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Rückblick Saison 2026

Am 16. August ist das letzte Konzert von Young Euro Classic 2026 verklungen. Mehr als zwei mitreißende Festivalwochen voller Musik, Begegnungen und besonderer Momente liegen hinter uns und wir sind dankbar für alles, was wir gemeinsam erlebt haben.

„Es gibt Festivals, die in erster Linie ihre eigene Tradition feiern. Und es gibt Festivals, die zeigen, wie die Zukunft aussieht. Young Euro Classic gehört schon seit Jahren zu dieser zweiten Kategorie.“
Werner De Smet, Klassiek Centraal 16.7. 2026
Musikensemble probt auf der Bühne mit verschiedenen Instrumenten.

Musik, die bewegte

Lust zum Tanzen machte Jong Metropole mit groovigen lateinamerikanischen Sounds und  Dirigent Jacomo Bairos, der das Publikum mit seiner positiven Energie sofort ansteckte. Diese Energie wurde am Abend des Orchestra of the Americas und des Penderecki Youth Orchestra weitergetragen als zwölf Perkussionist:innen die zweite Hälfte des Konzerts dominierten, und der Saal nicht mehr zu halten war. Ein Abend, der bei vielen als Highlight in Erinnerung geblieben ist.

Besonders berührend wurde es wiederum beim Jovem Orquestra Portuguesa und beim Youth Symphony Orchestra of Ukraine. Beide Konzerte machten den Widerstand gegen Krieg und Unterdrückung spürbar und zeigten, wie eindringlich Musik Haltung zeigen kann. Bei den gesungenen Zugaben der Portugiesen stimmte das gesamte Orchester zwei portugiesische Antikriegslieder an. Auf der Bühne wie im Publikum glänzten die Augen – ein Moment, der noch lange nachklingen wird.

Mehrere Musiker spielen auf der Bühne beim Festival Young Euro Classic.

Im Dialog der Kulturen

Internationale Begegnungen zogen sich als fester Bestandteil durch das Festival. Bei der deutsch-indischen Begegnung, bei der Jakob Manz mit seinem Trio sowie Karthik Mani und seinem Ensemble in die Klangsprache des jeweils anderen eintauchten, wurde dies besonders deutlich:

"Den Jazzern gelingt es herausragend, sich auf die indische Tonsprache einzulassen, während die indischen Rhythmen nochmals den Groove erhöhten. So entsteht eine gelungene Symbiose, die auch das durchweg begeisterte Publikum zum Mitwippen, Mittanzen und Mitklatschen anregt […] Fazit: Gern mehr davon!"

Marleen Hoffmann, Berliner Morgenpost 13.8.2026

Guljamol Zohidova spielt Qanun

Neue Perspektiven, neue Klänge

Besondere musikalische Momente ergaben sich außerdem bei den FUTURE NOW Musical Diaries Konzerten: Zwei Orchestermusiker:innen aus Luxemburg gemeinsam mit dem vietnamesischen Duo Lách Tách präsentierten ihre gemeinsame Komposition, während ni-va & Stellan Veloce das Publikum auf eine elektronische und halbakustische Klangreise mit Texten von Mercedes Sosa mitnahmen. Diese Konzerte eröffneten dem Publikum neue Klangwelten, Zukunftsmusik eben. Mehr zu den FUTUER NOW Musical Diaries Konzerten gibt es hier.

So festlich wie die Saison begann, so festlich ging sie auch zu Ende: Mit italienischem Flair zelebrierte das AYSO – Accademia Youth Symphony Orchestra aus Italien das Abschlusskonzert. Ein besonderer Höhepunkt war die Verleihung des Europäischen Kompositionspreises 2026 an César Rafael für sein Werk Saudades, só portugueses. Mit Standing Ovations verabschiedete sich das Publikum schließlich in den lauen Sommerabend.

17 Tage, 25 Konzerte

Dies waren nur einige wenige Ausschnitte aus einem Festival voller besonderer Begegnungen, bewegender Momente und unvergesslicher musikalischer Erlebnisse. Wir danken dem Bundesjugendorchester, Youth Symphony Orchestra of Ukraine, Orchestre des Jeunes du Luxembourg, European Union Youth Orchestra, Nationak Youth Orchestra of the United States of America, Orchester des Zhejiang Conservatory of Music, Jong Metropole, Jovem Orquestra Portuguesa, Nationale Jugendphilharmonie der Türkei, Suli Puschban & die Kapelle der Guten Hoffnung, Ravi Srinivasan, Vokalhelden, Youth Symphony Orchestra of Turkmenistan, MOHIRON, JISR, L´ach T´ach, ni-va& Stellan Veloce, &ñịoن, Or­ches­tra of the Ameri­cas & Pen­de­recki Youth Orchestra, The Jakob Manz-Karthik Mani Project, Ulster Youth Or­chestra, Slo­ve­ni­an Youth Orchestra, Angelika Pro­kopp Som­mer­akademie der Wiener Philharmoniker, Estonian National Opera Boys' Choir, AYSO – Accademia Youth Symphony Orchestra für diese wundervollen Abendkonzerte!