c/o chamber orchestra

© Peter Adamik

Von Anfang an ohne einen Dirigenten arbeitend, leitet das c/o chamber orchestra seinen Namen vom Gedanken musikalischer Verantwortung ab. „c/o“ ist eine postalische Abkürzung: Ein Brief wird in die Obhut eines anderen gegeben, so wie die Musik einer Komponistin erst Realität wird, wenn sie den Musiker:innen anvertraut wird. Das c/o chamber orchestra nimmt die Vorstellung des „Kammer“-Orchesters ernst: um Kammermusik zu spielen, muss man klar und flexibel agieren, führen und folgen, wissen, wann man hervortreten und wann man sich zurücknehmen muss. Seit seiner Gründung 2014 ist das Ensemble in Konzerten in Deutschland, Schweden, Dänemark und Spanien aufgetreten. Es arbeitete dabei mit Solisten wie dem Jazzposaunisten Nils Landgren, dem Cellisten Alban Gerhardt und dem Flötisten Francisco Lopez Martin sowie dem Hamburg Trio zusammen. Seine erste CD, Divertissement!, erschien im Juni 2021 bei BIS. Im September 2021 wird das c/o chamber orchestra seine erste Opernproduktion im Theater im Delphi in Berlin zeigen, Francis Poulencs La Voix humaine. Für den Sommer 2022 ist ein Festival mit Werken von Komponistinnen des 19. Jahrhunderts geplant, bei dem die Pianistin Danae Dörken eine tragende Rolle spielt. Bei Young Euro Classic war das c/o chamber orchestra bereits 2015 als Teil von „Klassik meets Jazz“ zu erleben.

www.co-chamberorchestra.com

International
03. August 2021 20:00

Konzerthaus, Berlin

BENJAMIN BRITTEN

Sinfonietta op. 1 (1932/33)

JOHANNES BRAHMS

Serenade Nr. 1 D-Dur op. 11 (1858)

PROGRAMM

Regelmäßigen Festivalbesuchern dürfte das c/o chamber orchestra noch in Erinnerung sein: Vor einigen Jahren bestritt das Ensemble einen fulminanten Abend zusammen mit dem Jazz-Posaunisten Nils Landgren. Jetzt ist das Kammerorchester wieder dabei – als pandemiebedingte Alternative für das eigentlich geplante Nationale Jugendorchester Spaniens. Ging es seinerzeit um die Musik der 1920er-Jahre, tummelt sich das c/o chamber orchestra diesmal auf symphonischen – oder besser gesagt: prä-symphonischen – Pfaden. Denn beide Komponisten des heutigen Konzerts, Johannes Brahms und Benjamin Britten, waren noch auf dem Weg zur großen Symphonie, als ihre Werke entstanden. Doch Britten bewies schon als 18-jähriger Student mit seiner Sinfonietta op. 1, was für ein enormes Talent in ihm steckte. Und auch Brahms war längst von Robert Schumann als hoffnungsvollster Komponist der jungen Generation gepriesen worden, als er mit 25 im westfälischen Detmold seine ausgedehnte, klangschwelgerische Serenade D-Dur op. 11 zu Papier brachte. Symphonische Meisterwerke benötigen stets eine vorherige „Teststrecke“ – das lässt sich in diesem Festivalkonzert hervorragend entdecken!

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Hören Sie die Konzerteinführung zum 3. August hier:

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