Festival-Programm
Zum 27. Mal ist Young Euro Classic im Sommer 2026 Gastgeber für junge Musiker:innen aus vielen, sehr verschiedenen Ländern, die alle ihre besonderen Klänge, Geschichten und ungestüme Neugier mitbringen. Daraus entsteht eine besondere Energie, die mit einem freien Blick in die Zukunft, ohne Unterschiede zu glätten, Verbindungen schafft und sie in 17 Konzertabenden, 5 Ensemblekonzerten von FUTURE NOW Musical Diaries sowie einem Tag für junge Zuhörer:innen hörbar macht. Erstmals ist ein Chor dabei: der Estonian National Opera Boys’ Choir. Begegnungen prägen das Programm, etwa zwischen Musiker:innen aus Polen und Amerika sowie deutschen und indischen Jazzkünstlern. So steht das Festival für Offenheit, Zusammenarbeit und die Kraft des Zuhörens – weit über den Moment hinaus.
Eröffnungskonzert!
Zwei junge Stars, ein Spitzenorchester und große Romantik: Ein spektakulärer Auftakt für Young Euro Classic!
SERGEJ RACHMANINOW · Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 d-Moll op. 30 (1909)
GIYA KANCHELI · „Noch ein Schritt / Another step“ (1992)
MODEST MUSSORGSKI · „Bilder einer Ausstellung“ (1874), orchestriert von Maurice Ravel (1922)
Tadschikistan
Traditionelle tadschikische Klänge treffen auf internationale Werke und verschmelzen zu einem mitreißenden Konzerterlebnis: MOHIRON verbindet musikalisches Erbe mit neuen künstlerischen Ideen.
TADSCHIKISCHE MELODIEN VERSCHIEDENER REGIONEN · Qalb (dt. Herz)
IDIBEK TOSHEV · Jilva (dt. Strahlkraft / Anmutiger Reiz)
ANTONIO VIVALDI · Escala Palladio (arrangiert für tadschikische Nationalinstrumente)
HAKIM MAHMUD · Zavqi Javoni (dt. Die Freude der Jugend)
JONIBEK SATTORZODA · Guftugu (dt. Dialog)
ZEQUINHA DE ABREU · Tico-Tico
KHUSHBAKHT NIYOZOV · Badakhshoni (dt. Aus Badakhshan)
JOVIDON HASANOV · Kuhistoni (dt. Von den Bergen)
VITTORIO MONTI · Csárdás
IDIBEK TOSHEV · Khusnoro (dt. Strahlende Schönheit)
IDIBEK TOSHEV · Sarchashma (dt. Quelle)
Mit symphonischen Klängen kehrt das Youth Symphony Orchestra of Ukraine nach Berlin zurück und setzt ein Zeichen der Hoffnung und des Widerstands.
JOHANNES BRAHMS · Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 d-Moll op. 15 (1854-1858)
EDUARD RESATSCH · "Reflections of Hope"
ANTONÍN DVOŘÁK · Symphonie Nr. 8 G-Dur op. 88 (1889)
Vietnam
Lương Huệ Trinh verbindet traditionelle vietnamesische Musik, Alltagsgeräusche und elektronische Klänge zu vielschichtigen Klanglandschaften zwischen Realität und Illusion. Im Dialog mit der Sängerin Vũ Thị Thùy Linh entstehen im Lách-Tách-Konzert zeitübergreifende musikalische Begegnungen, in denen Vergangenheit und Gegenwart ineinanderfließen.
Die vietnamesische Komponistin und Performerin Lương Huệ Trinh erforscht Elemente der traditionellen Musik, Geräusche des Alltags und elektronische Klänge. Sie formt und stellt sie in Beziehung zueinander, wodurch sie vielschichtige Klanglandschaften zwischen Realität und Illusion kreiert. Ihre Musik wird zu emotionalen Streifzügen, die die Zuhörer:innen durch Schichten von Erinnerung und Raum führen und das Teilen persönlicher Gedanken ermöglichen.
