Chelyabinsk Symphony Orchestra

© Daniil Rabovsky

Das Chelyabinsk Symphony Orchestra ist ein noch sehr junges Ensemble. Es wurde erst 2019 mit Unterstützung des Gouverneurs der Region Tscheljabinsk und des Pianisten Denis Matsuev in seiner Eigenschaft als Mitglied des Kulturrats der Russischen Föderation ins Leben gerufen. Die nationale Vorstellung des neuen Orchesters fand im November 2019 im Rahmen des VIII. Internationalen Kulturforums in St Petersburg statt. Im folgenden Januar trat das Chelyabinsk Symphony Orchestra erstmals im Moskauer Zaryadye-Saal auf. Zu den renommierten Künstlern, mit denen das Orchester musizierte, zählen neben Denis Matsuev auch die Pianisten Boris Berezovsky und Nikolai Lugansky sowie der Geiger Julian Rachlin.

Russland
12. August 2021 20:00

Konzerthaus, Berlin

Adik Abdurakhmanov

© Daniil Rabovsky

Seit 2019 leitet Adik Abdurakhmanov das neugegründete Chelyabinsk Symphony Orchestra; sehr viel länger schon ist er der Chefdirigent des Philharmonischen Orchesters des Südural. Ausgebildet an den Konservatorien von St. Petersburg und des Ural, ist Abdurakhmanov als Dirigent in vielen Städten Russlands, aber auch in der Schweiz, Österreich, Deutschland, Lettland und Litauen aufgetreten. Er fungiert als künstlerischer Leiter der Stiftung „Neue Namen“ für junge Musiktalente in Tscheljabinsk; zugleich ist er Gründer und Chefdirigent des Kammerorchester „Klassika“ sowie seines Ablegers „Young Klassika”. Außerdem wirkt er als Professor und Leiter der Abteilung Orchester am Staatlichen Kulturinstitut von Tscheljabinsk. In Anerkennung seines kulturellen Engagements wurde Abdurakhmanov 2019 vom russischen Präsident Putin mit dem Vaterländischen Verdienstorden 2. Klasse ausgezeichnet.

Dirigent

Denis Matsuev

© Pavel Antonov

Seine internationale Karriere begann Denis Leonidowitsch Matsuev 1998 mit dem Gewinn des Moskauer Tschaikowski-Wettbewerbs. 1975 im sibirischen Irkutsk geboren, zählt er seit zwei Jahrzehnten zu den weltweit gefragtesten Pianisten, die in allen großen Konzertsälen zwischen New York, London, St. Petersburg und Tokio auftreten. Er steht damit in der langen Tradition brillanter Pianisten seines Landes wie Vladimir Horowitz, Svjatoslav Richter und Emil Gilels. Eine seiner CDs nannte er dementsprechend Tribute to Horowitz, eine weitere widmete er Kompositionen des „Unbekannten Rachmaninow“, die er auf dem Flügel des Komponisten einspielte. Matsuev liebt die spielerische Herausforderung: So gibt er bisweilen 150 Konzerte pro Jahr; an einem Abend spielte er alle drei Klavierkonzerte Tschaikowskis. 2014 trat der auch bei der Schlusszeremonie der Olympischen Spiele in Sotschi auf. Kulturpolitisch bestens vernetzt,  unterstützt Matsuev zahlreiche gemeinnützige Programme, die das Ziel haben, klassische Musik bei Jugendlichen in Russland bekannt zu machen und begabte Kinder zu fördern.

www.matsuev.com

Klavier

Alan Kuzmin

Das Werk des 1973 geborenen Komponisten Alan Kuzmin zeichnet sich durch große Vielfalt und Originalität aus. Er bedient dabei die klassischen Formen ebenso wie gemischte Genres, darunter experimentelle Opernprojekte. Einen besonderen Platz in seinem Schaffen nimmt das Genre „Numerophonie“ ein, ein symphonisches musikalisches Porträt, in dem eine Zahl, ausgedrückt durch Intervalle und Tonschritte, die thematische Grundlage bildet. Alan Kuzmin ist Mitglied der russischen Komponistenvereinigung und Gewinner zahlreicher all-russischer Wettbewerbe. Seine Komposition Ultima Thule basiert auf einem Text von Vladimir Nabokov und entstand 2002.

Komponist

ALAN KUZMIN

Symphonische Dichtung „Ultima Thule“ für großes Symphonieorchester (2002, Deutsche Erstaufführung)

FELIX MENDELSSOHN-BARTHOLDY

Symphonie Nr. 4 A-Dur op. 90 „Italienische“ (1833)

SERGEI RACHMANINOW

Klavierkonzert Nr. 2 c-Moll op. 18 (1900/1901)

PROGRAMM

Zu den verschiedenen russischen Orchestern, die schon bei Young Euro Classic zu Gast waren, gesellt sich noch mal ein ganz neuer Name: Aus dem fernen Tscheljabinsk, einer 1,2 Millionen-Einwohner-Metropole am südlichen Ural, kommt das Chelyabinsk Symphony Orchestra angereist. Selbstverständlich hat es russische Musik im Gepäck, das ebenso brillante wie hochromantische 2. Klavierkonzert von Sergej Rachmaninow, 1901 vom Komponisten höchstpersönlich in Moskau uraufgeführt. Und es dürfte von Starpianist Denis Matsuev, der sich selbst intensiv für den künstlerischen Nachwuchs einsetzt, ebenso brillant wie hochromantisch auf die 88 Tasten gebannt werden! Dass die russischen Musikerinnen und Musiker es auch „klassischer“ können, wollen sie mit Felix Mendelssohns A-Dur-Symphonie beweisen, die unter dem Beinamen „Italienische“ alles an Temperament, lichter Klarheit und Melodienseligkeit vereint, was man gemeinhin mit Italien verbindet.

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