Festival-Programm
Zum 27. Mal ist Young Euro Classic im Sommer 2026 Gastgeber für junge Musiker:innen aus vielen, sehr verschiedenen Ländern, die alle ihre besonderen Klänge, Geschichten und ungestüme Neugier mitbringen. Daraus entsteht eine besondere Energie, die mit einem freien Blick in die Zukunft, ohne Unterschiede zu glätten, Verbindungen schafft und sie in 17 Konzertabenden, 5 Ensemblekonzerten von FUTURE NOW Musical Diaries sowie einem Tag für junge Zuhörer:innen hörbar macht. Erstmals ist ein Chor dabei: der Estonian National Opera Boys’ Choir. Begegnungen prägen das Programm, etwa zwischen Musiker:innen aus Polen und Amerika sowie deutschen und indischen Jazzkünstlern. So steht das Festival für Offenheit, Zusammenarbeit und die Kraft des Zuhörens – weit über den Moment hinaus.
Die gefeierte Geigerin Liza Ferschtman und der Pianist Benjamin Hochman führen gemeinsam mit drei Nachwuchstalenten des Curtis Institute of Music ein mitreißendes Programm von Martinů über Beethovens „Geister“-Trio bis zu Brahms’ leidenschaftlichem f-Moll-Klavierquintett auf.
Bohuslav Martinů: Drei Madrigale (für Violine und Bratsche)
Ludwig van Beethoven: Klaviertrio D-Dur, Op. 70 Nr. 1 „Geistertrio“
PAUSE
Johannes Brahms: Klavierquintett f-Moll, Op. 34
Eröffnungskonzert!
Zwei junge Stars, ein Spitzenorchester und große Romantik: Ein spektakulärer Auftakt für Young Euro Classic!
SERGEJ RACHMANINOW · Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 d-Moll op. 30 (1909)
GIYA KANCHELI · „Noch ein Schritt / Another step“ (1992)
MODEST MUSSORGSKI · „Bilder einer Ausstellung“ (1874), orchestriert von Maurice Ravel (1922)
Traditionelle tadschikische Klänge treffen auf internationale Werke und verschmelzen zu einem mitreißenden Konzerterlebnis: MOHIRON verbindet musikalisches Erbe mit neuen künstlerischen Ideen.
TADSCHIKISCHE MELODIEN VERSCHIEDENER REGIONEN · Qalb (dt. Herz)
IDIBEK TOSHEV · Jilva (dt. Strahlkraft / Anmutiger Reiz)
ANTONIO VIVALDI · Escala Palladio (arrangiert für tadschikische Nationalinstrumente)
HAKIM MAHMUD · Zavqi Javoni (dt. Die Freude der Jugend)
JONIBEK SATTORZODA · Guftugu (dt. Dialog)
ZEQUINHA DE ABREU · Tico-Tico
KHUSHBAKHT NIYOZOV · Badakhshoni (dt. Aus Badakhshan)
JOVIDON HASANOV · Kuhistoni (dt. Von den Bergen)
VITTORIO MONTI · Csárdás
IDIBEK TOSHEV · Khusnoro (dt. Strahlende Schönheit)
IDIBEK TOSHEV · Sarchashma (dt. Quelle)
Mit symphonischen Klängen kehrt das Jugendsymphonieorchester der Ukraine nach Berlin zurück und setzt ein Zeichen der Hoffnung und des Widerstands.
BOHDAN SEHIN · „Kaiserwald-Walzer“ für Symphonieorchester (Uraufführung)
JOHANNES BRAHMS · Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 d-Moll op. 15 (1854-1858)
ANTONÍN DVOŘÁK · Symphonie Nr. 8 G-Dur op. 88 (1889)
Lương Huệ Trinh verbindet traditionelle vietnamesische Musik, Alltagsgeräusche und elektronische Klänge zu vielschichtigen Klanglandschaften zwischen Realität und Illusion. Im Dialog mit der Sängerin Vũ Thị Thuỳ Linh entstehen im Lách-Tách-Konzert zeitübergreifende musikalische Begegnungen, in denen Vergangenheit und Gegenwart ineinanderfließen.
