SYMPHONIEORCHESTER DES MUSSORGSKI-KONSERVATORIUMS URAL

Gegründet 1934 als Einrichtung des Mussorgski-Konservatoriums in Jekaterinburg, zählt das Studentenorchester zu den ältesten dieser Art in ganz Russland. Sein erster Chefdirigent war der legendäre Mark I. Paverman (1907-93), dessen Engagement eine Vielzahl von Orchestergründungen in jener Zeit zu verdanken ist. Seit 2011 leitet Anton Schaburow das Ensemble, in dem etwa 85 Studierende mitspielen. Ziel ist eine möglichst große Bandbreite des Repertoires; es reicht von der Klassik mit Haydn und Mozart über die russischen „Klassiker“ Tschaikowski, Rimski-Korsakow, Prokofjew und Schostakowitsch bis zu Dvořák, Wagner und Alfred Schnittke. Beim Festival Young Euro Classic 2016 tritt das Symphonieorchester des Mussorgski-Konservatoriums Ural zum ersten Mal auf.

Russland
29. August 2016 20:00

Konzerthaus, Berlin

Dr. Andreas Görgen

Abteilungsleiter Kultur und Kommunikation im Auswärtigen Amt

© Auswärtiges Amt

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Keine klassische Diplomatenkarriere: Heute Abteilungsleiter Kultur und Kommunikation im Auswärtigen Amt, startete Dr. Andreas Görgen seine Laufbahn nach seinem Jura-Studium 1996 am Berliner Ensemble und war viele Jahre grenzüberschreitend zwischen Deutschland und Frankreich, zwischen Kultur und Industrie tätig. Nach einem Stipendium an der französischen Ecole Nationale d’Administration, wechselte er in den Bereich Filmfinanzierung der öffentlichen Hand. Es folgten Stationen als Referent im Leitungsstab des Staatsministers für Kultur und Medien, in der Europaabteilung im Bundeskanzleramt und im Auswärtigen Amt unter Bundesaußenminister Steinmeier. Mit Erfahrung und Verhandlungsgeschick im komplexen internationalen Umfeld folgten 2009 und 2011 Führungspositionen im Energiesektor bei Siemens Frankreich, bevor er wieder ins Team von Außenminister Steinmeier zurückkehrte.

Pate des Abends
Anton Schaburow

Der russische Dirigent Anton Schaburow, geboren 1983 in Jekaterinburg, machte am dortigen Mussorgski-Konservatorium 2008 seinen Abschluss im Fach Dirigieren und studierte anschließend am Staatlichen Konservatorium in Moskau in der Klasse von Gennadi Roschdestwenski. 2013 gewann Schaburow den Ilja Musin-Dirigentenwettbewerb, ein Jahr später war er in Budapest erfolgreich. Schon 2009 übernahm er die Leitung des Globalis Symphonie-Orchesters in Moskau, 2011 kam das Symphonieorchester der Mussorgski-Konservatoriums in Jekaterinburg hinzu. Inzwischen kann Schaburow auf etwa 40 verschiedene Konzertprogramme verweisen, in denen auch Uraufführungen nicht fehlen. Darüber hinaus betreute er am Konservatorium Opernproduktionen wie Puccinis Gianni Schicchi, Orffs Die Kluge sowie Mavra und Die Nachtigall von Strawinski.

Dirigent
Alexander Mitinski

Alexander Mitinsky Photo 1_webDer russische Bratscher Alexander Mitinski, Jahrgang 1984, erhielt seinen ersten Geigenunterricht an der berühmten Gnessin-Musikschule seiner Heimatstadt Moskau. Nach erfolgreichem Abschluss wechselte der 16-Jährige im Jahr 2000 an die Gnessin Musikakademie, wo er als Bratscher bei Eugen Stoklitzkaja, Juri Jurow und dem Ersten Bratscher des Kammerorchesters Rudolf Barschai, Wjatscheslaw Truschin, studierte. Sein Repertoire schließt Werke vom Barock bis zur zeitgenössischen Musik ein. Mitinski trat schon mit vielen Orchestern, Streichquartetten und Kammermusikensembles auf; zu seinen Kammermusikpartnern zählten Michail Pletnjew, Justus Frantz, Julian Rachlin und Mischa Maisky. Seit 2010 leitet der Bratscher auch Meisterklassen in Italien, Kanada und den USA.

Viola

MODEST MUSSORGSKI

Konzertfantasie „Eine Nacht auf dem kahlen Berge“ op. posth. (1867)

JURI ABDOKOW

„Chorale Postlude“ für Viola und Orchester, in memoriam Rudolf Barschai (Uraufführung)

NIKOLAI RIMSKI-KORSAKOW

„Russische Ostern" op. 36 (1888)

PIOTR I. TSCHAIKOWSKI

Symphonie Nr. 6 h-Moll op. 74 „Pathétique“ (1893)

19:00 Uhr: Konzerteinführung mit Anne Kussmaul im Werner-Otto-Saal — Einlass mit Konzertticket um 18:45 Uhr

PROGRAMM

Ein Hit, ein Meisterwerk, eine Rarität und eine Novität: Diese vielversprechende Mischung erwartet das Publikum beim Konzert des Symphonieorchesters des Mussorgski-Konservatoriums Ural, das aus dem zentralrussischen Jekaterinburg nach Berlin kommt. Und alle Werke sind – wen wundert’s – von russischen Komponisten. Eröffnet wird der Abend mit Mussorgskis satanisch-düsterem Orchesterstück Eine Nacht auf dem kahlen Berge, dann wird es religiös: Jurij Abdokow widmet seine Uraufführung mit dem Titel „Chorale Postlude“ dem Andenken des großen russischen Bratschers Rudolf Barschai. Und Rimski-Korsakow ließ sich von Melodien der russisch-orthodoxen Osterliturgie zu seiner mitreißenden Ouvertüre Russische Ostern inspirieren. Bleibt noch der Hit nach der Pause: Tschaikowskys Sechste, die „Pathétique“, ein aufwühlendes Seelengemälde, das russischer kaum sein könnte!

 

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Mitschnitt

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