Tbilisi Youth Orchestra

Ⓒ Magdalena Konik

Das Tbilisi Youth Orchestra ist noch ein ganz junges Orchester: Erst im vergangenen Jahr wurde das TYO von dem georgischen Komponisten Mikheil Mdinaradze und dem Dirigenten Mirian Khukhunaishvili gegründet. Es hat sich zum Ziel gesetzt, durch intensive Probenphasen mit professionellen Dozenten und Solisten zum einen die Auseinandersetzung mit der klassischen europäische Musiktradition zu fördern, zum anderen der Musik der Gegenwart besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Bereits in seinem ersten Jahr hat das Tbilisi Youth Orchestra zehn Konzerte absolviert; so organisierte es das Festival „Mozartomania” und trat dabei in drei Konzerten mit georgischen Solisten auf. Außerdem fand durch Vermittlung des British Council in Georgien ein gemeinsamer Auftritt mit der britischen Komponistin und Performerin Anna Meredith und ihrer Band bei ihrem Projekt Varmints statt.

Georgien
25. Juli 2020 20:00

Konzerthaus, Berlin

Mirian Khukhunaishvili

Ⓒ Jano Demetrashvili

Der georgische Dirigent Mirian Khukhunaishvili erhielt seine erste Ausbildung am Staatlichen Konservatorium von Tbilissi; dabei wurde er durch mehrere Stipendien des georgischen Präsidenten gefördert. Ab 2012 setzte Khukhunaishvili sein Studium an der Musikakademie im polnischen Krakau fort. Der Dirigent ist mit allen wichtigen Ensembles seines Landes aufgetreten, so der Georgischen Nationalphilharmonie, dem Staatlichen Symphonieorchester Tbilissi und dem Orchester des Opernhauses Tbilissi. Dabei arbeitete er mit namhaften georgischen Künstlern wie Eliso Virsaladze, Paata Burchuladze, Nino Machaidze und Nino Surguladze zusammen. In diesem Frühjahr gab der 30-Jährige sein Debüt im Wiener Musikverein. 2019 gründete der Dirigent das Tbilisi Youth Orchestra, außerdem ist er Künstlerischer Leiter des Classic Open Air-Festivals in Tbilissi und des von ihm ebenfalls gegründeten „Alter Orchestra“.

Dirigent

Luka Okros

© Egor Matasov

1991 in Tbilissi, der Hauptstadt Georgiens, geboren, erhielt Luka Okros schon mit vier Jahren seinen ersten Klavierunterricht und gab mit fünf sein erstes Konzert. Später studierte er am Moskauer Tschaikowski-Konservatorium sowie anschließend am London Royal College of Music. Okros gewann erste Preise beim Internationalen Klavierwettbewerb Hongkong (2016) und beim Internationalen Chopin-Wettbewerb in Hannover (2017) sowie den FAZ Publikumspreis 2019 beim Deutschen Klavierwettbewerb.  Heute lebt der 29-jährige Pianist in London; Einladungen führten ihn bereits in über 40 Länder, darunter in die New Yorker Carnegie Hall, das Concertgebouw Amsterdam, ins Berliner und Wiener Konzerthaus und die Liszt-Akademie Budapest. In dieser Saison tritt er neben zahlreichen Konzerten in Großbritannien auch in Estland, Finnland, Spanien, der Schweiz und Hongkong auf. In seinen CD-Produktionen widmete er sich Klavierwerken von Schumann und Chopin, außerdem spielte er eine CD mit eigenen Kompositionen ein.

www.lukaokros.com

Klavier

Alexandre Kordzaia (aka kordz)

Live-Elektronik

GRAŻYNA BACEWICZ

Konzert für Streichorchester (1948)

LUDWIG VAN BEETHOVEN

Klavierkonzert Nr. 4 G-Dur op. 58 (1805-06)

GIYA KANCHELI

„Eine kleine Daneliade” (2000)

KORDZ & TBILISI YOUTH ORCHESTRA

„Toy Stories“ (2020, Deutsche Erstaufführung)

19:00 Uhr: Konzerteinführung mit Dieter Rexroth im Werner-Otto-Saal
Einlass mit Konzertticket um 18:45 Uhr

PROGRAMM

Ein Festival-Programm für neugierige Ohren! Wenn das erst im vergangenen Jahr gegründete Tbilisi Youth Orchestra sich bei Young Euro Classic vorstellt, lässt allein schon der Blick auf die Werkauswahl einen besonders facettenreichen Abend erwarten. Selbstverständlich spielen die jungen Georgier*innen ein Werk ihres größten Komponisten, des 2019 verstorbenen Giya Kancheli: die originelle Filmmusik-Bearbeitung Die kleine Daneliade von 2000. Natürlich ehren sie auch den vielgefeierten Jubilar des Jahres mit einer Aufführung von Beethovens viertem Klavierkonzert. Darüber hinaus jedoch stellen sie mit dem Konzert für Streichorchester der polnischen Geigerin und Komponistin Grażyna Bacewicz einen allzu selten zu hörenden Klassiker der Moderne an den Anfang des Programms – um mit einem neuen Werk für Orchester und Live-Elektronik des georgischen DJ kordz mitten im Jahr 2020 zu enden!

 

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