Die vietnamesische Komponistin und Performerin Lương Huệ Trinh erforscht Elemente der traditionellen Musik, Geräusche des Alltags und elektronische Klänge. Sie formt und stellt sie in Beziehung zueinander, wodurch sie vielschichtige Klanglandschaften zwischen Realität und Illusion kreiert. Ihre Musik wird zu emotionalen Streifzügen, die die Zuhörer:innen durch Schichten von Erinnerung und Raum führen und das Teilen persönlicher Gedanken ermöglichen.
Im Rahmen des Lách-Tách-Konzerts lädt Lương Huệ Trinh die traditionelle vietnamesische Sängerin Vũ Thị Thuỳ Linh ein, sich dieser Reise anzuschließen. Vũ Thị Thuỳ Linh präsentiert die alten Melodien von Ả Đào, einer jahrtausendealten traditionellen Musikform aus Nordvietnam, die Poesie und Musik mit hochentwickelten Gesangstechniken und einem äußerst komplexen Tonsystem verbindet, begleitet von Phách (Klanghölzern) und Trống chầu (Trommel). Zwei Künstlerinnen, zwei unterschiedliche Herangehensweisen an Klang, prallen aufeinander und schaffen hörbare Zeitsprünge verbunden durch den gemeinsamen Raum. Was der Vergangenheit angehört und was sich in der Gegenwart entfaltet, bleibt nicht getrennt, sondern verwebt sich und erzeugt klangliche Momente – zugleich fremd und vertraut. Diese Musik erklärt nicht, sondern wirft Fragen auf – über die Zeit, über die Erinnerung, darüber, was noch nachhallt.
Jung, bunt, virtuos! Das ONJL Luxembourg feiert sein Young Euro Classic-Debüt mit einem fulminanten Abendprogramm von Rachmaninow bis zu einer deutschen Erstaufführung von Hy-Khang Dang.
HY-KHANG DANG · Neues Werk (2026, Deutsche Erstaufführung)
SERGEJ RACHMANINOW · Rhapsodie über ein Thema von Paganini, a-Moll op. 43 (1934)
IGOR STRAWINSKI · „Zirkuspolka: Für einen jungen Elefanten“ (1942/44)
IGOR STRAWINSKI · „Der Feuervogel”, Ballett-Suite für Orchester (1918-1919)
Wenn junge Spitzenklasse mit Leidenschaft auftrifft: Elim Chan und María Dueñas sorgen beim EUYO für begeisterndes Zusammenspiel von Temperament und Virtuosität – mit Brahms und Rachmaninow!
JOHANNES BRAHMS · Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 77 (1878-1879)
SERGEJ RACHMANINOW · Symphonie Nr. 2 e-Moll op. 27 (1906-1907)
Das NYO-USA kehrt mit technischer Brillanz und einem spannenden Programm mit Barber und Bartók zu Young Euro Classic zurück. Mit Gershwins jazzigem Klavierkonzert und Star-Solist Kirill Gerstein versprechen die Künstler:innen ein mitreißendes Abendprogramm.
SAMUEL BARBER · Ouvertüre zu „The School for Scandal” op. 5 (1931)
GEORGE GERSHWIN · „Concerto in F” für Klavier und Orchester (1924)
BÉLA BARTÓK · Konzert für Orchester (1943)
Das junge chinesische Orchester des Zhejiang Conservatory of Music debütiert bei Young Euro Classic!
Von chinesischer Moderne bis Bruckner: ein Konzertabend voller kultureller Brücken und symphonischer Energie.
ZHANG YING · Akademische Festouvertüre (Deutsche Erstaufführung)
CHEN QIGANG · „Er Huang“ Konzert für Klavier und Orchester (2009)
ANTON BRUCKNER · Symphonie Nr. 2 c-Moll (1871-1872)
Entdecken Sie die Klänge Mittel- und Südamerikas mit dem lebendigsten Orchester der Niederlande, Jong Metropole! Dieses sinfonische Jazzorchester präsentiert bezaubernde Melodien, gespielt von hochtalentierten Musiker:innen.
