um 19:00 Uhr
Friedrichstadtkirche
Ed Gazouleas Bratsche
Elliot Sloss Violoncello
Xuanyan „Jessie“ Gong Klavier
MAURICE RAVEL (1875-1937)· Sonate für Violine und Cello M. 73
SERGEJ RACHMANINOW (1873-1943) · "Trio élégiaque" No.1 in g-Moll
JOHANNES BRAHMS ( 1833-1897) · Klavierquartett Nr. 3 in c-Moll, Op. 60, I. Allegro non troppo, II. Scherzo. Allegro, III. Andante, IV. Finale. Allegro comodo
Drei außergewöhnliche Nachwuchskünstler:innen des Curtis Institute of Music – Audrey Goodner, Elliot Sloss und Jessie Gong – treffen auf Ed Gazouleas, Bratschenprofessor am Curtis Institute of Music, zu einem mitreißenden Kammermusikabend in Berlin.
Auf dem Programm stehen Maurice Ravels Sonate für Violine und Cello, Sergej Rachmaninows leidenschaftliches Trio élégiaque Nr. 1 g-Moll sowie Johannes Brahms’ eindrucksvolles Klavierquartett Nr. 3 c-Moll – drei Werke voller Virtuosität, klanglicher Vielfalt und emotionaler Intensität.
Ein Konzert, das die besondere Energie des gemeinsamen Musizierens feiert und die nächste Generation herausragender Künstler des Curtis Institute of Music in einem facettenreichen Programm präsentiert.
Nina von Maltzahn Memorial Concert
Curtis Institute of Music, Bard College Berlin und Schwarz Foundation in Zusammenarbeit mit Young Euro Classic.
Audrey Goodner aus Reston, Virginia, studiert am Curtis Institute of Music bei Benjamin Beilman als Boris Kyrulik Memorial Fellow.
In jüngster Zeit hat sie zahlreiche Auszeichnungen und bedeutende musikalische Erfahrungen gesammelt. Sie ist Konzertmeisterin des Curtis Symphony Orchestra, trat als Solistin mit dem San José Chamber Orchestra auf, gewann den zweiten Preis beim 38th Irving M. Klein International String Competition und den vierten Preis beim Thomas and Evon Cooper International Violin Competition 2022. Außerdem gewann sie die Concerto Competitions des Hilton Head Symphony Orchestra und der United States Army Band Young Artist Competitions. Im August 2025 und 2026 wurde Audrey eingeladen, beim Bar Harbor Music Festival ein Solorezital mit der Pianistin Ann Sears und Erika Nickrenz zu geben.
Als Konzertmeisterin des Langley High School Orchestra und des American Youth Philharmonic Orchestra trat Audrey als Solistin in der Carnegie Hall sowie an zahlreichen Spielstätten im Raum Washington, D.C. auf. Durch ihre Teilnahme am Youth Fellowship Program des National Symphony Orchestra konnte sie zudem zahlreiche Solo- und Kammermusikauftritte im John F. Kennedy Center for the Performing Arts, in der Italienischen Botschaft und an öffentlichen Schulen im District of Columbia absolvieren. Darüber hinaus tourte sie als Konzertmeisterin mit dem Curtis Chamber Orchestra durch die USA.
Zu Audreys früheren Lehrern gehören Ryan Meehan vom Calidore String Quartet und Jing Qiao vom National Symphony Orchestra. Sechs Sommer lang studierte sie bei Danielle Belen am Center Stage Strings der University of Michigan. Außerdem nahm sie an Sommerkursen bei Sibbi Bernhardsson an der Harpa International Music Academy in Reykjavík, Island, teil. Weitere Sommerprogramme waren drei Jahre lang das Young Performers Program von Music@Menlo, Toronto Summer Music und das Norfolk Chamber Music Festival.
Ed Gazouleas hat sich als einer der herausragenden Pädagogen seiner Generation etabliert. Seine Schüler:innen sind heute in den Bratschen-Gruppen zahlreicher Orchester vertreten, darunter die Boston, St. Louis und Indianapolis Symphony Orchestras sowie viele weitere Orchester in den USA, Europa, Asien und Südamerika.
Herr Gazouleas war 24 Jahre Mitglied des Boston Symphony Orchestra, wo er den Lois and Harlan Anderson Viola Chair innehatte und mehrfach die Leitung der Bratschen-Gruppe übernahm, unter anderem unter Dirigenten wie Colin Davis, Kurt Masur und André Previn. Während seiner Zeit in Boston engagierte er sich auch in der Orchesterleitung und -verwaltung: Er war Vorsitzender des Artistic Advisory Committee des Orchesters und Mitglied des Findungskomitees, das Andris Nelsons zum Musikdirektor des Orchesters wählte. Außerdem ist er seit vielen Jahren in leitenden Funktionen mit dem Tanglewood Music Center verbunden.
