19:00 Uhr
Nils Kugelmann Bass
Erik Konertz Posaune
Karthik Mani Percussion, Ghatam, Konnakol
Bhumika L. Madhusudan Gesang, Konnakol
S. Janardhan Indische Violine
Das sechsköpfige Ensemble bringt Musiker:innen aus dem Umfeld des jungen deutschen Ausnahme-Altsaxophonisten Jakob Manz und des südindischen (Vokal-) Perkussionisten Karthik Mani zusammen, die eine facettenreiche Mischung aus Jazz und südindischem Konnakol präsentieren. Als Hommage an die legendäre Zusammenarbeit der Sängerin und Komponistin R.A. Ramamani – der Mutter von Karthik Mani – und des Altsaxophonisten Charlie Mariano in den 1980er Jahren wird an diesen musikalischen Austausch angeknüpft und in die Gegenwart geholt.
In der ersten Konzerthälfte sind die unterschiedlichen musikalischen Perspektiven einzeln zu hören: Mit stimmungsvollen gesungenen Ragas, faszinierenden Rhythmusmustern, ausdrucksstarker südindischer Violine und lebhafter Volksmusik vereint das Karthik Mani India Ensemble dynamische Percussion und die mitreißende Sprache des Konnakol zu einer energiegeladenen Darbietung. Im deutschen Trio um Jakob Manz sind in den Improvisationen ein unerschöpflicher Melodienreichtum, nuancenreiche und warme Klänge sowie groovige Passagen mit freien Elementen zu hören. In der zweiten Konzerthälfte kommen die sechs Musiker:innen zusammen und verbinden diese unterschiedlichen musikalischen Einflüsse zu einem gemeinsamen Spiel.
Mit 15 Jahren als Jungstudent an der Musikhochschule Stuttgart angenommen, erhielt Jakob Manz schon im Teenageralter zahlreiche Auszeichnungen. Mit 19 Jahren folgte dann sein Debütalbum Natural Energy auf dem namhaften Jazzlabel ACT. Es folgten euphorische Reaktionen von Medien und Publikum, der Jazzpreis des Landes Baden-Württemberg und ausverkaufte Konzerte. In der Spielzeit 2025/2026 ist Manz der jüngste Artist in Residence aller Zeiten an der Alten Oper Frankfurt. Jakob Manz ist in vielerlei Hinsicht ein Ausnahmetalent: An seinem Hauptinstrument, dem Saxophon, besticht er mit atemberaubender Virtuosität. Einen großen Teil seines Reizes zieht Manz’ Spiel aus seinem unerschöpflichen Melodienreichtum, der sich von auskomponierten Themen nahtlos in ekstatischen Improvisationen fortsetzt, immer klar und präsent im Ton, aber zugleich nuancenreich und warm. Mit nicht einmal Mitte 20 gehört Manz schon zu den gefragtesten Jazzmusiker:innen in Deutschland. Er spielt mit Stars wie Randy Brecker, Nils Landgren oder Thomas Quasthoff, den Bigbands des WDR und SWR und ist regelmäßig auf den größten Bühnen des Landes als Special Guest in der Band von Sarah Connor zu hören.
Nils Kugelmann, 1996 in München geboren, begann seine Musikausbildung mit der Blockflöte; bald folgten Klavier, Klarinette und Bass. Mit 11 Jahren schrieb er seine erste Komposition für Klarinette, mit 15 das erste Stück für Big Band und mit 18 die ersten Werke für Orchester sowie zwei Musicals. Diese wurden unter seiner Leitung u.a. im Herkulessaal, im Schloss Nymphenburg und im Gasteig in München uraufgeführt. Nach dem Abitur studierte er Jazzkontrabass an der Hochschule für Musik und Theater München bei Henning Sieverts, wo Nils Kugelmann 2022 mit dem Master abschloss. Während dieser Zeit machte er bereits in verschiedenen Projekten auf sich aufmerksam. So spielte er u.a. Konzerte mit dem Benny Golson Quartett, dem Trio Elf, der Jazzrausch Bigband und Johannes Enders. Seit 2022 ist er verstärkt mit seinem eigenen Projekt – dem Nils Kugelmann Trio – auf Tour. Sein Debütalbum Stormy Beauty erschien im Juni 2023 beim Label ACT und wurde für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik nominiert. Außerdem spielt er Kontra-Alt-Klarinette im Duo Shuteen Erdenebaatar & Nils Kugelmann (Biberacher Jazzpreis) und Klavier im Duo Wolfgruber Kugelmann.
