Nationales Bulgarisches Jugendorchester „Pioneer Youth Philharmonic“
Im Anschluss: Publikumsfest
© Vera Stoeva

© Vera Stoeva

Das Nationale Bulgarische Jugendorchester, in seiner Heimat besser bekannt als Pioneer Youth Philharmonic, kann auf eine lange und erfolgreiche Tradition zurückblicken. Gegründet 1952, wurde es schnell zum kulturellen Aushängeschild des Staates Bulgarien; Tourneen führten das Jugendorchester durch ganz Europa und nach Übersee. 1982 traten die jungen Musiker auch beim Festival „Junge Musiker aus aller Welt“ im Gewandhaus in Leipzig auf. Höhepunkte waren 1979 eine 30-tägige Tournee durch die USA und Mexiko mit einem Auftritt vor der UNO in New York sowie 1984 eine 45-tägige Tournee durch Brasilien. Geleitet wurde das Orchester bis zu dessen Tod 1989 von seinem Gründer Vladi Simeonov. Seit 2010 steht Lyubomir Denev Jr. an der Spitze des Nationalen Bulgarischen Jugendorchesters, das sich aus jungen Musikern zwischen 14 und 24 Jahren zusammensetzt.

Bulgarien
27. August 2016 20:00

Konzerthaus, Berlin

Samuel Finzi

Schauspieler

Samuel Finzi

© Roman Goebel

Publikum und Feuilleton feiern seine intensiven, beinahe schon verwandlungssüchtigen Abbildungen menschlicher Motive und seine mühelose Genauigkeit beim Spielen. Seine Figuren legt der Darsteller als kluge, assoziative Charakterstudien an. Samuel Finzi, gebürtig aus Bulgarien, begeistert sein Publikum sowohl an allen wichtigen deutschsprachigen Bühnen, als auch in Film- und Fernsehproduktionen. Schon sehr früh in seiner Laufbahn begegnet er Regisseuren, die das europäische Theater wesentlich mitprägen: Benno Besson, Dimiter Gotscheff, Frank Castorf, Jürgen Gosch und Robert Wilson. Im Film machen ihn Michael Glawogger, Oliver Hirschbiegel,  Sönke Wortmann und Til Schweiger einem breiten Publikum bekannt.  Finzi überzeugt sowohl in Publikumserfolgen wie Das Wunder von Bern oder Kokowääh, als auch in Independent-Filmen wie Die Erfindung der Liebe, Fritz Lang oder Tod den Hippies!! Es lebe der Punk!. Samuel Finzi wurde für seine vielgestaltigen, geistreichen Darstellungen mehrfach ausgezeichnet, vom renommierten Fachmagazin Theater heute ist er zum Schauspieler des Jahres 2015 gewählt worden. Zudem ist er mit dem Deutschen Schauspielerpreis 2016 als ‚Bester Schauspieler in einer komödiantischen Rolle‘ ausgezeichnet worden. Derzeit spielt er am Deutschen Theater in Berlin und am Théâtre National du Luxembourg acht Hauptrollen.

 Pate des Abends
Lyubomir Denev Jr.
© Lora Nusheva

© Lora Nusheva

Der bulgarische Dirigent und Komponist Lyubomir Denev Jr., geboren 1988, ist der Sohn des gleichnamigen renommierten Jazzpianisten und -komponisten. Er studierte an der Nationalen Musikakademie Pantscho Wladigerow in Sofia das Fach Dirigieren. Inzwischen hat der 28-Jährige bereits alle wichtigen Symphonieorchester seines Landes geleitet, auch auf Tourneen in Nachbarländer wie Ungarn, Serbien, Griechenland und die Türkei. An der Staatsoper Ruse dirigierte er Opern von Verdi und Donizetti, außerdem wirkte er dort als Assistent bei der Aufführung von Wagners Götterdämmerung. Regelmäßig arbeitet Denev mit dem Sofia Session Orchestra, mit dem er Film-Soundtracks für Produzenten in den USA, Großbritannien, Frankreich und Indien einspielt. Intensiv widmet sich der Dirigent außerdem der musikalischen Jugendarbeit: So gehörte er zu den Mitbegründern des Balkan Youth Symphony Orchestra. Seit 2010 ist er Chefdirigent des Nationalen Jugendorchesters Bulgariens „Pioneer Youth Philharmonic“.

