Russland - Deutschland
20. Juli 2019 20:00
Devid Striesow

© Edith Held

Pate des Abends

Mikhail Mosenkov

Der Dirigent Mikhail Mosenkov, geboren 1986 in Jaroslawl, legte sein Klavierexamen an der Mussorgski-Akademie in Twer ab und machte anschließend sein Dirigierdiplom am Gnessin-Institut in Moskau. Als Gastdirigent wurde Mosenkov zu vielen namhaften Orchestern Russlands eingeladen, so nach St. Petersburg, Uljanowsk, Jaroslawl und Krasnojarsk. Seit 2014 wirkt Mosenkov auch als Gastdirigent beim Nationalen Symphonieorchester Tatarstan sowie beim Nationalen Jugendorchester Tatarstan, mit dem er bereits in Prag, Paris, Dresden und Berlin auftrat. Weitere Einladungen führten den Dirigenten zum Internationalen Festival „Artissimo – Tschaikowski Non-Stop“ in Jurmala und zum Concordia-Festival, das Tatarstan zu Ehren seiner berühmtesten Komponistin, Sofia Gubaidulina, ausrichtet.

Dirigent

Alexandra Dovgan

Die russische Pianistin Alexandra Dovgan erhielt schon mit fünf Jahren ihren ersten Klavierunterricht. Heute studiert die 11-Jährige an der Zentralen Musikschule des Moskauer Tschaikowski-Konservatoriums. Ihr bisheriger Werdegang ist mit vielen Auszeichnungen gepflastert: So gewann sie Erste Preise beim Internationalen Internet-Wettbewerb „Villahermosa“ (Mexiko 2014), beim allrussischen Internet-Wettbewerb (Moskau 2015), beim Internationalen TV-Wettbewerb „Nussknacker“ (Moskau 2017) und beim Großen Klavierwettbewerb für junge Pianisten (Moskau 2018). Außerdem wurde Alexandra Dovgan ausgewählt, 2018 beim Internationen Wirtschaftsforum in St. Petersburg bei einem Galakonzert im Katharinenpalast zu spielen. Ferner wirkte sie in diesem Winter bei der Eröffnung der Reihe „Russische Saison in Deutschland 2019“ in der Berliner Philharmonie mit.

Klavier  

WOLFGANG AMADEUS MOZART

Symphonie Nr. 25 g-Moll KV 183 (1773)

JOHANN SEBASTIAN BACH

Klavierkonzert Nr. 1 d-Moll BWV 1052 (1738)

FARID YARULLIN

Ballettmusik zu "Schurale" (1945, Auszüge)

RADION SHCHEDRIN

"Carmen-Suite" nach Georges Bizet für Streichorchester und Schlaginstrumente (1967)

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Dominikanische Republik
21. Juli 2019 20:00
Klaus Lederer

© SenKultEuropa

Bürgermeister und Senator für Kultur und Europa in Berlin

Geboren 1974 in Mecklenburg, verbrachte Dr. Klaus Lederer seine Kindheit und frühe Jugend in Frankfurt an der Oder. 
Nach dem Ende der DDR engagierte er sich in linken Jugendverbänden und seit 1992 in der Partei des demokratischen Sozialismus (PDS).
Sein Studium der Rechtswissenschaften bis zur Promotion zum Dr. jur. an der Juristischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin, die Arbeit in der PDS und für sie in der Kommunalpolitik füllten seine 1990er Jahre. Im Dezember 2005 wurde Klaus Lederer zum Landesvorsitzenden der LINKEN in Berlin gewählt. Er blieb an der Spitze des Landesverbandes bis zum Dezember 2016.
Von 2003 bis Januar 2017 war Dr. Lederer Mitglied der Linksfraktion im Abgeordnetenhaus, dem Parlament des Bundeslandes Berlin und dort rechtspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE.  Seit Dezember 2016 ist Dr. Klaus Lederer Bürgermeister und Senator für Kultur und Europa in Berlin.

Pate des Abends

Alberto Rincón

Hineingeboren in eine Musikerfamilie, bekam der kleine Alberto Rincón schon mit vier Jahren ersten Geigenunterricht bei seinem Vater, dann an der Grundschule Elila Mena; schließlich setzte er sein Studium am Nationalen Musikkonservatorium in Santo Domingo fort und schloss es bei Yolanda Yankar ab. 2010 startete Rincón ein großes musikalisches Entwicklungsprojekt in seiner dominikanischen Heimat, das schließlich in die Gründung des Jugendsymphonieorchesters „Appassionato filarmonico“ und des Kinderorchesters „Appassionato juvenil“ mündete. 2016 wurde der Dirigent auch zum Leiter der vom dominikanischen Kulturministerium getragenen Organisation der Kinder- und Jugendorchester sowie des Nationalen Jugendsymphonieorchesters ernannt. Rincón ist außerdem maßgeblich für den musikalischen Austausch mit der Universität Hamburg und der Universität Samford in Alabama verantwortlich.

Dirigent

PJOTR I. TSCHAIKOWSKI

Fantasie-Ouvertüre zu "Romeo und Julia" (1880)

MANUEL DE FALLA

"El amor brujo" ("Der Liebeszauber") (1915)

CAONEX PEGUERO-CAMILO

"Punta Cana" (Uraufführung)

ANTONÍN DVOŘÁK

Symphonie Nr. 9 e-Moll op. 95 "Aus der Neuen Welt" (1893)

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Rumänien
22. Juli 2019 20:00
Patricia Schlesinger

© rbb – Thorsten Klapsch

Intendantin Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb)

Als Journalistin war Patricia Schlesinger beim Norddeutschen Rundfunk (NDR) Reporterin, Redakteurin und Moderatorin für das ARD-Magazin „Panorama“. Sie leitete das ARD-Studio Südostasien in Singapur und war USA-Korrespondentin in Washington. Nach ihrer Rückkehr übernahm sie die Leitung des Programmbereichs Kultur und Dokumentation beim NDR Fernsehen. Seit 2016 ist sie Intendantin des Rundfunk Berlin-Brandenburg.

Von Patricia Schlesinger betreute Produktionen gewannen zahlreiche Auszeichnungen – darunter der Deutsche Filmpreis, Grimme- und Fernsehpreis, ein Emmy Award und ein Oscar. Patricia Schlesinger engagiert sich im Kuratorium der Freien Universität Berlin, im Hochschulrat der HfS „Ernst Busch“ sowie im Deutschen Komitee für UNICEF. Sie ist verheiratet und hat eine Tochter. 

Patin des Abends

Cristian Mandeal

© Virgil Oprina

Der rumänische Dirigent Cristian Mandeal, Jahrgang 1946, absolvierte ein Studium an der Musikakademie in Bukarest, bevor er seine Ausbildung bei Herbert von Karajan in Berlin und Sergiu Celibidache in München vervollständigte. Von 1987 bis 2009 war er Chefdirigent und Generalmusikdirektor der Bukarester Philharmonie. Neben rumänischen Orchestern leitete er namhafte Orchester in ganz Europa und war bis 2009 Erster Gastdirigent des Hallé Orchestra in Manchester sowie bis 2013 des Philharmonischen Orchesters Kopenhagen. Dabei dirigierte er über 60 Uraufführungen rumänischer und nicht-rumänischer Komponisten. Unermüdlich setzt sich Mandeal vor allem für das Werk seines Landsmanns George Enescu ein, dessen gesamtes symphonisches Schaffen er auf CD aufgenommen hat. In den letzten Jahren widmet sich der 72-Jährige verstärkt dem Aufbau des Rumänischen Jugendorchesters, mit dem er schon 2012, 2014 und 2018 bei Young Euro Classic aufgetreten ist, und dem Rumänischen Nationalen Symphonieorchester.

