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Nationale Jugendphilharmonie der Türkei

Seit seiner Gründung im Jahr 2007 durch den Dirigenten Cem Mansur versteht sich die Nationale Jugendphilharmonie der Türkei als „Laboratorium der Demokratie“, wo über die intensive musikalische Arbeit hinaus die Prinzipien von Koexistenz, Leadership, Selbstrespekt und Verantwortung verwirklicht werden.  Workshops und Seminare nehmen dabei eine wichtige Rolle ein – so auch 2014, als das Orchester zum 25-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft zwischen Istanbul und Berlin zu Gast an der Spree war. Neben den eigenen Festivalauftritten bei Young Euro Classic – zuletzt 2015 und 2017 – fanden auch zwei binationale Projekte große Resonanz, so 2011 das Young Euro Classic Festivalorchester Türkei – Deutschland und 2012 das Armenisch-Türkische Jugendorchester. In den letzten Jahren gastierten die Musiker im Alter zwischen 16 und 22 Jahren mit großem Erfolg in den Philharmonien von Dortmund und Essen, im Auditorium in Rom, in Brüssel, beim Brucknerfest in Linz und beim Beethoven-Fest in Bonn. 2018 spielte das Orchester auf seiner Europatournee in Wien, Budapest, Prag und Warschau.

www.genclikfilarmoni.org

Türkei
24. Juli 2019 20:00

Konzerthaus, Berlin

Ulrich Deppendorf

© ARD Hanna Lippmann

Journalist

Ulrich Deppendorf, das Urgestein des öffentlich-rechtlichen Fernsehens, das Signal für eine wichtige Information aus dem aktuellen Weltgeschehen – 289 mal moderierte er den Bericht aus Berlin, der Wahlheimat des Ruhrgebiet-Kindes, dem „Sehnsuchtsort“ des inzwischen 68-Jährigen. Nach seinem Jurastudium in Münster kam er einst über ein Volontariat zum WDR, dessen Fernseh-Programmdirektor er nach vielen erfolgreichen Jahren als Redakteur und Verantwortlicher vieler unterschiedlicher Sendungen und Programmbereiche, darunter „ARD aktuell“ mit Verantwortung für „Tagesschau“ und „Tagesthemen“, einige Jahre war. Dieser Job unterbrach ihn bei seiner Tätigkeit als Studioleiter und Chefredakteur des ARD-Hauptstadtstudios, die er dann 2007 bis 2015 aber wieder aufnahm. Für viele und vielleicht auch für ihn kam er zurück „nach Hause“. Mit der ruppigen Art der Berliner kommt er gut klar, sagt er,  vielleicht ist es auch der kulturelle Überfluss der Stadt, die ihn so anzieht. Der bekennende Klassik-Fan hatte nämlich in seinen jungen Jahren noch einen ganz anderen Berufswunsch: „Ich habe die Entscheidung zum Journalismus nicht einen Tag bereut. Aber in meinem zweiten Leben würde ich dann gerne Dirigent werden.“ Als Mitbegründer des Festivals Young Euro Classic ist er schon seit der ersten Minute aktiv dabei. Wir hoffen, dass das auch noch viele Jahre so bleiben wird! Seit Mai 2018 ist er auch Vorsitzender des Museumsvereins des Deutschen Historischen Museums Berlin.

Pate des Abends

Cem Mansur

© Mehmet Çağlare

Die persönliche und künstlerische Biographie von Cem Mansur könnte kosmopolitischer nicht sein: Der englisch-türkische Doppelbürger kam 1957 in Istanbul, in einer multinationalen und vielsprachigen Familie zur Welt. Er studierte in London und anschließend am Los Angeles Philharmonic Institute bei Leonard Bernstein. Nach der erfolgreichen Aufführung von Edward Elgars unvollendeter Oper The Spanish Lady 1986 in London folgten Engagements bei international bedeutenden Orchestern und Opernhäusern in Europa und den USA wie auch in Israel und Südafrika. 2009 leitete Mansur die Europäische Erstaufführung von Arvo Pärts vierter Symphonie in Helsinki, 2010 die Uraufführung von dessen Komposition Veni Creator in Polen. Als Chefdirigent der Nationalen Jugendphilharmonie der Türkei dirigierte er Gastspiele bei Young Euro Classic und leitete mehrere binationale Projekte, u.a. das Young Euro Classic Festivalorchester Türkei – Deutschland und das Armenisch-Türkische Jugendorchester. 1998-2011 war er außerdem Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Akbank Chamber Orchestra.