Dirigent
Svetlin Roussev

Svetlin Roussev IMG_4075_webDer franko-bulgarische Geiger Svetlin Roussev wurde 1976 im bulgarischen Ruse geboren und lebt heute in Paris, wo er als Konzertmeister des Philharmonischen Orchesters von Radio France und als Professor für Violine am Konservatorium wirkt. Zugleich betreibt er eine intensive solistische und kammermusikalische Tätigkeit; außerdem machte Roussev eine Vielzahl von CD-Aufnahmen, so mit Werken des bedeutendsten bulgarischen Komponisten Pancho Vladigerov. In Bulgarien wurde er 2006 als Musiker des Jahres ausgezeichnet. Svetlin Roussev spielt Stradivaris Violine „Camposelice“ von 1710, die ihm freundlicherweise von der Nippon Music Foundation zur Verfügung gestellt wird.

Violine
Emilia Baranowska
© Christophe Gateau

© Christophe Gateau

Die franko-bulgarische Cellistin Emilia Baranowska, geboren 1948 in Sofia, studierte in ihrer Geburtsstadt sowie in Paris und an der Juilliard School in New York. Von dort aus startete sie ihre internationale Karriere, die sie auch in die USA, nach Mexiko und Kanada, Israel und China führte. In Paris arbeitete Baranowska auch mit namhaften Komponisten wie George Zamfir, Vahtang Kachidze und William Bolcom zusammen und spielte zahlreiche Uraufführungen. Gleichzeitig wirkt die Cellistin als Pädagogin, sowohl in Frankreich als auch in Bulgarien und bei zahlreichen Meisterkursen. Seit 2010 lebt Emilia Baranowska in Berlin.

Violoncello

PANTSCHO WLADIGEROW

Bulgarische Rhapsodie „Vardar“ für Violine und Orchestra op. 16 (1922/orch. 1928)

PANTSCHO WLADIGEROW

Lied für Violine op. 21 (1951)

PETKO STAYNOV

„Ratchenica“ aus den „Thrakischen Tänzen“ (1925-26)

VINCENT D'INDY

Lied für Violoncello und Orchester op. 19 (1884)

CAMILLE SAINT SAËNS

Allegro Appassionato für Violoncello und Orchester op. 43 (1876)

MARIN GOLEMINOV

"Feuertanz" aus dem Ballett "Die Feuertänzerin" (1942)

ANTONÍN DVOŘÁK

Symphonie Nr. 9 e-Moll op. 95 „Aus der neuen Welt“ (1893)

Im Anschluss:

PUBLIKUMSFEST

Feiern Sie mit uns! Beim traditionellen PUBLIKUMSFEST im Anschluss an das Konzert.

PROGRAMM

Kennen Sie klassische bulgarische Musik? Oder wollten Sie immer schon mal diesen weißen Fleck auf der musikalischen Landkarte tilgen? Dann sollten Sie das Konzert des Nationalen Bulgarischen Jugendorchesters, des „Pioneer Youth Philharmonic“, nicht versäumen. Denn die jungen Musikerinnen und Musiker kommen selbstverständlich mit Werken ihres bedeutendsten Komponisten Pancho Wladigerow im Gepäck, der in den 1920-Jahren auch in Berlin wirkte; der franko-bulgarische Geiger Svetlin Roussev wird mit zwei Violinkompositionen von ihm glänzen. Nach Frankreich führen außerdem zwei spätromantische Cello-Köstlichkeiten von Vincent d’Indy und Camille Saint-Saëns. Und als Highlight nach der Pause haben sich die Bulgaren für einen symphonischen Klassiker entschieden, dessen Melodienseligkeit und Frische immer wieder bezaubert: Dvořáks neunte Symphonie „Aus der Neuen Welt“.

 

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Mitschnitt

Dieses Konzert wird von Deutschlandradio Kultur aufgezeichnet und bundesweit am 30.08.16 ab 20:03 Uhr gesendet – über UKW, DAB+, Kabel, online und app.

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