Russisch-Deutsche MusikAkademie

© Russisch-Deutsche MusikAkademie

Die Russisch-Deutsche MusikAkademie ist aus einer Initiative von jungen Musikstudierenden aus Russland und Deutschland hervorgegangen. Die Akademie ist ein offenes Forum, Ausdruck eines zivilbürgerlichen Engagements junger Musiker und der Verständigung auf der Grundlage von Begegnungen und Austausch. So fanden seit der Gründung mehrere Kammermusikprojekte in Verbindung mit bedeutenden Musikfestivals statt: so beim Beethovenfest in Bonn, dem Tschaikowski Festival in Klin und Ekaterinburg, den Kasseler Musiktagen, dem Diaghilev Festival in Perm, bei MPHIL 360 im Münchener Gasteig, dem Kissinger Sommer sowie dem Festival Stars of the White Nights in St. Petersburg. Im Mai 2015 wurde das Orchester der Russisch-Deutschen MusikAkademie gegründet, welches im Laufe der letzten sechs Jahre regelmäßig unter der Leitung von Valery Gergiev mit Konzerten in Moskau, St. Petersburg und Berlin aufgetreten ist. Arbeitsort und Zentrum der Akademie ist das Mariinsky-Theater in St.Petersburg. Maestro Valery Gergiev, Intendant und Chefdirigent des Mariinsky-Theaters in St. Petersburg, ist seit der Gründung 2013 künstlerischer Leiter der Musikakademie.

www.rccr-projects.de

Russland/Deutschland
12. August 2021 20:00

Konzerthaus, Berlin

Stephan Koncz

© Stephan Koncz

Stephan Koncz stammt aus einer österreichisch-ungarischen Musikerfamilie und tritt als Solist, Kammermusiker, Dirigent, Komponist/Arrangeur und Mitglied der Berliner Philharmoniker auf. Als Cellist und Dirigent konzertierte er mit Orchestern wie dem Philharmonia Orchestra (London), der Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern, dem Münchner Rundfunkorchester und den Münchner Symphonikern. Als Kammermusiker konzertiert er unter anderem mit Leonidas Kavakos, Lisa Batiashvili, Janine Jansen, Ray Chen, Antoine Tamestit, Nils Mönkemeyer, Gautier Capuçon, Gerald Finley, Thomas Hampson, Anna Prohaska, Rudolf Buchbinder, Avi Avital, Emmanuel Pahud und Andreas Ottensamer. Stephan Koncz ist Mitglied bei den 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker und Cellist des Kult-Ensembles „Philharmonix”. Sein starkes Interesse gilt auch dem Arrangieren und Komponieren. So wurden viele seiner Arrangements auf Alben bei der Deutschen Grammophon und bei Sony Classical Music aufgenommen und u. a. von den Berliner Philharmonikern, Mariss Jansons, Lisa Batiashvili, Kian Soltani, Andreas Ottensamer, Yannick Nézet-Séguin, Leonidas Kavakos, Ray Chen, Rotterdam Philharmonic Orchestra, The Royal Flemish Philharmonic Orchestra, Thomas Hampson, Nils Mönkemeyer, Emmanuel Pahud und Renaud Capuçon aufgeführt.

Dirigent

Sergei Redkin

Sergei Redkin erhielt im Alter von sechs Jahren Unterricht an der Staatlichen Musik- und Theaterakademie von Krasnojarsk. Ab 2004 studierte er am Sankt Petersburger Konservatorium, zunächst an der Spezial-Musikschule und von 2009 bis 2015 regulär Klavier bei Alexander Sandler und Komposition bei Alexander Mnazakanjan. Außerdem absolvierte er Studien an der International Piano Academy Lake Como unter anderem bei Dmitri Bashkirow, Peter Frankl und Fou Ts’ong. Redkin ist Preisträger zahlreicher internationaler Wettbewerbe. Darunter sind der Paderewsky-Wettbewerb in Polen (2010), der Maj Lind-Klavierwettbewerb in Helsinki (2012) und der Prokofjev-Klavierwettbewerb in Sankt Petersburg (2013). 2015 gewann er den 3. Preis beim Internationalen Tschaikowski-Wettbewerb in Moskau. 2017 wurde er beim Kissinger Klavierolymp mit dem 2. Preis ausgezeichnet. 2021 gewann Sergej Redkin den 2. Preis beim Queen-Elisabeth-Wettbewerb in Brüssel. Sergej Redkin trat weltweit mit verschiedenen Orchestern auf, darunter 2016 in Paris, New York und Mexiko sowie 2017 beim Lucerne Festival, jeweils mit dem Orchester des Mariinsky-Theaters unter Valery Gergiev.