Im Rahmen des Lách-Tách-Konzerts lädt Lương Huệ Trinh die traditionelle vietnamesische Sängerin Vũ Thị Thùy Linh ein, sich dieser Reise anzuschließen. Vũ Thị Thùy Linh präsentiert die alten Melodien von Ả Đào, einer jahrtausendealten traditionellen Musikform aus Nordvietnam, die Poesie und Musik mit hochentwickelten Gesangstechniken und einem äußerst komplexen Tonsystem verbindet, begleitet von Phách (Klanghölzern) und Trống chầu (Trommel). Zwei Künstlerinnen, zwei unterschiedliche Herangehensweisen an Klang, prallen aufeinander und schaffen hörbare Zeitsprünge verbunden durch den gemeinsamen Raum. Was der Vergangenheit angehört und was sich in der Gegenwart entfaltet, bleibt nicht getrennt, sondern verwebt sich und erzeugt klangliche Momente – zugleich fremd und vertraut. Diese Musik erklärt nicht, sondern wirft Fragen auf – über die Zeit, über die Erinnerung, darüber, was noch nachhallt.
Jung, bunt, virtuos! Das ONJL Luxembourg feiert sein Young Euro Classic-Debüt mit einem fulminanten Abendprogramm von Rachmaninow bis zu einer deutschen Erstaufführung von Hy-Khang Dang.
HY-KHANG DANG · "If the bell rings, why should we run?" (2026, Deutsche Erstaufführung)
SERGEJ RACHMANINOW · Rhapsodie über ein Thema von Paganini, a-Moll op. 43 (1934)
IGOR STRAWINSKI · „Zirkuspolka: Für einen jungen Elefanten“ (1942/44)
IGOR STRAWINSKI · „Der Feuervogel”, Ballett-Suite für Orchester (1945)
Wenn junge Spitzenklasse mit Leidenschaft auftrifft: Elim Chan und María Dueñas sorgen beim EUYO für begeisterndes Zusammenspiel von Temperament und Virtuosität – mit Brahms und Rachmaninow!
JOHANNES BRAHMS · Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 77 (1878-1879)
SERGEJ RACHMANINOW · Symphonie Nr. 2 e-Moll op. 27 (1906-1907)
Das NYO-USA kehrt mit technischer Brillanz und einem spannenden Programm mit Barber und Bartók zu Young Euro Classic zurück. Mit Gershwins jazzigem Klavierkonzert und Star-Solist Kirill Gerstein versprechen die Künstler:innen ein mitreißendes Abendprogramm.
SAMUEL BARBER · Ouvertüre zu „The School for Scandal” op. 5 (1931)
GEORGE GERSHWIN · „Concerto in F” für Klavier und Orchester (1924)
BÉLA BARTÓK · Konzert für Orchester (1943)
China
Das junge chinesische Orchester des Zhejiang Conservatory of Music debütiert bei Young Euro Classic!
Von chinesischer Moderne bis Bruckner: ein Konzertabend voller kultureller Brücken und symphonischer Energie.
ZHANG YING · Akademische Festouvertüre (Deutsche Erstaufführung)
CHEN QIGANG · „Er Huang“ Konzert für Klavier und Orchester (2009)
ANTON BRUCKNER · Symphonie Nr. 2 c-Moll (1871-1872)
Niederlande
Entdecken Sie die Klänge Mittel- und Südamerikas mit dem lebendigsten Orchester der Niederlande, Jong Metropole! Dieses sinfonische Jazzorchester präsentiert bezaubernde Melodien, gespielt von hochtalentierten Musiker:innen.
