Georgian Sinfonietta

Die Georgian Sinfonietta feiert in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen, und zum zweiten Mal kommt sie nach 2010 zum Festival Young Euro Classic. Außer in der Hauptstadt Tbilisi ist das Orchester inzwischen in 15 weiteren Städten Georgiens aufgetreten, außerdem bei allen großen Festivals wie dem Tbilisi Herbstfestival, New Year Music Celebrations, Telavi Musikfestival und „Von Ostern bis Himmelfahrt“. Renommierte Künstler wie Elisso Virsaladze, Lisa Batiashvili, Natalia Gutman, Giya Kancheli und Vantang Khakhidze haben mit dem Orchester zusammengearbeitet. Einen Einschnitt bedeutete 2012 der Ankauf von Barockinstrumenten mit Unterstützung des georgischen Kulturministeriums. Seitdem spielt die Georgian Sinfonietta sowohl auf barocken wie auf modernen Instrumenten; außerdem wurde 2015 das Tbilisi Baroque Festival gegründet, bei dem auch viele ausländische Künstler wie die Akademie für Alte Musik Berlin, Jordi Savall und Sergio Azzolini zu Gast waren.

www.sinfonietta.ge

Georgien
17. August 2018 20:00

Konzerthaus, Berlin

Christine Lambrecht

 

Patin des Abends
Kristjan Järvi

© Franck Ferville

Der Dirigent Kristjan Järvi gehört zu jenem eher raren Typus Musiker, die sich virtuos zwischen verschiedenen Genres hin und her bewegen. Ob Klassik, Jazz oder Hip Hop: Nicht zuletzt mit seinen verschiedenen Ensembles pflegt der 46-Jährige seine weitgefächerten Neigungen. Seit 2012 ist er Chefdirigent des MDR Sinfonieorchesters in Leipzig; zugleich leitet er nach wie vor das von ihm gegründete New York Absolute Ensemble. Geboren in den USA als jüngster Sohn des estnischen Dirigenten Neeme Järvi, ist der Dirigent unermüdlich im Einsatz für die zeitgenössische Musik. Er gab über 100 Werke in Auftrag, darunter an Komponisten wie Arvo Pärt, Tan Dun und Erkki-Sven Tüür. Steve Reich und HK Gruber zählen genauso zu seinen künstlerischen Partnern wie Anoushka Shankar, Hauschka und Marcel Khalife. Bisher veröffentlichte Kristjan Järvi mehr als 60 Alben, die von Filmmusik wie „Cloud Atlas“, „Hologram for the King“, „Sense 8“ bis hin zu seiner gleichnamigen Serie „Kristjan Järvi Sound Project“ reichen.

www.kristjanjarvi.co

Dirigent
Dudana Mazmanishvili

Die georgische Pianistin Dudana Mazmanishvili, 1980 in Tbilisi geboren, hat in den letzten Jahren ihre größten Erfolge in den USA gefeiert, wo sie an der Mannes School of Music in New York City studierte. Aber auch mit Deutschland ist sie eng verbunden. Nach erstem Unterricht in ihrer Heimat kam die junge Pianistin zum Klavierstudium bei Elisso Virsaladze an die Musikhochschule in München, machte dort für den Bayerischen Rundfunk ihre erste CD und lebt inzwischen seit einigen Jahren in Berlin. Die georgische Regierung ernannte sie 2013 zur „Kulturbotschafterin Georgiens in Deutschland“; außerdem arbeitet sie als Kulturattachée an der Georgischen Botschaft. Auch im deutschen Klavierrepertoire fühlt sich Dudana Mazmanishvili zuhause; so spielt sie Bach und Beethoven genauso gern wie Brahms und Busoni.  Darüber hinaus widmet sie sich besonders Chopin, Liszt, Rachmaninow und auch georgischen Komponisten. Kürzlich erschien ihre jüngste CD-Produktion mit Werken von Schumann und Revaz Lagidze.

Klavier
Irakli Kiziria

Der noch zu Zeiten der Sowjetunion in Georgien geborene Irakli Kiziria, zusammen mit seinem Techno-Kollegen Jacoub Chakarji auch als Duo I/Y Berlin aktiv, ist in Berlins Techno-Szene eine wohlbekannte Größe. Sie traten als DJ im Berghain auf, vor allem aber organisieren sie seit mehreren Jahren die angesagte Partyreihe STAUB, die an immer wieder neuen Locations stattfindet. Außerdem gründeten sie ein eigenes Label, bei dem inzwischen acht Produktionen mit Techno-Musik veröffentlicht wurden, darunter zuletzt 2016 das Album Riflor und 2017 ihr neuestes Release I/Y 008.   Ursprünglich kommt Irakli Kiziria von Architektur und Design her, seit 2001 lebt er in Deutschland, wo er seinen Fokus auf Musik und Kunst verlegte. Nach wie vor sind aber auch die visuellen Künste in seinen musikalischen Aktivitäten durchgehend präsent.

Live-Elektronik

GIYA KANCHELI

„Valse Boston“ für Klavier und Streicher (1996)

JOHANN SEBASTIAN BACH

Klavierkonzert d-Moll BWV 1052 (1738) (arr. mit elektronischer Musik)

KRISTJAN JÄRVI

„New York“ für Klavier und Kammerorchester (Uraufführung)

GEORG FRIEDRICH HÄNDEL

Concerti Grossi (arr. Kristjan Järvi)

PROGRAMM:

„Divine Geometry“ – Fusion aus Klassik und Elektro

Einen wahrhaft „göttlichen“ Titel hat Kristjan Järvi für sein Projekt mit der Georgian Sinfonietta gefunden. Und wer den US-amerikanischen Dirigenten kennt, der weiß, dass er in der E-Musik genauso zu Hause ist wie in Rock und Elektro. Dementsprechend gibt es ein Klavierkonzert von Bach, diesmal mit elektronischen Elementen ins 21. Jahrhundert katapultiert – schließlich war der Barockmeister selbst einer der größten Transformer überhaupt. Dazu von Händel eine Auswahl seiner Concerti grossi, denen Järvi ebenfalls einen zeitgenössischen Sound verpasst. Darüber hinaus steuert er selbst als Uraufführung noch ein Klavierkonzert mit dem viel versprechenden Titel „New York“ bei. Und zusätzlich werden die Pianistin Dudana Mazmanishvili und der in der Berliner Clubszene wohlbekannte DJ Irakli Kiziria dafür sorgen, dass die spontane Improvisation auf der Bühne nicht zu kurz kommt. Immer mit dem Ziel, im Sinne der „Göttlichen Geometrie“ das Berliner Konzerthaus aus den Angeln zu heben!

 

Partner des Abends

Mitschnitt

Dieses Konzert wird LIVE und ON DEMAND auf ARTE CONCERT gestreamt: concert.arte.tv/young-euro-classic

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