Galilee Chamber Orchestra

Das Galilee Chamber Orchestra hat Pionierarbeit geleistet: Bei seiner Gründung 2012 war es eines der ersten Orchester in Israel, in denen arabische und jüdische Musiker gemeinsam spielten. Heute besteht das 35-köpfige Orchester zu gleichen Teilen aus arabischen und jüdischen Musikern und genießt einen hervorragenden Ruf mit einem Konzertkalender von sechs großen Konzerten pro Jahr und zusätzlich zahlreichen  Aufführungen im Rahmen des „In-school Music Education Program” der Polyphony-Stiftung, die das Orchester trägt und finanziert. Seit seiner Gründung ist der Pianist und Dirigent Saleem Ashkar der musikalische Leiter und entscheidende Motor des Galilee Chamber Orchestra, zu dessen Partnern zuletzt der Cellist Lynn Harrell und der Pianist András Schiff zählten. Dabei strahlt die Wirkung des Galilee Chamber Orchestra weit in die israelische Gesellschaft: Seine Konzerte bringen klassische Musik zu Gruppen am Rand der Gesellschaft und dienen als Modell für Zusammenarbeit und kulturellen Austausch.

Israel - Palästina
31. Juli 2019 20:00

Konzerthaus, Berlin

Stefan Raue
Pate des Abends

Saleem Ashkar

© Luidmila Jermies

In Nazareth geboren, in Berlin lebend: Das sind die Koordinaten, zwischen denen sich die Aktivitäten von Saleem Ashkar entfalten. Der Israeli mit den christlich-arabischen Wurzeln wurde schon früh von Daniel Barenboim und Zubin Mehta gefördert: Mit 17 Jahren gab er sein Debüt als Pianist beim Israel Philharmonic, mit 22 Jahren spielte er unter Barenboims Leitung erstmals in der Carnegie Hall in New York. Seitdem ist Saleem Ashkar mit den Wiener Philharmonikern und der Filarmonica della Scala ebenso aufgetreten wie mit dem Concertgebouw Orchester Amsterdam und dem London Symphony Orchestra, außerdem bei den Festivals in Salzburg, Ravinia, Luzern und beim Klavierfestival Ruhr. Sein aktueller Schwerpunkt ist die zyklische Aufführung aller 32 Beethovensonaten, die der 41-Jährige bereits in Berlin und Israel, in Prag und Duisburg vorgestellt hat. Darüber hinaus engagiert er sich persönlich durch regelmäßige Besuche für die Förderung junger israelischer und palästinensischer Musiker in seiner Heimat.

www.saleemashkar.com

Dirigent

JOSEPH HAYDN

Ouvertüre zu "L’isola disabitata” (1779)

LUDWIG VAN BEETHOVEN

Konzert für Klavier Nr. 2 B-Dur op. 19 (1788-1801)

WISAM GIBRAN

"Overcoming" (Uraufführung)

LUDWIG VAN BEETHOVEN

Symphonie Nr. 1 C-Dur op. 21 (1800)

18:30 Uhr „Zeitgenössische Musik als Herausforderung“
In Kooperation mit der Max-Planck-Gesellschaft im Werner-Otto-Saal
Einlass mit Konzertticket um 18:15 Uhr
Referentin: Iris Mencke, Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik, Frankfurt a.M.
Moderation: Anne Kussmaul

PROGRAMM

Schon allein die Zusammensetzung ist eigentlich eine Sensation: Da spielen im Galilee Chamber Orchestra tatsächlich junge Israelis und Palästinenser in gleicher Anzahl in einem klassischen Orchester zusammen. Und dann kommt noch ein brillanter Pianist dazu, der als Sohn aus christlicher Familie in Nazareth geboren wurde und heute in Berlin lebt. Das ist die wundersame Geschichte, die hinter dem Konzert des Galilee Chamber Orchestra bei Young Euro Classic steht, das damit zum ersten Mal im Konzerthaus Berlin auftritt. Die Herausforderungen, die der Pianist und Dirigent Saleem Ashkar seinen Musikern gestellt hat, sind nicht gerade klein: Gemeinsam werden sie das 2. Klavierkonzert B-Dur und die 1. Symphonie C-Dur von Ludwig van Beethoven spielen. Und dazu noch ein neues Werk des außerordentlich vielseitigen Komponisten Wisam Gibran. Auch er stammt aus Nazareth – wie Saleem Ashkar.

Mitschnitt

Dieses Konzert wird von Deutschlandfunk Kultur aufgezeichnet und bundesweit gesendet – über UKW, DAB+, Kabel, online und app.

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