Greek Youth Symphony Orchestra

© Spiros Hamalis

Erst vor drei Jahren ist das Griechische Jugend-Symphonieorchester von Dionysis Grammenos gegründet worden, in wirtschaftlich äußerst schwierigen Zeiten für das Mittelmeerland. Jetzt gibt das Greek Youth Symphony Orchestra (GYSO) sein Berliner Debüt bei Young Euro Classic 2020. Sein Ziel ist es, junge Musiktalente durch intensive Probenphasen mit dem symphonischen wie auch dem Opernrepertoire vertraut zu machen. Bereits 100 junge Griechinnen und Griechen, die in ihrer Heimat wie auch im Ausland studieren, nahmen an den Arbeitsphasen teil. Zu den bisherigen Konzerten zählten auch konzertante Aufführungen von Mozarts Le nozze di Figaro und Don Giovanni. Ein wichtiger Aspekt für das junge Orchester ist weiterhin die musikalische Jugendarbeit, um ein neues Publikum für klassische Musik zu gewinnen. Das GYSO ist „Orchestra in residence“ im Kulturzentrum der Stiftung Stavros Niarchos in Athen. Außerdem arbeitet es mit der Griechischen Nationaloper zusammen und wird von der John S. Latsis-Stiftung mitgetragen.

www.elson.gr

Griechenland
24. Juli 2020 20:00

Konzerthaus, Berlin

Michael Müller

© Lena Giovanazzi

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, wurde 1964 in Berlin geboren. Er verließ die Schule 1982 mit der Mittleren Reife. Er absolvierte eine kaufmännische Lehre und besuchte die Fachoberschule Wirtschaft und Verwaltung. Zwischen 1986 und 2011 war er als selbständiger Drucker tätig.

Müller ist seit 1981 Mitglied der SPD. Von 1991 bis 2000 fungierte er als Abteilungsvorsitzender. Von 1989 bis 1996 war er Mitglied der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof, zuletzt als Fraktionsvorsitzender. Ferner war Müller Landesparteitags- und Kreisdelegierter. Von 2000 bis 2004 amtierte er als Kreisvorsitzender der SPD Tempelhof-Schöneberg. Landesvorsitzender war Müller von 2004 bis 2012 und erneut seit 2016.

Im Jahre 1996 wurde Müller Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin, dessen Mitglied er seitdem ist.  Von 2001 bis 2011 hatte er das Amt des Fraktionsvorsitzenden der SPD inne.

Von 2011 bis 2014 war Müller Senator für Stadtentwicklung und Umwelt sowie Bürgermeister von Berlin. Am 11. Dezember 2014 wurde er Regierender Bürgermeister von Berlin und Senator für Kultur. Im Jahr 2016 übernahm Müller anstelle der Kultur das Amt des Senators für Wissenschaft und Forschung.

Vom 1. November 2017 bis zum 31. Oktober 2018 war Müller Präsident des Bundesrats. Seit August 2018 ist er Präsident des internationalen Städtenetzwerks Metropolis.

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Schirmherr von Young Euro Classic

Dr. Willi Steul

© Bettina Fürst-Fastré

 

1. Vorsitzender Deutscher Freundeskreis europäischer Jugendorchester e.V.

Dionysis Grammenos

© Marco Borggreve

Der Grieche Dionysis Grammenos machte sich zuerst als Klarinettist einen Namen: Als Absolvent der Hochschule „Franz Liszt“ in Weimar wurde ihm 2008 die Auszeichnung „Europäischer junger Musiker des Jahres“ zuerkannt; infolgedessen musizierte er mit den Wiener Symphonikern vor 50 000 Zuhörern zur Eröffnung der Wiener Festwochen. Inzwischen konzentriert sich Grammenos vor allem auf seine Dirigentenlaufbahn. Zuletzt leitete er bei der Canadian Opera Company eine Produktion von Mozarts Entführung aus dem Serail, beim Aspen Music Festival La clemenza di Tito. Die Liste der Orchester reicht von den Festival Strings Lucerne, der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz und dem Philharmonischen Orchester Odessa bis zum Staatlichen Symphonieorchester Thessaloniki und dem Malta Philharmonic. Zuletzt eröffnete Grammenos mit dem Symphonieorchester Athen die neue Saison und gastierte in Mailand bei den Cameristi della Scala zum traditionellen Neujahrskonzert. Grammenos ist Gründer und Chefdirigent des Greek Youth Symphony Orchestra.