Dirigent

Ştefan Cazacu

Seinen ersten Cellounterricht erhielt der damals sechsjährige Ştefan Cazacu bei seinem Vater Marin Cazacu. Schon mit neun gewann er den ersten nationalen Wettbewerb; viele weitere Auszeichnungen im In- und Ausland sollten folgen. Seinen Abschluss erwarb der 24-Jährige bei Reinhard Latzko an der Akademie für Musik und Darstellende Künste in Wien. Darüber hinaus hat er eine umfangreiche solistische Tätigkeit aufgenommen; inzwischen ist Cazacu mit allen professionellen Orchestern seines Landes aufgetreten, darunter der Enescu-Philharmonie Bukarest und dem Nationalen Rundfunkorchester Rumäniens. Einladungen führten ihn auch zu Recitals nach Deutschland, Österreich, die Niederlande, Ungarn, Israel, China und Vietnam. In Cazacus Repertoire finden sich alle großen Solokonzerte von Haydn über Saint-Saëns und Dvořák bis zu Schostakowitsch, aber auch Beethovens Tripelkonzert und das Cellokonzert von Friedrich Gulda.

Violoncello

LUDWIG VAN BEETHOVEN

Symphonie Nr. 4 B-Dur op. 60 (1806)

PJOTR I. TSCHAIKOWSKI

Variationen über ein Rokoko-Thema für Violoncello und Orchester op. 33 (1877/78)

JOHANNES BRAHMS

Klavierquartett g-Moll op. 25 (orchestriert von Arnold Schönberg) (1861/1937)

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Schweden
23. Juli 2019 20:00
Dietrich Mattausch
Pate des Abends

Hugo Ticciati

© Marco Borggreve

Das musikalische Wirken des schwedischen Violinisten Hugo Ticciati ist von grenzenloser Neugier geprägt. Der 39-Jährige, Bruder des neuen DSO-Chefdirigenten Robin Ticciati, schließt Literatur, Philosophie, Spiritualität und Meditation gleichermaßen ein wie Tanz und kinetisches Malen. Er spielt die klassischen Violinkonzerte, aber er stürzt sich auch mit großer Vehemenz in die zeitgenössische Musik. Ticciati hat Werke von Takemitsu, Schtschedrin, Glass und Lera Auerbach in seinem Repertoire, außerdem brachte er in letzter Zeit Konzerte von Albert Schnelzer, Sergej Jewtuschenko, Erkki-Sven Tüür und Judith Weir zur Uraufführung. Er macht leidenschaftlich gern Kammermusik, so mit der Schlagzeugerin Evelyn Glennie, den Pianisten Angela Hewitt und Olli Mustonen oder dem Posaunisten Nils Landgren. Darüber hinaus ist Hugo Ticciati Künstlerischer Leiter des O/Modərnt Kammarorkester, das seinen Sitz am Konzerthaus Musikaliska in Stockholm hat. In diesem Jahr ist er zum Musikalischen Leiter des Kammerorchesters Perugia ernannt worden.

 www.hugoticciati.com 

Violine, künstlerische Leitung

Marzi Nyman

Der finnische Gitarrist Markus „Marzi“ Nyman ist das perfekte Beispiel eines Musikers, der mit Wonne musikalische Grenzen überschreitet. Als Pianist gestartet, kam er schon als Jugendlicher mit dem Jazz in Verbindung. 1998 begann der Finne ein Studium an der Jazzabteilung der Sibelius-Akademie in Helsinki, Anfang des neuen Jahrhunderts schloss er sich den beiden Bands Lenni-Kalle Taipale Trio und Nylon Beat an. 2003 machte Marzi Nyman seine erste Tour für die Finnish Jazz Federation zusammen mit dem Anna-Mari Kähärä Orchestra – einer Band, der er bis heute angehört. Darüber hinaus ist er mit den besten Jazzmusikern seines Landes aufgetreten. Ergebnis seiner intensiven schöpferischen Arbeit sind über 40 Alben, auf denen er mit Bands wie Nylon Beat, Hemma Beast, UMO Jazz Orchestra, Husband, Iiro Rantala New Trio, GG Caravan zu hören ist, aber auch mit seinem eigenen Marzi Nyman Trio. Bekannt wurde der Finne in seiner Heimat außerdem durch TV und Film: So hat er den Soundtrack für den Film Keisarikunta komponiert und tritt regelmäßig als Gastgeber in TV-Shows auf. 

Gitarre

Priya Mitchell

Die aus Oxford stammende Britin Priya Mitchell studierte an der Yehudi Menuhin School in London und anschließend bei Zakhar Bron in Lübeck. Ausgewählt als Vertreterin ihres Landes für die Serie „Rising Stars“, gab die junge Geigerin bereits Konzerte in der Carnegie Hall New York, dem Wiener Konzerthaus, dem Concertgebouw Amsterdam und an der Cité de la Musique Paris. Später folgten Auftritte mit den führenden britischen Orchestern wie dem Royal Philharmonic, den London Mozart Players und dem Scottish Chamber Orchestra, aber auch mit Ensembles in Polen, Russland, Belgien sowie dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin. Die Süddeutsche Zeitung lobte sie als „eine wunderbare, ebenso hochemotionale wie intellektuell neugierige Geigerin“. Außerdem konzertiert Priya Mitchell regelmäßig bei renommierten Festivals wie Schleswig-Holstein, Lockenhaus, Lugano, Ravinia und der Schubertiade Schwarzenberg. In diesem Sommer spielt sie bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern das Violinkonzert Vier Jahreszeiten von Astor Piazzolla. 

www.priyamitchell.com

Violine

Hannah Dawson

Geboren in eine Musikerfamilie (die Mutter Geigerin im London Philharmonic Orchestra, der Vater Opernsänger), erhielt die Engländerin Hannah Dawson ihre Ausbildung am Royal College of Music. Seit 17 Jahren ist sie Mitglied des Sacconi Quartet, das in letzter Zeit nicht nur zeitgenössische  Streichquartette von Jonathan Dove und Graham Fitkin eingespielt hat, sondern auch sein eigenes Festival in Folkestone, Kent veranstaltet. Darüber hinaus engagiert sich Hannah Dawson in anderen Ensembles, so dem  O/Modernt Chamber Orchestra, Aurora Orchestra, 12 Ensemble, dem Donald Grant Quartet und in ihrem eigenen Klaviertrio, dem Trio Elegiaco. 

Violine

Brian O'Kane

Der irische Cellist Brian O’Kane verfolgt einen doppelten Weg: Zum einen ist er ein vielgefragter Solist auf seinem Instrument, zum anderen engagiert er sich intensiv für die Kammermusik. So ist er Gründungsmitglied des Navarra String Quartet, mit dem er in dieser Saison im Lincoln Center New York, in der Londoner Wigmore Hall und im Concertgebouw Amsterdam konzertiert. Ausgebildet an der Londoner Royal Academy of Music und der Guildhall School of Music, hat O’Kane auch mit dem Geiger Pekka Kuusisto, dem Sänger Ian Bostridge und der Trompeterin Alison Balsom musiziert. Als Solist trat er unter anderem mit dem Philharmonia Orchestra unter Vladimir Ashkenazy auf. Eine regelmäßige Zusammenarbeit verbindet den Cellisten mit zeitgenössischen Komponisten wie Lera Auerbach, Giya Kancheli oder Jörg Widmann. Auch die ausgezeichnete CD-Produktion der Streichquartette von Peteris Vasks entstand in enger Verbindung zu dem lettischen Komponisten. O’Kane spielt gegenwärtig auf einem Ruggeri-Violoncello aus Cremona von 1698.

www.briancellokane.com 

Violoncello

Simone van der Giessen

Die niederländische Bratschistin Simone van der Giessen begann bereits als Fünfjährige mit dem Geigenunterricht, 2002 setzte sie ihr Studium bei Jan Repko am Royal Northern College of Music in Manchester fort. 2006 wechselte sie zur Viola und machte zwei Jahre später ihren Abschluss mit Auszeichnung. In Manchester gehörte Simone van der Giessen auch zu den Gründungsmitgliedern des Navarra String Quartet, mit dem sie in Konzertsälen in aller Welt aufgetreten ist. Inzwischen arbeitet die Musikerin als freie Orchester- und Kammermusikerin in anderen Formationen, so mit dem Mahler Chamber Orchestra, der Britten Sinfonia, dem Aronowitz Ensemble und dem Londoner „Ensemble 360“. Seit 2010 bildet sie außerdem gemeinsam mit der US-Amerikanerin Emi Ohi Resnick und der Israelin Timora Rosler das Serafino Streichtrio.

