Bundesjugendorchester

© Selina Pfrüner

2019 wurden sie 50, aber von nachlassender Energie und Kreativität kann keine Rede sein: Wenn es um neue Programmideen und spannende Konzertprojekte geht, hat das Bundesjugendorchester (BJO) stets die Nase vorn. Auch bei Young Euro Classic, wo das BJO seit dem ersten Festivaljahr zu den unverzichtbaren Stammgästen gehört, reicht die Palette ungewöhnlicher Konzerte von Auftritten mit dem Bundesjugendballett bis zu Filmmusik von der Stummfilmzeit bis heute. Entscheidend ist die Vielseitigkeit: Unter dem Motto „Spielen. Fördern. Begeistern“ treffen sich die jungen Musiker_innen zwischen 14 und 19 Jahren, zumeist Erste Preisträger des Wettbewerbs Jugend musiziert, mehrmals pro Jahr zu intensiven Arbeitsphasen. Dabei erarbeiten sie Kompositionen aus allen Epochen, auch zeitgenössische Werke sowie Uraufführungen gehören zum festen Bestandteil der Programme. Seit langem zählt das Bundesjugendorchester zu einem der wichtigsten Kulturbotschafter Deutschlands, wie jüngste Reisen in die Ukraine (2017), nach Indien (2018) und Südafrika (2019) zeigen. Seit 2013 unterstützen die Berliner Philharmoniker als Patenorchester das Bundesjugendorchester durch gemeinsame Proben, Meisterkurse und Konzerte.

www.bundesjugendorchester.de

Deutschland
06. August 2022 20:00 Uhr

Konzerthaus, Berlin

Marc Albrecht

© Marco Borggreve

„Marc Albrecht lässt die Musik strömen, fließen, tanzclubreif swingen, verführerisch funkeln und wagnerisch im XXL-Format schwelgen: Zwölftonmusik als sinnliches Klangerlebnis.“ So urteilte ein Kritiker über Albrechts Leitung von Alban Bergs Lulu. Der 1964 in Hannover als Sohn des Dirigenten George Alexander Albrecht geborene Musiker startete seine Karriere als Korrepetitor in Wien und Berlin, baute an der Seite von Claudio Abbado das Gustav Mahler Jugendorchester auf und wurde mit nur 30 Jahren Generalmusikdirektor in Darmstadt. 2009-20 wirkte er als Chef der Nationaloper in Amsterdam. Neben dem Kernrepertoire machte sich Albrecht mit Opern so unterschiedlicher Komponisten wie Berlioz und Messiaen, Strawinsky, Zemlinsky, Trojahn und Henze einen Namen. An der Deutschen Oper Berlin leitete er 2019 die gefeierte Wiederentdeckung der Korngold-Oper Das Wunder der Heliane; 2021 wurde er als „Dirigent des Jahres“ mit dem Opus Klassik ausgezeichnet. Im sinfonischen Bereich nahm Albrecht mit dem Netherlands Philharmonic Orchestra Kompositionen von Schumann über Dvořák bis zu Korngold, Ravel, Dukas, Koechlin, Mahler und Berg auf.

www.marcalbrecht.website

Dirigent

Antje Weithaas

© Giorgia Bertazzi

Die Geigerin Antje Weithaas zählt seit mehr als 20 Jahren zu den interessantesten musikalischen Persönlichkeiten Deutschlands. Geboren im brandenburgischen Guben, studierte sie an der Hochschule Hanns Eisler Berlin, wo sie inzwischen seit 2004 als hochgeschätzte Professorin aktiv ist. Darüber hinaus verfolgt Antje Weithaas eine intensive Tätigkeit als Solistin und Kammermusikerin. Neben den Klassikern von Mozart, Beethoven und Mendelssohn zählen auch Solokonzerte von Karl Amadeus Hartmann, Othmar Schoeck, György Ligeti und Jörg Widmann zu ihrem Repertoire. In ihrer Diskographie besonders erwähnenswert ist die Gesamtaufnahme aller Violinwerke von Max Bruch, außerdem die Aufnahme aller Solosonaten von Johann Sebastian Bach und Eugène Ysaÿe.  Einen Schwerpunkt ihrer kammermusikalischen Arbeit bildet für Antje Weithaas das Arcanto Quartett mit Daniel Sepec, Tabea Zimmermann und Jean-Guihen Queyras, mit dem sie Kompositionen von Bartók, Brahms, Ravel, Dutilleux und Debussy aufgenommen hat. Regelmäßig leitet die Geigerin auch Werke vom Pult der Konzertmeisterin aus, so bei Symphonien Beethovens.

www.antje-weithaas.de

Violine

Maximilian Hornung

© Marco Borggreve

Der gebürtige Augsburger Maximilian Hornung hat sich in den letzten Jahren zu einem der führenden Cellisten der jungen Generation entwickelt. Inzwischen ist der 36-Jährige regelmäßiger Gast bei den Festivals in Salzburg, Verbier, Schleswig-Holstein, Ravinia und Lockenhaus. Zu den Dirigenten, mit denen er musiziert hat, zählen Bernard Haitink, Mariss Jansons und Esa-Pekka Salonen ebenso wie Daniel Harding, Robin Ticciati und Jonathan Nott. In seiner vielseitigen Diskografie ragen die Cello-Werke von Richard Strauss (mit dem Orchester des Bayrischen Rundfunks) und die Konzerte von Joseph Haydn (mit der Kammerakademie Potsdam unter Antonello Manacorda) heraus. Mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin spielte Hornung das zweite Konzert von Schostakowitsch und das erste Konzert von Sulkan Tsintsadze ein. Zu seinem Repertoire zählen auch Raritäten wie die Solokonzerte von Arthur Honegger, Victor Herbert und Mieczysław Weinberg. Besondere Förderung erhielt der Cellist durch Anne-Sophie Mutter, mit der er weiterhin, gemeinsam mit dem Pianisten Lambert Orkis, als Klaviertrio auftritt.

www.maximilianhornung.com

Violoncello

JOHANNES BRAHMS

Doppelkonzert für Violine, Violoncello und Orchester a-Moll op. 102 (1878-1879)

GUSTAV MAHLER

Symphonie Nr. 1 D-Dur (1885-1888)

Über das Konzert

Vorstellen muss man dem Publikum von Young Euro Classic das Bundesjugendorchester nicht mehr! Seit Anbeginn ist es dabei und überrascht immer wieder mit unvorhergesehenen Programmen. Mal setzen sie experimentelle, mal völkerverbindende Schwerpunkte. Dann wieder präsentieren sie sich wieder geradlinig und ernsthaft, als wollten die jungen Musiker_innen beweisen, dass sie natürlich auch im „klassischen“ Repertoire brillieren können. So war es im letzten Jahr, als das BJO mit einer fulminanten Interpretation von Dvořáks Neunter Hochspannung im Konzerthaus am Gendarmenmarkt erzeugte. Und so dürfte es auch in diesem Sommer sein, wenn die Jugendlichen sich Mahlers Erste aufs Pult legen. Im ersten Teil des Konzerts ist das Doppelkonzert von Johannes Brahms zu erleben – mit einem eingespielten Duo aus der hochgeschätzten Berliner Geigerin Antje Weithaas und dem vielgelobten bayrischen Cellisten Maximilian Hornung. Die Leitung am Pult liegt in den international erfahrenen Händen von Marc Albrecht.

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