O/Modernt New Generation Orchestra

Das international renommierte Kammerorchester O/Modernt (schwedisch für „Un/Modern“) existiert schon seit etlichen Jahren; nun hat dessen Gründer und Leiter, der britische Geiger und Dirigent Hugo Ticciati, Anfang 2024 den nächsten Schritt vollzogen und das O/Modernt New Generation Orchestra (NGSO) gegründet. Mit seiner Verwurzelung in der O/Modernt Akademie vereint das NGSO junge Talente aus dem gesamten Nordostseeraum. Die Mitglieder des Orchesters treffen sich in der kürzlich eröffneten Königin-Silvia-Konzerthalle in Stockholm zu intensiven Proben und Meisterklassen; darüber hinaus stehen auch Workshops in Bewegung, Tanz, Atem, Meditation und Improvisation auf dem Programm. Der holistische Ansatz befreit die Musiker:innen vom alleinigen Perfektionsanspruch und schafft so Raum für mehr Freiheit im künstlerischen Ausdruck. Kennzeichnend für diesen neuen Ansatz sind die Programme des Orchesters, die Altes und Neues auf unerwartete Weise miteinander kombinieren, um somit auch dem Publikum neue Konzerterlebnisse zu vermitteln.

Schweden, Estland, Dänemark
19. August 2024 20:00 Uhr

Konzerthaus Berlin

Hugo Ticciati

Das musikalische Wirken des britisch-schwedischen Violinisten Hugo Ticciati ist von grenzenloser Neugier geprägt. Der 44-Jährige, Bruder des DSO-Chefdirigenten Robin Ticciati, schließt Literatur, Philosophie, Spiritualität und Meditation gleichermaßen ein wie Tanz und kinetisches Malen. Er spielt die klassischen Violinkonzerte, aber er stürzt sich auch mit großer Vehemenz in die zeitgenössische Musik. Ticciati hat Werke von Takemitsu, Schtschedrin, Glass und Lera Auerbach in seinem Repertoire, außerdem brachte er in letzter Zeit Konzerte von Albert Schnelzer, Sergej Jewtuschenko, Erkki-Sven Tüür und Judith Weir zur Uraufführung. Er macht leidenschaftlich gern Kammermusik, so mit der Schlagzeugerin Evelyn Glennie, den Pianisten Angela Hewitt und Olli Mustonen oder dem Posaunisten Nils Landgren. Darüber hinaus ist Hugo Ticciati Künstlerischer Leiter des O/Modernt Kammarorkester und des O/Modernt Festivals in Stockholm. In letzter Zeit wendet er sich zunehmend dem Dirigieren zu und erhielt Einladungen vom Stuttgarter Kammerorchester wie auch vom Swedish und Australian Chamber Orchestra.

www.hugoticciati.com

Dirigent und Violine

PETERIS VASKS

Konzert für Violine und Orchester Nr. 2 „Im Abendlicht“ (2020, Auszüge)

TRADITIONELL

Skandinavischer Folk

JEAN SIBELIUS

Symphonie Nr. 1 e-Moll op. 39 (1898-1899)

HUGO ALFVÉN

Finale aus der Suite „Der verlorene Sohn“ (1957) R. 214

Über das Konzert

Die Konzerte von O/Modernt sind immer ein Erlebnis der ganz besonderen Art! Kamen die Musiker:innen aus dem Norden bisher eher als Kammerorchester zum Festival, so feiern sie diesmal ihre Premiere in größerer symphonischer Besetzung als O/Modernt New Generation Orchestra. Am künstlerischen Anspruch hat sich wenig geändert; mehr denn je werden alte und neue Klänge, Symphonisches und Volksmusik miteinander verwoben. Wer kennt schon hierzulande die Musik des Letten Pēteris Vasks, dessen zweites Violinkonzert „Im Abendlicht“ auf dem Programm steht? Oder die Kompositionen von Hugo Alfvén, wohl der markanteste spätromantische Komponist Schwedens? Darüber hinaus gibt es skandinavische Volksmusik, selbstverständlich in ungewöhnlichen Orchesterarrangements. Und mittendrin den quecksilbrigen Gründer und Leiter des Ensembles, Hugo Ticciati, der nicht nur als Geiger zu erleben ist, sondern nach der Pause auch die leidenschaftliche Erste Symphonie von Jean Sibelius dirigieren wird.

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