Viola

Bryony Gibson-Cornish

© Marco Borggreve

Die gebürtige Neuseeländerin Bryony Gibson-Cornish studierte am Royal College of Music in London und an der Juilliard School in New York. Sie ist Mitglied des Marmen Quartet, wirkt aber als Gastspielerin auch regelmäßig bei Orchestern wie der Manchester Camerata, den London Mozart Players und dem Royal Philharmonic Orchestra mit. In ihrer neuseeländischen Heimat tritt die Bratscherin außerdem als Solistin und Dozentin beim International Akaroa Music Festival auf. 

Viola

Daniel Xia

Der erst 18-jährige schwedische Pianist Daniel Xia studiert derzeit noch an der Musikskolan Lilla Akademien in Stockholm. Zugleich ist er schon ein vielgefragter Solist und Kammermusiker. So musizierte er zusammen mit dem Schwedischen Radiosymphonieorchester und den Göteborger Symphonikern und trat in Dänemark, Deutschland, Italien und Spanien auf. Außerdem erhielt der Pianist Einladungen zum Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Lang Lang Shenzhen Futian International Piano Festival und dem Trasimeno Music Festival in Italien. Als Preisträger wurde er beim 2. Futian National Piano Competition for Young Pianists 2017 in Shenzhen, dem Stockholm International Music Competition 2016 und dem Nordic Steinway Festival 2012 in Kopenhagen ausgezeichnet.

Klavier

LUDWIG VAN BEETHOVEN

Streichquintett C-Dur op. 29 (1801)

ARVO PÄRT

Fratres (1979/91)

LUDWIG VAN BEETHOVEN

Klaviersonate d-Moll op. 31 Nr. 2 "Der Sturm" (1801/02)

Improvisationen über Beethoven-Variationen und Vivaldi-Konzerte, kombiniert mit finnischer Rockmusik
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Türkei
24. Juli 2019 20:00
Ulrich Deppendorf

Journalist

Ulrich Deppendorf, das Urgestein des öffentlich-rechtlichen Fernsehens, das Signal für eine wichtige Information aus dem aktuellen Weltgeschehen – 289 mal moderierte er den Bericht aus Berlin, der Wahlheimat des Ruhrgebiet-Kindes, dem „Sehnsuchtsort“ des inzwischen 68-Jährigen. Nach seinem Jurastudium in Münster kam er einst über ein Volontariat zum WDR, dessen Fernseh-Programmdirektor er nach vielen erfolgreichen Jahren als Redakteur und Verantwortlicher vieler unterschiedlicher Sendungen und Programmbereiche, darunter „ARD aktuell“ mit Verantwortung für „Tagesschau“ und „Tagesthemen“, einige Jahre war. Dieser Job unterbrach ihn bei seiner Tätigkeit als Studioleiter und Chefredakteur des ARD-Hauptstadtstudios, die er dann 2007 bis 2015 aber wieder aufnahm. Für viele und vielleicht auch für ihn kam er zurück „nach Hause“. Mit der ruppigen Art der Berliner kommt er gut klar, sagt er,  vielleicht ist es auch der kulturelle Überfluss der Stadt, die ihn so anzieht. Der bekennende Klassik-Fan hatte nämlich in seinen jungen Jahren noch einen ganz anderen Berufswunsch: „Ich habe die Entscheidung zum Journalismus nicht einen Tag bereut. Aber in meinem zweiten Leben würde ich dann gerne Dirigent werden.“ Als Mitbegründer des Festivals Young Euro Classic ist er schon seit der ersten Minute aktiv dabei. Wir hoffen, dass das auch noch viele Jahre so bleiben wird! Seit Mai 2018 ist er auch Vorsitzender des Museumsvereins des Deutschen Historischen Museums Berlin.

Pate des Abends

Cem Mansur

© Mehmet Çağlare

Die persönliche und künstlerische Biographie von Cem Mansur könnte kosmopolitischer nicht sein: Der englisch-türkische Doppelbürger kam 1957 in Istanbul, in einer multinationalen und vielsprachigen Familie zur Welt. Er studierte in London und anschließend am Los Angeles Philharmonic Institute bei Leonard Bernstein. Nach der erfolgreichen Aufführung von Edward Elgars unvollendeter Oper The Spanish Lady 1986 in London folgten Engagements bei international bedeutenden Orchestern und Opernhäusern in Europa und den USA wie auch in Israel und Südafrika. 2009 leitete Mansur die Europäische Erstaufführung von Arvo Pärts vierter Symphonie in Helsinki, 2010 die Uraufführung von dessen Komposition Veni Creator in Polen. Als Chefdirigent der Nationalen Jugendphilharmonie der Türkei dirigierte er Gastspiele bei Young Euro Classic und leitete mehrere binationale Projekte, u.a. das Young Euro Classic Festivalorchester Türkei – Deutschland und das Armenisch-Türkische Jugendorchester. 1998-2011 war er außerdem Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Akbank Chamber Orchestra.

Dirigent

Gökhan Aybulus

1982 in Eskişehir geboren, erhielt der türkische Pianist Gökhan Aybulus seine erste Ausbildung am Staatlichen Anatolischen Konservatorium. Später ging er zur Fortsetzung seiner Studien ans Tschaikowsky-Konservatorium in Moskau, wo er von namhaften Professoren wie Naum Starkman und Sergej Dorensky unterrichtet wurde. In dieser Zeit trat er in Städten wie St. Petersburg, Samara und Perm auf; zu seinen Partnern zählten Natalia Gutman, Dora Schwarzberg, Nikolai Lugansky und Alexander Kagan. Einladungen haben Aybulus seitdem nicht nur nach Deutschland, Österreich, Italien und Spanien, sondern auch in die USA geführt. Mit dem Türkischen Präsidenten-Orchester tourte der Pianist 2012 durch China und trat in Beijing, Xi’an, Guangzhou und Shenzen auf. Seit 2012 hat Aybulus eine Professur am Staatlichen Anatolischen Konservatorium inne.

Klavier

CARL MARIA VON WEBER

Ouvertüre zu "Der Freischütz" (1820)

SERGEI RACHMANINOW

Klavierkonzert Nr. 2 c-Moll op. 18 (1901)

FÜSUN KÖKSAL

"Silent Echoes" (Uraufführung)

LUDWIG VAN BEETHOVEN

Symphonie Nr. 8 F-Dur op. 93 (1811-12)

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International
25. Juli 2019 20:00
Helge Schneider

Pate des Abends

Nils Landgren

© MUTESOUVENIR | Kai Bienert

Nils Landgren ist zweifellos einer der erfolgreichsten Jazzmusiker Europas. Schon jetzt rätseln die Fans und Beobachter des 62-jährigen Schweden, ob seine Tage vielleicht mehr als 24 Stunden lang sind. Kritiker haben ihm den Ehrentitel hardest working man in showbusiness verliehen. Wenn „Mr. Redhorn“, der Mann mit der roten Posaune, nicht mit seiner legendären Funk Unit oder anderen Projekten unter eigenem Namen tourt, ist er als Produzent und Talentscout tätig oder vermittelt sein Knowhow an Studenten. In der Bundeshauptstadt hat er sich als künstlerischer Leiter des JazzFest Berlin ausgezeichnet. Bewunderung erregt nicht zuletzt die Vielseitigkeit dieses Musikers, der schon mit sechs Jahren Schlagzeug zu spielen begann und mit 13 die Posaune für sich entdeckte: Neben knallhartem Jazz pflegt er die schwedische Folklore oder spielt bei Christmas With My Friends romantisch-eigenwillige Weihnachtslieder ein. In Kooperation mit Ärzte ohne Grenzen unterstützt Nils Landgrens Funk Unit ein Projekt zur musikalischen Förderung von Kindern und Jugendlichen in einem der größten Slums in Kenias Hauptstadt Nairobi. Nach der Leitung des erfolgreichen „Klassik meets Jazz“ Projekts bei den letzten fünf Auflagen von Young Euro Classic kehrt Nils Landgren 2019 zu dessen Fortsetzung zurück.

