Nationales Jugendorchester Rumäniens

© Virgil Oprina

Es ist erst zehn Jahre alt, aber nicht wenige Fachleute erklären es bereits zu einem der besten Orchester Rumäniens – wenn nicht zum besten überhaupt. Von den Qualitäten des Nationalen Jugendorchesters Rumänien konnten sich die Besucher von Young Euro Classic bereits 2012 und 2014 überzeugen. Dies liegt vor allem an der glänzenden Aufbauarbeit des erfahrenen Dirigenten Cristian Mandeal, der den jungen Musikern zwischen 18 und 28 nicht nur technisches Knowhow, sondern auch die Begeisterung am Musizieren vermittelt. Bezeichnend für das hohe Niveau war auch die mehrfache Einladung zum renommierten George Enescu Festival in Bukarest in den Jahren 2011, 2013, 2015 und 2017. Darüber hinaus stehen bereits Auftritte in Rom, Paris, Brüssel, Wien und Istanbul sowie bei den Festivals in Ravello und Aix-en-Provence zu Buche. Während sich die erste CD-Produktion des Nationalen Jugendorchesters rumänischen Komponisten widmete, bot die zweite CD mit dem Titel Trans-Europa Express Werke von Grieg über Fauré bis hin zu Tschaikowsky und Chatschaturjan.

Rumänien
09. August 2018 20:00

Konzerthaus, Berlin

Cristian Mandeal

© Virgil Oprina

Der rumänische Dirigent Cristian Mandeal, Jahrgang 1946, absolvierte ein Studium an der Musikakademie in Bukarest, bevor er seine Ausbildung bei Herbert von Karajan in Berlin und Sergiu Celibidache in München vervollständigte. Von 1987 bis 2009 war er Chefdirigent und Generalmusikdirektor der Bukarester Philharmonie. Neben rumänischen Orchestern leitete er namhafte Orchester in ganz Europa und war bis 2009 Erster Gastdirigent des Hallé Orchestra in Manchester sowie bis 2013 des Philharmonischen Orchesters Kopenhagen. Dabei dirigierte er über 60 Uraufführungen rumänischer und nicht-rumänischer Komponisten. Unermüdlich setzt sich Mandeal vor allem für das Werk seines Landsmanns George Enescu ein, dessen gesamtes symphonisches Schaffen er auf CD aufgenommen hat. In den letzten Jahren widmet sich der 72-Jährige verstärkt dem Aufbau des Rumänischen Jugendorchesters, mit dem er schon 2012 und 2014 bei Young Euro Classic aufgetreten ist, und dem Rumänischen Nationalen Symphonieorchester.

Dirigent
Mihai Ritivoiu

Der junge rumänische Pianist Mihai Ritivoiu erhielt seine Ausbildung an der Musikhochschule seiner Heimatstadt Bukarest und wechselte anschließend an die Guildhall School of Music in London. Außerdem nahm er an Meisterklassen bedeutender Klavierpädagogen und Pianisten wie Dmitri Baschkirow, Richard Goode und Emanuel Ax teil. 2010 gewann Ritivoiu den Nationalen Wettbewerb Dinu Lipatti in Bukarest; 2015 wurde er eingeladen, ein Sonderkonzert zum 65. Todestag dieses großen Vorgängers zu bestreiten. Als Preisträger des Internationalen Klavierwettbewerbs George Enescu nahm er das 2. Klavierkonzert von Sergej Rachmaninow mit dem Rumänischen Rundfunkorchester auf. Neben Solo-Recitals und Auftritten mit Orchester widmete sich Ritivoiu intensiv der Kammermusik. Er lebt inzwischen in London, wo er im Barbican Centre, der Wigmore Hall und der Kirche St. Martin-in-the-Fields konzertiert hat.

www.mihairitivoiu.com

Klavier

DAN DEDIU

„Levante“ (Uraufführung)

LUDWIG VAN BEETHOVEN

Klavierkonzert Nr. 1 C-Dur op. 15 (1800)

DMITRI SCHOSTAKOWITSCH

Symphonie Nr. 11 „Das Jahr 1905“ g-Moll op. 103 (1956-57)

19:00 Uhr: Konzerteinführung mit Dieter Rexroth im Werner-Otto-Saal
Einlass mit Konzertticket um 18:45 Uhr

PROGRAMM

Man kann sie mit Fug und Recht den Shooting Star unter den europäischen Jugendorchestern nennen: Innerhalb kürzester Zeit hat sich das Nationale Jugendorchester Rumäniens zu einem der besten, wenn nicht dem besten Orchester seines Landes entwickelt! Wie gut die jungen Rumänen sind, konnte das Publikum von Young Euro Classic schon 2012 und 2014 erleben. Jetzt kommen sie mit ihrem Chefdirigenten Cristian Mandeal wieder nach Berlin: mit einem Programm, das ganz auf Kontraste setzt. Nach der Uraufführung eines neuen Werks von Dan Dediu ist der zeitlose Klassiker Ludwig van Beethoven mit seinem ersten Klavierkonzert dabei; dagegen entfaltete der Russe Dmitri Schostakowitsch in seiner 11. Symphonie ein einstündiges musikalisches Panorama rund um die erste russische Revolution von 1905, das zugleich voller doppelbödiger Anspielungen auf die Sowjetunion von 1957 ist. Schostakowitschs Elfte spielt im Konzertbetrieb eher eine Nebenrolle – um so willkommener die Gelegenheit, sie mit dem hervorragenden rumänischen Jugendorchester zu erleben!

Mitschnitt

Das Konzert wird von Deutschlandfunk Kultur aufgezeichnet und bundesweit gesendet – über UKW, DAB+, Kabel, online und app.

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