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Saison 2026

Young Euro Classic war immer mehr als ein Festival der besten Jugendorchester. Es ist ein Ort, an dem sich zeigt, wie Musik heute gelebt wird: offen, international und voller Energie. Denn diese Generation fragt nicht mehr, ob klassische Musik relevant ist. Sie macht sie relevant.

Frederik Hanssen, Tagesspiegel, 15.04.2025
In Zeiten von globalen Wirtschaftskonflikten mit erratischen Zoll - und Gegenzoll - Scharmützeln ist es beruhigend zu beobachten, wie unbegrenzt weiterhin die Freihandelszone der klassischen Musik funktioniert. Beim Jugendorchestertreffen Young Euro Classic, […], lässt sich das aufs Schönste nachhören.

Die Zukunft der klassischen Musik steht nicht bevor – sie ist längst da! Und sie klingt vielfältig, selbstbewusst und überraschend.

Young Euro Classic 2026 zeigt eine Generation, die sich diese Musik mit großer Selbstverständlichkeit aneignet. Vom 31. Juli bis 16. August wird das Konzerthaus Berlin zum Treffpunkt junger Musiker:innen aus Europa, Afrika, Amerika und Asien, die bereits heute die musikalische Gegenwart auf ausgezeichnetem Niveau mitgestalten.

14 Jugendorchester, zwei Jazz-Ensembles und ein Chor entfalten an 17 Abendkonzerten ein Panorama, das in seiner Dichte und Offenheit einzigartig ist. Neben vertrauten Gästen wie dem EUYO oder Bundesjugendorchester stehen neue Stimmen: Jugendorchester aus Luxemburg, Slowenien, Italien, China und Turkmenistan bringen ihre musikalischen Perspektiven erstmals zu Young Euro Classic. Auch neu im Programm ist ein Abend, der von einem jungen Chor gestaltet wird – dem renommierten Knabenchor der estnischen Nationaloper.

Muhammad Gilang Assadillah und Devi Anggitaningrum

Jenseits der Abendkonzerte

Bei den Vorabendkonzerten der Reihe „FUTURE NOW Musical Diaries“ erweitert Young Euro Classic seinen Horizont: Ensembles aus Tadschikistan, Vietnam, Marokko und Argentinien sowie das internationale FUTURE NOW-Ensemble mit dem Namen &ñịoن laden zu musikalischen Erlebnissen jenseits des europäischen, klassischen Konzertformats ein. Unterschiedliche Traditionen, Hintergründe und musikalische Sprachen treten hier tatsächlich in den Austausch auf gemeinsamer Bühne. Und auch die jüngsten Zuhörer:innen können Musik hautnah erleben – nämlich beim Kindertag, bei dem das Selbermachen von Musik besonders großgeschrieben wird.

Trompeter spielt live auf der Bühne beim YEC Bujazzo

Neue Klänge, neue Perspektiven, neue Relevanz

Überhaupt sind es immer wieder diese unerwarteten Perspektiven, die das Festival prägen: ein E-Bass als Soloinstrument im symphonischen Kontext, die Solo-Harfenistin der Wiener Philharmoniker oder ein symphonisches Jazzprogramm mit brasilianischen und kubanischen Einflüssen. Hinzu kommen insgesamt 16 Ur- und Erstaufführungen, die zeigen, dass Young Euro Classic nicht nur bestehendes Repertoire präsentiert, sondern aktiv an der Zukunft der Musik mitwirkt – nicht zuletzt durch den Europäischen Kompositionspreis für das beste Neue Werk, der von einer Publikumsjury vergeben wird.

Hier finden Sie den aktuellen Programm-Flyer zum Download.