Diesen Sommer erwartet Sie der Energiekick südamerikanischen Sounds und ein Übermaß an Talent auf der Bühne: Jong Metropole aus den Niederlanden. Berauschende Rhythmen und herrliche Melodien, gespielt von einem hochtalentierten symphonischen Jazzorchester unter der Leitung des portugiesisch-amerikanischen Dirigenten Jacomo Bairos! Die Musik Südamerikas entstand aus jahrhundertelanger Vermischung von Traditionen. Während der Kolonialzeit wurden Millionen von Afrikaner:innen gewaltsam nach Amerika verbracht. Sie brachten ihre Rhythmen, Gesangstraditionen und religiöse Musik mit. In Ländern wie Kuba, Brasilien und Kolumbien vermischten sich diese afrikanischen Einflüsse mit europäischer Harmonie und einheimischen Melodien. Daraus entstanden Musikstile wie Son, Salsa, Samba und Cumbia. Von mitreißenden Tanzrhythmen zu lyrischem Innehalten: dieses Konzert feiert die Reichhaltigkeit eines Musikerbes, das Kontinente verbindet. Das Jong Metropole Symphonic Jazz Orchestra verbindet symphonische Fülle mit Swing, Improvisation und dem Timing einer Jazz-Bigband. Lieder wie Esperanca von Vince Mendoza und Wakafrica von Manu di Bango werden dem Publikum das Stillsitzen unmöglich machen. Mit Chris Mullers Neuem Werk haben die jungen Crossover-Spezialisten zudem eine Deutsche Erstaufführung im Gepäck.
Ein besonderer Gast bei Young Euro Classic!
Das Jovem Orquestra Portuguesa kehrt zurück mit einem Programm unter dem Zeichen der Saudade, einer musikalischen Reise zwischen Sehnsucht, Erinnerung und leidenschaftlicher Intensität.
„SAUDADE“
HECTOR BERLIOZ · Ouvertüre zu „Le Corsaire“ op. 21 (1844, rev. 1852)
HECTOR BERLIOZ · Arie „Ah, je vais mourir … Adieu fière cite” aus der Oper „Les Troyens“ H 133 (1890)
HECTOR BERLIOZ · „Sur les lagunes“ aus „Les nuites d’été“ op. 7 (1856)
CÉSAR RAFAEL · "Saudades, só portugueses" (Uraufführung)
PIOTR I. TSCHAIKOWSKI · Symphonie Nr. 6 „Pathétique“ (1893)
Fünf Musiker:innen aus Marokko entfalten die arabo-andalusische Kammermusik und verbinden klassische Werke mit zeitgenössischen Kompositionen. Historische Tiefe und gegenwärtige Klangkunst verweben zu einer Reise durch den nordafrikanischen und mediterranen Kulturraum.
TRADITIONELL ANDALUSISCH · حبك القمر (dt. Der Mond ist deinem Zauber verfallen)
ANDALUSISCHE MUWASCHSCHAH · ريم رمتني (dt. Reem ließ mich fallen)
N. N. · يا قلبي خلي الحال (dt. Mein Herz, lass die Dinge in ihrer eigenen Wahrheit ruhen)
TRADITIONELL CHAABI · العار يا العار (dt. Hab Erbarmen, hab Erbarmen mit mir)
ANDALUSISCHE MUWASCHSCHAH · لحبيبي أرسل سلام (dt. Meinem Geliebten sende ich einen Gruß)
TRADITIONELL ANDALUSISCH · أنا قد عيّا صبري (dt. Meine Geduld ist müde geworden )
Die Nationale Jugendphilharmonie der Türkei verzaubert ihr Publikum und nimmt sie mit auf eine Märchenreise mit Werken von Humperdinck, Dukas, Ravel, Tschaikowski und Emre Şener.