Diesen Sommer erwartet Sie der Energiekick südamerikanischen Sounds und ein Übermaß an Talent auf der Bühne: Jong Metropole aus den Niederlanden. Berauschende Rhythmen und herrliche Melodien, gespielt von einem hochtalentierten symphonischen Jazzorchester unter der Leitung des portugiesisch-amerikanischen Dirigenten Jacomo Bairos! Die Musik Südamerikas entstand aus jahrhundertelanger Vermischung von Traditionen. Während der Kolonialzeit wurden Millionen von Afrikaner:innen gewaltsam nach Amerika verbracht. Sie brachten ihre Rhythmen, Gesangstraditionen und religiöse Musik mit. In Ländern wie Kuba, Brasilien und Kolumbien vermischten sich diese afrikanischen Einflüsse mit europäischer Harmonie und einheimischen Melodien. Daraus entstanden Musikstile wie Son, Salsa, Samba und Cumbia. Von mitreißenden Tanzrhythmen zu lyrischem Innehalten: dieses Konzert feiert die Reichhaltigkeit eines Musikerbes, das Kontinente verbindet. Das Jong Metropole Symphonic Jazz Orchestra verbindet symphonische Fülle mit Swing, Improvisation und dem Timing einer Jazz-Bigband. Lieder wie Esperanca von Vince Mendoza und Wakafrica von Manu di Bango werden dem Publikum das Stillsitzen unmöglich machen. Mit Chris Mullers Neuem Werk haben die jungen Crossover-Spezialisten zudem eine Deutsche Erstaufführung im Gepäck.
Ein besonderer Gast bei Young Euro Classic!
Das Jovem Orquestra Portuguesa kehrt zurück mit einem Programm unter dem Zeichen der Saudade, einer musikalischen Reise zwischen Sehnsucht, Erinnerung und leidenschaftlicher Intensität.
„SAUDADE“
HECTOR BERLIOZ · Ouvertüre „Le Corsaire“ op. 21 (1844, rev. 1852)
HECTOR BERLIOZ · Arie „Ah, je vais mourir … Adieu fière cite” aus der Oper „Les Troyens“ H 133 (1890)
HECTOR BERLIOZ · „Sur les lagunes“ aus „Les Nuits d’été“ op. 7 (1856)
CÉSAR RAFAEL · "Saudades, só portugueses" (Uraufführung)
PIOTR I. TSCHAIKOWSKI · Symphonie Nr. 6 „Pathétique“ (1893)
Marokko
Fünf Musiker:innen aus Marokko entfalten die arabo-andalusische Kammermusik und verbinden klassische Werke mit zeitgenössischen Kompositionen. Historische Tiefe und gegenwärtige Klangkunst verweben zu einer Reise durch den nordafrikanischen und mediterranen Kulturraum.
TRADITIONELL ANDALUSISCH · حبك القمر (dt. Der Mond ist deinem Zauber verfallen)
ANDALUSISCHE MUWASCHSCHAH · ريم رمتني (dt. Reem ließ mich fallen)
N. N. · يا قلبي خلي الحال (dt. Mein Herz, lass die Dinge in ihrer eigenen Wahrheit ruhen)
TRADITIONELL CHAABI · العار يا العار (dt. Hab Erbarmen, hab Erbarmen mit mir)
ANDALUSISCHE MUWASCHSCHAH · لحبيبي أرسل سلام (dt. Meinem Geliebten sende ich einen Gruß)
TRADITIONELL ANDALUSISCH · أنا قد عيّا صبري (dt. Meine Geduld ist müde geworden)
Die Nationale Jugendphilharmonie der Türkei verzaubert ihr Publikum und nimmt sie mit auf eine Märchenreise mit Werken von Humperdinck, Dukas, Ravel, Tschaikowski und Emre Şener.
„ZAUBER“
ENGELBERT HUMPERDINCK · Vorspiel zu „Hänsel und Gretel“ (1893)
PIOTR I. TSCHAIKOWSKI · Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 b-Moll op. 23 (1874-1875)
EMRE ŞENER · „Je ne sais quoi“ (2026, Deutsche Erstaufführung)
MAURICE RAVEL · „Ma Mère l’oye” Fünf Kinderstücke (1911)
PAUL DUKAS ·„L’Apprenti sorcier” (1897)
Rockt das Konzerthaus! Suli Puschban und die Kapelle der guten Hoffnung bringen die Bühne zum Beben – und dich gleich mit!
