Berlin

Jazz-Institut Berlin – JIB
Ein Ziel der Arbeit im JIB ist die Wegfindung zur eigenen künstlerischen Identität in Verbindung mit dem Berufsbild des professionellen Jazzmusikers.
Jazz, verstanden als eine der künstlerischen Ausdrucksformen des 20. und 21. Jahrhunderts, hat in Zeiten des Aufbruchs stets eine tragende Funktion und bedeutet immer auch die Suche nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten, Ausbruch aus der Tradition und Provokation – eng verbunden mit gesellschaftlicher Reflexion.
Effektive internationale Vernetzung soll den Studierenden neben essentiellen musikalischen Erfahrungen unterschiedlichster landestypischer Prägung vor allem auch langfristig wichtige Anknüpfungspunkte nach dem Verlassen des Institutes bieten.
Netzbasierte Lern- und Wissensplattformen sowie die Förderung und Anwendung aktueller Technologien sind im JIB eine Selbstverständlichkeit.
Das JIB möchte individuelle Freiräume schaffen, die einen regen Austausch an Ideen und Standpunkten ermöglichen.“
jib-berlin.de

1920 – 2020 Kaleidoskop
07. August 2020 20:00

Konzerthaus, Berlin

Wieland Welzel (Berliner Philharmoniker)

© Johann Sebastian Hänel

Wieland Welzels zutiefst musikalische Seele will und kann sich nicht auf eine einzige Musikrichtung festlegen lassen. Trotzdem der gebürtige Lübecker (*1972) seit 1997 als Solopauker bei den Berliner Philharmonikern verpflichtet ist und als einer der weltweit gefragtesten Pädagogen in diesem Fach gilt, versteht er sich selbst zunächst einmal grundlegend als Musiker, ungeachtet der verschiedenen Genres und Instrumente. Nach dem er im Alter von 5 Jahren die ersten Klavierstunden durch seinen Vater erhielt, begann er im Alter von 7 Jahren davon zu träumen, ein Big Band Drummer zu werden. Zunächst noch auf Sofarollen, Waschpulvertrommeln, Blechdosen und Deckeln, erhielt er mit 9 Jahren den ersten klassischen Schlagzeugunterricht. Einem Ersten Preis beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ folgten Mitgliedschaften im Bundesjugendorchester sowie dem European Union Youth Orchestra, bevor er letztendlich als Solopauker der Berliner Philharmoniker der Drummer einer ganz anderen Art Big Band wurde. 

Seine Leidenschaft für den Jazz und Swing ist nach wie vor tief verankerter Bestandteil seines musikalischen Pulsschlags. Ob an den Pauken mit dem weltberühmten Orchester der Berliner Philharmoniker oder bei Projekten mit Jazzmusikern wie Peter Erskine, Nils Landgren und Wolfgang Haffner, im Ensemble mit seinen Schlagzeugkollegen des Orchesters, oder aber in seinem Duo „Reunion“ mit Pianist Jacques Ammon– beseelt Musik machen zu dürfen, sich mit Jung und Alt in aller Welt musikalisch austauschen zu dürfen, ist das Elixier, das ihn immer neugierig und kreativ bleiben lässt.

Künstlerische Leitung und Arrangements, Drums
Uri Gincel

Name: Uri Gincel
Geburtsland: Israel, Tel-Aviv
Instrument: Klavier

Die wichtigste Lektion, die ich in meiner Musikkarriere gelernt habe: Brutale Aufrichtigkeit und Selbstreflexion.

Diese 3 Dinge haben mich durch den Lockdown gebracht: Klavier, Katze und Bücher.

www.gincel.com

Der israelische Pianist Uri Gincel kam 2009 nach Berlin, wo er nach kurzer Zeit mit dem dänischen Bassisten Andreas Lang und dem deutschen Schlagzeuger Moritz Baumgärtner das Uri Gincel Trio gründete. Ausgehend von alten Jazzstandards und dem klassischen Klaviertrio Sound, gehen die drei auf die Suche nach neuen Formen, Klängen und Farben. Mit gegenseitigem Vertrauen, großer Spielfreude, stets bereit zu riskieren, aber nie das Zentrum ihrer gemeinsamen Sprache verlierend, kreiert das Uri Gincel Trio eine intensive, facettenreiche musikalische Welt aus Improvisation, Sound und Traditionen.

Das Uri Gincel Trio gehört also gewiss zu den Formationen, welche die Idee des Jazz unaufhörlich frisch erhalten.“ Barbara Ruda, Badische Zeitung 

 

Klavier
Paul Kleber

Name: Paul Kleber
Instrument: Kontrabass

Diese drei Dinge haben mich durch den Lockdown gebracht:
Die Herausforderung war für mich, den Tagen trotz des Lockdowns eine Struktur zu geben. Dabei hat es mir geholfen
1) zu Üben 2) Sport zu treiben 3) regelmäßig zu essen & das ganze mit Filmen und Serien aufzulockern, sodass sich ein entspannter Tagesrhytmus ergeben hat.

Kontrabass

Künstlerinnen und Künstler des Jazz-Instituts Berlin:

Sophie Lindmüller

Name: Sophie Lindmüller
Geburtsland: Deutschland
Instrument: Gesang (, Klavier)
Meine Lehrer*in: Judy Niemack, Celine Rudolph, Greg Cohen, Tino Derado, Eleanor Forbes (Jazz-Institute Berlin)

Die wichtigste Lektion in meiner Musikkarriere: Es gibt so viele und es hört nie auf! Aber eine war sicherlich, dass irgendwer immer besser ist in irgendwas. Also sing und komponiere für dich und für deinen Klang, genau das, was dir gut tut. Vergiss niemals, dass die Musik in dir etwas bewegen soll, nicht umgekehrt!

