ORQUESTA SINFÓNICA „ESTANISLAO MEJÍA“

Festival Young Euro Classic vom 26.07. - 11.08.2013 im Konzerthaus BerlinDer vollständige spanische Name dieses Jugendorchesters – Orquesta Sinfónica „Estanislao Mejía“ de la Facultad de Música de la Universidad Nacional Autónoma de México, kurz OSEM-UNAM – beschreibt genau seine Funktion: Es ist das Symphonieorchester der Musikfakultät, die wiederum einen Teil der Nationaluniversität von Mexiko bildet. Die besten Studenten der Musikfakultät sind hier vereint, um einerseits als Orchestermusiker mit dem großen symphonischen Repertoire der Welt bekannt zu werden, andererseits aber auch eigene Impulse für die  mexikanische Musikszene zu setzen. So gab es in den letzten Jahren Produktionen von Mozarts Zauberflöte und Puccinis La Bohème, Aufführungen von Beethovens Symphonien sowie großer Chorwerke wie Verdis Requiem, Händels Messias oder Orffs Carmina Burana. Daneben standen nicht weniger bedeutende Werke mexikanischer Komponisten wie Silvestre Revueltas’ La Noche de los Mayas (mit stürmischem Applaus beim Eröffnungskonzert von Young Euro Classic 2013 honoriert) und zahlreiche Uraufführungen von Ibarra oder auch von Sergio Cárdenas auf dem Programm, der seit 2005 Künstlerischer Leiter des Orchesters ist.

Mexiko
02. September 2016 20:00

Konzerthaus, Berlin

Margarita Broich

Schauspielerin, Tatortkommissarin

© Renate Neder

© Renate Neder

Margarita Broich wurde 1960 in Neuwied geboren. Nachdem sie drei Jahre lang Fotodesign an der Fachhochschule Dortmund studierte, arbeitete sie als Theaterfotografin am Schauspielhaus Bochum unter der Intendanz von Claus Peymann, was sie zu Ihrem Schauspielstudium an der Hochschule der Künste in Berlin inspirierte. Ihr erstes Engagement führte sie 1987 ans Schauspielhaus Frankfurt, danach spielte sie u.a. am Deutschen Theater, am Schillertheater, dem Berliner Ensemble, am Maxim-Gorki-Theater, an der Volksbühne Berlin und bei den Salzburger Festspielen. Sie arbeitete mit renommierten Regisseuren wie Heiner Müller, George Tabori, Einar Schleef und dem 2010 verstorbenen Christoph Schlingensief zusammen. Von 1991-2002 war sie Mitglied des Berliner Ensembles. Neben Ihren Theater- , Film- und Fernsehrollen arbeitet Sie auch immer wieder als Fotografin. Über Ihre Hauptrolle als Hauptkommissarin Anna Janneke im Tatort Frankfurt freut sie sich besonders: „Dieses deutsche Kleinod hat eine lange Tradition, und natürlich ist es toll, wenn man dann in dieser großen Kette auf einmal so eine Perle sein darf.“

Patin des Abends
Sergio Cárdenas
© A. Cárdenas

© A. Cárdenas

Der mexikanische Dirigent Sergio Cárdenas ist seit 2005 Professor an der Nationalen Universität Mexikos (UNAM) in Mexiko City und zugleich Künstlerischer Leiter des Symphonieorchesters der Musikfakultät. 2015 erhielt er den Auftrag zum Aufbau eines Lehrstuhls für den Studiengang „Dirigieren“ an der UNAM. Geboren 1951 in Ciudad Victoria, studierte er Chorleitung am Westminster Choir College in Princeton, New Jersey (USA) und Dirigieren am Salzburger Mozarteum. Dort leitete Cárdenas nach Beendigung seines Studiums auch das Hochschulorchester, bevor ihn seine weitere Karriere in viele Länder Europas und Lateinamerikas, aber auch nach Ägypten und Taiwan führte. Seit einigen Jahren feiert Cárdenas darüber hinaus als Komponist vielbeachtete Erfolge, so mit der Komposition „The Flower is a Key (A Rap for Mozart)“, das von den „12 Cellisten der Berliner Philharmoniker“ in Auftrag gegeben und unter Mitwirkung von Sir Simon Rattle als Rapper auch auf CD eingespielt wurde.