Werde zum Band-Star! Hier kannst du Instrumente ausprobieren, eigene Songs aufnehmen und live erleben, wie ein Musikstudio funktioniert.
Werde selbst zur Musiker:in! Im Klingenden Museum kannst du Instrumente ausprobieren, Töne entdecken und spielerisch erfahren, wie Musik entsteht.
Eine Scheune, flinke Mäuse und eine Rakete ins All – komm mit auf eine musikalische Weltraumreise voller Fantasie und Abenteuerlust.
Eine Scheune, flinke Mäuse und eine Rakete ins All – komm mit auf eine musikalische Weltraumreise voller Fantasie und Abenteuerlust.
Sing mit den Vokalhelden auf dem Gendarmenmarkt vor dem Konzerthaus Berlin! Zwei fröhliche Mitmach-Konzerte um 14 und 15 Uhr für Kinder, Familien und alle Stimmen, die Spaß an Musik haben.
Jetzt ist deine Stimme gefragt! Bei gleich zwei Auftritten um 14:00 und 15:00 Uhr der Vokalhelden kannst du gemeinsam mit anderen Kindern bekannte Lieder und neue Songs singen, auf dem Gendarmenmarkt direkt vor der Freitreppe des Konzerthauses Berlin. Egal ob laut oder leise, hoch oder tief, zart oder kräftig – hier darf jede Stimme mitmachen! Komm vorbei, bring deine Freunde und Familie mit und erlebe Musik, die richtig Spaß macht.
TRADITIONAL · "Mango Mango"
BIMBA ZILOTTI / JOCHEN SCHMIDT-HAMBROCK · "Zitroneneis" aus "Pünktchen und Anton"
RITCHIE VALENS / WILLIAM CLAUSON (ARR.) · "La Bamba"
ŞENAY YÜZBAŞIOĞLU / NURIT HIRSH · "Sev Kardeşim"
MARK CWIERTNIA, TOBIAS FELIX KUHN,
SEBASTIAN WEHLINGS / RALF-CHRISTIAN MAYER, DANIEL NITT · "Chöre"
Sing mit den Vokalhelden auf dem Gendarmenmarkt vor dem Konzerthaus Berlin! Zwei fröhliche Mitmach-Konzerte um 14 und 15 Uhr für Kinder, Familien und alle Stimmen, die Spaß an Musik haben.
Jetzt ist deine Stimme gefragt! Bei gleich zwei Auftritten um 14:00 und 15:00 Uhr der Vokalhelden kannst du gemeinsam mit anderen Kindern bekannte Lieder und neue Songs singen, auf dem Gendarmenmarkt direkt vor der Freitreppe des Konzerthauses Berlin. Egal ob laut oder leise, hoch oder tief, zart oder kräftig – hier darf jede Stimme mitmachen! Komm vorbei, bring deine Freunde und Familie mit und erlebe Musik, die richtig Spaß macht.
TRADITIONAL · "Mango Mango"
BIMBA ZILOTTI / JOCHEN SCHMIDT-HAMBROCK · "Zitroneneis" aus "Pünktchen und Anton"
RITCHIE VALENS / WILLIAM CLAUSON (ARR.) · "La Bamba"
ŞENAY YÜZBAŞIOĞLU / NURIT HIRSH · "Sev Kardeşim"
MARK CWIERTNIA, TOBIAS FELIX KUHN,
SEBASTIAN WEHLINGS / RALF-CHRISTIAN MAYER, DANIEL NITT · "Chöre"
Das National Youth Orchestra of Turkmenistan bringt bei Young Euro Classic bekannte Komponisten Turkmenistans wie Chary Narymov, Veli Muhatov und Nury Halmammedov auf die Bühne.
