Jovem Orquestra Portuguesa

© Patrícia Andrade

Nach seinen erfolgreichen Auftritten bei Young Euro Classic 2015, 2017 und 2019 kehrt das portugiesische Jugendorchester Jovem Orquestra Portuguesa – kurz JOP – nun zum vierten Mal ins Berliner Konzerthaus zurück. Getragen vom Orquestra de Câmara Portuguesa (OCP) hat sich das JOP seit seiner Gründung 2010 von einem Kammerorchester mit 20 Streichern zu einem vollen Symphonieorchester mit über 80 Musikerinnen und Musikern entwickelt. Sie sind zwischen 14 und 24 Jahre alt und arbeiten mit den Musikern des OCP und Gastkünstlern zusammen. Regelmäßig finden Meisterklassen und Konzerte in allen Teilen Portugals statt; wichtig sind außerdem soziale Projekte, bei denen sich die jungen Orchestermusiker engagieren, wie zum Beispiel bei dem integrativen Werk Alcance | Reach von João Godinho, das 2019 den Europäischen Komponistenpreis bei Young Euro Classic gewann (ebenso wie das portugiesische Werk von Mariana Vieira 2017) und eine Gruppe von Menschen mit Behinderungen als Solistenensemble einsetzte.

www. jop.org.pt

Portugal
02. August 2021 20:00

Konzerthaus, Berlin

Pedro Carneiro

© Patrícia Andrade

Der portugiesische Dirigent Pedro Carneiro, geboren 1975 in der Hauptstadt Lissabon, verfolgt eine zweigleisige Musikerlaufbahn. Zum einen ist er ein international gefeierter Perkussionist, der in allen großen Konzertsälen zwischen den USA, Japan und Australien auftritt. Mehr als 100 Uraufführungen zeigen seinen besonderen Rang als Künstler der musikalischen Avantgarde ebenso wie die regelmäßige Zusammenarbeit mit dem Arditti Quartet, dem Tokyo String Quartet oder dem Chilingirian Quartet. Ein besonderes Faible besitzt der Perkussionist für die musikalische Improvisation, oft in Verbindung mit Live-Elektronik oder anderen innovativen Technologien. Zum anderen verfolgt Carneiro seit einigen Jahren eine Karriere als Dirigent. Auf seine Initiative hin entstand 2007 das Portugiesische Kammerorchester (Orquestra de Câmara Portuguesa); 2010 gründete er das Jovem Orquestra Portuguesa. Nicht zuletzt betätigt sich der Portugiese als Komponist von Orchester- und Kammermusik sowie Film- und Theatermusik, entwickelt Schlagzeugzubehör und hat etliche preisgekrönte Aufnahmen vorgelegt.

www.pedrocarneiro.com

Dirigent

João Carlos Pinto

© nevafilms / gnration

Er selbst bezeichnet sich als Komponist, Performer und Instrumentenbauer. Musikalische Kreativität ist eines der herausragenden Markenzeichen des erst 23-jährigen portugiesischen Künstlers João Carlos Pinto. Nach ersten Studien am Gulbenkian Konservatorium seiner Heimatstadt Braga machte er seinen Bachelor an der Hochschule für Musik in Lissabon. Meisterklassen und Workshops führten Pinto zu prominenten Vertretern der musikalischen Avantgarde wie dem Ensemble Recherche, Rebecca Saunders, Tristan Murail, Thomas Adès und Stefano Gervasoni. Pintos besonders Affinität zu elektronischen Experimenten spiegelt sich in vielen seiner Werke wieder, so in anti-manifesto.exe  für Megaphon und Elektronik (2018), dem Streichquartett mit Elektronik (2019) und der Pocket Opera for 12 people (2019). Darüber hinaus entstanden Werke wie Impuls(o)s für Klavier solo (2018), Music for Percussion (2020) und zuletzt ein Saxofonkonzert (2021). Pintos Werke kamen nicht nur in Portugal, sondern bereits auch bei zahlreichen Festivals in den Spanien, den Niederlanden, USA und Korea zur Aufführung.

www.joaocarlospinto.com

Komponist

JOSEPH HAYDN

Symphonie Nr. 49 f-Moll Hob I:49 „La Passione” (1768)

JOÃO CARLOS PINTO

„Toys Are Us” (Uraufführung)

ROBERT SCHUMANN

Symphonie Nr. 4 d-Moll (Originalversion, 1842)

PROGRAMM

Das Nationale Jugendorchester Portugals – mit dem klangvollen Namen Jovem Orquestra Portuguesa – hat sich in den letzten Jahren zu einem der Stammgäste bei Young Euro Classic entwickelt. Nach 2105, 2017 und 2019 sind die jungen Portugiesinnen und Portugiesen auch in diesem Jahr wieder dabei. Und ihr Chefdirigent Pedro Carneiro sorgt dafür, dass sie wie gewohnt mit einem farbigen, ungewöhnlichen Programm nach Berlin kommen – inklusive der Uraufführung von „Toys Are Us“ des erst 23-jährigen João Carlos Pinto, eines kreativen Performers, der das Musizieren auf der Bühne unter Corona-Bedingungen als Herausforderung für seine Komposition angenommen hat. Das weitere Programm widmet sich dagegen klassisch-romantischen Meisterwerken, denen das Thema Leidenschaft in die Noten geschrieben ist: zum Auftakt die tiefsinnige Symphonie Nr. 49 von Joseph Haydn mit dem Beinamen „La Passione“ und dann Robert Schumanns vierte Symphonie d-Moll, deren eindringliche Wirkung nicht zuletzt auf der thematischen Einheitlichkeit beruht, von der alle vier Sätze zusammengeschweißt werden.

Mitschnitt

Das Konzert wird von rbb Kultur (UKW 92,4 und Kabel 95,35) mitgeschnitten und ausgestrahlt.

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