Internationales Orchesterinstitut Attergau

Hinter diesem Jugendorchester stehen die Wiener Philharmoniker: 1994 gründete ein Mitglied des traditionsreichen Orchesters das Internationale Orchesterinstitut Attergau (IOIA), um jungen Musikstudierenden aus aller Welt einen Einblick in Traditionen des Orchesterspiels, wie sie von den Wiener Philharmonikern gepflegt werden, zu geben. Alle Instrumentengruppen werden nach wie vor ausschließlich von Mitgliedern der Philharmoniker betreut, und auch die Dirigent*innen der Sommerakademie, die ihren Sitz in St. Georgen im Attergau hat, zeichnen sich durch eine besondere Verbindung und regelmäßige Auftritte mit den Wiener Philharmonikern aus. So musizierte das IOIA in den vergangenen Jahren bei den Salzburger Festspielen wie auch anderen österreichischen Festivals unter bedeutenden Dirigenten wie Thomas Hengelbrock, Riccardo Muti, Mariss Jansons, Bertrand de Billy und Christoph Eschenbach. Mit diesem Konzert gibt das Orchester sein Debüt bei Young Euro Classic.

www.ioia.at

International
08. August 2020 20:00

Konzerthaus, Berlin

Axel Kober

© Max Brunnert

Seit über zehn Jahren ist Axel Kober Generalmusikdirektor der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf, wo er ein umfangreiches Repertoire von Händel und Mozart über Wagner, Strauss, Puccini, Verdi bis zu Berg und Widmann dirigiert. Besonderer Höhepunkt war die Neuinszenierung des Ring des Nibelungen in den Jahren 2017/18 (Regie: Dietrich Hilsdorf). Zuvor hatte Kober Engagements in Mannheim und Leipzig. Darüber hinaus ist der Dirigent, 1970 im fränkischen Kronach geboren, ein gern gesehener Gast an der Deutschen Oper Berlin, wo er regelmäßig neben Donald Runnicles die Repertoire-Aufführungen der großen Wagner-Opern übernimmt. Auch an der Wiener Staatsoper stand Kober des Öfteren am Pult, so mit dem Ring, mit Arabella und Hänsel und Gretel. 2013 wurde der Dirigent erstmals nach Bayreuth eingeladen, wo er Tannhäuser dirigierte; ab 2015 folgte dann die musikalische Leitung des Fliegenden Holländer. In diesem Sommer dirigiert Kober am Grünen Hügel Aufführungen von Tannhäuser und Lohengrin.

www.axelkober.de

Dirigent

Elisabeth Kulman

© Julia Wesely

Die österreichische Sängerin Elisabeth Kulman zeichnet sich durch eine ungewöhnliche Vielseitigkeit und Interessen, die weit über das Singen hinausgehen, aus. Nach einer erfolgreichen internationalen Opernkarriere beschloss sie im Jahr 2015, sich nur noch fast ausschließlich auf die Konzertbühne zu konzentrieren. So tritt sie als Solistin im diesjährigen Europakonzert der Berliner Philharmoniker in Tel Aviv unter Kirill Petrenko auf. In ihrer Musikshow La femme c’est moi verschmilzt Elisabeth Kulman dagegen verschiedenste Musikstile von Oper und klassischem Lied bis zu Musical und Pop. Gemeinsam mit dem Wiener Arrangeur Tscho Theissing entstanden auch Bearbeitungen von Zarah Leander-Songs, Mussorgsky Dis-Covered mit internationalem Jazzquartett sowie Hungaro Tune mit Symphonieorchester und Jazzsolisten. Darüber hinaus setzt die Sängerin ihre große Bekanntheit für gerechtere Verhältnisse in der Klassikwelt ein. Sie ist Mitbegründerin des Vereins „art but fair“, Betreiberin des Youtube-Kanals What’s Opera Doc und Initiatorin von #voiceit für eine Kultur der Würde.

www.elisabethkulman.com

Mezzosopran

LUDWIG VAN BEETHOVEN

Ouvertüre zu „Egmont" op. 84 (1810)

GUSTAV MAHLER

Lieder mit Orchesterbegleitung:
„Ging heut' morgen übers Feld" aus „Lieder eines fahrenden Gesellen" (1884/1896)
„Liebst du um Schönheit" aus den „Rückert-Liedern" (1902/1905)
„Blicke mir nicht in die Lieder" aus den „Rückert-Liedern" (1901/1905)
„Urlicht" aus „Des Knaben Wunderhorn" bzw. der Symphonie Nr. 2 (1894)
„Ich bin der Welt abhanden gekommen" aus den „Rückert-Liedern" (1901/1905)

LUDWIG VAN BEETHOVEN

Symphonie Nr. 7 A-Dur op. 92 (1812)

PROGRAMM

Wienerischer geht es kaum! Aber das muss bei dem Internationalen Orchesterinstitut Attergau auch nicht überraschen, wird das international zusammengesetzte Ensemble doch von Mitgliedern der Wiener Philharmoniker gecoacht. Insofern dürfte die großartige Tradition des Orchesters unüberhörbar durch alle Werke wehen, die bei diesem Festivalabend im Konzerthaus Berlin erklingen: Den Anfang macht Beethovens packende Ouvertüre zu Goethes Schauspiel Egmont, uraufgeführt 1810 in Wien, den krönenden Abschluss bildet Beethovens siebte Symphonie, jenes von Energie übersprudelnde Werk, dessen rasante technische Anforderungen bei den Attergauern in den besten Händen sein dürften. Den ruhenden Punkt in der Mitte bilden Lieder von Gustav Mahler, für die mit Elisabeth Kulman eine für ihren eigenen Kopf bekannte Österreicherin auf der Bühne steht. „Blicke mir nicht in die Lieder“, heißt es in einem der Rückert-Lieder Mahlers. Diese Aufforderung sollte man besser ignorieren: Lieber hinkommen und den Liedern zuhören!

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