CHARY NURYMOV · Konzert für Klavier und Orchester (1975)
VELI MUHATOV · „Mein Vaterland“ Symphonische Dichtung (1950)
AIDAN GOLD · „Lieder aus Turkmenistan“ Konzert für Schlagwerk und Orchester, II. Largo und III. Misterioso (2018, Deutsche Erstaufführung)
NURY HALMAMMEDOV · „Wind der Karakum-Wüste“ Symphonische Bilder
PIERRE THILLOY · „Diable qui danse“ op. 265 (2023, Deutsche Erstaufführung)
ARTURO MÁRQUEZ · Danzón Nr. 2 (1994)
Zwei Jugendorchester aus Amerika und Europa treffen aufeinander und gemeinsam entsteht ein mitreißender musikalischer Dialog voller Energie, Leidenschaft und kultureller Vielfalt.
KRZYSZTOF PENDERECKI · "Ciaccona in memoria Giovanni Paolo II" für Streicher (2005)
JOHANNES BRAHMS · Symphonie Nr. 3 F-Dur op. 90 (1883)
SILVESTRE REVUELTAS · „La noche de los Mayas“ (1939)
GABRIELA ORTIZ · „Antrópolis“ (Deutsche Erstaufführung, 2019)
Deutschland & Indien
Ein besonderes Konzerterlebnis bei Young Euro Classic, das internationale Spitzenmusiker:innen, kulturelle Vielfalt und musikalische Neugier aus Deutschland und Indien zusammenbringt – eine seltene Gelegenheit, diese außergewöhnliche Begegnung live in Berlin zu erleben!
Welche Spannungen und Synergien entstehen, wenn Jazz und Konnakol aufeinandertreffen?
Bei Young Euro Classic begegnen sich in diesem Jahr zwei herausragende Ensembles: das deutsche Jazz-Trio um den gefeierten Altsaxophonisten Jakob Manz und das südindische Ensemble des renommierten Konnakol-Virtuosen und Perkussionisten Karthik Mani.
Das Karthik Mani India Ensemble präsentiert die Vielfalt südindischer Musik mit ausdrucksstarken Ragas, stimmungsvoller südindischer Violine und den faszinierenden Rhythmusmustern des Konnakol – einer vokalen Perkussionskunst aus dem Süden Indiens. Karthik Mani ist ein international gefragter Musiker und war bereits letztes Jahr bei Young Euro Classic FUTURE NOW zu hören. Das deutsche Trio um den jungen Jazzsaxophonisten Jakob Manz präsentiert Musik von melodischem Einfallsreichtum, improvisatorischer Freiheit und mitreißenden/funkigen Grooves. Mit 25 Jahren ist Manz bereits ein renommierter Musiker und mit verschiedenen Projekten auf internationalen Bühnen unterwegs.
Nachdem die beiden Ensembles in der ersten Konzerthälfte sich gegenseitig mit ihren jeweiligen musikalischen Stilen vorstellen, kann man nach der Pause erleben, wie sie im kreativen Gespräch zueinanderfinden und zusammenklingen: Jazz-Melodien, südindische Violinklänge, die einzigartige Rhythmussprache des Konnakol und Improvisation verbinden sich zu einem ebenso facettenreichen wie mitreißenden Konzerterlebnis. Diese internationale und musikalische Kollaboration macht das Konzert zu einem besonderen Ereignis des Festivals.
Das Projekt knüpft dabei an eine besondere musikalische Geschichte an: In den 80er Jahren entdeckten die Sängerin und Komponistin R.A. Ramamani, die Mutter von Karthik Mani, gemeinsam und der amerikanische Jazz-Saxophonist Charlie Mariano ihre musikalische Neugier aufeinander. Es folgten viele gemeinsame Konzerte, darunter auch in der Berliner Philharmonie. Dieser musikalische Austausch zwischen südindischer Musik und Jazz wird wieder aufgenommen und von Young Euro Classic mit den Ensembles um Karthik Mani und Jakob Manz zurück nach Berlin gebracht.
Das Ulster Youth Orchestra ist zurück bei Young Euro Classic und präsentiert ein faszinierendes Programm zwischen irischer Klangpoesie und russischer Leidenschaft.
