Orquestra Sinfônica Jovem de Goiás

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Das Jugendsinfonieorchester Goiás – kurz OSJG – wurde 2001 gegründet, um jungen, talentierten jungen Musiker:innen im mittleren Westen Brasiliens die Möglichkeit zu geben, ihre musikalischen Fähigkeiten zu trainieren und sich auf eine mögliche professionelle Berufswahl vorzubereiten. Zugleich ist es dem OSJG ein wichtiges Anliegen, durch die Vergabe von Stipendien auch Jugendlichen aus wirtschaftlich benachteiligten Familien den Zugang zum Orchesterspiel zu ermöglichen. Mit dem Projekt „Música para Todos“ verfolgt das OSJG das Ziel, ein breites Publikum durch Konzerte in Kirchen und Krankenhäusern, auf Plätzen und in Parks anzusprechen; regelmäßig spielt das Orchester auch in Schulkonzerten und bei Ballettaufführungen. 2013 nahm das OSJG am Villa-Lobos-Festival in Venezuela teil; 2016 führte eine große Tournee das Orchester nach China, wo es in acht Städten die Musik seiner brasilianischen Heimat vorstellte. Chefdirigent des Orchesters ist seit 2016 Eliel Ferreira.

Brasilien
23. August 2024 20:00 Uhr

Konzerthaus Berlin

Eliel Ferreira

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Geboren im brasilianischen Anápolis, begann Eliel Ferreira schon mit acht Jahren, Violine zu spielen; 2011 machte er sein Diplom als Geiger an der Staatlichen Universität von Goiás. Seit 2013 widmet sich Ferreira immer stärker dem Dirigieren, wobei er vor allem bei Neil Thompson Unterricht erhielt, aber auch Kurse bei Marin Alsop, Abel Rocha, Claus Efland, Gottfried Engles, Claudio Cruz und Gian Luigi Zampiere belegte. 2015 erhielt er starke Anregungen durch Bernard Haitink, dessen Proben er beim Lucerne Festival frequentierte; im folgenden Jahr nahm er am Dirigier-Workshop der Londoner Westminster School teil. Derzeit wirkt Ferreira neben seiner Tätigkeit als Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Orquestra Sinfónica Jovem de Goiás (OSJG) vor allem als Assistenzdirigent des Goiânia Symphonieorchester und Koordinator für die verschiedenen symphonischen Gruppen der „School of Future“ seiner Region.

Dirigent

Guido Sant'Anna

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2005 in São Paolo geboren, begann Guido Sant’Anna schon im Alter von fünf Jahren mit dem Geigenspiel und trat als Siebenjähriger erstmals mit Orchester auf. Viele Stipendien und Auszeichnungen begleiteten seine weitere Karriere; 2018 wurde er als erster brasilianischer Geiger zum Internationalen Yehudi Menuhin-Wettbewerb nach Genf eingeladen. 2022 sorgte Guido Sant’Anna für Aufsehen, als er als erster Südamerikaner den renommierten Fritz Kreisler-Wettbewerb in Wien gewann; das Preisträgerkonzert fand im traditionsreichen Wiener Musikvereinssaal statt. Im Oktober 2022 sprang der Geiger kurzfristig in São Paolo für Christian Tetzlaff ein und spielte zusammen mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen das Brahms-Violinkonzert. Weitere Einladungen führten ihn nach Österreich, in die Schweiz und Großbritannien, 2023 gab der Geiger sein Asien-Debüt mit einer Reihe von Konzerten in Südkorea. Seit Oktober 2023 setzt Guido Sant’Anna seine Studien an der Kronberg Academy/Taunus bei Mihaela Martin fort.

Violine

CAMARGO GUARNIERI

Drei Brasilianische Tänze für Orchester (1941)

HEKEL TAVARES

Konzert „em formas brasileiras“ für Geige und Orchester Nr. 4 op. 107 (1962)

HEITOR VILLA-LOBOS

„Bachianas Brasileiras Nr. 7“ W 432 (1942)

ALBERTO GINASTERA

Tänze aus dem Ballett „Estancia“ (1943)

Über das Konzert

Dieses Konzert öffnet die Türen weit hin zum südamerikanischen Kontinent! Denn das Orquestra Sinfônica Jovem de Goiás (OSJG), aus dem mittleren Westen Brasiliens, hat sein Programm ganz auf Komponisten konzentriert, die das Lebensgefühl und die Rhythmen der Menschen aus diesen Ländern in ihre Orchesterwerke haben einfließen lassen. Am bekanntesten hierzulande ist da noch Heitor Villa-Lobos, dem in seinen Bachianas Brasileiras der erstaunliche Spagat zwischen dem hochverehrten Johann Sebastian Bach und den reichen tänzerischen Traditionen Brasiliens gelungen ist. Voller Temperament steckt auch das Ballett Estancia, aus dem der Argentinier Alberto Ginastera eine effektvolle Suite zusammengestellt hat. Besonders gespannt sein darf das Berliner Festivalpublikum auch auf den 19-jährigen Geiger Guido Sant’Anna, der 2022 als erster Südamerikaner überhaupt den renommierten Fritz-Kreisler-Wettbewerb in Wien gewonnen hat. Er tritt mit einem Violinkonzert des mit der Volksmusik seiner Heimat bestens vertrauten Brasilianers Hekel Tavares auf – für alle, die es nicht kennen, erst recht ein Grund, zu diesem Konzert der jungen Brasilianer:innen zu kommen!

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