Bundesjugendorchester

© Tom Wassenberg

Wenn es um neue Programmideen und spannende Konzertprojekte geht, hat das Bundesjugendorchester (BJO) stets die Nase vorn. Auch bei Young Euro Classic, wo das Bundesjugendorchester seit dem ersten Festivaljahr zu den unverzichtbaren Stammgästen gehört, reicht die Palette ungewöhnlicher Konzerte von Auftritten mit dem Bundesjugendballett bis zum Programm im vergangenen Jahr mit Filmmusik von der Stummfilmzeit bis heute. Entscheidend ist die Vielseitigkeit: Unter dem Motto „Spielen. Fördern. Begeistern“ treffen sich die jungen Musiker im Alter von 14-19 Jahren, zumeist Erste Preisträger des Wettbewerbs Jugend musiziert, mehrmals pro Jahr zu intensiven Arbeitsphasen. Dabei erarbeiten sie Kompositionen aus allen Epochen, auch zeitgenössische Werke sowie Uraufführungen gehören zum festen Bestandteil der Programme. Seit langem zählt das Bundesjugendorchester zu einem der wichtigsten Kulturbotschafter Deutschlands, wie jüngste Reisen nach Rumänien und China (2015) oder Mexiko (2016) zeigen. Seit 2013 unterstützen die Berliner Philharmoniker als Patenorchester das Bundesjugendorchester durch gemeinsame Proben, Meisterkurse und Konzerte.

www.bundesjugendorchester.de

Deutschland
04. August 2018 20:00

Konzerthaus, Berlin

Oliver Mommsen
Pate des Abends
Elias Grandy

© Felix Broede

Vielseitig und umtriebig ist der aus München stammende Dirigent Elias Grandy. Vor drei Jahren trat er sein Amt als Generalmusikdirektor am Theater Heidelberg an, wo er seinen Vertrag inzwischen bis 2021 verlängert hat. Ein zweites Standbein hat der 37-Jährige mit der ARTE-Sendung „Stars von morgen“, wo der Dirigent regelmäßig an der Seite des Moderators Rolando Villazón für den orchestralen Teil zuständig ist. Ursprünglich wurde Grandy als Cellist ausgebildet; über das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks kam er 2007 als Stellvertretender Solocellist an die Komische Oper Berlin. 2011 feierte er sein Operndebüt an der Kammerakademie Rheinsberg mit Grétrys Oper Das Urteil des Midas; im gleichen Jahr wechselte er als 1. Kapellmeister nach Darmstadt. In Heidelberg steht der Dirigent in der kommenden Spielzeit unter anderem bei den Premieren von Mozarts Don Giovanni und Gounods Faust sowie bei mehreren Symphoniekonzerten am Pult. Am Pult des Bundesjugendorchsters ist Elias Grandy für den erkrankten Mario Venzago eingesprungen und dirigiert das Nationale Jugendorchester Deutschlands zum ersten Mal.

www.eliasgrandy.net

 

Dirigent
Gerhild Romberger

© Rosa Frank

Die aus dem emsländischen Sögel stammende Mezzosopranistin Gerhild Romberger gehört zu den wenigen Sängerinnen, die sich ganz auf das Konzert- und Liedrepertoire konzentriert. In diesem Bereich gehört sie zu den gefragtesten Stimmen ihrer Generation; ihr Repertoire reicht von den Werken Bachs und Händels über die großen Oratorienpartien und Mahler-Lieder bis hin zu Wolfgang Rihm. „Gerhild Romberger singt und die Zeit bleibt stehen“, schwärmte die Süddeutsche Zeitung. Dabei sang sie unter prominenten Dirigenten wie Herbert Blomstedt, Riccardo Chailly, Gustavo Dudamel, Philippe Herreweghe und Mariss Jansons; unter Iván Fischer war die Mezzosopranistin im Dezember 2017 Solistin in Mahlers Lied von der Erde im Konzerthaus Berlin. Für ihre Aufnahme von Mahler-Liedern mit dem Pianisten Alfredo Perl wurde Gerhild Romberger 2017 mit dem Echo Klassik ausgezeichnet. Seit 2003 hat sie eine Professur an der Musikhochschule Detmold.

 

 

Mezzosopran 

ANTON BRUCKNER

Ouvertüre g-Moll (1863)

OLIVER MESSIAEN

„L’Ascension“ („Die Himmelfahrt“), Vier Symphonische Meditationen für Orchester (1934)

GUSTAV MAHLER

„Kindertotenlieder“ (1905)

PAUL HINDEMITH

Symphonie „Mathis der Maler“ (1934)

19:00 Uhr: Konzerteinführung mit Dieter Rexroth im Werner-Otto-Saal
Einlass mit Konzertticket um 18:45 Uhr

PROGRAMM

Das Bundesjugendorchester, seit Jahren Stammgast bei Young Euro Classic, versteht es immer wieder, sein Publikum zu überraschen. Im letzten Jahr brachte das Bundesjugendorchester spektakuläre Beispiele aus der Geschichte der Filmmusik mit nach Berlin. In diesem Jahr dagegen gibt sich das Orchester, in dem die besten Musiktalente Deutschlands zusammen spielen, ganz anders: tiefgründig, streng, nachdenklich. Der Franzose Olivier Messiaen, ein tiefgläubiger Katholik, hat sich 1934 vom Thema „Himmelfahrt“ zu vier klangschillernden Meditationen inspirieren lassen. Gustav Mahler fand 1904 in seinen fünf Kindertotenliedern nach Gedichten von Friedrich Rückert ergreifende Töne der Klage. Und Paul Hindemith wählte den Maler Mathias Grünewald, um dessen berühmten Isenheimer Altar in seiner Symphonie Mathis der Maler zu spiegeln. Ein Programm, das neugierig macht – man darf sicher sein, dass sich auch das Bundesjugendorchester dieser besonderen Herausforderung mit großer Neugier stellen wird!

Mitschnitt

Das Konzert wird von kulturradio vom rbb (UKW 92,4 und Kabel 95,35) mitgeschnitten; Ausstrahlung im Rahmen des ARD Radiofestivals.

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