„ZAUBER“
ENGELBERT HUMPERDINCK · Vorspiel zu „Hänsel und Gretel“ (1893)
PIOTR I. TSCHAIKOWSKI · Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 b-Moll op. 23 (1874-1875)
EMRE ŞENER · „Je ne sais quoi“ (2026, Deutsche Erstaufführung)
MAURICE RAVEL · „Ma Mère l’oye” Fünf Kinderstücke (1911)
PAUL DUKAS ·„L’Apprenti sorcier” (1897)
Rockt das Konzerthaus! Suli Puschban und die Kapelle der guten Hoffnung bringen die Bühne zum Beben – und dich gleich mit!
Werde zum Band-Star! Hier kannst du Instrumente ausprobieren, eigene Songs aufnehmen und live erleben, wie ein Musikstudio funktioniert.
Werde selbst zur Musiker:in! Im Klingenden Museum kannst du Instrumente ausprobieren, Töne entdecken und spielerisch erfahren, wie Musik entsteht.
Eine Scheune, flinke Mäuse und eine Rakete ins All – komm mit auf eine musikalische Weltraumreise voller Fantasie und Abenteuerlust.
Eine Scheune, flinke Mäuse und eine Rakete ins All – komm mit auf eine musikalische Weltraumreise voller Fantasie und Abenteuerlust.
Das National Youth Orchestra of Turkmenistan bringt bei Young Euro Classic bekannte Komponisten Turkmenistans wie Chary Narymov, Veli Muhatov und Nury Halmammedov auf die Bühne.
CHARY NURYMOV · Konzert für Klavier und Orchester (1975)
VELI MUHATOV · „Mein Vaterland“ Symphonische Dichtung (1950)
AIDAN GOLD · „Lieder aus Turkmenistan“ Konzert für Schlagwerk und Orchester (2018, Deutsche Erstaufführung)
PIERRE THILLOY · „Diable qui danse“ op. 265 (2023, Deutsche Erstaufführung)
NURY HALMAMMEDOV · „Wind der Karakum-Wüste“ Symphonische Bilder
ARTURO MÁRQUEZ · Danzón Nr. 2 (1994)
Zwei Jugendorchester aus Amerika und Europa treffen aufeinander und gemeinsam entsteht ein mitreißender musikalischer Dialog voller Energie, Leidenschaft und kultureller Vielfalt.
KRZYSZTOF PENDERECKI · Adagietto aus „Paradise Lost“ (1979)
JOHANNES BRAHMS · Symphonie Nr. 3 F-Dur op. 90 (1883)
SILVESTRE REVUELTAS · „La noche de los Maya“ (1939)
GABRIELA ORTIZ · „Antrópolis“ (Deutsche Erstaufführung, 2019)
Das sechsköpfige Ensemble vereint auf Initiative von Young Euro Classic junge Ausnahmetalente um Jakob Manz und Karthik Mani. Inspiriert von der legendären Zusammenarbeit von R.A. Ramamani und Charlie Mariano, führt die neue Generation diesen musikalischen Dialog mit frischen Impulsen weiter.
Das sechsköpfige Ensemble bringt Musiker:innen aus dem Umfeld des jungen deutschen Ausnahme-Altsaxophonisten Jakob Manz und des südindischen (Vokal-) Perkussionisten Karthik Mani zusammen, die eine facettenreiche Mischung aus Jazz und südindischem Konnakol präsentieren. Als Hommage an die legendäre Zusammenarbeit der Sängerin und Komponistin R.A. Ramamani – der Mutter von Karthik Mani – und des Altsaxophonisten Charlie Mariano in den 1980er Jahren wird an diesen musikalischen Austausch angeknüpft und in die Gegenwart geholt.
In der ersten Konzerthälfte sind die unterschiedlichen musikalischen Perspektiven einzeln zu hören: Mit stimmungsvollen gesungenen Ragas, faszinierenden Rhythmusmustern, ausdrucksstarker südindischer Violine und lebhafter Volksmusik vereint das Karthik Mani India Ensemble dynamische Percussion und die mitreißende Sprache des Konnakol zu einer energiegeladenen Darbietung. Im deutschen Trio um Jakob Manz sind in den Improvisationen ein unerschöpflicher Melodienreichtum, nuancenreiche und warme Klänge sowie groovige Passagen mit freien Elementen zu hören. In der zweiten Konzerthälfte kommen die sechs Musiker:innen zusammen und verbinden diese unterschiedlichen musikalischen Einflüsse zu einem gemeinsamen Spiel.