 www.nilslandgren.com

Posaune

Lira

Die südafrikanische Sängerin Lira – eigentlich Lerato Molapo – ist eine der erfolgreichsten Musikerinne ihres Landes, die nicht weniger als elfmal mit dem SAMA (South African Music Award) ausgezeichnet wurde. Die Künstlerin bezeichnet ihren Stil selbst als eine „Mischung aus Soul, Funk, ein bisschen Jazz und afrikanischer Musik“. Insgesamt hat sie sechs sehr erfolgreiche Alben veröffentlicht, von Feel Good (2006) und Soul in Mind (2008) über Return to Love (2011) bis zu ihrem jüngsten Studio-Album Born Free von 2016. Lira ist auch in vielen anderen Ländern des afrikanischen Kontinents aufgetreten, so in Äthiopien, Ägypten, Kenia, Ghana und Sierra Leone. Tourneen führten sie außerdem nach Europa, wo sie unter anderem in Großbritannien, Frankreich, Spanien und Deutschland sang. In den USA wirkt Lira als Jurorin in der CBS Music Show The World’s Best mit; außerdem wurde der Sängerin die Ehre zuteil, 2010 bei der zweiten Amtseinführung von Barack Obama in Washington, D.C. mitzuwirken.

www.misslira.com

Sängerin

Tini Thomsen

Tini Thomsen (geb. 1981 in Hamburg) studierte Jazzsaxophon und klassische Bassklarinette am Conservatorium van Amsterdam und spezialisierte sich im Master auf Komposition und Arrangement. Für Streichquartett bis zum renommierten Metropole Orchestra aus Holland hat sie komponiert und arrangiert, ferner für die NDR Bigband, Hessischer Rundfunk Bigband, Norrbotten Bigband und das Jazzbaltica Allstar Ensemble, dessen Leitung sie 2017 während des Eröffnungskonzertes mit eigener Musik übernahm. Ebenso spielte sie mit und schrieb für das Amstel und Aurelia Saxophon Quartett, Remy van Kesteren und Norah Fischer. In 2016 wurde sie mit dem GEMA Musikautorenpreis in der Kategorie Jazz-Crossover ausgezeichnet. Dem zuvor gingen u.a. der Jazzbaltica Förderpreis und der Bujazzo Kompositionspreis. Mit ihrer eigenen Band MaxSax hat sie 3 CDs veröffentlicht. Als Leiterin von Bigbands war sie mit der von Nils Landgren in Auftrag gegebenen Jazzversion von Peter und der Wolf in Deutschland und Schweden auf Tour, als Saxophonistin u.a. mit Cro, Dr. John, der NDR Bigband mit Al Jarreau und Nils Landgrens Funk Unit.

www.tinithomsen.de

Saxophon, Arrangements

Ebba Åsman
Posaune 

Christin Neddens
Schlagzeug

Nhlanhla Daniel Mahlangu
Altsaxophon

Brandon Ruiters
Trompete

Siya Makuzeni
Posaune

Sibusiso Lerole
Pennywhistle

Viwe Mkizwana
Bass

Musawenkosi Mdluli
Klavier/Keyboard

Portugal
26. Juli 2019 20:00
Pedro Carneiro

© Patrícia Andrade

Der portugiesische Dirigent Pedro Carneiro, geboren 1975 in der Hauptstadt Lissabon, verfolgt eine zweigleisige Musikerlaufbahn. Zum einen ist er ein international gefeierter Perkussionist, der in allen großen Konzertsälen zwischen den USA, Japan und Australien auftritt. Mehr als 100 Uraufführungen zeigen seinen besonderen Rang als Künstler der musikalischen Avantgarde ebenso wie die regelmäßige Zusammenarbeit mit dem Arditti Quartet, dem Tokyo String Quartet oder dem Chilingirian Quartet. Ein besonderes Faible besitzt der Perkussionist für die musikalische Improvisation, oft in Verbindung mit Live-Elektronik oder anderen innovativen Technologien. Zum anderen verfolgt Carneiro seit einigen Jahren eine Karriere als Dirigent. Auf seine Initiative hin entstand 2007 das Portugiesische Kammerorchester (Orquestra de Câmara Portuguesa), das eine eigenen Konzertreihe im Centro Cultural de Belém (Lissabon) bestreitet. Nicht zuletzt betätigt sich der Portugiese als Komponist von Orchester- und Kammermusik und leitet das Lissaboner Percussion-Festival „Bang Crash Splash!“.

www.pedrocarneiro.com

Dirigent

Notas de Contacto

© Rui Peralta

Die Wurzeln des besonderen Ensembles Notas de Contacto liegen in der Zusammenarbeit, die 2009 zwischen dem Portugiesischen Kammerorchester (OCP) und der Vereinigung „Cercioeiras”, die sich der Inklusion von Menschen mit Behinderungen widmet, begründet wurde. Unterstützt von der Lissaboner Gulbenkian-Stiftung, entwickelte sich daraus ab 2013 ein festes Ensemble, das sowohl eigene Konzerte veranstaltet als auch gemeinsam mit dem OCP und dem Nationalen Portugiesischen Jugendorchester auftritt. Die Mitglieder von Notas de Contacto nehmen an regulären Proben und Meisterklassen teil, bei denen neben klassischer westlicher Musik auch außereuropäische und zeitgenössische Spielarten zum festen Kanon gehören. Dabei werden die Instrumente in eigenen Workshops an die Bedürfnisse der Musiker angepasst; auch die Kompositionen werden neu arrangiert oder direkt vom Ensemble bei Komponisten in Auftrag gegeben.

Ensemble

GEORGE ENESCU

"Prélude à l'unission", 1. Satz aus der Suite für Orchester Nr. 1 op. 9 (1903)

JOÃO GODINHO

"Alcance | Reach" (Uraufführung)

LUDWIG VAN BEETHOVEN

Symphonie Nr. 7 A-Dur op. 92 (1812)

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Slowakei
28. Juli 2019 20:00
Lea Heinrich

© Christina Körte

Musikvermittlerin

Lea Philippa Heinrich studierte Schulmusik mit den Fächern Klavier und Jazz-Saxofon sowie Spanisch/Lateinamerikanistik an der Universität der Künste Berlin, der Freien Universität Berlin und an der Universidad de Granada in Spanien. Sie war Stipendiatin der 2. Masterclass on Music Education der Körber Stiftung und Zertifikatstudentin für Kultur- und Medienmanagement an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Seit 2012 leitet sie den Bereich Musikvermittlung des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin und koordiniert in diesem Rahmen u.a. den Symphonic Mob.
Von 2015 bis 2019 war sie Gastdozentin und wissenschaftliche Mitarbeiterin für Musikvermittlung, Management für Musiker und fachübergreifende Professionalisierung an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin. Ihre Lehrtätigkeit führte sie außerdem an die HfM Detmold. 
Lea Philippa Heinrich arbeitete künstlerisch, konzeptionell und organisatorisch in unterschiedlichen Musikprojekten, so z.B. für die Education Abteilung der Berliner Philharmoniker, die Elbphilharmonie Hamburg und das südafrikanische Umculo Cape Festival. 2015 übernahm sie die Leitung der Publikumsjury des Festivals Young Euro Classic für den Europäischen Komponistenpreis.
Als Moderatorin wirkte sie u.a. bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem Kulturförderpunkt Berlin sowie als musikalische Kuratorin der Skulpturenvertonungsreihe im Bode Museum.