www.dionysisgrammenos.com

Dirigent

Christina Poulitsi

© Pauline Niarchou

Die griechische Sopranistin Christina Poulitsi wird derzeit vor allem mit einer Rolle identifiziert: der Königin der Nacht in Mozarts Zauberflöte. Die Partie singt sie nicht nur regelmäßig an der Komischen Oper Berlin, sondern trat in der spektakulären Produktion des Hauses auch in Rom und Paris, im australischen Adelaide wie am Lincoln Center in New York auf. Ihre Ausbildung absolvierte die Sängerin zuerst in ihrer Geburtsstadt Athen, später mit einem Stipendium der Maria-Callas-Stiftung  an der Berliner Universität der Künste bei Brigitte Eisenfeld und Dagmar Schellenberger. Seit ihrem Debüt 2009 an der Athener Oper ist sie dort als Lucia di Lammermoor, als Amina in Bellinis La Sonnambula und zuletzt als Gilda in Verdis Rigoletto aufgetreten. Weitere Einladungen führten Christina Poulitsi, die besonders für ihre „kristallklare Intonation“ und ihr „warmes lyrische Timbre“ gelobt wurde, mehrfach an die Dresdner Semperoper und das Royal Opera House in London.

www.christinapoulitsi.com

Sopran

Lea Singer

© Jacques Schumacher

Die einen kennen sie unter dem Namen Lea Singer, die anderen als Eva Gesine Baur – erfolgreich ist sie unter beiden. Die vielseitige Schriftstellerin hat sich als Sachbuchautorin gleichermaßen einen Namen gemacht wie als Romanschriftstellerin. Dabei kommt der gebürtigen Münchnerin ihr Studium der Fächer Kunstgeschichte, Literaturwissenschaft und Musikwissenschaft vielfältig zugute. Gerade die Musik nimmt einen großen Stellenwert in ihrem literarischen Oeuvre, das stets von intensiven historischen Recherchen geprägt ist, ein: In ihren Sachbiografien beschäftigte sich Lea Singer nicht nur mit bekannten Namen wie Mozart und Chopin, sondern auch mit dem Librettisten der Zauberflöte, Emanuel Schikaneder. In ihrem Künstlerroman Konzert für die linke Hand (2008) steht der einarmige Pianist Paul Wittgenstein im Vordergrund, in ihrem zuletzt erschienenen Werk Der Klavierschüler der 1989 verstorbene Klaviervirtuose Vladimir Horowitz.

Autorin

WOLFGANG AMADEUS MOZART

Ouvertüre zu „Idomeneo" KV 366 (1770/71)

ELEFTHERIOS VENIADIS

Neues Werk (Deutsche Erstaufführung, Auftragswerk von Young Euro Classic)

WOLFGANG AMADEUS MOZART

Arie „Martern aller Arten" aus „Die Entführung aus dem Serail“ KV 384 (1782)

BIRKE BERTELSMEIER

Neues Werk (Deutsche Erstaufführung, Auftragswerk von Young Euro Classic)

WOLFGANG AMADEUS MOZART

Konzertarie „No, che non sei capace" KV 419 (1783)

LEA SINGER

„KAIROS – Griechenland in Europa“ (Erstrezitation der von Young Euro Classic in Auftrag gegebenen Texte)

ANTONÍN DVOŘÁK

Symphonie Nr. 9 e-moll op. 95 „Aus der neuen Welt" (1893)

19:00 Uhr: Konzerteinführung mit Dieter Rexroth im Werner-Otto-Saal
Einlass mit Konzertticket um 18:45 Uhr

PROGRAMM

Das Eröffnungskonzert von Young Euro Classic 2020 setzt nicht nur musikalisch ein kräftiges Startsignal; es regt auch zum Nachdenken an. Töne verbinden sich mit Worten, Antike mit Moderne, Griechenland mit Mitteleuropa. „Mythos – Erinnerung – Zukunft“ lautet das Motto dieses Konzerts, das zugleich auch das Debüt des noch jungen griechischen Jugendsymphonie-Orchesters ist. Der erste Teil ist dramaturgisch als „Kantate“ mit mehreren Komponenten konzipiert: Zu Anfang erweist Wolfgang Amadeus Mozart der Antike mit der Ouvertüre zur Oper Idomeneo seine Reverenz, darüber hinaus ist die griechische Sopranistin Christina Poulitsi mit zwei Arien des Salzburger Genies zu erleben. Young Euro Classic hat Kompositionsaufträge für zwei Erstaufführungen – eines griechischen Komponisten und einer deutschen Komponistin – vergeben, die sich mit Gedanken verbinden, die die vielgelesene Autorin Lea Singer sich zum Thema „Kairos – Griechenland in Europa“ gemacht hat. Die neuen Werke werden wenige Tage zuvor in Athen uraufgeführt und reisen dann mit dem Orchester nach Berlin. Im zweiten Teil folgt das musikantische Finale: Die griechischen Gäste spielen mit Dvořáks Symphonie „Aus der Neuen Welt“ ein Werk, das selbst schon zum Mythos geworden ist.

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