Klavier

Peter Dörpinghaus

© Uwe Arens

Wenn ein Kind in Wipperfürth im Bergischen Land zur Welt kommt, ist es in den meisten Fällen ein fantastischer Blechbläser. Bei Peter Dörpinghaus (*1990) trifft dies auf jeden Fall zu, aber auch noch mehr: Er improvisiert, arrangiert, komponiert und ist nebenbei für die gute Stimmung im Ensemble zuständig. Im Alter von vier Jahren startete er seine Trompetenkarriere. Zu seinen Lehrern zählten u.a. Matthias Wagemann, Martin Wagemann und Mathias Müller. Bei Uwe Köller absolvierte er an der Folkwang-Hochschule Essen ein Jungstudium, bevor er 2010 sein Bachelorstudium bei Jeroen Berwaerts an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover begann. Er ist mehrfacher 1. Bundespreisträger bei Jugend musiziert und war Mitglied im Bundesjugendorchester. Nach einer zweijährigen Akademie bei den Bamberger Symphonikern übernahm Peter Dörpinghaus in der Saison 2013/14 die Position des Solotrompeters an der Hamburgischen Staatsoper. Anfang 2015 erhielt er einen 3. Preis beim Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Hochschul-Wettbewerb und ein Stipendium der Yamaha Music Foundation of Europe. Seit Beginn 2016 ist er Solotrompeter am Konzerthaus Berlin. Als Gründungsmitglied des Quintetts ist Peter Dörpinghaus seit 2007 bei Salaputia Brass.

Trompete

Tobias Feldmann

Der deutsche Geiger Tobias Feldmann zählt zu den hochkarätigsten Musikerpersönlichkeiten seiner Generation. Er ist bekannt für seine facettenreichen Darbietungen von überwältigender Virtuosität, fesselnder Bühnenpräsenz und emotionaler Tiefe. Seine musikalische Neugier zeigt sich nicht zuletzt in seinem breitgefächerten Repertoire, das von den Konzerten von Beethoven, Mozart, Brahms oder Tschaikowsky über Mieczysław Weinberg, Franz Clement bis hin zu Werken von Einojuhani Rautavaara und Isang Yun reicht. Ausgezeichnet u.a. beim Königin Elisabeth Wettbewerb 2015, beim Internationalen Joseph Joachim Violinwettbewerb Hannover und als Gewinner des deutschen Musikwettbewerbs 2012 erlangt seine Karriere seither internationale Reichweite und Anerkennung. 2018 wurde er mit nur 26 Jahren auf eine Professur an die Hochschule für Musik Würzburg berufen. Tobias Feldmann spielt auf einer Violine von Nicolò Gagliano (Neapel, 1769).