Das Ulster Youth Orchestra ist zurück bei Young Euro Classic und präsentiert ein faszinierendes Programm zwischen irischer Klangpoesie und russischer Leidenschaft.
SAM KANE · "Journey to the Otherworld" (2026, Deutsche Erstaufführung)
HAMILTON HARTY · „The Children of Lir” (1938)
SERGEJ RACHMANINOW · Symphonische Tänze op. 45 (1940)
Young Euro Classic heißt das Slovenian Youth Orchestra willkommen mit Krečič’ „Fast Break“, Porras mitreißendem E-Bass-Konzert und Beethovens unvergesslicher Fünfter Symphonie.
MATIJA KREČIČ · „Fast Break” (2019, Deutsche Erstaufführung)
LAURI PORRA · „Entropia“ Konzert für E-Bass und Orchester (2015, Deutsche Erstaufführung)
LUDWIG VAN BEETHOVEN · Symphonie Nr. 5 c-Moll op. 67 (1804-1808)
Erleben Sie Wien in Berlin! Die Angelika Prokopp Sommerakademie taucht ein in klassische Klänge von Wagner und Glière bis hin zu der neusten Komposition von Konrád Varga.
RICHARD WAGNER · „Siegfried-Idyll“ E-Dur WWV 103 (1870)
REINHOLD GLIÈRE · Konzert für Harfe und Orchester Es-Dur op. 74 (1938)
KONRÁD VARGA · Neues Werk (2026, Deutsche Erstaufführung)
LUDWIG VAN BEETHOVEN · Symphonie Nr. 4 B-Dur op. 60 (1806)
Das ni-va Ensemble aus Buenos Aires verbindet Live-Elektronik, Improvisation und algorithmisch erzeugte Klänge zu einem stetig wandelnden Klanggeschehen. In ihrer Performance entstehen fragile, dichte Soundlandschaften, die zwischen Vertrautem und Unbestimmtem oszillieren und das Hören selbst infrage stellen.
Kammermusik am Laptop? Das ni-va Ensemble aus Argentinien bringt sie live nach Berlin. Das Ensemble ist ein Projekt für digitale Live-Musik, das von Studierenden des Programms Elektroakustische Komposition an der Nationalen Universität der Künste (UNA) in Buenos Aires ins Leben gerufen wurde. Der Schwerpunkt des Ensembles liegt auf der Erkundung von Sound in Echtzeit. Die Live-Improvisationen kombinieren eine Vielzahl von Ansätzen elektroakustischer Musik, wie beispielsweise Akusmatik und musique concrète.
Bei FUTURE NOW Musical Diaries präsentiert das vierköpfige Laptop-Ensemble aus Buenos Aires eine elektroakustische Improvisation in vier Akten. Dafür nutzen sie Synthesizer, Sampling-Techniken, virtuelle Instrumente sowie selbst programmierte Klänge und Algorithmen. Das Ensemble erfindet dichte Klangräume, in denen sich elektronische, aufgezeichnete und scheinbar vertraute Klänge ständig neu mischen. Was hören wir eigentlich, wenn wir nicht sehen, wie ein Klang entsteht? Und wie verändert sich unser Hören, wenn sich die Herkunft eines Klanges nicht mehr eindeutig bestimmen lässt? Das Ensemble macht genau diese Unsicherheit zum Ausgangspunkt eines Konzerts, das Wahrnehmung, Erwartung und Klangphantasie in Bewegung setzt. Gemeinsam improvisieren die vier Musiker:innen und bearbeiten die Klänge direkt im Moment, sodass sich eine genuin neue Klangfarbe in der Aufführung entfaltet.
Eine Premiere in der Geschichte von Young Euro Classic: Der Estonian National Opera Boys' Choir präsentiert an seinem Konzertabend einen fesselnden Mix von Ave Maria bis Espresso macchiato!
