Joven Orquesta Nacional de España

© Rafa Martín

Das nationale spanische Jugendorchester Joven Orquesta Nacional de España – kurz: JONDE – gehört seit den Anfängen von Young Euro Classic zu den besonders gern gesehenen Gästen, und es hat dem Publikum mit seiner hohen Qualität und seinem ansteckenden Temperament immer wieder unvergessliche Abende beschert. Erstmals seit 2018 sind die Spanier nun wieder zu Gast im Konzerthaus. Direkt dem Ministerium für Kultur und Sport zugehörig, wurde das JONDE 1983 gegründet und hat seitdem eine Vielzahl bedeutender Dirigenten und Solisten erlebt, darunter Carlo Maria Giulini, Rafael Frühbeck de Burgos, Jesús Lopez Cobos, John Williams und Juan Diego Flórez. Die Mitglieder des Orchesters zwischen 18 und 24 Jahren werden bei den zweimal jährlich stattfindenden Probespielen ausgewählt. Das Repertoire des JONDE hat neben den Werken von Klassik, Romantik und klassischer Moderne stets einen besonderen Schwerpunkt auf zeitgenössischer Musik. 

www.jonde.mcu.es

Spanien
03. August 2021 20:00

Konzerthaus, Berlin

Erik Nielsen

© BOS Juan Carlos Hernandez

1977 im US-Bundesstaat Iowa geboren, begann Erik Nielsen seinen musikalischen Weg zuerst an der Juilliard School in New York, wo er Oboe und Harfe studierte, bevor er eine Dirigierausbildung am Curtis Institute anschloss. Danach kam er als Harfenist an die Orchester-Akademie der Berliner Philharmoniker, bevor er sich endgültig für die Dirigierlaufbahn entschied. Nach Anfängerjahren an der Oper Frankfurt wechselte er als Chefdirigent an das Theater Basel und ist seit 2015 Leiter des Symphonieorchesters im baskischen Bilbao. Vor allem Nielsens Opernrepertoire zeichnet sich durch eine große Bandbreite aus, wobei vor allem die Opern der Moderne mit Lachenmanns Das Mädchen mit den Schwefelhölzern, Trojahns Orest, Reimanns Medea sowie Billy Budd und Peter Grimes von Benjamin Britten herausstechen. Außerdem stand Nielsen beim Ensemble Modern wie auch bei namhaften Orchestern in Madrid, Lissabon, Stockholm und Oslo am Pult.

Dirigent

Raquel García Tomás

© Lluc Queralt

Erst im vergangenen Jahr ist der Komponistin Raquel García Tomás der Spanische Nationalpreis für Musik zuerkannt worden. Damit wurde das weitgefächerte Schaffen der 1984 in Barcelona geborenen Komponistin geehrt, das sich – so die Begründung der Jury – „durch den interdisziplinären und innovativen Charakter ihrer Musiksprache” auszeichnet. Dabei verbindet die Komponistin immer wieder Live-Musik mit elektronischen Einspielungen und Video, so in Look Sweetie I Found my Old Projector! (2018) oder Pictures of the Floating World (2017). 2013 komponierte sie das Ballett (co)(hes)(ion.), das vom English National Ballet in London uraufgeführt wurde. Ein Schwerpunkt von García Tomás’ Schaffen sind Bühnenwerke; so wurde sie 2015 für die Oper Go, Aeneas, Go mit dem Neuköllner Opernpreis ausgezeichnet. Zuletzt kamen in der Saison 2017/18 in Barcelona das Monodrama Balena Blava und ein Jahr später in Madrid die Opera buffa Je Suis Narcissiste zur Uraufführung.

www.raquelgarciatomas.com

Komponistin

JOAQUIN RODRIGO

„Homenaje a la Tempranica” (1939)

RAQUEL GARCÍA TOMÁS

„Blind Contours No. 1“ (2016, Deutsche Erstaufführung)

JOHANNES BRAHMS

Symphonie Nr. 1 c-Moll op. 68 (1876)

PROGRAMM

Das Nationale Spanische Jugendorchester JONDE muss man bei Young Euro Classic eigentlich nicht mehr vorstellen. Seit Anbeginn des Festivals ist es regelmäßig dabei gewesen – und hat immer wieder denkwürdige Konzerte präsentiert, in denen der hohe Standard der spanischen Musikausbildung eine glänzende Verbindung mit dem Temperament der jungen Musikerinnen und Musiker einging. Von besonderem Reiz sind jedes Mal auch die Programme: Diesmal bringt JONDE nicht nur ein kurzes Stück seines großen Landsmanns Joaquin Rodrigo mit, sondern auch eine Deutsche Erstaufführung der katalanischen, weit über Spanien hinaus erfolgreichen Komponistin Raquel García Tomás mit dem leicht irritierenden Titel Blind Contours (Blinde Konturen). Dass die Spanier auch im mitteleuropäischen Repertoire gern ihr Können zeigen, weiß man. Für ihr Festivalkonzert 2021 wollen sie sich mit der grüblerisch-schwermütigen ersten Symphonie von Johannes Brahms auseinandersetzen.

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