Schleswig-Holstein Festival Orchester

© Axel Nickolaus

Seit ihrer Gründung im Jahr 1987 durch Leonard Bernstein genießt die internationale Orchesterakademie des Schleswig-Holstein Musik Festivals einen herausragenden Ruf. Sie ist das Herzstück der pädagogischen Aktivitäten des Festivals und bildet jedes Jahr aufs Neue das Schleswig-Holstein Festival Orchester. Tourneen führen das Orchester regelmäßig in die europäischen Musikmetropolen und in die USA. Das Festivalorchester wird jeden Sommer als internationales Jugendorchester zusammengestellt. Junge Musiker, die sich weltweit in Probespielen qualifizieren, erarbeiten mit berühmten Dirigenten große Orchesterliteratur. Die Werke werden in Registerproben vorstudiert und dann in Tuttiproben intensiv ausgearbeitet. Neben dem Chefdirigenten Christoph Eschenbach arbeiteten Dirigenten wie Kent Nagano, Iván Fischer, Christopher Hogwood, Manfred Honeck, Krzysztof Urbanski und viele mehr regelmäßig mit dem Festivalorchester.

www.shmf.de

International
18. August 2017 20:00

Konzerthaus, Berlin

Monika Grütters

© Christof Rieken

Prof. Monika Grütters wurde in Münster geboren und studierte Germanistik, Kunstgeschichte und Politikwissenschaft an den Universitäten Münster und Bonn. Ihre beruflichen Erfahrungen sammelte sie an der Oper, im Verlagswesen und im Museumsbereich, bevor sie in großen Unternehmen für Kunst- und Kulturprogramme verantwortlich war. Von 1998 bis 2013 war sie Vorstand der Stiftung „Brandenburger Tor“. Seit 1999 ist sie Honorarprofessorin für Kulturmanagement an der Freien Universität Berlin. Monika Grütters ist seit 2016 Landesvorsitzende der CDU Berlin. Von 1995 bis 2005 war sie Mitglied im Abgeordnetenhaus von Berlin und dort wissenschafts- und kulturpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion. Seit 2005 ist sie Mitglied des Deutschen Bundestages. Von 2009 bis 2013 leitete Monika Grütters als Vorsitzende den Ausschuss für Kultur und Medien. Seit Dezember 2013 ist sie Staatsministerin und die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Staatsministerin für Kultur und Medien
Dr. Klaus Lederer

© SenKultEuropa

Geboren 1974 in Mecklenburg, verbrachte Dr. Klaus Lederer seine Kindheit und frühe Jugend in Frankfurt an der Oder. Nach dem Ende der DDR engagierte er sich in linken Jugendverbänden und seit 1992 in der Partei des demokratischen Sozialismus (PDS). Sein Studium der Rechtswissenschaften bis zur Promotion zum Dr. jur. an der Juristischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin, die Arbeit in der PDS und für sie in der Kommunalpolitik füllten seine 1990er Jahre. Im Dezember 2005 wurde Klaus Lederer zum Landesvorsitzenden der LINKEN in Berlin gewählt. Er blieb an der Spitze des Landesverbandes bis zum Dezember 2016. Von 2003 bis Januar 2017 war Herr Dr. Lederer Mitglied der Linksfraktion im Abgeordnetenhaus, dem Parlament des Bundeslandes Berlin und dort rechtspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. Seit Dezember 2016 ist Dr. Klaus Lederer Bürgermeister und Senator für Kultur und Europa in Berlin.

Pate des Abends
Willi Steul

Intendant des Deutschlandradios

© Deutschlandradio – Bettina Fürst-Fastré

1. Vorsitzender Deutscher Freundeskreis europäischer Jugendorchester e.V.
Christoph Eschenbach

© Eric Brissaud

Seit fast zwei Jahrzehnten ist Christoph Eschenbach dem Schleswig-Holstein Musikfestival eng verbunden. Immer wieder hat der Pianist und Dirigent spannende Programme mit dem Festivalorchester, dessen Chefdirigent er seit 2004 ist, erarbeitet und dann auf Tourneen präsentiert – so auch bei Young Euro Classic. Von 2010 bis 2017 fungiert Eschenbach zugleich als Leiter des National Symphony Orchestra und des Kennedy Center for the Performing Arts in Washington. Außerdem ist der 76-Jährige unermüdlich auf den Podien in aller Welt im Einsatz. In der Spielzeit 2016/2017 dirigiert er in Deutschland u. a. die Bamberger Philharmoniker, das NDR Elbphilharmonie Orchester, das SWR Symphonieorchester sowie das Deutsche Symphonie-Orchester. In London, Paris und Madrid gastiert er ebenso wie in ganz Nordamerika und Asien. Last but not least tritt Eschenbach nach wie vor als Klaviersolist und im Lied-Duo mit dem Bariton Matthias Goerne auf.

www.christoph-eschenbach.com

Dirigent
Bruno Philippe

© Natacha Colmez Photography

Der französische Cellist Bruno Philippe, geboren 1993 in Perpignan, erhielt seine Ausbildung am Konservatorium in Paris bei Jérôme Pernoo. Weitere Studien führten ihn zu Meisterkursen bei bedeutenden Cellisten wie David Geringas, Steven Isserlis und Pieter Wispelwey. Seit 2014 studiert Philippe an der Kronberg-Akademie im Taunus bei Frans Helmerson. Im selben Jahr wurde er mit dem 3. Preis und dem Publikumspreis beim ARD-Wettbewerb in München sowie mit einem Sonderpreis beim Grand Prix Emanuel Feuermann in Berlin ausgezeichnet. Philippe ist bei unzähligen Festivals in ganz Europa aufgetreten; zu seinen Kammermusikpartnern zählen Gidon Kremer, Christian Tetzlaff, Tabea Zimmermann und Antoine Tamestit. 2015 erschien seine erste CD mit den Cellosonaten von Johannes Brahms.