EDUARD TUBIN · „Ave Maria” (1952, rev. 1964)
ANDRES LEMBA · „Ubi caritas“ (2019, Deutsche Erstaufführung)
ANDRES LEMBA · „Dona nobis pacem” (2025, Deutsche Erstaufführung)
VELJO TORMIS · „Arrival of the wedding guests” aus „Votic Wedding Songs” (1971)
CYRILLUS KREEK · „Lullaby“ (1915)
VELJO TORMIS · „Rumours are flying” (1973/1991)
MART SAAR · „Song of the Birds” (1935)
RASMUS PUUR · „We are Fragile Under our Shell” aus „Thoughts of a Young Man” (2015-2017)
EDUARD TUBIN · „Yearning” (1930)
RAIVO DIKSON · „The End of the Song” (1985, arr. von Martin Sildos)
RAIMUND VALGRE · „The Right Choice” (1968, arr. von Andres Lemba)
VELJO TORMIS · „Forget Me Not” in Gedenken an Gustav Ernesaks (1996)
ANDRES LEMBA · „Up We Go, Dear Brothers” (2014)
TOMMY CASH · „Espresso macchiato” (1968, arr. von Andres Lemba)
Vier musikalische Biografien treffen aufeinander und formen im FUTURE NOW-Ensemble &ñịoن einen gemeinsamen Raum des Hörens und Schaffens. Aus Reibung und Annäherung entsteht eine Komposition, die Differenz nicht auflöst, sondern produktiv werden lässt.
Differenzen hören, aushalten und fruchtbar machen: Vier Musiktraditionen, vier Biographien, eine erstmalige musikalische Begegnung. Das FUTURE NOW-Ensemble &ñịoن erkundet, was passiert, wenn unterschiedliche musikalische Sozialisationen sich begegnen, reiben und widersprechen. Zwischen Missverständnissen, unerwarteten Übereinstimmungen und einem behutsamen Verlernen von Gewohnheiten entsteht im gemeinsamen Schaffensprozess eine Komposition, die bei FUTURE NOW Musical Diaries erstmalig erklingen wird.
Das Begegnungsensemble besteht aus Musiker:innen, die interdisziplinär in Berlin arbeiten. Der argentinische Komponist und Soundkünstler Joaquín Macedo widmet sich experimenteller Musik und der Zusammenarbeit mit Performer:innen. Bei Berliner:in Laris / Lara Bäucker steht die Suche nach einem Zusammenkommen mit dem Publikum im Mittelpunkt der musikalischen Praxis – mit Stimme, Performance und Komposition. Als Komponist, Tonmeister und Videokünstler arbeitet Vinh Tran, Berliner mit vietnamesischen Wurzeln, auf einem analog-digitalen Kontinuum. Er präpariert Gitarren mit akustischen Verzerrern, spielt algorithmisch abgeleitete Muster auf dem Klavier oder nutzt den Laptop als Instrument. Hatem Hamdy, in Kairo geboren und aufgewachsen, verbindet arabische und westliche Traditionen und greift dabei gleichermaßen auf seine Perspektiven als Ingenieur und Komponist zurück.
Das Ergebnis dieser vielschichtigen Begegnung? Niemand spielt hier als Repräsentant einer Kultur. Stattdessen entsteht Musik als gemeinsamer Prozess: Aus dem Neben- wird ein Miteinander, das alle gemeinsam erstrahlen lässt.
Mit mediterranem Flair zeichnet das AYSO ein musikalisches Porträt Italiens. Von Waltons verspieltem Scapino über Respighis strahlende Pini di Roma bis hin zu Tschaikowskis Capriccio italien entfaltet sich eine musikalische Reise voller italienischer Highlights.
WILLIAM WALTON · „Scapino; A Comedy Overture” (1940, rev. 1949)
DOMENICO TURI · „Ritual” (2026, Deutsche Erstaufführung)
GIUSEPPE MARTUCCI · Notturno Nr. 1 Des-Dur op. 70 (1891)
PIOTR. I. TSCHAIKOWSKI · „Capriccio italien” op. 45 (1880)
OTTORINO RESPIGHI · „Pini di Roma” P. 141 (1923-1924)