SAM KANE · "Journey to the Otherworld" (2026, Deutsche Erstaufführung)
HAMILTON HARTY · „The Children of Lir” (1938)
SERGEJ RACHMANINOW · Symphonische Tänze op. 45 (1940)
Young Euro Classic heißt das Slovenian Youth Orchestra willkommen mit Krečič’ „Fast Break“, Porras mitreißendem E-Bass-Konzert und Beethovens unvergesslicher Fünfter Symphonie.
MATIJA KREČIČ · „Fast Break” (2019, Deutsche Erstaufführung)
LAURI PORRA · „Entropia“ Konzert für E-Bass und Orchester (2015, Deutsche Erstaufführung)
LUDWIG VAN BEETHOVEN · Symphonie Nr. 5 c-Moll op. 67 (1804-1808)
Erleben Sie Wien in Berlin! Die Angelika Prokopp Sommerakademie taucht ein in klassische Klänge von Wagner und Glière bis hin zu der neusten Komposition von Konrád Varga.
RICHARD WAGNER · „Siegfried-Idyll“ E-Dur WWV 103 (1870)
REINHOLD GLIÈRE · Konzert für Harfe und Orchester Es-Dur op. 74 (1938)
KONRÁD VARGA · "3 Paranoide" (2026, Deutsche Erstaufführung)
LUDWIG VAN BEETHOVEN · Symphonie Nr. 4 B-Dur op. 60 (1806)
Argentinien & Deutschland
Das ni-va Ensemble aus Buenos Aires und Stellan Veloce verbinden Live-Elektronik, Improvisation und algorithmisch erzeugte Klänge zu einem stetig wandelnden Klanggeschehen. In ihrer Performance entstehen fragile, dichte Soundlandschaften, die zwischen Vertrautem und Unbestimmtem oszillieren und das Hören selbst infrage stellen.
Kammermusik am Laptop? Das ni-va Ensemble aus Argentinien bringt sie live nach Berlin. Das Ensemble ist ein Projekt für digitale Live-Musik, das von Studierenden des Programms Elektroakustische Komposition an der Nationalen Universität der Künste (UNA) in Buenos Aires ins Leben gerufen wurde. Der Schwerpunkt des Ensembles liegt auf der Erkundung von Sound in Echtzeit. Die Live-Improvisationen kombinieren eine Vielzahl von Ansätzen elektroakustischer Musik, wie beispielsweise Akusmatik und musique concrète.
Bei FUTURE NOW Musical Diaries präsentiert das vierköpfige Laptop-Ensemble aus Buenos Aires eine elektroakustische Improvisation in vier Akten. Dafür nutzen sie Synthesizer, Sampling-Techniken, virtuelle Instrumente sowie selbst programmierte Klänge und Algorithmen. Das Ensemble erfindet dichte Klangräume, in denen sich elektronische, aufgezeichnete und scheinbar vertraute Klänge ständig neu mischen. Was hören wir eigentlich, wenn wir nicht sehen, wie ein Klang entsteht? Und wie verändert sich unser Hören, wenn sich die Herkunft eines Klanges nicht mehr eindeutig bestimmen lässt? Das Ensemble macht genau diese Unsicherheit zum Ausgangspunkt eines Konzerts, das Wahrnehmung, Erwartung und Klangphantasie in Bewegung setzt. Dabei unterstützt sie bei ihrem Konzert bei Young Euro Classic der:die Musiker:in Stellan Veloce, deren Musik sich durch die warmen Klänge des Cellos in Kombination mit Elektronik auszeichnet. Gemeinsam improvisieren die fünf Musiker:innen und bearbeiten die Klänge direkt im Moment, sodass sich eine genuin neue Klangfarbe in der Aufführung entfaltet.
Eine Premiere in der Geschichte von Young Euro Classic: Der Estonian National Opera Boys' Choir präsentiert an seinem Konzertabend einen fesselnden Mix von Ave Maria bis Espresso macchiato!
