Konzerthaus.

Das Festival-Programm betont bewusst den europäischen Gedanken, z.B. im Eröffnungskonzert, das auf Griechenland und die Antike Bezug nimmt. Das Konzertfinale des European Union Youth Orchestra am 10. August bietet als krönenden Abschluss u.a. Beethovens erste Symphonie in einer ungewöhnlichen Fassung für Bläserensemble und Kontrabass.

Vier der insgesamt elf Konzerte tragen ein Städte-Motto: Den Anfang macht am 2. August „Wien“, wo der Bogen von Haydn und Schubert zu Schönberg, Berg und Webern geschlagen wird. Ganz im Zeichen von Paris steht der 5. August, mit Kompositionen von Ravel und Debussy bis zu Françaix und Boulez. Im Konzertabend „St. Petersburg“ versammeln sich russische Studierende der Berliner Hochschulen, die unter anderem Mussorgskys „Bilder einer Ausstellung“ im Arrangement für Bläserensemble vorstellen. Eine völlig andere musikalische Farbe bringt das Konzert, das 100 Jahre Musik in Berlin Revue passieren lässt: Studierende des Jazz-Instituts Berlin, geleitet von Wieland Welzel (Berliner Philharmoniker), widmen sich „Swing, Schlager, Hits und Kuriositäten“.

Wie immer seit der Premiere im Jahr 2000 steht das Motto „Hier spielt die Zukunft“ auch für Young Euro Classic 2020. So ist am 3. August ein Streichquartett aus Studierenden der Barenboim-Said Akademie zu erleben, während am 4. August Künstlerinnen und Künstler der Berliner Universität der Künste, darunter das erfrischend unkonventionelle Vision String Quartet, die musikalischen Beziehungen zwischen Clara und Robert Schumann sowie Johannes Brahms ausloten. In der Matinee vom 8. August streifen die Mitglieder des Bundesjugendorchesters mit großbesetzten Werken von Mozart und Schubert die Grenzen von Kammermusik, während der Abend komplett solistischen Werken von Bach gewidmet ist. Abgerundet wird das Programm mit dem Konzert am 9. August: Es steht ganz im Zeichen des von Corona so unsanft ausgebremsten Jubilars Ludwig van Beethoven!

Nicht zu vergessen das Nachwuchsprogramm „Next Generation“: mit der „Sommer-Workshop-Woche ON.OFF.//“ sowie der interkulturellen Märchenstunde „Der Schakal und das Kälbchen der Ziege“ und der Literaturveranstaltung „Europa – Meine Heimat? Meine Zukunft?“ Zehn Tage lang wird das Festivalmotto „Hier spielt die Zukunft“ mit Leben erfüllt: zehn Tage mit populären, ausgefallenen, berührenden und mitreißenden Kompositionen. Musik, die zum Genießen einlädt und dem Publikum die Freude am Zuhören zurückgibt.