Patin des Abends

Benjamin Bayl

Der 1978 in Sydney geborene Dirigent Benjamin Bayl hat nach seinem Studium in London erste Erfolge vor allem im Bereich der Musik des 18. und frühen 19. Jahrhunderts feiern können. So leitete er Ensembles wie die Hanover Band und das Gabrieli Consort, Concerto Copenhagen und die Akademie für Alte Musik Berlin. 2006 wurde Bayl Assistenzdirigent beim Budapest Festival Orchestra und Iván Fischer. Außerdem hat er mit John Eliot Gardiner, Ivor Bolton und Richard Hickcox zusammengearbeitet; an der Seite von Yannick Nézet-Séguin betreut er dessen CD-Aufnahmezyklus der großen Mozart-Opern. Neben den großen Oratorien von Bach, Händel, Mozart und Haydn hat sich Bayl ein breites Opernrepertoire erarbeitet, das von Monteverdi, Lully und Purcell über Gluck und Mozart bis zu zeitgenössischen Werken reicht. Mit dem Mahler Chamber Orchestra debütierte er beim Musikfest Berlin 2018. Zukünftige Verpflichtungen sehen Einladungen nach Malaysia und Hongkong, einen Beethoven-Zyklus mit der Hanover Band und Mozarts Così fan tutte an der Budapester Oper vor.

www.benjaminbayl.com

Dirigent

Miki Skuta

© Dibelli

Der slowakische Pianist Miki Skuta, Jahrgang 1960, zählt seit vielen Jahrzehnten zu den namhaftesten Künstlern seines Landes. Sein Repertoire geht weit über das klassische Klavier hinaus bis hin zu Jazz und Pop – von Rachmaninow, Ravel und Messiaen bis zu Steve Reich und Chick Corea. Einladungen führten Skuta zu vielen internationalen Festivals, so Bach Unwrapped (London), The Piano (Budapest), Pianomania (Belgien), Warschauer Herbst, Kunstfest Weimar und Zürich Jazz Festival. Unter seinen klassischen CD-Produktionen ragen 16 Beethoven-Sonaten und die Diabelli-Variationen hervor. Seine Aufnahme der Bachschen Goldberg-Variationen wurde vom BBC Music Magazine mit Bestnoten bewertet und brachte Skuta die Einladung zu Solo-Recitals in London und Paris. Seit 1996 bildet der Pianist mit seiner Frau Nora auch ein erfolgreiches Klavier-Duo, das sich vor allem auf die Musik des 20. Jahrhunderts spezialisiert hat. Außerdem ist er als Komponist hervorgetreten, dessen Werke auch in vielen Ländern Westeuropas aufgeführt worden sind.

Klavier

Martin Adámek

© Mathilde Lauridon

Erst 22 Jahre jung, kann der slowakische Klarinettist Martin Adámek bereits auf eine beachtliche Karriere zurückblicken. Während seines Studiums in Bratislava und Brünn war er Mitglied des Gustav Mahler Jugendorchesters sowie des European Union Youth Orchestra. Außerdem gewann er Erste Preise beim Klarinettenwettbewerb Città di Carlino (2013) und dem Internationalen Wettbewerb Leoš Janáček (2014). Seit 2016 ist Adámek Solo-Klarinettist beim Ensemble Intercontemporain in Paris, mit dem er auch in Berlin im Boulez Saal aufgetreten ist. 2017 spielte er mit der Lucerne Festival Academy unter der Leitung von Matthias Pintscher die schweizerische Erstaufführung des Klarinettenkonzerts von Michel van der Aa. Der Slowake wirkt auch im Alma Mahler Kammerorchester mit, das sich auf symphonische Bearbeitungen des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts spezialisiert hat. Darüber hinaus hat er ein Trio mit der Pianistin Zuzana Biščáková und der Sopranistin Nao Higano gegründet, das sich vor allem auf zeitgenössische Werke konzentriert und auch neue Kompositionen in Auftrag gibt.

www.martin-adamek.com

Klarinette

DARIUS MILHAUD

"Le Boeuf sur le Toit" op. 58 (1920)

ĽUBICA ČEKOVSKÁ

Konzert für Klavier (2003, Deutsche Erstaufführung)

ONDŘEJ KUKAL

"Clarinettino" (1994)

LUDWIG VAN BEETHOVEN

Symphonie Nr. 2 D-Dur op. 36 (1801/02)

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Chile
29. Juli 2019 20:00

Sascha Hingst
Pate des Abends

Maximiano Valdés

Der aus Santiago de Chile stammende Dirigent Maximiano Valdés setzte nach ersten Studien in seiner Heimatstadt seine Ausbildung an der Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom fort. Seine professionelle Karriere begann er als Assistent am Teatro La Fenice in Venedig; ein Stipendium ermöglichte ihm die Teilnahme am Tanglewood Festival, wo er Leonard Bernstein begegnete. Seit den 1980er-Jahren hat Valdés Einladungen von vielen Orchestern in Europa und Asien, vor allem aber in Nord- und Südamerika erhalten. In den USA dirigierte er unter anderem in Baltimore, Dallas, Houston, St. Louis und Washington, D.C. Seit 2008 wirkt Valdés als Chefdirigent des Symphonieorchesters von Puerto Rico; im vergangenen Jahr wurde er zum Leiter des Nationalen Jugendsymphonieorchesters von Chile ernannt. Für das Label Naxos widmet sich Valdés den Aufnahmen spanischer und südamerikanischer Komponisten. So spielte er das symphonische Gesamtwerk von Joaquin Rodrigo, außerdem Kompositionen von Manuel de Falla, Jesús Rueda und Julián Orbón ein.

Dirigent

Luis Orlandini

1964 in Santiago de Chile geboren, studierte Luis Orlandini 1979-86 an der Universität von Chile, anschließend bei Eliot Fisk an der Musikhochschule Köln. Der Gewinn des Internationalen ARD-Musikwettbewerbs 1989 ebnete ihm den Weg für eine internationale Karriere: Seitdem ist der Gitarrist nicht nur vielfach in Berlin, Paris und London, sondern auch in Moskau, Tokio und Buenos Aires aufgetreten. Bei den CD-Produktionen stehen neben den Werken von Joaquin Rodrigo die Rossinianas von Mauro Giuliani sowie die Fantasias von Fernando Sor im Mittelpunkt. In seiner Heimat hat Orlandini nicht weniger als 50 Werke chilenischer Komponisten uraufgeführt, darunter viele Auftragswerke, und eine Sammlung von Gitarrenmusik zeitgenössischer chilenischer Komponisten herausgegeben. Neben seiner regen internationalen Konzerttätigkeit wirkt Luis Orlandini heute als Professor für Gitarre und Kammermusik an der Universität von Chile sowie an der Päpstlichen Katholischen Universität in Santiago de Chile.

Gitarre

MIGUEL FARIAS

"Retratos australes" (2019)

HEITOR VILLA-LOBOS

Konzert für Gitarre und Orchester (1951)

LUDWIG VAN BEETHOVEN

Symphonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 "Eroica" (1803)

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International
30. Juli 2019 20:00
Hartmut Dorgerloh

Prof. Dr. Hartmut Dorgerloh ist promovierter Kunsthistoriker, Denkmalpfleger und Kulturmanager. Nach leitenden Tätigkeiten im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg und als Gründungsdirektor des Hauses für Brandenburgisch-Preußische Geschichte in Potsdam war er von 2002 bis 2018 Generaldirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg. Er lehrt seit 2004 als Honorarprofessor an der Humboldt-Universität zu Berlin, nimmt seit 2007 regelmäßig Lehraufträge an der Universität Bern wahr und war Scholar am Getty Research Institut in den USA. International ist er u.a. durch seine langjährige Vorstandstätigkeit bei ICOM-DemHist und der Association des Résidences Royales Européennes (ARRE) vernetzt. Zudem war er 1. Vorsitzender von Schlösser und Gärten in Deutschland e.V. (2012–2018) und Sprecher der Konferenz Nationaler Kultureinrichtungen (2005–2010). 