Violine

Rimma Benyumova

Die neu ernannte Konzertmeisterin der Staatskapelle Berlin, Rimma Benyumova, genießt einen internationalen Ruf als herausragende und versierte junge Violinistin. 1993 in Sibirien geboren, wuchs Rimma Benyumova in einer musikalischen Familie auf und begann im Alter von fünf Jahren Violine zu spielen. Sie nahm Unterricht bei ihrem Vater in ihrer Heimatstadt Krasnojarsk und setzte ihr Studium in Berlin bei Ulf Wallin an der Hochschule für Musik Hanns Eisler fort. Rimma Benyumova ist mehrfache Preisträgerin internationaler Violinwettbewerbe, u.a. der V. Tretykov, Schoenfeld, D.Oistrakh und Anton Rubinstein Wettbewerbe. Sie ist als Solistin u.a. mit den Münchener Symphonikern, dem Orchester „I Pomeriggi Musicali“ Milano, den Philharmonischen Orchestern in Opole, Poznan, Krakau, dem Russischen Staatssymphonie Orchester, dem Harbin Symphony Orchestra, den Moskauer „Virtuosi“ aufgetreten. Sie konzertierte bereits im Rahmen zahlreicher international renommierter Festivals und Konzertsälen, wie unter anderem der Carnegie Hall in New York, der Berliner Philharmonie, dem internationalen Moskauer Performing Arts Center, der Zaryadye Hall, dem Teatro del Vermo in Mailand, dem Piano Salon Christophori, im Schloss Bellevue Berlin zu Ehren des deutschen Bundespräsidenten Joachim Gauck und vielen mehr. Rimma Benyumova spielt auf einer Violine von Camillus Camilli (Mantua, 1741), die ihr großzügig zur Verfügung gestellt wird.

Violine

Sarina Zickgraf

© Clara Evans

Sarina Zickgraf, geboren 1991 in Freiburg, wurde bereits mit 4 Jahren in die Freiburger Pflüger-Stiftung zur Förderung junger Geigentalente aufgenommen. Unterricht erhielt sie dort bei Keiko Skiba, Wolfgang Marschner und Rainer Kussmaul. Ihr Studium begann sie bei Wolfram Christ an der Freiburger Musikhochschule und beendete es bei Tabea Zimmermann an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin. Ferner nahm sie an zahlreichen Meisterkursen wie der Gustav-Mahler-Akademie Bozen, der Internationalen Sommerakademie des Mozarteums Salzburg oder dem International Musicians Seminar in Prussia Cove teil, wo sie mit Wilfried Strehle, Yuri Bashmet, Nobuko Imai, Hariolf Schlichtig, Antoine Tamestit und Lars Anders Tomter arbeitete. Sarina Zickgraf ist seit 2013 Stipendiatin der Stiftung Villa Musica Rheinland-Pfalz, welche sie mit dem Förderpreis „Stipendiatin des Jahres 2016“ bedachte. Gemeinsam mit Verena Chen und Indira Rahmatulla gründete sie 2014 das Trio Arev, mit dem sie unter anderem beim Schleswig-Holstein Festival auftritt.

Viola

Muriel Razavi

© Adam Markowski

Die 1992 in Freiburg geborene Bratschistin mit amerikanischen und persischen Wurzeln ist eine viel gefragte Musikerin im Bereich der Kammermusik, Barockmusik und der Neuen Musik. Die Gewinnerin etlicher internationaler Wettbewerbe konzertierte bei namhaften Festivals, wie der Seiji Ozawa International Academy Switzerland, der internationalen Kammermusik-Akademie des Heidelberger Frühlings, dem Schleswig-Holstein Festival, dem Mecklenburg-Vorpommern Festival, dem Rheingau Musikfestival, dem Stavelot Festival in Belgien, dem Yeosu Festival in Südkorea und dem Semanas Musicales de Frutillar in Chile, wo sie auch einen Meisterkurs gab. Mit dem Metamorphosen Kammerorchester unter der Leitung von Wolfgang Emanuel Schmidt nahm sie für Sony Classical auf. Muriel Razavi schloss ihr Masterstudium bei Wilfried Strehle an der Universität der Künste in Berlin mit Bestnote ab. Zuvor studierte sie bei Tabea Zimmermann in Berlin, Nils Mönkemeyer in München und Tatjana Masurenko in Leipzig und erhielt weitere musikalische Impulse bei internationalen Meisterkursen bei Rainer Kussmaul, Hatto Beyerle, Wolfram Christ, Thomas Riebl, Jean Sulem und Nobuko Imai.

