Bundesjugendorchester

© Selina Pfruener

Im vergangenen Jahr wurden sie 50, aber von nachlassender Energie und Kreativität kann keine Rede sein: Wenn es um neue Programmideen und spannende Konzertprojekte geht, hat das Bundesjugendorchester (BJO) stets die Nase vorn. Auch bei Young Euro Classic, wo das BJO seit dem ersten Festivaljahr zu den unverzichtbaren Stammgästen gehört, reicht die Palette ungewöhnlicher Konzerte von Auftritten mit dem Bundesjugendballett bis zu Filmmusik von der Stummfilmzeit bis heute. Entscheidend ist die Vielseitigkeit: Unter dem Motto „Spielen. Fördern. Begeistern“ treffen sich die jungen Musiker zwischen 14 und 19 Jahren, zumeist Erste Preisträger des Wettbewerbs Jugend musiziert, mehrmals pro Jahr zu intensiven Arbeitsphasen. Dabei erarbeiten sie Kompositionen aus allen Epochen, auch zeitgenössische Werke sowie Uraufführungen gehören zum festen Bestandteil der Programme. Seit langem zählt das BJO zu einem der wichtigsten Kulturbotschafter Deutschlands, wie jüngste Reisen in die Ukraine (2017), nach Indien (2018) und Südafrika (2019) zeigen. Seit 2013 unterstützen die Berliner Philharmoniker als Patenorchester das BJO durch gemeinsame Proben, Meisterkurse und Konzerte.

www.bundesjugendorchester.de

Deutschland
06. August 2021 20:00

Konzerthaus, Berlin

Elias Grandy

© Felix Broede

2015 war für Elias Grandy ein ganz entscheidendes Jahr: Damals gewann er den Internationalen Dirigentenwettbewerb „Sir Georg Solti“ in Frankfurt, der ihm die Türen für eine erfolgversprechende Karriere weit öffnete. Zum anderen wurde der damals 34-Jährige zum neuen Generalmusikdirektor der Oper Heidelberg ernannt – ein Amt, das er noch immer bekleidet. Ursprünglich wurde der gebürtige Münchner als Cellist ausgebildet; über das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks kam er 2007 als Stellvertretender Solocellist an die Komische Oper Berlin. 2011 feierte er sein Operndebüt an der Kammerakademie Rheinsberg mit Grétrys Oper Das Urteil des Midas. An seinem Heidelberger Haus leitete Grandy zuletzt Premieren von Verdis Rigoletto, Puccinis Madama Butterfly und Janáceks Katja Kabanova; an der Oper Frankfurt dirigierte er Romeo und Julia auf dem Dorfe von Frederick Delius. Einladungen führten Grandy auch nach Japan und in die USA.

www.eliasgrandy.com

Dirigent

LUDWIG VAN BEETHOVEN

„Leonoren“-Ouvertüre Nr. 3 op. 72 (1806)

EINOJUHANI RAUTAVAARA

„A Requiem in Our Time“ op. 3 (1953)

ANTONÍN DVOŘÁK

Symphonie Nr. 9 e-Moll op. 95 „Aus der neuen Welt" (1893)

PROGRAMM

Dass Experimentierfreude eines seiner hervorstechenden Merkmale ist, hat das Bundesjugendorchester mehr als einmal bei seinen Auftritten im Konzerthaus Berlin bewiesen. Aber es kann auch sehr ernsthaft, klassisch-symphonisch, wie es zuletzt 2019 mit der Zweiten von Brahms bewiesen hat. Denn auch hier mischt sich das brillante Können der versammelten Bundespreisträger Jugend musiziert mit jugendlicher Begeisterungsfähigkeit. Insofern darf man sehr gespannt sein, was die Musikerinnen und Musiker vom BJO in diesem Sommer aus Dvořáks populärer Neunter, der Symphonie „Aus der Neuen Welt“, herauslesen werden. Nicht minder berühmt ist Beethovens dritte Leonoren-Ouvertüre, mit der das Konzert eröffnet wird; als drittes Werk gibt es dagegen eine echte Rarität, A Requiem in Our Time des damals 25-jährigen Finnen Einojuhani Rautavaara, das nicht nur wegen seiner ungewöhnlichen Besetzung für Blechbläser und Percussion den jungen Komponisten 1953 schlagartig bekannt gemacht hat.

Kein Benutzerkonto? Kein Problem!

Hören Sie die Episode „Es braucht ein Stück, das die Spielfreude hervorlockt” hier:

Patin des Abends: Julika Jenkins

Mitschnitt

Das Konzert wird von Deutschlandfunk Kultur aufgezeichnet und am 10.08.2021 um 20:03 h bundesweit gesendet – über UKW, DAB+, Kabel, online und App.

Das Konzert wird auf ARTE CONCERT gestreamt und ist ab 10.08.2021 im REPLAY verfügbar: arteconcert.com

Bildergalerie

Contact Us

We're not around right now. But you can send us an email and we'll get back to you, asap.