  Pate des Abends

John Neumeier

© Kiran West

Der US-Amerikaner John Neumeier zählt zu den bedeutendsten Choreographen der Gegenwart. In seiner Tätigkeit als Ballettdirektor und -intendant machte er das Hamburg Ballett zu einer der führenden deutschen Ballettcompagnien. Internationale Anerkennung erwarb sich John Neumeier durch die Zusammenführung der Ballett-Tradition mit neuen, zeitgenössischen Formen. Mit großem Engagement widmet sich John Neumeier der Nachwuchsförderung. 1978 gründete er die Ballettschule des Hamburg Ballett. 2011 gründete John Neumeier das Bundesjugendballett, dem er als Intendant vorsteht. John Neumeier ist zweifacher Träger des Bundesverdienstkreuzes und seit 2003 Ritter der Ehrenlegion. Für Young Euro Classic choreographierte er bereits 2012 ein eigenes Ballett, und auch 2013 und 2014 stand das Bundesjugendballett in zwei seiner Choreografien auf der Bühne des Konzerthauses.

www.hamburgballet.de

Indendant und Choreograph

Kevin Haigen

© Silvano Ballone

Geboren in Miami, hat Kevin Haigen als Tänzer, Choreograph, Ballettpädagoge und Ballettmeister gearbeitet. Er erhielt seine Ausbildung u.a. an der School of American Ballet unter der Leitung von George Balanchine, wo er seine ersten Choreographien kreierte. 1976 trat Kevin Haigen dem Hamburg Ballett bei, an das er 1991, nach mehreren internationalen Engagements, als Ballettmeister der Compagnie und Ballettpädagoge zurückkehrte. Seither assistiert er John Neumeier bei der Inszenierung zahlreicher seiner Ballette weltweit. Seit der Gründung des Bundesjugendballetts ist Kevin Haigen dessen Künstlerischer und Pädagogischer Leiter.

Künstlerischer und Pädagogischer Leiter

Israel
31. Juli 2019 20:00
Stefan Raue

© Bettina Fürst-Fastré

Intendant Deutschlandradio

Stefan Raue ist seit 1. September 2017 Intendant des Deutschlandradio. Raue wurde 1958 in Wuppertal geboren und studierte in Freiburg und Bielefeld Geschichte, Literaturwissenschaft und Philosophie. Seine journalistische Karriere begann er 1986 als Volontär bei der Westdeutsche Allgemeinen Zeitung und beim WDR, für den er dann von 1987 bis 1990 als Reporter im Landesstudio Düsseldorf arbeitete. 1990 wurde er Politikredakteur, Chef vom Dienst und Redaktionsleiter für „Aktuelles“ bei RIAS -TV, 1992 Hauptabteilungsleiter „Aktuelles und Nachrichten“ bei DW-TV. Seit 1995 war Raue in verschiedenen Positionen beim ZDF tätig. U.a. als Schlussredakteur des „heute-journal“ und als stellvertretender Leiter der Senderredaktion der „heute“-Nachrichten. Von 1997 an war er Redaktionsleiter des Magazins „Blickpunkt“, zusätzlich war er seit 1999 stellvertretender Hauptredaktionsleiter im Bereich Politik und Zeitgeschehen des ZDF. Von 2011 bis 2017 war er Chefredakteur des MDR. 

Pate des Abends

Saleem Ashkar

© Luidmila Jermies

In Nazareth geboren, in Berlin lebend: Das sind die Koordinaten, zwischen denen sich die Aktivitäten von Saleem Ashkar entfalten. Der Israeli mit den christlich-arabischen Wurzeln wurde schon früh von Daniel Barenboim und Zubin Mehta gefördert: Mit 17 Jahren gab er sein Debüt als Pianist beim Israel Philharmonic, mit 22 Jahren spielte er unter Barenboims Leitung erstmals in der Carnegie Hall in New York. Seitdem ist Saleem Ashkar mit den Wiener Philharmonikern und der Filarmonica della Scala ebenso aufgetreten wie mit dem Concertgebouw Orchester Amsterdam und dem London Symphony Orchestra, außerdem bei den Festivals in Salzburg, Ravinia, Luzern und beim Klavierfestival Ruhr. Sein aktueller Schwerpunkt ist die zyklische Aufführung aller 32 Beethovensonaten, die der 41-Jährige bereits in Berlin und Israel, in Prag und Duisburg vorgestellt hat. Darüber hinaus engagiert er sich persönlich durch regelmäßige Besuche für die Förderung junger israelischer und palästinensischer Musiker in seiner Heimat.

www.saleemashkar.com

Künstlerische Leitung, Klavier

JOSEPH HAYDN

Ouvertüre zu "L’isola disabitata” (1779)

LUDWIG VAN BEETHOVEN

Konzert für Klavier Nr. 2 B-Dur op. 19 (1788-1801)

WISAM GIBRAN

"Overcoming" (Uraufführung)

LUDWIG VAN BEETHOVEN

Symphonie Nr. 1 C-Dur op. 21 (1800)

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Großbritannien
01. August 2019 20:00
Dietmar Bär

© Uwe Stratmann

Schauspieler

Darauf kann er stolz sein: Dietmar Bär, der „Freddy Schenk“ vom Kölner Tatort, wurde 2014 zum beliebtesten TV-Ermittler der Deutschen gewählt. Als Kommissar ist er seit 1997 im Kölner Tatort in über 70 Fällen im Einsatz und wurde 2000 mit den Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet. Gemeinsam mit Klaus J. Behrendt wurde er 2015 von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen geehrt.
Die Nähe zu den Menschen ist dem gebürtigen Dortmunder extrem wichtig. So oft wie irgend möglich steht er als BVB-Mitglied beseelt in schwarz-gelbem Outfit im Stadion unter den Fans. Und ist im Alltag doch ziemlich anders als der polternde Dicke mit der Vorliebe für Currywurst, den er im Tatort gibt. Dietmar Bär liest viel, hört Musik aller Stilrichtungen und hat sich zum Feinschmecker mit vegetarischen Neigungen entwickelt: „Für billigen Wein und schlechtes Essen bin ich zu alt“. Nicht zu alt ist er für ein umfangreiches soziales Engagement: Bär ist Gründungsmitglied des Tatort – Straßen der Welt e.V., der sich für Kinderrechte vor allem auf den Philippinen, in Swaziland und Deutschland einsetzt. Young Euro Classic unterstützt er nicht nur als Pate, sondern auch als Mitglied im Deutschen Freundeskreis europäischer Jugendorchester e.V.

  Pate des Abends

Mark Wigglesworth

© Ben Ealovega

Der aus Sussex stammende Dirigent Mark Wigglesworth gewann 1989 den renommierten Dirigentenwettbewerb Kirill Kondraschin in Amsterdam. Damit begann die Karriere des damals 25-Jährigen: Seitdem hat Wigglesworth die großen US-Orchester in Boston, Cleveland, New York und Chicago ebenso dirigiert wie viele bedeutende Orchester in Großbritannien und auf dem Kontinent. 2002 gab er sein Debüt am Royal Opera House Covent Garden in London, 2005 an der New Yorker Met. Besonders verbunden war Wigglesworth der English National Opera; seinen 2014 geschlossenen Vertrag als Musikdirektor löste er allerdings 2016 nach Streitigkeiten mit dem Management wieder auf. Unter seinen CD-Produktionen ragt der Zyklus sämtlicher Schostakowitsch-Symphonien mit dem BBC National Orchestra of Wales und der Niederländischen Radio-Philharmonie heraus. Bekannt geworden ist der Dirigent auch als Autor einer sechsteiligen TV-Reihe Everything to Play For; außerdem hat Wigglesworth 2018 das Buch The Silent Musician, Why Conducting Matters veröffentlicht.