Erik Konertz studierte in Bremen und Hamburg Jazz-Posaune und war zu dieser Zeit Mitglied und Solist im Bundesjazzorchester. In jungen Jahren spielte er bereits mit Jazzgrößen wie Randy Brecker, John Clayton, Kurt Rosenwinkel, Nils Wogram u.v.m. Auf nationaler Ebene ist Erik Konertz regelmäßig als fester Bestandteil oder Aushilfe in unzähligen Bigbands zu hören, so zum Beispiel der NDR Bigband, dem Jazzkombinat Hamburg, der Samuel Restle Bigband oder der Pascal Klewer Bigband. Viel beachtet wurde sein Soloprojekt, sowie seine Arbeit in kleineren Formationen wie dem Olesch:Konertz Duo, dessen im September 2025 auf nwog records erschienenes Debüt-Album New Places von Fachzeitschriften, Online-Medien und Radiosendern gelobt wurde. Seit vielen Jahren ist Erik Konertz fester Bestandteil der norddeutschen Musical- und Theaterszene und spielt u.a. fest am Stage Operettenhaus in Hamburg oder bei den Freilichtspielen Tecklenburg. Außerdem ist Erik Konertz Dozent für Jazz-Posaune, Bigband und Ensemble an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover sowie Dozent für Jazz-Posaune an der Musikhochschule Lübeck.
Karthik Mani (*1980) ist der Sohn von T.A.S. Mani, dem legendären Mridangam-Spieler sowie Gründer und Leiter des berühmten Karnataka College of Percussion, und der Sängerin, Komponistin und Lehrerin R.A. Ramamani. Karthik Mani selbst hat die Schule der klassischen indischen Musik durchlaufen und bewegt sich als Musiker und Künstler hauptsächlich auf dem Gebiet der instrumentalen und vokalen Perkussion (Konnakol) aus Südindien, der Weltpercussion und dem Schlagzeug. Als international bekannter und gefragter Musiker hat er bereits mit vielen namhaften Künstler:innen, u.a. mit Mory Kanté oder den Grammy-Gewinnern Shankar Mahadevan, Stewart Copeland und Ricky Kej, zusammengearbeitet. Karthik Mani spielt weltweit auf bedeutenden Jazzfestivals, arbeitet regelmäßig mit unterschiedlichen internationalen Bands zusammen und leitet verschiedene Percussion-Ensembles. Er ist ein vielseitiger Musiker und Künstler, der nicht nur im Bereich der karnatischen Musik, des Jazz, Rock, oder Fusion beheimatet ist, sondern auch mit klassischen Symphonieorchestern zusammenarbeitet und im Bereich Film, Theater und Tanz aktiv ist.
Bhumika L. Madhusudan (*2000 in Bengaluru, Karnataka, Indien) kann mit 25 Jahren bereits einen beachtlichen Werdegang vorweisen. Ausgebildet in klassischem indischen Gesang, wirkte sie bereits bei über 800 Konzerten mit und trat dabei auf namhaften Bühnen in Indien und im Ausland auf, unter anderem in den USA. Doch nicht nur live auf der Bühne, auch im nationalen Fernsehen Indiens hat Madhusudan sich mit ihrem Sieg in der ersten Staffel der Gesangs-Reality-Show Gaana Chandana einen Namen gemacht. Darüber hinaus nimmt sie regelmäßig Songs für Spielfilme auf und singt in mehr als zehn Sprachen. Sie wurde unter anderem 2017 mit dem Preis für herausragende Leistungen von der Regierung des indischen Bundesstaates Karnataka ausgezeichnet.
S. Janardhan ist ein engagierter klassischer Violinist der karnatischen Musik mit 17 Jahren Erfahrung. Er begann seine musikalische Laufbahn unter der Anleitung von Vidushi Anuthama Murali und wird derzeit von Padma Shri A. Kanyakumari unterrichtet. Als Künstler der Klasse „A“ bei All India Radio ist Janardhan bereits an renommierten Veranstaltungsorten in Indien, den USA, Singapur, Dubai und Malaysa aufgetreten. Er arbeitet regelmäßig als Begleiter mit bedeutenden Musikern zusammen und tritt außerdem mit Solo-Violinkonzerten auf.