Orkester Norden

© Jani Mahkonen

Zum zweiten Mal nach 2011 kommt das Orkester Norden (ON) zum Festival Young Euro Classic nach Berlin. Längst zählt das Ensemble, das 1993 auf Initiative des Dirigenten Esa-Pekka Salonen in Stockholm gegründet wurde, zu den arriviertesten Jugendorchestern in ganz Europa. In ihm spiegelt sich die reiche nordische Kultur wider, wobei über die großen Orchesterwerke der Romantik und des 20. Jahrhunderts hinaus auch elektronische Musik, Rock- und Filmmusik einbezogen werden. Außerdem werden gezielt zeitgenössische Komponisten mit neuen Werken für das Orchester beauftragt. Dabei wechselt der Sitz des ON von Zeit zu Zeit: Nach einer längeren Phase in Dänemark ist nun seit 2019 das finnische Lahti mit dem Lahti Symphony Orchestra Gastgeber für die sommerlichen Probenphasen des ON. In den letzten Jahren hat sich das Orchester verstärkt auch Musiker*innen aus den drei baltischen Staaten geöffnet.

www.orkesternorden.com

Nordische Länder und Baltikum
06. August 2020 20:00

Konzerthaus, Berlin

Eivind Gullberg Jensen

© Mat Hennek

Der norwegische Dirigent Eivind Gullberg Jensen hat sich als Opern- wie als Konzertdirigent international einen Namen gemacht. Nach einem Violinstudium in Trondheim wechselte er nach Stockholm in die Dirigierklasse des legendären finnischen Dirigierlehrers Jorma Panula; später nahm er weiteren Unterricht in Wien bei Leopold Hager. 2009-13 war Gullberg Jensen Chefdirigent der NDR Radiophilharmonie in Hannover; dort dirigiert er in diesem Sommer auch das Klassik-Open-Air mit Bizets Oper Carmen. Regelmäßige Einladungen führten den 48-Jährigen an die Staatsoper Wien, an das Opernhaus Zürich, an die English National Opera in London und an Den Norske Opera in Oslo, wo er Dvořáks Rusalka, Tschaikowski Eugen Onegin und Puccinis La Bohème dirigierte. In Berlin stand der Norweger wiederholt in der Komischen Oper wie auch beim Deutschen Symphonieorchester und dem Rundfunk-Sinfonieorchester am Pult. Ab der Saison 2021 ist Gullberg Jensen neuer Künstlerischer Direktor der Oper in Bergen.

www.eivindgullbergjensen.com

Dirigent

Jonathan Roozeman

© Heikki Tuuli

Der erst 23-jährige finnisch-niederländische Cellist Jonathan Roozeman studiert derzeit noch an der Kronberg Academy/Taunus bei Frans Helmerson. Allerdings hat er spätestens seit 2015 mit seinen Preisen beim Internationalen Tschaikowski-Wettbewerb und beim Naumburg Cello Wettbewerb die Türen zu einer internationalen Karriere weit aufgestoßen. So tritt er in dieser Saison mit dem Finnischen Radio-Sinfonieorchester unter Esa-Pekka Salonen, dem hr-Sinfonieorchester unter Christoph Eschenbach, dem Gulbenkian Orchester Lissabon und dem Staatlichen Symphonieorchester Armeniens auf. In der vergangenen Saison war Roozeman mehrfach Gast im Berliner Konzerthaus in der von dem Pianisten András Schiff betreuten Reihe junger Talente. Auffallend in Roozemans Repertoire ist die Vorliebe für weniger bekannte Konzerte, so von Dmitri Kabalewski, Aulis Salinnen, Joonas Kokkonen, Henri Vieuxtemps und Alexei Shor. Der Cellist spielt auf einem Instrument des deutsch-italienischen Instrumentenbauers David Tecchler von 1707, das ihm von der Finnischen Kulturstiftung zur Verfügung gestellt wurde.

Violoncello

SAULI ZINOVJEV

„Un Grande Sospiro“ (2018, Deutsche Erstaufführung)

JOONAS KOKKONEN

Konzert für Violoncello und Orchester (1969)

CARL NIELSEN

Symphonie Nr. 4 „Das Unauslöschliche" op. 29 (1914-1916)

19 Uhr: Konzerteinführung mit Anne Kussmaul im Werner-Otto-Saal
Einlass mit Konzertticket um 18:45 Uhr

PROGRAMM

Nordischer geht’s kaum! Jedenfalls wenn das Orkester Norden sich nach neun Jahren wieder einmal bei Young Euro Classic präsentiert. Denn natürlich kommen die jungen Musiker*innen aus den nordischen Ländern und dem Baltikum, und auch der Dirigent Eivind Gullberg Jensen ist ein Norweger. Mehr noch: Das ganze Programm stellt eine Einladung dar, die überreiche Musiktradition dieser Region auf sich wirken zu lassen. Im Mittelpunkt steht die vierte Symphonie des Dänen Carl Nielsen, ein hymnisches musikalisches Drama aus der Zeit des Ersten Weltkriegs, mit dem Beinamen „Das Unauslöschliche“. Nach Finnland führt das nordisch-expressive Cellokonzert von Joonas Kokkonen, dem symphonischen Großmeister aus der Generation nach Jean Sibelius. Und auch die zeitgenössische Musik darf nicht fehlen: Der junge Finne Sauli Zinovjev steuert ein Orchesterwerk mit dem schönen (un-nordischen) Titel Un Grande Sospiro (Ein großer Seufzer) bei.

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