Russian National Youth Symphony Orchestra

Dieses Orchester hat überaus ehrgeizige Ziele: 2018 wurde das Russian National Youth Symphony Orchestra mit Unterstützung des russischen Kulturministeriums und der Stipendienstiftung des Präsidenten gegründet, und bereits in seinem ersten Jahr gab das junge Orchester 40 Konzerte im ganzen Land zwischen St. Petersburg, Omsk, Perm und Irkutsk. Es nahm außerdem am Festival „Sterne der Weißen Nächte“ im Mariinski-Theater St. Petersburg, den Rachmaninow-Tagen und der Gala zur Eröffnung des 7. Internationalen Kulturforums St. Petersburg teil. Organisiert ist das RNYSO als Musikalische Akademie, in die intensiver Unterricht und zusätzliche Meisterkurse integriert sind; ausgewählt wurden Musiker*innen unter 30 Jahren aus fast 30 Städten Russlands. Neben der intensiven Orchestererziehung gilt ein weiterer Schwerpunkt der bewussten Ansprache jungen Publikums. Dem dienen vor allem die Konzerte in den Universitäten des Landes, aber auch Projekte, in denen sowohl herausragende junge Dirigenten wie auch die Gewinner des renommierten Tschaikowski-Wettbewerbs vorgestellt werden.

Russland
31. Juli 2020 20:00

Konzerthaus, Berlin

Valentin Uryupin

© Daniil Rabovsky

Der russische Dirigent Valentin Uryupin begann seine musikalische Laufbahn sehr erfolgreich als Klarinettist, wobei er unter anderem den ARD-Musikwettbewerb in München gewann. 1985 in der Ukraine geboren, erhielt er außerdem schon am Moskauer Konservatorium Dirigierunterricht bei Gennadi Roschdestwenski. Anschließend arbeitete er ab 2011 eng mit Teodor Currentzis bei dessen Orchester MusicAeterna in Perm zusammen. 2017 errang Uryupin den 1. Preis beim Dirigierwettbewerb Georg Solti in Frankfurt; seitdem ist er mit vielen namhaften russischen Orchestern, aber auch in Helsinki, Dublin, Athen, Madrid, Tokio und Singapur aufgetreten. In der Saison 2018/19 gab der Dirigent sein Debüt beim Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, außerdem wurde er als Gast an die Opernhäuser in Stuttgart und Frankfurt verpflichtet. Derzeit ist Valentin Uryupin Chefdirigent des Symphonieorchesters Rostow; nach wie vor tritt er solistisch als Klarinettist – bisweilen auch in doppelter Funktion als Dirigent – auf.

Dirigent

Sergei Dogadin

© Anastasia Steiner

Der 31-jährige Sergei Dogadin begann mit sechs Jahren das Geigenspiel und gab bereits als 14-jähriger sein Debüt bei den St. Petersburger Philharmonikern. Inzwischen hat er sich durch den Gewinn zahlreicher internationaler Wettbewerbe längst einen internationalen Namen gemacht, so der Joseph-Joachim-Wettbewerb 2015 in Hannover und der Tschaikowski-Wettbewerb in Moskau 2019. Dabei ist Dogadin als Solist mit allen namhaften russischen Orchestern unter Dirigenten wie Valery Gergiev, Yuri Temirkanow und Vasily Petrenko aufgetreten. Weitere Einladungen führen ihn in dieser Saison zum Chicago Symphony Orchestra, dem Royal Philharmonic Orchestra und dem Orchestre de la Suisse Romande in Genf. Als passionierter Kammermusiker tritt der Geiger gemeinsam mit Musikern wie Daniil Trifonov, Narek Hakhnazaryan, Denis Matsuev, David Geringas und Elisabeth Leonskaja auf. Er spielt auf einer Geige von Domenico Montagnana aus dem Jahr 1721, die ihm von der Rin Collection in Singapur zur Verfügung gestellt wurde.

www.sergeidogadin.com

Violine

MICHAIL GLINKA

Ouvertüre zu „Ruslan und Ljudmila“ (1842)

PJOTR I. TSCHAIKOWSKI

Violinkonzert D-Dur op. 35 (1878)

SERGEJ RACHMANINOW

Symphonische Tänze op. 45 (1940)

19:00 Uhr: Konzerteinführung mit Daniela Becker im Werner-Otto-Saal
Einlass mit Konzertticket um 18:45

PROGRAMM

Russische Klänge plus russische Leidenschaft: Mehr Russland geht wirklich nicht als im Festival-Konzert des Russian National Youth Symphony Orchestra, das damit zum ersten Mal überhaupt bei Young Euro Classic im Konzerthaus Berlin auftritt. Denn erst 2018 ist das Orchester im Auftrag des Kulturministeriums in Moskau gegründet worden, um die besten Talente der russischen Konservatorien mit der hohen Kunst des perfekten Orchesterspiels vertraut zu machen. Bei so viel geballtem Können darf auch das Programm besonders anspruchsvoll sein: Den Anfang macht die brillante Ouvertüre zur russischen Nationaloper Ruslan und Ludmilla von Michail Glinka, den zweiten Teil füllen die Symphonischen Tänze, das letzte Orchesterwerk Sergej Rachmaninows, ein spätromantisch-wehmütiger Rückblick auf das eigene Leben. Dazwischen bleibt noch Platz für Tschaikowskis mitreißendes Violinkonzert – sicherlich ebenso mitreißend gespielt von dem Gewinner des Moskauer Tschaikowski-Wettbewerbs 2019, Sergei Dogadin.

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