Der Auftritt meiner Träume wäre eine Welttournee (um die mit der kitschigen Antwort zu sein).

Diese 3 Dinge haben mich durch den Lockdown gebracht: Ich hatte endlich Zeit für meine liebste Art der Meditation, das Kochen. Zum Glück hatte ich außerdem meinen Hund; ihn auszuführen hat mich auch runtergebracht. Ob ich mehr Zeit an meinem schönen Klavier oder auf Netflix verbracht habe, kann ich aber nicht sagen.

 

Gesang
Atrin Madani

Name: Atrin Madani
Geburtsland: Deutschland
Instrument: Gesang, Moderation
Ausbildung: Céline Rudolph, Jazz-Institut Berlin

Die wichtigste Lektion in meiner Musikkarriere: Jeder Ton ist eine Lektion!

Der Auftritt meiner Träume wäre mit einer hammer-schwingenden Jazz-Band und den Berliner Philharmonikern in der Philharmonie oder auf einem coolen Festival.

Diese 3 Dinge haben mich durch den Lockdown gebracht: Musik, Essen, Netflix

www.facebook.com/atrinmadanimusic/

Gesang, Moderation
Lisa-Marleen Buchholz

Name: Lisa-Marleen Buchholz
Geburtsland: Deutschland
Instrument: Trompete und Flügelhorn
Ausbildung: Bastian Stein und Andre Schoch, JIB

Die wichtigste Lektion meiner bisherigen Musikkarriere: „Just don’t give up trying to do what you really want to do. Where there ist love and inspiration, I don’t think you can go wrong.“ Ella Fitzgerald

Der Auftritt meiner Träume wäre:

Ein Open Air Konzert an einem Sommerabend in der Natur. Die Band sind nicht nur meine Kolleg*innen, sondern gleichzeitig meine Familie. Das Publikum sind nicht nur unsere Fans, sondern gleichzeitig unsere Freund*innen. Die Musik wird Ausdruck dieses Moments, inspiriert durch unsere Emotionen und unsere Persönlichkeiten.

Trompete 
Robin Danaher

© Tegen Short

Name: Robin Danaher
Geburtsland: Großbritannien
Instrument: Altsaxophon
Ausbildung: Peter Weniger, Jazz-Institut Berlin

Der Titel meiner Autobiografie wäre: A moment in the sun

Die wichtigste Lektion meiner bisherigen Musikkarriere: Geduldig zu sein! Ich lerne immer mehr darüber..

Altsaxophon 
Julius Gawlik

© Maria Jarzyna

Name: Julius Gawlik
Geburtsland: Deutschland
Instrument: Tenorsaxophon/Klarinette
Ausbildung: Peter Weniger

Der Auftritt meiner Träume wäre: Ein Konzert mit Billy Hart, Anders Christensen und Joe Lovano, egal wo es stattfindet.

Diese drei Dinge haben mich durch den Lockdown gebracht: Meine Familie, mein Saxophon und gutes Essen.  

Tenorsaxophon, Klarinette, Bassklarinette
Matteo Ridolfini

Name: Matteo Ridolfini
Geburtsland: Italien
Instrument: Gitarre
Ausbildung: Paulo Morello, JIB

Die wichtigste Lektion meiner bisherigen Musikkarriere: I don’t believe in playing anything that’s real hard. If it’s real hard forget it, because it takes you so long to finger something like that, and by the time you get it you can’t do anything else. The object of playing jazz is to be free to play the music that you feel and hear.“ Joe Pass

Diese 3 Dinge haben mich durch den Lockdown gebracht:
1) Die Liebe zu meinen Lieben.
2) Die Liebe zu Tieren.
3) Die Liebe zur Musik.

Gitarre 

Swing, Schlager, Hits und Kuriositäten
Hausöffnung um 19:30 Uhr

Programm

„Ich hab’ noch einen Koffer in Berlin“ – wer kennt nicht den Schlager, weltberühmt geworden durch Marlene Dietrich im Jahr 1955? Im vierten und letzten der musikalischen Städte-Porträts, die ein Schwerpunkt im neukonzipierten Festival Young Euro Classic 2020 sind, steht die Metropole Berlin im Zentrum. Aber nicht die E-Musik ist gefragt, sondern „Swing, Schlager, Hits und Kuriositäten“. Oder anders ausgedrückt: U-Musik aus 100 Jahren zwischen 1920 und 2020. Aufgeführt von jungen Studierenden des Jazz-Instituts Berlin, jazzig arrangiert und einstudiert von Wieland Welzel, im Hauptberuf Solo-Pauker der Berliner Philharmoniker. Ein Evergreen wie „Wenn ich dich seh’“, erstanden aus den Berliner Ruinen von 1945, ist ebenso dabei wie „Schuld war nur der Bossa Nova“ oder „Blaue Augen“, Annette Humpes Hit von 1980. Wenn schon das echte Reisen in Corona-Zeiten beschwerlicher geworden ist: Einer musikalischen Zeitreise von und nach Berlin steht nichts im Wege!

Tickets sind auch an der Abendkasse erhältlich.

 

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