 

 

 Violoncello
Di Wu

© Hua Lin

Die chinesisch-amerikanische Pianistin Di Wu kam 1999 in die USA, um an der Manhattan School of Music, später am Curtis Institute of Music in Philadelphia bei Gary Graffman und an der New Yorker Juilliard School bei Yoheved Kaplinsky, Joseph Kalichstein und Robert McDonald zu studieren. 2016 machte sie noch ihren Master of Business Administration an der Columbia Business School. In der Saison 2016/17 gab Di Wu erstmals Konzerte in Minsk und Moskau. Sie spielte drei Konzerte in Mexiko und unternahm eine umfangreiche Asien-Tournee mit 20 Konzerten in den großen Musikmetropolen. Di Wu begann ihre professionelle Karriere im Alter von 14 Jahren mit einem Konzert zusammen mit dem Beijing Philharmonic. 2009 gab sie ihr US-Debüt mit dem Philadelphia Orchestra. Mit amerikanischen Orchestern war sie u.a. in Washington D.C., Pittsburgh, Boston, Seattle und Cincinnati zu hören und arbeitete dabei u.a. mit Charles Dutoit, Ludovic Morlot, Yu Long und Christoph Eschenbach. Mit Recitals war sie in der New Yorker Carnegie Hall und der Alice Tully Hall im Lincoln Center sowie in Chicago, Houston, Los Angeles, San Francisco sowie beim Gilmore International Keyboard Festival, dem Ravinia Festival und dem Portland Piano Festival zu hören.

www.diwupiano.com

Klavier
Thomas Bloch

© Thomas Bloch

Thomas Bloch lebt in Paris und ist ein weltweit begehrter Spezialist seltener Instrumente wie der Ondes Martenot, der Glasharmonika, des Cristal Baschet und des Waterphone, daneben Komponist und Produzent. Er arbeitet im Bereich der klassischen Musik, aber auch der Rock- und Popmusik, darüber hinaus in den Genres Oper, Improvisation, Filmmusik und Ballettmusik. Er gab über 3000 Konzerte in 40 Ländern und war an rund 150 CDs beteiligt. Er arbeitete u.a. mit Radiohead, John Cage, Tom Waits, Marianne Faithfull, Robert Wilson, Milos Forman, Daft Punk, Valery Gergiev, Pierre Boulez, Michel Plasson, Myung-Whun Chung, Christoph Eschenbach, Paul Sacher, Isabelle Huppert, Manu Dibango, Fred Frith, Phil Minton, Nana Mouskouri, und Vanessa Paradis. Thomas Bloch hat CDs bei renommierten Labels wie EMI, Deutsche Grammophon und Sony eingespielt, und er produziert eigene CDs bei Naxos. Thomas Bloch absolvierte seinen Masterstudiengang im Fach Musikwissenschaft an der Université de Strasbourg. Er unterrichtet Ondes Martenot am Conservatoire de Strasbourg. Im Musée de la Musique de Paris ist er verantwortlich für die Präsentation der Ondes Martenot. Im Januar 2017 wirkte Thomas Bloch beim Eröffnungskonzert der Hamburger Elbphilharmonie mit.

www.thomasbloch.net

Ondes Martenot

JOSEPH HAYDN

Konzert für Violoncello Nr. 1 C-Dur Hob. VIIb.1 (1765)

OLIVIER MESSIAEN

„Turangalîla-Symphonie“ für Klavier und großes Orchester (1948)

19:00 Uhr: Konzerteinführung mit Dieter Rexroth im Werner-Otto-Saal — Einlass mit Konzertticket um 18:45 Uhr

PROGRAMM

Wohl kaum ein Orchester ist dem Festival Young Euro Classic so eng verbunden wie das Schleswig-Holstein Festival Orchester: Jahr für Jahr kommt das international zusammengesetzte Ensemble nach einer intensiven Probenphase in Rendsburg zum Konzert nach Berlin, und 2017 ist sogar der Eröffnungstermin am 18. August für die mitreißenden Musikerinnen und Musiker reserviert. Auf 30 erfolgreiche Jahre kann das SHFO zurückblicken, seit es 1987 vom legendären Leonard Bernstein gegründet wurde. Eine imposante Riege prominenter Dirigenten hat seitdem mit dem Orchester gearbeitet; diesmal steht wieder der Chefdirigent Christoph Eschenbach selbst am Pult. Und er bringt ein Werk mit, das fast schon die Dimensionen des Konzerthauses sprengt: die gewaltige Turangalîla-Symphonie des Franzosen Olivier Messiaen. Als charmanten Kontrast dazu gibt es Haydns erstes Cellokonzert mit dem französischen Newcomer Bruno Philippe.

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