www.markwigglesworth.com

  Dirigent

Alina Pogostkina

@ Nikolaj Lund

Die russisch-deutsche Geigerin Alina Pogostkina ist – unabhängig von ihrer internationalen Karriere – Berlin eng verbunden. Sieben Jahre studierte sie bei Antje Weithaas an der Musikhochschule Hanns Eisler, und nach wie vor lebt sie im Prenzlauer Berg. 1983 im damaligen Leningrad geboren, kam die Musikerin 1992 mit ihren Eltern nach Heidelberg. Schon als Vierjährige hatte Alina ersten Geigenunterricht bei ihrem Vater erhalten, der über 15 Jahre hinweg ihr Lehrer blieb. Der Gewinn des Sibelius-Wettbewerbs in Helsinki 2005 katapultierte Alina Pogostkina in die erste Riege der jungen Geigerinnen. Seitdem tritt sie in allen namhaften Konzertsälen und bei allen großen Festivals aus. Zu ihren Partnern zählten Vladimir Ashkenazy, Gustavo Dudamel, David Zinman, Jonathan Nott, Paavo Järvi, Michael Sanderling und Robin Ticciati. Neben dem großen Violinrepertoire pflegt die Musikerin auch die Barockmusik auf Darmsaiten. Außerdem hat sie ein Projekt „Mindful Music Retreat“ gegründet, um in einem ganzheitlichen Ansatz das körperliche, mentale und emotionale Level bei jungen Musikern zu fördern.

www.alinapogostkina.de 

  Violine

LERA AUERBACH

"Icarus" (2006/11)

PJOTR I. TSCHAIKOWSKI

Violinkonzert D-Dur op. 35 (1878)

SERGEI PROKOFJEW

"Romeo und Julia" op. 64 (1935-1944, Auszüge)

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Europa
02. August 2019 20:00
Olaf Scholz

Bundesminister der Finanzen und Vizekanzler

Olaf Scholz ist seit März 2018 Bundesminister der Finanzen und Vizekanzler. Er wurde 1958 in Osnabrück geboren, ist in Hamburg aufgewachsen und mit Britta Ernst verheiratet.

1975 trat er der SPD bei. Nach Beendigung des Jurastudiums arbeitete er ab 1985 als Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht. 1982 bis 1988 war er stellvertretender Bundesvorsitzender der Jusos, von 1998 bis 2001 und 2002 bis 2011 Mitglied des Deutschen Bundestages. Er war Generalsekretär der SPD (2002-2004) und parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion (2005-2007). Von 2007 bis 2009 übernahm er das Amt des Bundesministers für Arbeit und Soziales und war anschließend (2009-2011) stellvertretender Vorsitzender der SPD Bundestagsfraktion. Von 2011 bis 2018 war er Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg. Von Februar bis April 2018 nahm Olaf Scholz kommissarisch das Amt des SPD-Parteivorsitzenden wahr. 

Pate des Abends

Vasily Petrenko

© Tarlova

Der aus St. Petersburg stammende Vasily Petrenko ist ein vielgefragter Dirigent bei allen namhaften Orchestern in Europa und Nordamerika. Er amtiert nicht nur seit 2015 als Chefdirigent des EUYO, sondern hat außerdem auch Chefposten beim Oslo Philharmonic Orchestra und dem Royal Liverpool Philharmonic Orchestra inne. 2021 übernimmt er zusätzlich die Stelle des Chefdirigenten beim Royal Philharmonic Orchestra in London. Der 42-jährige Russe, nicht verwandt mit dem zukünftigen Chefdirigenten der Berliner Philharmoniker Kirill Petrenko, ist auch als Operndirigent mit Einladungen nach Glyndebourne, Zürich und München (Boris Godunow) bekannt geworden; an der Met in New York gibt er in dieser Saison sein Debüt mit Tschaikowskis Pique Dame. Unter seinen zahlreichen CD-Produktionen ragt der Zyklus sämtlicher Schostakowitsch-Symphonien heraus, der 2015 komplettiert wurde. Petrenko spielte aber auch Werke von Tschaikowski, Skrjabin, Elgar und Szymanowski ein. Zuletzt erschien 2018 ein Album mit der fünften und sechsten Symphonie von Sergei Prokofjew.

www.vasilypetrenkomusic.com

Dirigent

Nicolas Altstaedt

Der deutsch-französische Cellist Nicolas Altstaedt, geboren 1962 in Heidelberg, hat sich in den letzten Jahren zu einem weltweit gefragten Solisten entwickelt. Als einer der letzten Schüler Boris Pergamenschikows studierte er an der Berliner Musikhochschule Hanns Eisler, wo er selbst seit 2016 eine Professur innehat. In letzter Zeit gab er seine Debüts in der Carnegie Hall in New York, in Brüssel, Paris und Toronto und gastierte in Australien. Außerdem war er 2017/18 „Artist-in-Spotlight“ am Concertgebouw in Amsterdam; in dieser Saison tritt er in gleicher Form in der Elbphilharmonie Hamburg auf. Als Künstlerischer Leiter übernahm Altstaedt 2012 von Gidon Kremer die Leitung des Lockenhaus Kammermusikfestivals. Überaus weitgespannt ist das Repertoire des Musikers: Neben den großen Cellokonzerten des Repertoires, den Bach-Suiten und kammermusikalischen Werken setzt er sich intensiv für zeitgenössische Musik ein und brachte neue Werke von Sofia Gubaidulina, Jörg Widmann, Wolfgang Rihm, Esa-Pekka Salonen und Thomas Adès zur Uraufführung. 

www.nicolas-altstaedt.com 

Violoncello

ANTONÍN DVOŘÁK

Konzert für Violoncello und Orchester h-Moll op. 104 (1896)

GUSTAV MAHLER

Symphonie Nr. 5 cis-Moll (1904)

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Deutschland
03. August 2019 20:00
Ramona Pop
Patin des Abends

Alexander Shelley

© Thomas Dagg

Bereits zum vierten Mal arbeitet der 39-jährige Alexander Shelley mit dem Bundesjugendorchester zusammen. Seine Dirigierlaufbahn begann der gebürtige Brite und studierte Cellist 2005 mit dem Gewinn des renommierten Dirigierwettbewerbs in Leeds. Seitdem hat er viele Orchester in Europa, Nordamerika, Asien und Australien dirigiert; seit 2015 leitet er das National Arts Centre Orchestra in der kanadischen Hauptstadt Ottawa. Einen besonderen Namen machte er sich als Chefdirigent der Nürnberger Symphoniker (2009-17), wo er mit seinen Klassik Open Air-Konzerten mehr als eine halbe Million Zuhörer begeisterte. Ein besonderes Anliegen ist Shelley die Vermittlung klassischer Musik mittels Interviews und Podcasts; bei der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen betreut er außerdem das Projekt „Zukunftslabor“. In der Zusammenarbeit mit dem BJO sticht die gemeinsame Tournee 2016 mit Campino von den „Toten Hosen“ heraus. Im vergangenen Jahr lud Shelley 46 BJO-Musiker zu einer Aufführung von Brittens War Requiem nach Ottawa ein.

alexandershelley.com

Dirigent

Msaki

©Masimba Sasa

Die südafrikanische Komponistin und Sängerin Msaki (eigentlich Asanda Lusaseni-Mvanage) wuchs in einer musikalischen Familie auf: Ihr Vater arbeitete als DJ und Chorleiter, ihr Großvater war ein bekannter Komponist. Msaki begann mit einem Designstudium und gründete 2009 ihre erste eigene Band. Einen entscheidenden Schritt bedeutete 2012 der Wechsel nach North Carolina, USA, wo sie zusammen mit 30 anderen südafrikanischen Künstlern ihr Studium fortsetzen konnte. Nach ihrer Rückkehr nach Südafrika fokussierte sie sich auf ihre musikalische Karriere und gründete ihr eigenes Indie-Label, One Shushu Day Artistry. 2013 nahm Msaki ihre CD Nal’ithemb auf. 2016 veröffentlichte sie in ihrem eigenen Label ihr Debütalbum Zeneliza: How the Water Moves in Zusammenarbeit mit dem preisgekrönten Jazzpianisten Nduduzo Makhatini. Msakis Sound kombiniert beseelten Folk mit sinfonischen Bewegungen, Xhosa-Lyrik und afrikanische Polyrhythmen mit Blöcken tiefgängiger Improvisation.

