Youth Symphony Orchestra of Uzbekistan

2014 wurde das Usbekische Jugendsymphonie-Orchester mit Unterstützung des damaligen usbekischen Präsidenten Islam Karimov von dem Dirigenten Kamoliddin Urinbayev gegründet. In den vergangenen fünf Jahren hat sich das Youth Symphony Orchestra of Uzbekistan, in dem die besten Studierenden des Landes, aber auch junge Profis zusammenkommen, ein breites symphonisches Repertoire erarbeitet. Dabei stehen Werke russischer Komponisten wie Tschaikowski, Rachmaninow und Prokofjew ebenso im Zentrum wie usbekische Komponisten oder Werke von Brahms und Mahler. Als musikalischer Botschafter Usbekistans kann das Jugendorchester bereits auf eine stattliche Zahl von Reisen zurückblicken: Nach einer ersten Tour nach Litauen 2016 nahm das Orchester 2017 an der Eröffnung der Usbekischen Kulturtage im Moskauer Kreml teil. 2018 trat das Orchester im Rahmen eines Staatsbesuchs des Präsidenten in Washington sowie beim Gipfel der zentralasiatischen Staatschefs im kasachischen Astana auf; 2019 folgte eine Tour nach Kuwait. Außerdem wirken die Musiker*innen regelmäßig an Empfängen des usbekischen Präsidenten Shavkat Mirziyoyev in Taschkent mit.

Usbekistan
26. Juli 2020 20:00

Konzerthaus, Berlin

Kamoliddin Urinbayev

Der 35-jährige usbekische Dirigent Kamoliddin Urinbayev erhielt seine musikalische Ausbildung zuerst am Staatlichen Konservatorium von Usbekistan in Taschkent, später im Fach Dirigieren am Tschaikowski-Konservatorium in Moskau. Gleichzeitig wurde er zu zahlreichen Festivals und Wettbewerben eingeladen, so zur „Großen Seidenstraße“ (Südkorea), „Neue Namen“ (Russland) und „Internationales Forum junger Dirigenten“ (Deutschland). 2007 wurde ihm der Erste Preis beim Internationalen Asien-Pazifik-Wettbewerb „Baikal Cup“ zuerkannt. Urinbayev tritt sowohl als Konzert- wie auch als Operndirigent auf. So stand er am Pult des Staatlichen Symphonieorchesters der Ukraine und des Staatlichen Symphonieorchesters von Usbekistan. Am Staatlichen Akademischen Theater in Taschkent dirigierte er Beethovens Fidelio. 2014 gründete Urinbayev das Jugendsymphonie-Orchester Usbekistan; im selben Jahr wurde ihm vom usbekischen Präsidenten der Titel „Ausgezeichneter Künstler Usbekistans“ verliehen.

Dirigent

Eleonora Kotlibulatova

Die aus Taschkent (Usbekistan) stammende Pianistin Eleonora Kotlibulatova erhielt ihren ersten Klavierunterricht von ihrer Mutter im Alter von fünf Jahren. 1996 debütierte die Zehnjährige als Solistin. Sie gewann zahlreiche Preise bei internationalen Wettbewerben, so beim Grand Prix „Kunst des 21. Jahrhunderts” 2001 in Kiew (Ukraine), beim Internationalen Chopin-Wettbewerb in Kuala Lumpur (Malaysia) und beim 7. Internationalen Rubinstein-Wettbewerb 2004 in Paris. 2010 begann Eleonora Kotlibulatova ein Studium an der Musikhochschule in Rostock bei Matthias Kirschnereit, das sie 2014 mit Auszeichnung abschloss. Die Künstlerin unternahm Konzertreisen von Amerika bis nach Asien, zur Zeit lebt und arbeitet sie als Konzertpianistin und Lehrerin in Berlin. Neben ihrer solistischen Tätigkeit arbeitet sie regelmäßig mit dem Gitarristen Evgeny Beleninov zusammen, um diese ungewöhnliche Duo-Besetzung mit Originalwerken und Transkriptionen bekannter zu machen.

Klavier

MIRSADYK TADSCHIJEW

Ouvertüre (1975)

AZIZA SADIKOVA

„Colours of Pomegranate“ für Klavier und Orchester (Uraufführung)

AMER JAAFAR

„Impatience of the Captive“ (Uraufführung)

NIKOLAI RIMSKI-KORSAKOW

„Scheherazade“ op. 35 (1885)

19 Uhr: Konzerteinführung mit Dieter Rexroth im Werner-Otto-Saal
Einlass mit Konzertticket um 18:45 Uhr

PROGRAMM

Gemeinhin bringt man Usbekistan und seine Hauptstadt Taschkent mit der legendären Seidenstraße in Verbindung. Aber auch die Musik spielt dort eine große Rolle – schon zu Zeiten der untergegangenen Sowjetunion wurden Konservatorien und Orchester großzügig gefördert. Diese Tradition setzt das noch junge Youth Symphony Orchestra of Uzbekistan fort, das zum ersten Mal bei Young Euro Classic zu erleben ist. Intensiv gefördert als musikalischer Botschafter seines Landes, bieten die Usbekinnen und Usbeken für Berlin eine spannende Mischung aus Altem und Neuem, Vertrautem und Unbekanntem. Zum einen steuert die usbekische, in Berlin lebende Komponistin Aziza Sadikova ein neues Klavierkonzert bei, zum anderen stellen die Usbeken ein ungewöhnliches Werk des kuwaitischen Komponisten Amer Jaafar aus dem Jahr 2000 vor, das seine Erfahrungen aus der irakischen Invasion widerspiegelt. Als brillanten Abschluss gibt es dann Nikolai Rimski-Korsakows Orchesterstück Scheherazade, das mit farbigen Klängen in die Welt von 1001 Nacht und der Seidenstraße zurückversetzt.  

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