Nationales Jugendorchester der Slowakei

© Peter Drezik

Entstanden ist das Nationale Jugendorchester der Slowakei aus einer Initiative des Slowakischen Musikzentrum heraus. Ihr Ziel war es, die Ausbildung der jungen Generation professioneller slowakischer Musiker zu unterstützen und die Qualität der Orchestermusik im Lande zu fördern. 60 junge Musikerinnen und Musiker zwischen 16 und 28 Jahren, zumeist Studierende an den Konservatorien und Musikakademien der Slowakei, treffen sich zu regelmäßigen Arbeitsphasen mit renommierten Dirigenten und Solisten. In der Folge hat das Jugendorchester an einer Vielzahl von slowakischen Festivals teilgenommen, so am Allegretto Žilina, dem Musiksommer Nové Zámky, dem Musikfestival Piešťany, dem Musikalischen Frühling Trenčín und dem Kultursommer in Banská Bystrica. Im November 2018 waren die jungen Musiker Gast bei dem Förderprojekt „Orchestra Residencies Program”, das von der US-amerikanischen Geigerin Midori geleitet wurde. Das Nationale Jugendorchester der Slowakei tritt erstmals beim Festival Young Euro Classic auf.

Slowakei
28. Juli 2019 20:00

Konzerthaus, Berlin

Benjamin Bayl

Der 1978 in Sydney geborene Dirigent Benjamin Bayl hat nach seinem Studium in London erste Erfolge vor allem im Bereich der Musik des 18. und frühen 19. Jahrhunderts feiern können. So leitete er Ensembles wie die Hanover Band und das Gabrieli Consort, Concerto Copenhagen und die Akademie für Alte Musik Berlin. 2006 wurde Bayl Assistenzdirigent beim Budapest Festival Orchestra und Iván Fischer. Außerdem hat er mit John Eliot Gardiner, Ivor Bolton und Richard Hickcox zusammengearbeitet; an der Seite von Yannick Nézet-Séguin betreut er dessen CD-Aufnahmezyklus der großen Mozart-Opern. Neben den großen Oratorien von Bach, Händel, Mozart und Haydn hat sich Bayl ein breites Opernrepertoire erarbeitet, das von Monteverdi, Lully und Purcell über Gluck und Mozart bis zu zeitgenössischen Werken reicht. Mit dem Mahler Chamber Orchestra debütierte er beim Musikfest Berlin 2018. Zukünftige Verpflichtungen sehen Einladungen nach Malaysia und Hongkong, einen Beethoven-Zyklus mit der Hanover Band und Mozarts Così fan tutte an der Budapester Oper vor.

www.benjaminbayl.com

Dirigent

Miki Skuta

© Dibelli

Der slowakische Pianist Miki Skuta, Jahrgang 1960, zählt seit vielen Jahrzehnten zu den namhaftesten Künstlern seines Landes. Sein Repertoire geht weit über das klassische Klavier hinaus bis hin zu Jazz und Pop – von Rachmaninow, Ravel und Messiaen bis zu Steve Reich und Chick Corea. Einladungen führten Skuta zu vielen internationalen Festivals, so Bach Unwrapped (London), The Piano (Budapest), Pianomania (Belgien), Warschauer Herbst, Kunstfest Weimar und Zürich Jazz Festival. Unter seinen klassischen CD-Produktionen ragen 16 Beethoven-Sonaten und die Diabelli-Variationen hervor. Seine Aufnahme der Bachschen Goldberg-Variationen wurde vom BBC Music Magazine mit Bestnoten bewertet und brachte Skuta die Einladung zu Solo-Recitals in London und Paris. Seit 1996 bildet der Pianist mit seiner Frau Nora auch ein erfolgreiches Klavier-Duo, das sich vor allem auf die Musik des 20. Jahrhunderts spezialisiert hat. Außerdem ist er als Komponist hervorgetreten, dessen Werke auch in vielen Ländern Westeuropas aufgeführt worden sind.

Klavier

Martin Adámek

© Mathilde Lauridon

Erst 22 Jahre jung, kann der slowakische Klarinettist Martin Adámek bereits auf eine beachtliche Karriere zurückblicken. Während seines Studiums in Bratislava und Brünn war er Mitglied des Gustav Mahler Jugendorchesters sowie des European Union Youth Orchestra. Außerdem gewann er Erste Preise beim Klarinettenwettbewerb Città di Carlino (2013) und dem Internationalen Wettbewerb Leoš Janáček (2014). Seit 2016 ist Adámek Solo-Klarinettist beim Ensemble Intercontemporain in Paris, mit dem er auch in Berlin im Boulez Saal aufgetreten ist. 2017 spielte er mit der Lucerne Festival Academy unter der Leitung von Matthias Pintscher die schweizerische Erstaufführung des Klarinettenkonzerts von Michel van der Aa. Der Slowake wirkt auch im Alma Mahler Kammerorchester mit, das sich auf symphonische Bearbeitungen des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts spezialisiert hat. Darüber hinaus hat er ein Trio mit der Pianistin Zuzana Biščáková und der Sopranistin Nao Higano gegründet, das sich vor allem auf zeitgenössische Werke konzentriert und auch neue Kompositionen in Auftrag gibt.

www.martin-adamek.com

Klarinette

DARIUS MILHAUD

"Le Boeuf sur le Toit" op. 58 (1920)

ĽUBICA ČEKOVSKÁ

Konzert für Klavier (2003, Deutsche Erstaufführung)

ONDŘEJ KUKAL

"Clarinettino" (1994)

LUDWIG VAN BEETHOVEN

Symphonie Nr. 2 D-Dur op. 36 (1801/02)

19:00 Uhr: Konzerteinführung mit Anne Kussmaul im Werner-Otto-Saal
Einlass mit Konzertticket um 18:45 Uhr

PROGRAMM

Ein kleines Land mit einer langen Musiktradition: Aus der Slowakei kommt erstmals das Nationale Jugendorchester ins Konzerthaus Berlin zu Young Euro Classic. Schon als die Hauptstadt Bratislava noch Pressburg hieß, war sie stolz auf ihr blühendes Musikleben. Und bis heute sind Oper und Konzert dort höchst lebendig geblieben; Namen wie Lucia Popp und Edita Gruberová kennt jeder Opernfreund. Und auch das Nationale Jugendorchester der Slowakei bringt gleich zwei zeitgenössische Werke slowakischer Komponisten mit – zusammen mit dem arrivierten Pianisten Miki Skuta und dem jungen Ausnahme-Klarinettisten Martin Adámek. Dazu haben sich die slowakischen Gäste einen vielversprechenden Rahmen überlegt: Am Anfang steht die brasilianisch angehauchte Ballettsuite Le boeuf sur le toit (Der Ochse auf dem Dach) von Darius Milhaud. Und den krönenden Abschluss bildet die zweite Symphonie D-Dur von Ludwig van Beethoven.

Mitschnitt

Das Konzert wird von kulturradio vom rbb (UKW 92,4 und Kabel 95,35) mitgeschnitten; Ausstrahlung im Rahmen des ARD Radiofestivals.

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