Eurasian Student Symphony Orchestra of the Kazakh National University of the Arts

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Das Eurasian Student Symphony Orchestra ist der Nationalen Universität der Künste Kasachstan in der Hauptstadt Astana angegliedert und wurde 2008 von der damaligen Rektorin der Universität, Aiman Mussakhajayeva, gegründet, um das 10-jährige Bestehen des Instituts zu unterstreichen. Seitdem hat sich das Orchester durch seine hervorragenden Leistungen sowie durch abwechslungsreiche Programme einen besonderen Namen gemacht, der in Einladungen zu Konzerten in aller Welt sichtbar wird. Neben Auftritten im Staatlichen Konservatorium von St. Petersburg und dem Großen Saal des Tschaikowski-Konservatoriums in Moskau stand unter anderem eine Tournee nach Spanien auf dem Programm, wo das Orchester in Barcelona, Granada und weiteren Städten auftrat. In den vergangenen Jahren waren die Musiker:innen auch zu Gast in London, Paris und Genf, in New Delhi, Kuala Lumpur, Istanbul und Ankara. 2023 führte eine Tournee nach Italien, wo das Eurasian Student Symphony Orchestra in Rom, Mailand, Genua und San Remo spielte. Nach seinem Auftritt 2016 unter dem Dirigenten Aidar Torybaev kehrt das kasachische Orchester 2024 zum zweiten Mal zu Young Euro Classic zurück.

Kasachstan
24. August 2024 20:00 Uhr

Konzerthaus Berlin

Yerbolat Akhmedyarov

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Der kasachische Dirigent Yerbolat K. Akhmedyarov, geboren 1982 als Sohn des Dirigenten, Komponisten und Musikforschers Karshyg Akhmedyarov, studierte am Nationalen Konservatorium Kasachstans mit den Hauptfächern Dirigieren und Klavier. Inzwischen zählt er zu namhaftesten Künstlers seines Landes, der auf ein Repertoire von nicht weniger als 200 symphonischen Werken verweisen kann. Viele Jahre wirkte er als Dirigent beim Staatlichen Akademischen Symphonieorchester, später auch beim Symphonieorchester Akhmet Zhubanov. Am Staatlichen Opernhaus Abay leitete Akhmedyarov eine Vielzahl von Produktionen; auch hier reicht sein Repertoire von Verdi und Puccini über Wagner und Bizet und die großen Ballette Tschaikowskis und Prokofjews bis zu den wichtigsten Opern kasachischer Komponisten. Darüber hinaus ist der Dirigent aktiv beim jährlichen Kongress der Komponistenunion Kasachstans, bei der „Parade der Orchester“ zum Festtag der Hauptstadt Almaty sowie bei den Kasachischen Kulturtagen im Ausland, wie zuletzt in den USA, der Schweiz und Südkorea.

Dirigent

Karina Izmailova

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Die kasachische Pianistin und Komponistin Karina Izmailova zählt zu den wichtigsten Künstlerpersönlichkeiten ihres Landes. Ausgebildet vor allem am Tschaikowski-Konservatorium in Moskau, wo sie 2017 ihr Studium mit Bestnoten abschloss, ist sie in den vergangenen Jahren bereits in allen wichtigen Konzertsälen ihres Landes und mit allen Orchestern aufgetreten. Außerdem erzielte sie mehrfach Erfolge bei internationalen Wettbewerben wie „Maria Yudina“ (St. Petersburg), „Musical Diamond” (Moskau), „Viva Music All World” (New York) und „Primavera Romana” (Rom). Auch als Solistin und Kammermusikerin absolvierte die Pianistin eine Vielzahl von Konzerten, so im Rahmen einer Kandinsky-Ausstellung in der Moskauer Tretjakow-Galerie. 2012 organisierte sie ein Konzert zum 85. Geburtstag der 1993 verstorbenen kasachischen Komponistin Gaziza Zhubanova. Gleichermaßen widmet sie einen großen Teil ihrer Aktivitäten dem Erbe von Akhmet Zhubanov, der zentralen Figur der kasachischen Musik in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts. 

Klavier

SHABYT

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Das Dombra-Ensemble „Shabyt“, das an der Nationalen Universität der Künste in Astana beheimatet ist, zählt zu den führenden Ensembles seiner Art in Kasachstan. Die Dombra, eine zweisaitige Langhalslaute mit birnenförmigem Korpus, gilt als Nationalinstrument Kasachstans und ist darüber hinaus auch in den Nachbarländern wie Usbekistan, Turkmenistan und Tadschikistan sehr populär. Gegründet 2011, zeichnet sich das Repertoire von „Shabyt“ durch hohe Qualität und originelle Programme aus; dabei sieht es das Ensemble als seine besondere Aufgabe an, die künstlerischen Traditionen des Dombra-Spiels mit den spieltechnischen Herausforderungen zeitgenössischer Werke und Bearbeitungen zu verbinden. Neben Reisen in die wichtigsten Städte und Konzertsäle Kasachstans hat das Dombra-Ensemble „Shabyt“ sein Können auch auf Tourneen in die USA und nach Großbritannien, Deutschland, Österreich und Italien einem breiten Publikum vorgeführt.

Dombra Ensemble

ROBERT SCHUMANN

Konzert für Klavier und Orchester a-Moll op. 54 (1841)

NURGHISSA TILENDIJEW

„Makhambet“ für Dombra-Ensemble und Orchester (1975-80)

WOLFGANG AMADEUS MOZART

„Rondo alla Turca“ (ca. 1783), arr. für Dombra-Ensemble und Orchester

ANTONÍN DVOŘÁK

Symphonie Nr. 8 G-Dur op. 88 (1889)

Über das Konzert

Bei dem Auftritt des Eurasian Student Symphony Orchestra von der Nationalen Kunstuniversität Kasachstans im Berliner Konzerthaus, dem zweiten nach seinem erfolgreichen Festival-Debüt 2016, kann man auf zweierlei Dinge neugierig sein: Zum einen bringt das Orchester ein Dombra-Ensemble mit – für mitteleuropäische Ohren eher unbekannte Lauten-Klänge, die der profilierte kasachische Komponist Nurghissa Tilendijew in seiner Komposition Makambhet mit dem Instrumentarium des klassischen Orchesters kombiniert hat. Zum anderen möchten die jungen Musiker:innen natürlich beweisen, dass sie auch das „große“ romantische Repertoire beherrschen und ihnen weder Robert Schumann noch Antonín Dvořák fremd sind. Deshalb dürfte es spannend sein zu hören, wie die arrivierte Pianistin Karina Izmailova Schumanns großartiges Klavierkonzert interpretiert. Und wie nach der Pause Dvořáks Achte Symphonie, ein Wunderwerk aus schönen Melodien und tiefempfundenen Klängen, unter den Händen und Fingern des Eurasian Student Symphony Orchestra klingen wird.

 

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