Angelika Prokopp Sommerakademie der Wiener Philharmoniker

© Benjamin Morrison

Seit über 15 Jahren fördert die Angelika Prokopp Sommerakademie der Wiener Philharmoniker die Ausbildung des Orchesternachwuchses. Die Probenphase findet jeweils parallel zu den Salzburger Festspielen statt. Ein wichtiges Ziel der Sommerakademie ist es, hochtalentierten jungen Musikerinnen und Musikern aus aller Welt einen Einblick in Traditionen des Orchesterspiels, wie sie von den Wiener Philharmonikern gepflegt werden, zu geben. Das Repertoire legt daher einen starken Schwerpunkt auf in Wien komponierte Musik, besonders auf die Werke der Wiener Klassik. Alle Instrumentengruppen werden ausschließlich von Mitgliedern der Wiener Philharmoniker betreut. Dabei bekennt sich die Sommerakademie zudem zur Förderung des spezifischen Wiener Orchesterinstrumentariums Wiener Oboe, Wiener Horn und Wiener Pauken. Getragen wird die Sommerakademie von der 1999 gegründeten Angelika Prokopp-Privatstiftung, die sich die Förderung von Kunst und Kultur zur Aufgabe gemacht hat und an die langjährige Direktorin der in Österreich sehr populären „Klassenlotterie Prokopp“ erinnert.

www.wienerphilharmoniker.at

International
20. August 2024 20:00 Uhr

Konzerthaus Berlin

Sebastian Weigle

© Yomiuri Nippon Symphony Orchestra

Den Dirigenten Sebastian Weigle muss man in Berlin kaum vorstellen. Der gebürtige Berliner begann seine musikalische Laufbahn nach dem Studium an der Hochschule Hanns Eisler an der Staatsoper Unter den Linden, wo er mit 21 Jahren 1. Solo-Hornist wurde. Später wechselte er ins Dirigierfach und wurde 1994 zum Ersten Kapellmeister des Hauses berufen.  Zuletzt dirigierte Weigle in diesem Frühjahr die Neuinszenierung der Oper Pique Dame von Pjotr I. Tschaikowski an der Deutschen Oper Berlin. Zuvor wirkte er über 15 Jahre, bis zum Saisonende 2023, sehr erfolgreich als Generalmusikdirektor an der Oper Frankfurt, wo er unter anderem einen kompletten Ring-Zyklus realisierte. Im Jahr 2000 debütierte Weigle an der Met in New York, 2007-11 leitete er die Meistersinger-Produktion bei den Bayreuther Festspielen. Seit 2019 ist er Chefdirigent des Yomiuri Nippon Symphony Orchestra in Tokyo. Zahlreiche Produktionen der Oper Frankfurt wie Korngolds Die tote Stadt, Wagners Ring des Nibelungen, Rienzi und Die Feen oder Aribert Reimanns Lear erschienen, wie auch ein Großteil der Orchesterwerke von Richard Strauss, auf CD.

www.sebastianweigle.com

Dirigent

Julia Hagen

© Simon Pauly

Die gebürtige Salzburgerin Julia Hagen begann im Alter von fünf Jahren mit dem Cellospiel und erlebte ab 2013 ihre prägenden Studienjahre in der Wiener Klasse von Heinrich Schiff und anschließend bei Jens Peter Maintz an der Universität der Künste in Berlin. Als Stipendiatin der Kronberg Academy studierte sie darüber hinaus bis 2022 bei Wolfgang Emanuel Schmidt. Inzwischen ist sie als Solistin mit vielen namhaften europäischen Orchestern aufgetreten; in dieser Saison gab sie ihr Debüt beim Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter Andrés Orozco-Estrada sowie bei der Kammerakademie Potsdam unter Paul McCreesh. Weitere Debüts führten sie auf eine Tournee durch die Schweiz mit den Wiener Symphonikern unter deren designierten Chefdirigenten Petr Popelka. Zu den Kammermusikpartnern von Julia Hagen zählen der Geiger Renaud Capuçon und der Pianist Igor Levit. Im Juni 2023 erhielt sie im Beethoven-Haus Bonn den Beethoven-Ring 2022 der „Bürger Für Beethoven“ als vielversprechende junge Künstlerpersönlichkeit. Julia Hagen spielt ein Instrument von Francesco Ruggieri (Cremona, 1684).

Violoncello

SERGEJ PROKOFJEW

Symphonie Nr. 1 D-Dur op. 25 „Symphonie classique“ (1916-1917)

ROBERT SCHUMANN

Konzert für Violoncello und Orchester a-Moll op. 129 (1850)

FELIX MENDELSSOHN BARTHOLDY

Symphonie Nr. 4 A-Dur op. 90 „Italienische“ (1833)

Über das Konzert

Große musikalische Tradition lässt sich auch weitergeben: Davon konnte sich das Publikum von Young Euro Classic vor zwei Jahren mit eigenen Ohren überzeugen, als sich die Angelika Prokopp Sommerakademie der Wiener Philharmoniker erstmals im Konzerthaus vorstellte. Denn die jungen Musiker:innen aus vielen verschiedenen Ländern werden parallel zu den Salzburger Festspielen von den Profis des Orchesters intensiv geschult – bevorzugt im Kernrepertoire der Philharmoniker. Das Programm, das der gebürtige Berliner Dirigent Sebastian Weigle in diesem Jahr im Konzerthaus mit der Sommerakademie aufführt, kann man dementsprechend mit Fug und Recht als „klassisch“ bezeichnen: Den Anfang macht die witzig-elegante Symphonie classique von Sergej Prokofjew, bei der die klassische Vorlage eines Joseph Haydn durch alle Takte durchscheint. Als großes symphonisches Werk gibt es Felix Mendelssohns energiesprühende A-Dur-Symphonie, die „Italienische“, zu hören. Und in Robert Schumanns ebenfalls zum „klassischen“ Kanon gehörenden Violoncello-Konzert darf die Salzburgerin Julia Hagen große Gefühle mit virtuoser Fingerfertigkeit verbinden.

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