Internationale Orchester- und Chorakademie „Music and Dialogue”

© Coleksii Kovaliov

Das internationale Orchester- und Chorprojekt „Music and Dialogue“ wurde 2019 von einer ukrainisch-weißrussischen Initiative gemeinsam mit der VladOpera e.V. aus Deutschland gegründet. Es schließt sich an die erfolgreiche Produktion von Mozarts Don Giovanni 2018 in der Region Luhansk in der Ost-Ukraine an. Orchester und Chor setzen sich aus Instrumentalisten und Sängern verschiedener Nationalitäten (u.a. Ukrainer, Russen, Deutschen), Kulturen, Traditionen und sozialer Hintergründe zusammen. „Was uns alle verbindet, sind der Wunsch und die Bereitschaft zusammenzuarbeiten im komplexen Kontext der Region von Luhansk“, so lautet das Konzept des Projekts. „Wir wollen diesen Geist durch unsere Kreativität, unseren Optimismus und unseren Blick auf die Zukunft an ein breites Publikum weitergeben.“ Die Probenphasen finden in der Region Luhansk statt; neben Konzerten gehören auch offene Proben, improvisierte Auftritte in den Städten der Region sowie Workshops für Kinder zum Programm. Finanziert wird das Projekt „Music and Dialogue“ vom Auswärtigen Amt der Bundesregierung.

www.2020.music-and-dialogue.org

Eine Initiative in der Region Luhansk (Ostukraine)
30. Juli 2020 20:00

Konzerthaus, Berlin

Vitali Alekseenok

Der aus Weißrussland stammende Dirigent Vitali Alekseenok studierte zuerst am Konservatorium St. Petersburg und wechselte später an die Hochschule Franz Liszt in Weimar. Als Preisträger des MDR-Dirigierwettbewerbes 2018 dirigierte er bereits das MDR Sinfonieorchester, die Lucerne Festival Strings und die Staatskapelle Weimar. Außerdem trat Alekseenok mehrfach beim LvivMozArt Festival im ukrainischen Lviv (Lemberg) auf; darüber hinaus leitete er zwei deutsch-ukrainische Projekte im Kriegsgebiet der Ostukraine. Wiederholt wurde er von den Landesjugendorchestern in Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen zu Arbeitsphasen eingeladen. Vitali Alekseenok ist Gründer und künstlerischer Leiter des „ensemble paradigme“, mit dem er Werke von Komponisten des 20. und 21. Jahrhunderts aufführt. Als Operndirigent sammelte er intensive Erfahrungen als Assistent von Oksana Lyniv an der Bayerischen Staatsoper; zuletzt dirigierte er Verdis Rigoletto bei der Sommerakademie im umbrischen Orvieto.

www.alekseenok.com

Dirigent

JOHANN SEBASTIAN BACH

Brandenburgisches Konzert Nr. 1 BWV 1046 (1721)

CLAUDIO MONTEVERDI

Madrigale

-
Werke von Maxim Beresowski, Sergei Newski und zeitgenössischen ukrainischen Komponisten

19 Uhr: Konzerteinführung mit Dieter Rexroth im Werner-Otto-Saal
Einlass mit Konzertticket um 18:45 Uhr

PROGRAMM

Das Besondere an diesem Konzert ist allein schon die Tatsache, dass es stattfindet. Denn in dem noch jungen Orchester- und Chorprojekt „Music and Dialogue“ finden sich ukrainische, russische und deutsche Musiker*innen zusammen, um in der Region Luhansk, nahe dem ostukrainischen Kriegsgebiet, gemeinsam Musik zu machen – und ein positives Zeichen für die Zukunft zu setzen. Erst die Probenphase in der Ostukraine, dann der Auftritt bei Young Euro Classic – in diesem Konzert ist vieles anders als gewöhnlich. Auch das Programm: Auf das erste der Brandenburgischen Konzerte von Bach folgt ein Abstecher in die Renaissance, zu den Madrigalen Claudio Monteverdis. Außerdem sind Werke von Maxim Beresowski zu erleben, einem ukrainischen Europäer aus dem 18. Jahrhundert, der in Italien studierte und am Hof in St. Petersburg angestellt war. Und neben so viel Barockmusik sollen zeitgenössische ukrainische Kompositionen unser 21. Jahrhundert widerspiegeln.

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