EDUARD TUBIN · „Ave Maria” (1952, rev. 1964)
ANDRES LEMBA · „Ubi caritas“ (2019, Deutsche Erstaufführung)
ANDRES LEMBA · „Dona nobis pacem” (2025, Deutsche Erstaufführung)
VELJO TORMIS · „Arrival of the wedding guests” aus „Votic Wedding Songs” (1971)
CYRILLUS KREEK · „Lullaby“ (1915)
VELJO TORMIS · „Rumours are flying” (1973/1991)
MART SAAR · „Song of the Birds” (1935)
RASMUS PUUR · „We are Fragile Under our Shell” aus „Thoughts of a Young Man” (2015-2017)
EDUARD TUBIN · „Yearning” (1930)
RAIVO DIKSON · „The End of the Song” (1985, arr. von Martin Sildos)
RAIMUND VALGRE · „The Right Choice” (1968, arr. von Andres Lemba)
VELJO TORMIS · „Forget Me Not” in Gedenken an Gustav Ernesaks (1996)
ANDRES LEMBA · „Up We Go, Dear Brothers” (2014)
TOMMY CASH · „Espresso macchiato” (1968, arr. von Andres Lemba)
Vietnam, Deutschland, Ägypten, Argentinien
Vier musikalische Biografien treffen aufeinander und formen im FUTURE NOW-Ensemble &ñịoن einen gemeinsamen Raum des Hörens und Schaffens. Aus Reibung und Annäherung entsteht eine Komposition, die Differenz nicht auflöst, sondern produktiv werden lässt.
Unser Alltag ist voller Klänge, denen wir oft kaum Aufmerksamkeit schenken: Stimmen hinter der Wand, das Arbeiten von Maschinen im Hintergrund, Gespräche in der Nachbarschaft. Das Ensemble &ñịoن macht diese Geräusche zum Ausgangspunkt ihrer musikalischen Begegnung und entwickelt einen Abend zwischen Konzert, Hörspiel und szenischer Lesung.
In Kombination ihrer Stimmen und umfunktionierter Alltagsgegenstände – darunter eine elektrische Zahnbürste oder ein Massagegerät – gestalten Hatem Hamdy und Laris/Lara Bäucker ein urbanes Sprechtheater. Dieses wird mit atmosphärische Klanglandschaften untermalt: Joaquín Macedo erzeugt mit Synthesizer, Blechobjekten und Glasmurmeln vielschichtige Klangfarben, während Vinh Tran seiner Akustikgitarre mit Violinbogen und erweiterten Spieltechniken ungewohnte und unerwartete Töne entlockt.
Dabei begleitet eine Sprecher:innenstimme das Publikum durch den Abend: Sie erzählt von den Ideen hinter der Musik und öffnet einen Assoziationsraum, in dem Sprache und Klang gemeinsam Bilder erwecken, manchmal aber auch widersprüchlich sind oder ohne konkreten Bezugspunkt für sich stehen.
Déjà-entendu, die Wahrnehmung etwas bereits zuvor gehört haben, ist dabei zentrale Idee des Konzerts. &ñịoن lädt dazu ein, die eigene Umgebung mit neuen Ohren wahrzunehmen. Aus Stimmen, Geräuschen und Instrumentalklängen entsteht eine Musik, die Bekanntes in einem anderen Licht erscheinen lässt und zeigt, dass sich auch im Gewöhnlichen und Alltäglichen Einblicke in die Zukunft verbergen. Im Zentrum steht die Nostalgie für eine Zeit, die noch nicht gekommen ist.
Italien
Mit mediterranem Flair zeichnet das AYSO ein musikalisches Porträt Italiens. Von Waltons verspieltem Scapino über Respighis strahlende Pini di Roma bis hin zu Tschaikowskis Capriccio italien entfaltet sich eine musikalische Reise voller italienischer Highlights.
WILLIAM WALTON · „Scapino. A Comedy Overture” (1940, rev. 1949)
DOMENICO TURI · „Ritual” (2026, Deutsche Erstaufführung)
GIUSEPPE MARTUCCI · Notturno Nr. 1 Des-Dur op. 70 (1891)
PIOTR. I. TSCHAIKOWSKI · „Capriccio italien” op. 45 (1880)
OTTORINO RESPIGHI · „Pini di Roma” P. 141 (1923-1924)