Viola

Martin Leo Schmidt

Martin Leo Schmidt wurde in Hamburg geboren und war Jungstudent bei Clemens Malich an der Hochschule für Musik und Theater seiner Heimatstadt. Anschließend studierte er in Wien bei Heinrich Schiff und Reinhard Latzko und in Berlin bei Julian Steckel. Er war Solocellist im Bundesjugendorchester, 2013 wurde er Mitglied im Orchestra Mozart Bologna von Claudio Abbado und spielte in den folgenden Jahren im Mahler Chamber Orchestra. Nach einer Saison im Konzerthausorchester Berlin und anschließend einem Jahr im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks trat er 2019 eine Stelle als Cellist im WDR Symphonieorchester an.

Violoncello

Alexander Kovalev

Der Solo-Cellist der Staatskapelle Berlin Alexander Kovalev ist auch ein begeisterter Kammermusiker. Während seiner Karriere spielte er bei einigen der renommiertesten Festivals wie dem Euregio Musikfestival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem Yellow Barn Festival, dem Tsinandali Festival, Krzyżowa-Music und der Verbier Festival Academy, wo er den Preis der Neva Foundation erhielt. Er arbeitete mit renommierten Musikern wie Martha Argerich, Daniel Barenboim, Patricia Kopatchinskaja, Roger Tapping, Nils Mönkemeyer, Fazil Say, Mihaela Martin und Natasha Brofsky zusammen. Auf Einladung von Daniel Barenboim wurde Alexander Kovalev auch Mitglied des Boulez Ensembles und hatte dabei Gelegenheit, mit Künstlern wie Lahav Shani, Matthias Pintscher, Jörg Widmann und Pablo Heras-Casado zusammenzuarbeiten. Alexander Kovalev wurde 1992 in eine Musikerfamilie in Moskau geboren. Er begann sein Musikstudium an der angesehenen Zentralen Musikschule des Moskauer Tschaikowsky-Konservatoriums. Nach seinem Abschluss an der Musikhochschule Düsseldorf und der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin absolviert er derzeit seinen Master an der Universität der Künste Berlin bei Jens Peter Maintz.

Violoncello

Nikolaus Rexroth

Moderation und Klavier

PJOTR I. TSCHAIKOWSKI

Streichsextett d-Moll „Souvenir de Florence“ op. 70 (1890)

ALEKSANDER KHUBEEV

„Game over“ für zwei Streichquartette und Klavier (2016, Deutsche Erstaufführung)

DMITRI SCHOSTAKOWITSCH

Klavierkonzert Nr. 1 für Klavier, Trompete und Streichorchester c-Moll op. 35 (1933)

PROGRAMM

Russische Musik und russische Künstler dürfen beim Festival Young Euro Classic nicht fehlen! Als pandemiebedingte Alternative für das Chelyabinsk Symphony Orchestra bestreitet nun die Russisch-Deutsche MusikAkademie ein Konzert, das zwei höchst beliebte Werke des russischen Repertoires bietet, dazu als Deutsche Erstaufführung ein Werk des bei vielen internationalen Festivals ausgezeichneten Komponisten Aleksander Khubeev. In der Russisch-Deutschen MusikAkademie treffen sich seit 2012 junge russische und deutsche Musikerinnen und Musiker zu ausgewählten Projekten, die als Brückenschlag zwischen beiden Ländern angelegt sind. Beim Konzert von Young Euro Classic macht das Streichsextett Souvenir de Florence den Anfang, dem Tschaikowski nur eine kleine italienische Note, ansonsten aber einen durch und durch russischen Charakter gab. Danach verbinden sich zwei Streichquartette und Klavier zu Khubeevs Game Over; den brillanten Abschluss bietet das temperamentsprühende erste Klavierkonzert des 27-jährigen Schostakowitsch, bei dem eine Solotrompete für das Salz in der musikalischen Suppe sorgt.

Musiker_innen der Russisch-Deutschen MusikAkademie bei Young Euro Classic 2021

Rimma Benyumova, Andreas Feldmann, Johanna Schreiber, Emilija Kortus, Lilia Pocitari, Sophia Heinz, David Malaev, Sarina Zickgraf, Muriel Razavi, Misha Balan-Dorfman, Martin Leo Schmidt, Alexander Kovalev, Tamir Chuzhoy

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Hören Sie die Episode „Die deutsche und russische Musiktradition haben sich immer gegenseitig inspiriert” hier:

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