Als Kammermusiker ist Herr Gazouleas unter anderem mit Mitgliedern des Fine Arts, Pacifica, Muir, Lydian und Johannes String Quartet aufgetreten. Als Preisträger des Eighth International String Quartet Competition im französischen Évian arbeitete er außerdem mit Künstler:innen wie Christian Tetzlaff, Stephanie Blythe und Roberto Díaz, den Boston Symphony Chamber Players sowie den Stimmführer:innen der Streichergruppen des Cleveland Orchestra zusammen.
Herr Gazouleas setzt sich dafür ein, das Repertoire für Bratsche zu erweitern und neue Werke zu fördern, und hat mit Komponisten wie Sir Michael Tippett, John Harbison und Osvaldo Golijov zusammengearbeitet. 2019 spielte er die nordamerikanische Erstaufführung von Letters from Warsaw des englischen Komponisten Joseph Phibbs.
Darüber hinaus war Herr Gazouleas als Professor an der Jacobs School of Music der Indiana University sowie an der Boston University College of Fine Arts, dem Boston Conservatory, dem Wellesley College und dem New England Conservatory tätig. Außerdem ist er landesweit als gefragter Orchesterdozent tätig.
Herr Gazouleas ist Absolvent des Curtis Institute of Music, das er 1984 abschloss. Dort studierte er Bratsche bei Michael Tree und Karen Tuttle. 2017 wurde er in das Kollegium des Curtis Institute berufen; 2021 wurde er zum Gie and Lisa Liem Artistic Director und 2022 zum Provost ernannt.
Elliot Sloss aus Toronto begann im Alter von vier Jahren mit dem Cellospiel und ist seither auf Bühnen in aller Welt aufgetreten. Derzeit studiert er am Curtis Institute of Music bei Nick Canellakis, Yumi Kendall, Christine Lee und Peter Wiley als Peter King Fellow.
Beim Classic Cello International Competition 2026 in London wurde Elliot mit einem Preis ausgezeichnet und erhielt die besondere Gelegenheit, mit dem Philharmonia Orchestra unter der Leitung von Tomàs Grau aufzutreten. Außerdem war er Finalist beim Shean Strings Competition 2025 in Edmonton und vertrat Kanada kürzlich bei der Isang-Yun Competition 2025 in Südkorea auf internationaler Bühne. Seine musikalische Grundausbildung erhielt Elliot an der Phil and Eli Taylor Performance Academy des Royal Conservatory of Music in Toronto, wo er bei Paul Widner und Joe Johnson studierte.
Dreimal gewann er den ersten Preis in der nationalen Streicher-Sparte des Canadian Music Competition. Außerdem gewann er dreimal den Concerto Competition des North York Music Festival und trat dabei mit dem Etobicoke Philharmonic Orchestra, im Rahmen des Taylor Academy Chamber Orchestra Concerto Competition sowie beim Toronto Symphony Youth Orchestra Concerto Competition auf.
Elliot spielt auf einem 1706 von Giuseppe Guarneri „filius Andreae“ in Cremona gebauten Cello, kombiniert mit einem 1925 in Paris gefertigten Bogen von Victor Fétique.
Xuanyan „Jessie“ Gong aus Shanghai studiert im zweiten Jahr am Curtis Institute of Music, wo sie als Curtis Institute of Music Fellow bei Robert McDonald studiert.
Jessies musikalische Reise begann in einem Instrumentengeschäft in den Straßen Shanghais. Als kleines Kind war sie fasziniert von einem Flügel, den sie als „riesiges Spielzeug“ beschrieb. Dieser Moment entfachte eine lebenslange Leidenschaft für die Musik, die ihr Leben seither prägt.
Sie gewann den ersten Preis in der Yamaha Senior Division des 11th Bösendorfer and Yamaha USASU International Piano Competition (2025), beim Kaufman Music Center International Piano Competition sowie beim Metropolitan International Piano Competition. Außerdem war Jessie in der NPR-Sendung From the Top zu hören und nahm am Valissima Institute teil, einem renommierten Programm für außergewöhnlich begabte junge Instrumentalistinnen mit Interesse am Dirigieren.
Vor ihrem Studium am Curtis Institute absolvierte Jessie 2025 das Juilliard Pre-College, wo sie bei Ernest Barretta studierte.
Ihre Begeisterung für das gemeinsame Musizieren zeigt sich auch in ihrer Tätigkeit als Gründungsmitglied des Happy Feat Trio, das mehrere internationale Kammermusikwettbewerbe gewonnen hat.
Jessie ist zutiefst davon überzeugt, dass Musik Menschen aufrichten und miteinander verbinden kann. Sie beschreibt es so:
„Ich glaube, Musik ist eine universelle Sprache des Friedens. Sie hat die Kraft zu heilen, Herzen durch gemeinsame Emotionen zu verbinden und die Welt zu etwas weitaus Mitfühlenderem und Schönerem zu machen, als sie es sonst sein könnte.“