Ungdomssymfonikerne

© Morten Minothi Kristiansen

Bereits bei der Premiere von Young Euro Classic im Millenniumsjahr 2000 traten die jungen Norweger von den Ungdomssymfonikerne im Konzerthaus auf, danach begeisterten sie mit ihren skandinavischen Programmen mehrfach das Berliner Publikum, zuletzt 2015 und 2016. Werke von Gegenwartskomponisten geben zusätzliche interessante Einblicke in die lebendige Musikszene Norwegens. Gegründet wurde das nationale norwegische Jugendorchester 1973, um jungen, talentierten Musikern des Landes und anderer nordischer Akademien die Möglichkeit zu geben, erste Erfahrungen unter professionellen Bedingungen zu sammeln. Die jährliche sommerliche Arbeitsphase dauert drei bis vier Wochen und findet in der südnorwegischen Stadt Elverum statt. Hervorragende norwegische Künstler wie die Pianisten Leif Ove Andsnes und Håvard Gimse, der Cellist Truls Mørk und der Trompeter Ole Edvard Antonsen zählten zu den prominentesten Solisten bei den anschließenden Konzerten in Norwegen und anderen Ländern Europas.

www.ungdomssymfonikerne.no

Norwegen
13. August 2018 20:00

Konzerthaus, Berlin

Lavinia Frey

 

Patin des Abends
Johannes Gustavsson

© Anna Hult

Der 42-jährige schwedische Dirigent Johannes Gustavsson begann ursprünglich als Bratscher, bevor er die Dirigierlaufbahn einschlug. Preise beim Sir Georg Solti-Wettbewerb in Frankfurt und beim Toscanini-Wettbewerb in Parma ebneten ihm ebenso den Weg wie der Swedish Conductor’s Prize und der Herbert Blomstedt Award. Seitdem hat Gustavsson bei allen größeren Orchestern Skandinaviens am Pult gestanden, so beim Royal Stockholm Philharmonic und bei den Göteborger Symphonikern, beim Oslo Philharmonic und den philharmonischen Orchestern von Helsinki und Turku. Seit 2012 ist der Schwede Chefdirigent beim Oulu Symphony Orchestra, seit 2015 in derselben Position verantwortlich für die Wermland Opera. Über 50 Orchesterwerke nordischer Komponisten brachte Gustavsson zur Uraufführung; viele der Kompositionen, darunter von Anders Eliasson, CFE Horneman, Tobias Broström, Britta Byström und Einar Englung, hat er außerdem auf CD eingespielt.  

Dirigent
Ann-Helen Moen

© Jan Alsaker

Die 1969 im norwegischen Molde geborene lyrische Sopranistin Ann-Helen Moen ist weithin für die klare Schönheit ihrer Stimme und ihre überzeugende Darstellung ihrer Opernrollen bekannt. Sie studierte an der Grieg-Akademie in Bergen und an der Opernakademie in Kopenhagen, bevor sie Mitglied der Oper Graz wurde. Weitere Opernhäuser, an denen sie besonders als Mozart-Interpretin Erfolge feierte, sind die Staatsoper Hannover, die Zürcher Oper, die Dänische Nationaloper, das Théâtre Paris Villette sowie weitere Compagnien in Deutschland, Schweden und Irland. Zu ihren Mozart-Rollen gehören Donna Anna, Zerlina (beide in Don Giovanni), Pamina und die erste Dame (beide in Die Zauberflöte), die sie alle an der Norwegischen Nationaloper in Oslo sang, sowie Sandrina (La fina giardiniera), Donna Elvira (Don Giovanni) und die Gräfin Almaviva (Le nozze di Figaro). Konzerte gab sie mit Ensembles wie dem Bach Collegium Japan und dem MDR Symphonieorchester. Im Jahr 2000 wurde sie mit dem wichtigsten norwegischen Gesangspreis, dem Esso Award, ausgezeichnet.

Sopran
Håvard Stensvold

© Studio Lasse Berre

Der Bassbariton Håvard Stensvold zählt zu den wichtigsten Konzert- und Opernsängern Norwegens, der weit über seine Heimatstadt Oslo hinaus in ganz Europa auftritt. Sein Repertoire umfasst neben allen wichtigen Mozart-Partien vor allem Opern des 17. und 18. Jahrhunderts, so Monteverdis L’incoronazione di Poppea, Händels Acis und Galatea und Purcells The Indian Queen. Auf der anderen Seite zeigt Stensvold ein großes Engagement für die zeitgenössische Oper; so wirkte er an der Norwegischen Nationaloper in Oslo in den Premieren von Cecilie Ores Oper Dead Beat Escapement (2008) und in Knut Vaages Khairos (2013) mit. Als Konzertsänger war Stensvold Gast bei der Akademie für Alte Musik Berlin in Bachs h-Moll-Messe; weitere Verpflichtungen führten ihn mit renommierten Dirigenten der Alten Musik wie Giovanni Antonini, Fabio Biondi, Paul Goodwin, Andrew Manze, Robin Ticciati und Bruno Weil zusammen.

Bariton

ANDERS HILLBORG

„Eleven Gates“ (2006)

EDVARD GRIEG

Lieder für Sopran und Orchester:
„Solveigs Lied“ aus op. 23 (1874/1892)
„Der letzte Frühling“ op. 33 Nr. 2 (1880)
„Bei Rondane“ op. 33 Nr. 9 (1873-80)
„Ein Schwan“ op. 25 Nr. 2 (1876)
„Zur Rosenzeit“ op. 48 Nr. 5 (1889)
„Ein Traum“ op. 48 Nr. 6 (1889)

CARL NIELSEN

Symphonie Nr. 3 „Sinfonia espansiva“ d-Moll op. 27 (1912)

19:00 Uhr: Konzerteinführung mit Anne Kussmaul im Werner-Otto-Saal
Einlass mit Konzertticket um 18:45 Uhr

PROGRAMM

Sie kommen aus dem hohen Norden, und sie haben mehr als einmal in den letzten Jahren das Publikum von Young Euro Classic in große Begeisterung versetzt. Denn die Ungdomssymfonikerne, die besten jungen Musikerinnen und Musiker Norwegens, bestechen immer wieder durch exzellente Qualität und Spaß am Spiel. Mehr noch: Sie warten mit spannenden Programmen auf, in denen die nordische Heimat eine ganz entscheidende Rolle spielt. So wie in diesem Sommer, wenn die Norweger ein durch und durch skandinavisches Programm im Gepäck haben! Im Mittelpunkt steht die gewaltige 3. Symphonie des Dänen Carl Nielsen, ein unkonventionelles Werk an der Schwelle zur Moderne mit Gesangssolisten und dem Beinamen „Sinfonia espansiva“. Als zeitgenössische Komposition bringen die Norweger ein Werk des in aller Welt gespielten Schweden Anders Hillborg mit. Und last but not least gibt es eine Huldigung an Norwegens Musikheiligen Edvard Grieg, von dem wunderschöne Lieder für Sopran zu erleben sind.

 

 

 

Mitschnitt

Das Konzert wird von Deutschlandfunk Kultur aufgezeichnet und bundesweit am 17.08.2018 ab 20:03 Uhr gesendet – über UKW, DAB+, Kabel, online und app.

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Dieses Konzert wird LIVE und ON DEMAND auf ARTE CONCERT gestreamt: concert.arte.tv/young-euro-classic

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