Gesang  

WILLIAM WALTON

"Johannesburg Festival Overture" (1958)

HENDRIK HOFMEYR

"Three African Songs" (Uraufführung)

GEORGE GERSHWIN

Symphonic Pictures aus der Oper "Porgy and Bess" (1942, arr. Robert Russell Bennett)

JOHANNES BRAHMS

Symphonie Nr. 2 D-Dur op. 73 (1878)

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China
05. August 2019 20:00

Holger Wemhoff
Pate des Abends

Ludovic Morlot

© Lisa-Marie Mazzucco

1973 in Lyon geboren, wechselte Ludovic Morlot nach ersten Studien als Geiger an das Royal College of Music in London, wo er zusätzlichen Dirigierunterricht erhielt. Im Anschluss ging er zum weiteren Dirigierstudium in die USA. Seit dem Gewinn des Seiji-Ozawa-Stipendiums in Tanglewood 2001 hat Morlot eine besonders enge Beziehung zum Boston Symphony Orchestra. Weitere Einladungen führten ihn zu den großen Orchestern in den USA, aber auch nach Berlin, Dresden, London, Amsterdam und Tokyo. In dieser Saison gibt der Franzose, der seit 2011 Musikdirektor der Seattle Symphony ist, sein Debüt in Houston, Detroit, Rotterdam und bei den Bamberger Symphonikern. Seine Aufnahme von Orchesterwerken seines Landsmanns Henri Dutilleux mit der Seattle Symphony war 2016 für den Grammy nominiert. In den USA dirigierte Morlot auch Erstaufführungen von Werken Tristan Murails, Elliott Carters und Augusta Read Thomas.

www.ludovicmorlot.com

Dirigent

Garrick Ohlsson

© Dario Acosta

Mit seinem Sieg beim Warschauer Chopin-Wettbewerb katapultierte sich der 22-jährige Garrick Ohlsson 1970 in die vorderste Reihe der Pianisten. Seitdem ist der US-Amerikaner, der noch bei Claudio Arrau und an der New Yorker Juilliard School bei Rosa Lhevinne studierte, mit allen namhaften Orchestern der USA aufgetreten. Allein zehn Tourneen führten ihn durch Polen; im November 2018 spielte er in Warschau zum 100. Jahrestag der Unabhängigkeit Ignaz Paderewskis Klavierkonzert. Ohlssons Konzertrepertoire ist überaus weitgefächert und umfasst über 80 Werke, darunter auch die Klavierkonzerte von Skrjabin, Busoni, Barber und Lutoslawski. Unter seinen CD-Produktionen sticht die Aufnahme aller 32 Beethovensonaten wie auch des Gesamtwerks von Frédéric Chopin hervor. Darüber hinaus finden sich Werke von Weber, Grieg, Granados, Gershwin und Stefan Wolpe in seiner Diskografie. Seit der vergangenen Saison widmet sich Ohlsson dem gesamten Klavierwerk von Johannes Brahms, das er zyklisch in mehreren Städten der USA und Europas aufführen will.

www.garrickohlsson.com

Klavier

 

XIAOGANG YE

"Sonnenlicht" und "Dämmerung" aus "The Tianjin Suite" (2016, Deutsche Erstaufführung)

LUDWIG VAN BEETHOVEN

Klavierkonzert Nr. 5 Es-Dur op. 73 (1809)

DMITRI SCHOSTAKOWITSCH

Symphonie Nr. 5 d-Moll op. 47 (1937)

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International
06. August 2019 20:00
Sebastian Nordmann

Intendant Konzerthaus Berlin

Prof. Dr. Sebastian Nordmann, geboren 1971 in Kiel, studierte Musikwissenschaften und Neuere Geschichte, zunächst an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, später dann an der Freien Universität Berlin und der Technischen Universität Berlin. Im direkten Anschluss an seinen Magister promovierte er bei Prof. Dr. Christian Martin Schmidt über das Thema „Der Einfluss des Schleswig-Holstein Musik Festivals auf die Musiklandschaft Schleswig-Holstein“. Während seines Studiums sammelte Sebastian Nordmann praktische Erfahrungen im Kulturbereich beim Edinburgh Festival, der Kulturabteilung der Bayer AG, als Orchestermanager des Landesjugendorchesters Schleswig-Holstein und als Intendanzassistent bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern. Im Anschluss an die Promotion arbeitete er für zwei Jahre bei der strategischen Unternehmensberatung The Boston Consulting Group in Berlin. Von Oktober 2002 bis Dezember 2008 war er Intendant und Geschäftsführer der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern. Von 2008 bis 2013 unterrichtete er als Professor das Fach Musikmanagement / Karriereplanung an der Hochschule für Musik und Theater Rostock. Seit September 2009 ist Sebastian Nordmann Intendant des Konzerthauses Berlin und des Konzerthausorchesters Berlin. Seit Frühjahr 2016 ist er Künstlerischer Leiter des Felix Mendelssohn Bartholdy Hochschulwettbewerbs. 

Pate des Abends

Sir Antonio Pappano

© Musacchio & Ianniello EMI Classics

Der britische Dirigent Sir Antonio Pappano ist gleichermaßen in Oper und Konzert erfolgreich. Seit 2002 amtiert er als Musikdirektor am Royal Opera House Covent Garden in London; zugleich wirkt er seit 2005 als Chefdirigent der Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom. 1959 als Sohn italienischer Eltern in London geboren, führte ihn der Weg über Chicago, Frankfurt und Bayreuth (als Assistent Daniel Barenboims), 1990 an die norwegische Oper in Oslo und 1992 an das Théâtre de la Monnaie in Brüssel. Seitdem ist Pappano mit allen großen Orchestern in Nordamerika und Europa, in der vergangenen Saison auch mit den Berliner Philharmonikern und der Staatskapelle Berlin, aufgetreten. Sein Opernrepertoire ist überaus weit gespannt und reicht von den großen Werken Verdis, Puccinis und Wagners bis zu Schostakowitschs Lady Macbeth von Mzensk, Szymanowskis König Roger und Birtwistles The Minotaur. Zuletzt erregte er große Aufmerksamkeit mit einer CD-Produktion von Verdis Aida mit Anja Harteros und Jonas Kaufmann. Als Liedbegleiter musiziert Pappano regelmäßig mit Sängern wie Joyce DiDonato, Ian Bostridge und Gerald Finley.

Dirigent

Dame Sarah Connolly

© Peter Warren

Die britische Mezzosopranistin Dame Sarah Connolly zählt zu den führenden Sängerinnen ihres Landes. Sie ist nicht nur am Royal Opera House Covent Garden und beim Glyndebourne Festival ständiger Gast; sie sang auch bei den Bayreuther Festspielen, an den Opernhäusern in Paris, Amsterdam und Barcelona sowie an der Metropolitan Opera in New York. Das Repertoire der Sängerin, die 2017 von Prinz Charles den Adelstitel „Dame“ verliehen bekam, reicht vom Barock bis zur Moderne. Händel und Monteverdi singt sie ebenso wie die wichtigen Mezzopartien von Mozart, Wagner und Strauss. Darüber hinaus setzt sich Sarah Connolly intensiv für die zeitgenössische Oper ein; so trat sie in den Opern The Silver Tassie von Mark-Anthony Turnage (English National Opera) und Hamlet von Brett Dean (Glyndebourne) auf. Auf CD hat die Sängerin außerdem Werke von Mendelssohn, Mahler, Korngold und Elgar eingespielt. Mehrfach wurde sie auch zur Last Night of the Proms eingeladen.

https://www.sarah-connolly.co.uk/  

Mezzosopran

TYSON J. DAVIS

"Delicate Tension” - inspiriert durch den 30. Jahrestag des Falls der Berliner Mauer (Uraufführung)

HECTOR BERLIOZ

"Les Nuits d'été" op. 7 (1834-1856)

SERGEI PROKOFJEW

Symphonie Nr. 5 B-Dur op. 100 (1944/45)

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