Dirigent

Gökhan Aybulus

1982 in Eskişehir geboren, erhielt der türkische Pianist Gökhan Aybulus seine erste Ausbildung am Staatlichen Anatolischen Konservatorium. Später ging er zur Fortsetzung seiner Studien ans Tschaikowsky-Konservatorium in Moskau, wo er von namhaften Professoren wie Naum Starkman und Sergej Dorensky unterrichtet wurde. In dieser Zeit trat er in Städten wie St. Petersburg, Samara und Perm auf; zu seinen Partnern zählten Natalia Gutman, Dora Schwarzberg, Nikolai Lugansky und Alexander Kagan. Einladungen haben Aybulus seitdem nicht nur nach Deutschland, Österreich, Italien und Spanien, sondern auch in die USA geführt. Mit dem Türkischen Präsidenten-Orchester tourte der Pianist 2012 durch China und trat in Beijing, Xi’an, Guangzhou und Shenzen auf. Seit 2012 hat Aybulus eine Professur am Staatlichen Anatolischen Konservatorium inne.

Klavier

CARL MARIA VON WEBER

Ouvertüre zu "Der Freischütz" (1820)

SERGEI RACHMANINOW

Klavierkonzert Nr. 2 c-Moll op. 18 (1901)

FÜSUN KÖKSAL

"Silent Echoes" (Deutsche Erstaufführung)

LUDWIG VAN BEETHOVEN

Symphonie Nr. 8 F-Dur op. 93 (1811-12)

18.30 Uhr: Werner-Otto-Saal
Kultur – Partnerschaft ∙ Eine Brücke in schwierigen Zeiten?
Diskussionsrunde mit dem Dirigenten des Abends Cem Mansur, der Berliner Staatssekretärin für Internationales Sawsan Chebli und Jan Taşçı, dem Geschäftsführer der Deutsch-Türkischen Jugendbrücke
Im Rahmen des 30-jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft Istanbul – Berlin
Einlass zur öffentlichen Diskussionsrunde kostenfrei bei vorheriger Anmeldung
unter anmeldung@yecl.de oder mit Konzertticket.

PROGRAMM

Hohes technisches Niveau, große Leidenschaft und farbige Programme: Das sind die Merkmale, mit denen die Nationale Jugendphilharmonie der Türkei unter seinem Gründer und Chefdirigenten Cem Mansur schon viele Male für Begeisterung beim Publikum von Young Euro Classic gesorgt hat. Auch in diesem Jahr enttäuschen die jungen Musikerinnen und Musiker die Erwartungen in ein abwechslungsreiches Programm nicht: Den Anfang macht mit Webers Ouvertüre zum Freischütz eines der schönsten romantischen Orchesterstücke überhaupt, gefolgt vom sinnlich-effektvollen zweiten Klavierkonzert des Russen Sergej Rachmaninow. Selbstverständlich bringt das türkische Orchester auch ein Werk aus seiner Heimat mit; zu erleben ist eine Komposition der in Deutschland und den USA ausgebildeten Komponistin Füsun Köksal. Last but not least steuern die jungen Musiker zum großen Beethoven-Zyklus des Festivals dessen Achte Symphonie F-Dur bei.

Mitschnitt

Dieses Konzert wird von Deutschlandfunk Kultur aufgezeichnet und bundesweit gesendet – über UKW, DAB+, Kabel, online und app.

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