Dirigent
Alan Pingarrón
© G. Pérrez

© G. Pérrez

1987 in Mexiko-Stadt geboren, erhielt der Tenor Alan Pingarrón seine Gesangsausbildung ab 2003 an der Musikfakultät der UNAM in seiner Heimatstadt. Mehrfach war er bei Gesangswettbewerben erfolgreich, so beim Wettbewerb Francisco Araiza und beim Opernwettbewerb „Las voces del Bicentenario” (Die Stimmen der Zweihundertjahr-Feier). Pingarrón ist mit allen wichtigen Orchestern und bei allen bekannten Klassikfestivals in Mexiko aufgetreten. Sein Repertoire reicht von den Tenorpartien in geistlichen Werken wie dem Mozart-Requiem, dem Verdi-Requiem und Händels Messias bis zu Opernpartien von Mozart, Donizetti und Puccini.

Tenor
Luis Gerardo Villegas
© JMP Walle

© JMP Walle

Als Künstler tummelt sich Luis Gerardo Villegas auf vielen verschiedenen Feldern: Er arbeitet vor allem als Orchester- und Chordirigent, wobei er mit diversen Ensembles in Nord- und Mittelamerika, aber auch in China aufgetreten ist. Darüber hinaus widmet er sich der Regie, so als Künstlerischer Leiter bei verschiedenen Disney-Produktionen. Nicht zuletzt tritt er als Schlagzeuger und auch – vor allem in der Zusammenarbeit mit Sergio Cárdenas – als „sinfonischer Rapper“ auf.

Rapper

JOHANNES BRAHMS

Akademische Fest-Ouvertüre c-Moll op. 80 (1881)

AMILCARE PONCHIELLI

„Cielo e mar“, Arie aus „La Gioconda“ (1876)

UMBERTO GIORDANO

„Come un bel dì di maggio“, Romanze aus „Andrea Chénier“ (1896)

GIACOMO PUCCINI

„E lucevan le stelle“, Arie aus „Tosca“ (1900)

JUVENTINO ROSAS

Walzer „Sobre las Olas“ (1888, arr. Manuel Enríquez)

MARIO TALAVERA

„Gratia plena“ (1926, arr. Sergio Cárdenas)

ALFONSO ESPARZA OTEO

„Dime que sí“ (1936)

SERGIO CÁRDENAS

„The Flower is a Key“ (A Rap for Mozart) (2005)

CANDELARIO HUÍZAR

Symphonie Nr. 4 „Cora“ (1942, Deutsche Erstaufführung)

19:00 Uhr: Konzerteinführung mit Anne Kussmaul im Werner-Otto-Saal — Einlass mit Konzertticket um 18:45 Uhr

PROGRAMM

Wieder einmal ungewohnte Klänge bei einem Konzert von Young Euro Classic! Denn das mexikanische Studentenorchester von der UNAM-Musikhochschule in Mexico City bringt aus seiner Heimat einen Tenor mit, der das Berliner Publikum mit mexikanischen Liedern bezaubern will. Dass er auch im klassischen Repertoire zu Hause ist, beweist er mit drei berühmten Arien aus den Opern La Gioconda, Andrea Chenier und Tosca. Das Orchester, das schon 2013 riesigen Beifall bei Young Euro Classic einheimsen durfte, mag da nicht zurückstehen: Es stellt nicht nur mit Candelario Huizar einen in Mexiko als Klassiker wohlbekannten Komponisten vor. Sondern es bringt mit The Flower is a Key (A Rap for Mozart) aus der Feder seines Dirigenten Sergio Cárdenas auch ein Stück nach Berlin zurück, das hier seine Wurzeln hat: als „Sinfonischer Rap“, der für die „12 Cellisten der Berliner Philharmoniker“ komponiert wurde.

 

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