Deutsche Streicherphilharmonie

© Maik Schuck

Das vergangene Jahr hatte einen ganz besonderen Stellenwert für die Deutsche Streicherphilharmonie: Denn 2023 konnte die DSP ihr 50-jähriges Bestehen feiern und erhielt aus diesem Anlass den renommierten Würth-Preis der Jeunesses Musicales zugesprochen. Durch seine hervorragende Qualität und seine ungewöhnlichen Programme hat sich das Orchester, in dem junge Musiker:innen zwischen elf und 18 Jahren mitspielen, längst einen festen Platz in der Musikwelt erobert. 1973 in Ost-Berlin als „Rundfunk-Musikschulorchester“ der DDR von Helmut Koch gegründet, wurde es ab 1991 im wiedervereinigten Deutschland als „Deutsches Musikschul-Orchester“ weitergeführt, bevor es 2004 seinen heutigen Namen erhielt. Zu den Partnern des DSP zählen die Geigerin Julia Fischer und das niederländische Klavierduo Arthur und Lucas Jussen ebenso wie der zwischen Klassik und Jazz pendelnde deutsche Percussionist Alexej Gerassimez, der in jüngster Zeit erster Artist in Residence war. Nach wie vor sind es vor allem Mitglieder des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin (RSB), welche die musikalische Arbeit des Orchesters betreuen und so für den auffallend homogenen Streicherklang Sorge tragen.

www.musikschulen.de/dsp/

Deutschland
14. August 2024 20:00 Uhr

Konzerthaus Berlin

Wolfgang Hentrich

© Marco Borggreve

Als Chefdirigent der Deutschen Streicherphilharmonie schöpft Wolfgang Hentrich aus seiner lebenslangen Erfahrung als Orchestergeiger. Seit fast drei Jahrzehnten hat der 58-Jährige die Position des Ersten Konzertmeisters bei der Dresdner Philharmonie inne; zuvor hatte er dieselbe Position bereits als 21-Jähriger bei der Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz übernommen. Nach dem Vorbild des legendären Wiener Konzertmeisters Willi Boskovsky dirigierte Hentrich seit 1999 zahlreiche Neujahrskonzerte mit beiden Orchestern. Außerdem leitet er das Philharmonische Kammerorchester Dresden, wirkt als Honorarprofessor für Violine an der Dresdner Musikhochschule und widmet sich mit besonderer Liebe speziellen Programmen für Kinder. Bei seinen CD-Produktionen ragen Orchesterwerke von Johann Strauß, Mozarts Violinsonaten und die Violinkonzerte von Kurt Schwaen und Ruth Zechlin heraus. Seit August 2013 ist Hentrich als Nachfolger von Michael Sanderling Chefdirigent der Deutschen Streicherphilharmonie.

Dirigent

Jess Gillam

© Robin Clewley

Sie war der erste Saxophonist bzw. die erste Saxophonistin, der je die Finalrunde des Wettbewerbs BBC Young Musicians erreichte. Und sie trat als jüngster Solist bzw. jüngste Solistin überhaupt bei der legendären Last Night of the Proms in London auf. Inzwischen ist Jess Gillam gerade einmal 25 Jahre alt und hat bereits ihre eigene wöchentliche Sendung bei BBC Radio 3 „This Classical Life“, die mit mehreren Preisen ausgezeichnet wurde. „Sie ist nicht bloß eine von Großbritanniens virtuosesten Instrumentalisten, sondern auch eine lockere, inspirierende Persönlichkeit“, urteilte die Londoner Times über die Musikerin. Längst erhielt Jess Gillam einen Exklusivvertrag bei dem traditionsreichen Label Decca Classics: 2019 erschien das erste Album Rise, gefolgt von Time (2020). Und auch sonst scheinen der Energie und Abenteuerlust der Saxophonistin mit dem auffallenden Pferdeschwanz keine Grenzen gesetzt zu sein: Während des Corona-Lockdowns formierte sie ihr „Virtual Scratch Orchestra“, zu dem sie 2000 Musikerinnen und Musiker jeden Alters aus über 30 Ländern via Internet um sich scharte.

www.jessgillamsax.co.uk

Saxophon

GIDEON KLEIN

Partita für Streicher (1944)

SHIR-RAN YINON

„Furious“ (2023) und andere Werke für Streichorchester

ALEXANDER GLASUNOW

Konzert für Saxophon und Streichorchester Es-Dur op. 109 (1934)

HANNA HAWRYLEZ

Choral für Streicher (2005)

PIOTR I. TSCHAIKOWSKI

Serenade für Streicherorchester C-Dur op. 48 (1880)

Über das Konzert

Gerade erst haben sie 2023 ihr 50-jähriges Bestehen gefeiert, nun sind sie nach längerer Pause endlich auch wieder bei Young Euro Classic zu erleben: die jungen Musiker:innen der Deutschen Streicherphilharmonie, die seit ihren Anfangszeiten vom Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin (RSB) höchst erfolgreich gecoacht werden. Das reine Streicherensemble bringt ein facettenreiches und aktuelles Programm mit: Es beginnt mit der Partita des 1945 in Auschwitz ermordeten tschechischen Komponisten Gideon Klein und endet noch lange nicht bei dem Saxophon-Konzert von Alexander Glasunow, das von der englischen Senkrechtstarterin Jess Gillam gespielt wird. Eingeschoben werden neue Werke von Shir-Ran Yinon, die auf dem Weg von der Geigerin mit Verbindung zur Rock- und Heavy Metal-Szene längst zur Komponistin und Arrangeurin avanciert ist. Ebenfalls ist die 2022 verstorbene ukrainische Komponistin Hanna Hawrylez vertreten. Den krönenden Abschluss bildet die unverwüstliche, melodienselige Streicherserenade von Pjotr Tschaikowski.

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