International Lutosławski Youth Orchestra

© Cezary Aszkiełowicz

Das International Lutosławski Youth Orchestra (ILYO) wurde 2013 zum 100. Geburtstag von Witold Lutosławski, neben Penderecki der bedeutendste Komponist Polens in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts, in Szczecin (Stettin) gegründet. Es war damit auch das erste internationale Jugendorchester in Polen überhaupt. In ihm treffen sich junge Musikerinnen und Musiker aus Polen und ganz Europa zu einem sommerlichen Workshop, der mit einem Abschlusskonzert in der 2014 eröffneten, preisgekrönten Philharmonie Szczecin beschlossen wird. Organisiert werden die Treffen in Zusammenarbeit mit dem traditionsreichen Philharmonischen Orchester Szczecin. Große Bedeutung erhält dabei die intensive Betreuung der Orchestergruppen durch erfahrene Tutorinnen und Tutoren. Ein Schwerpunkt der Konzertprogramme liegt auf der Einstudierung zeitgenössischer Kompositionen, insbesondere von Werken des Namensgebers Witold Lutosławski. 

International / Polen
17. August 2022 20:00 Uhr

Konzerthaus, Berlin

Ayyub Guliyev

© Adil Yusifov

Der aserbaidschanische Dirigent Ayyub Guliyev begann mit 15 Jahren seine Ausbildung an der Musikakademie Baku; später wechselte er zum Studium nach St. Petersburg und anschließend für drei Jahre nach Wien und Prag. 2006 gewann er den Orchesterpreis beim Lutosławski-Wettbewerb in Polen; es folgten Auszeichnungen in Athen, Parma und beim „Debüt in der Laeisz-Halle“-Wettbewerb in Hamburg. 2011 dirigierte Guliyev zum ersten Mal an der Staatlichen Oper Aserbaidschan, zu deren Künstlerischem Direktor er 2018 ernannt wurde. Seitdem hat er dort ein breites Repertoire dirigiert, das von Mozart über Tschaikowski und Verdi bis zu aserbaidschanischen Komponisten wie Kara Karabayev und Uzeyir Hajibeyli reicht. Auch als Orchesterdirigent wurde der 38-Jährige zu namhaften Ensembles in Großbritannien, Frankreich, Österreich, Polen, Russland und der Ukraine sowie nach Kirgistan und Kasachstan eingeladen. Aus Anlass des 100. Geburtstags des aserbaidschanischen Komponist Fikret Amirov dirigierte Guliyev im Januar dieses Jahres mehrere Aufführungen von dessen Ballett Arabische Nächte am Marinskij-Theater in St. Petersburg.

Dirigent

Marcin Zdunik

© privat

Der 34-jährige polnische Cellist Marcin Zdunik hat sich in den letzten Jahren europaweit einen Namen als Solist und Kammermusiker mit breitem Repertoire von der Renaissance bis zur Moderne gemacht. So wurde er zu renommierten Festivals wie den BBC Proms in London, dem Kammermusikfestival in Kronberg/Taunus und dem Progetto Martha Argerich in Lugano eingeladen. Gleichzeitig tritt er als Improvisator und Komponist mit eigenen Arrangements auf. Seine Ausbildung erhielt Zdunik bei Andrzej Bauer an der Chopin-Akademie Warschau und bei Julius Berger in Augsburg. 2007 gewann er den 1. Preis beim Internationalen Lutosławski-Wettbewerb für Violoncello in Warschau. Außerdem erhielt er einen Sonderpreis für die beste Interpretation von dessen Violoncellokonzert, das er auch in Berlin interpretiert. Die Vielzahl seiner CD-Produktionen zeigt die Spannweite von Zduniks künstlerischem Interesse: Sie reicht von Cellokonzerten Haydns und Denissovs über Schumanns sämtliche Cellokompositionen und Weinbergs Fantasie für Violoncello und Orchester bis zu der CD „Bach Stories“ mit Werken des Komponisten und eigenen Arrangements.

www.marcinzdunik.pl

Violoncello

MIECZYSŁAW KARŁOWICZ

„Bianca da molena” op. 6 (1900)

WITOLD LUTOSŁAWSKI

Violoncello-Konzert (1970)

BÉLA BARTÓK

Konzert für Orchester Sz. 116 (1943-44)

Über das Konzert

2013 wurde das International Lutosławski Youth Orchestra in der polnischen Hafenstadt Szczecin, dem ehemaligen Stettin, gegründet – in Erinnerung an den herausragenden Komponisten Witold Lutosławski zu seinem 100. Geburtstag. Dementsprechend wird das Werk des Komponisten bei dieser Sommerakademie, zu der Studierende aus Polen und ganz Europa nach Szczecin kommen, besonders gewürdigt – in diesem Jahr mit dessen spannendem Violoncellokonzert, das der Lutosławski-Preisträger von 2007, Marcin Zdunik, aufführen wird. Den Anfang des Konzerts, mit dem sich das International Lutosławski Youth Orchestra erstmals bei Young Euro Classic vorstellt, macht ein weiterer polnischer Komponist, der in Deutschland viel zu wenig bekannt ist; Mieczesław Karłowicz. Die klangvolle Orchester-Ouvertüre Bianca da molena entstand sogar in seiner Berliner Zeit im Jahr 1900! Nach der Pause stellt sich das Orchester, das von dem aserbaidschanischen Dirigenten Ayyub Guliyev geleitet wird, der Herausforderung von Béla Bartóks Konzert für Orchester. Entstanden als letztes großes Werk des in die USA emigrierten Komponisten, gibt es – wie der Name verrät – den einzelnen Orchestergruppen hervorragende Möglichkeit, ihr Können zu präsentieren.

 

Mitschnitt

Das Konzert wird von Deutschlandfunk Kultur aufgezeichnet und bundesweit gesendet – in der Dlf Audiothek App, über UKW, DAB+ und deutschlandfunkkultur.de.

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