Orchestra Giovanile Italiana

© Kai Bienert

Schon mehrfach ist das Orchestra Giovanile Italiana (OGI) zu Gast bei Young Euro Classic gewesen, jetzt kehrt es nach längerer Unterbrechung endlich ins Konzerthaus zurück. Dabei hat es jedes Mal wieder seinen Ruf als Ensemble unter Beweis gestellt, das mediterranes Temperament mit gründlicher Ausbildung verbindet. Gegründet vor fast 40 Jahren in Fiesole bei Florenz, wurde es seitdem von den besten Dirigenten des Landes geleitet, darunter Claudio Abbado, Carlo Maria Giulini, Giuseppe Sinopoli und Gianandrea Noseda. Komponisten wie Sylvano Bussotti und Giorgio Battistelli schrieben Werke für das OGI. Einladungen führten die Musiker_innen in viele Städte Europas wie Edinburgh, Madrid, Prag und Budapest. 2010 erhielt das OGI den ehrenvollen Auftrag des italienischen Staatspräsidenten Napoletano, das Konzert für Papst Benedikt XVI. zum fünften Jahrestag seines Pontifikats zu bestreiten. Im Juni 2019 spielte das Orchester auf Einladung von Staatspräsident Mattarella im Quirinalspalast zum Festtag der Republik.

www.orchestragiovanileitaliana.it

Italien
12. August 2022 20:00 Uhr

Konzerthaus, Berlin

Daniele Giorgi

© Marco Borrelli

Der Italiener Daniele Giorgi, geboren 1970 in Florenz, verfolgt seit vielen Jahren eine dreigleisige Karriere als Geiger, Komponist und Dirigent. Ausgebildet in seiner Heimatstadt am Konservatorium „Luigi Cherubini“, wurde der Geiger mit 28 Jahren Mitglied des Orchestra della Toscana. Ab 2002 widmete er sich verstärkt dem Dirigierunterricht bei Pietro Bellugi und Isaac Karabtschewsky; 2004 war Giorgi beim Dirigierwettbewerb Antonio Pedrotti in Trento erfolgreich. In der Folge hat er eine Vielzahl italienischer Ensembles in Rom, Turin, Padua und Cagliari geleitet; seit 2006 ist er außerdem regelmäßig bei dem von Hans Werner Henze 1989 gegründeten Cantiere d’Arte in Montepulciano zu Gast gewesen. 2014 gründete Giorgi in Pistoia sein eigenes Kammerorchester Leonore, das mit Solisten wie Isabelle Faust, Gabriela Montero, Alban Gerhardt und Olli Mustonen musiziert hat. Außerdem hat der Dirigent das Projekt Floema ins Leben gerufen, das sich zur Aufgabe macht, die Beziehungen zwischen musikalischen Institutionen und Auftrittsorten neu auszuloten.

Dirigent

Massimiliano Matesic

© Walter Huber

Der aus Florenz stammende Komponist Massimiliano Matesic studierte in seiner Heimatstadt Komposition bei Salvatore Sciarrino und Gaetano Giani Luporini, bevor er 1996 zu Peter Gülke nach Freiburg im Breisgau wechselte. An der dortigen Hochschule für Musik unterrichtet er seit jener Zeit das Fach Orchesterleitung. Ein besonderer Schwerpunkt von Matesic’ Tätigkeit als Dirigent, Komponist und Arrangeur bildete die Zusammenarbeit mit dem legendären Rockmusiker John Lord (dessen Konzert für Rockband und Orchester er in der Schweiz 2009 erstaufführte) sowie mit dem sizilianischen Liedermacher Pippo Pollina. Zu seinen Orchesterwerken zählen Drei sinfonische Bilder (2004), die Serenata für Streichorchester, ein Violoncellokonzert sowie das Violinkonzert „The Anatomy of Melancholy“. Neben Kammermusik komponierte Matesic auch eine Vielzahl von Liedern auf Texte von Petrarca, Shakespeare, Rilke und Hofmannsthal; Schuberts Winterreise instrumentierte er für Orchester. Gemeinsam mit seiner Frau, der Geigerin Daria Zappa, leitet er seit 2008 im Aargau das Musikfestival „Festival der Stille“.

www.massimilianomatesic.com

Komponist

MASSIMILIANO MATESIC

„Klezmer Rhapsodie“ (2004, Deutsche Erstaufführung) 🏆

REINHOLD GLIÈRE

Konzertwalzer Des-Dur op. 90 (1950)

IGOR STRAWINSKI

„Der Feuervogel“ Suite für Orchester (Fassung 1919)

DETLEV GLANERT

Prelude Nr. 1 aus „Three American Preludes“ (2014)

SERGEI RACHMANINOW

Symphonische Tänze op. 45 (1940)

🥂 Feiern Sie mit! Beim traditionellen PUBLIKUMSFEST im Anschluss an das Konzert.

Über das Konzert

Das Orchestra Giovanile Italiana, das nationale italienische Jugendorchester – kurz OGI – kann auf fast 40 Jahre Tradition zurückblicken, und viele prominente Landsleute von Riccardo Muti über Giuseppe Sinopoli bis Gianandrea Noseda haben mit den jungen Musikerinnen und Musikern gearbeitet. Nach längerer Pause kehren die Italiener nun endlich wieder zu Young Euro Classic zurück – mit einem Programm, das viele verschiedene Farben zu bieten hat. Der Wahl-Schweizer Massimiliano Matesic hat in eines seiner Sinfonischen Bilder von 2004 Klezmer-Musik integriert; der deutschstämmige, in Kiew geborene Russe Reinhold Glière komponierte 1950 seinen klangsinnlichen Konzertwalzer op. 80. Den ersten Teil beschließt mit Strawinskis Feuervogel-Suite ein brillantes Orchesterwerk, das in die faszinierende Märchenwelt Russlands entführt. Nach der Pause folgt dann der Trip in die USA: Kurz, aber überaus effektvoll ist das erste der Three American Preludes des Deutschen Detlev Glanert, von Wehmut geprägt sind dagegen die Symphonischen Tänze von Sergej Rachmaninow, in denen der altgewordene Exilant eine aufwühlende musikalische Bilanz seines Lebens gezogen hat. Ein dankbarer Ansporn für die jungen Leute vom OGI!

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