16:30 Uhr
Hernán Pérez Synthesizer, Sequencer, Sampler
Matías Niebur Synthesizer, Sequencer, Sampler
Manuel Pérez Vizán Synthesizer, Sequencer, Sampler
Kammermusik am Laptop? Das ni-va Ensemble aus Argentinien bringt sie live nach Berlin. Das Ensemble ist ein Projekt für digitale Live-Musik, das von Studierenden des Programms Elektroakustische Komposition an der Nationalen Universität der Künste (UNA) in Buenos Aires ins Leben gerufen wurde. Der Schwerpunkt des Ensembles liegt auf der Erkundung von Sound in Echtzeit. Die Live-Improvisationen kombinieren eine Vielzahl von Ansätzen elektroakustischer Musik, wie beispielsweise Akusmatik und musique concrète.
Bei FUTURE NOW Musical Diaries präsentiert das vierköpfige Laptop-Ensemble aus Buenos Aires eine elektroakustische Improvisation in vier Akten. Dafür nutzen sie Synthesizer, Sampling-Techniken, virtuelle Instrumente sowie selbst programmierte Klänge und Algorithmen. Das Ensemble erfindet dichte Klangräume, in denen sich elektronische, aufgezeichnete und scheinbar vertraute Klänge ständig neu mischen. Was hören wir eigentlich, wenn wir nicht sehen, wie ein Klang entsteht? Und wie verändert sich unser Hören, wenn sich die Herkunft eines Klanges nicht mehr eindeutig bestimmen lässt? Das Ensemble macht genau diese Unsicherheit zum Ausgangspunkt eines Konzerts, das Wahrnehmung, Erwartung und Klangphantasie in Bewegung setzt. Gemeinsam improvisieren die vier Musiker:innen und bearbeiten die Klänge direkt im Moment, sodass sich eine genuin neue Klangfarbe in der Aufführung entfaltet.
Aixa Torres ist Komponistin und Sounddesignerin und spezialisiert auf Videospiele und Multimedia. Geboren und aufgewachsen in Puerto Madryn in der argentinischen Provinz Chubut, entwickelte sie schon früh ein Interesse an Musik und spielte bis zum Alter von 17 Jahren verschiedene Instrumente und sang in Chören. Die heute 26-Jährige studiert Elektroakustische Komposition an der Universidad Nacional de las Artes (UNA) in Buenos Aires. Außerdem trat sie als Interpretin mit dem elektroakustischen Ensemble der Universität auf und besitzt ein Diplom in Musik für Videospiele. Sie beteiligt sich an mehreren Indie-Videospiel-Entwicklungsprojekten und engagiert sich in verschiedenen argentinischen Game-Development-Communities wie Audio para Videojuegos Argentina, wo sie Veranstaltungen organisiert und als Sprecherin auftritt.
Hernán Perez ist Gitarrist, Komponist und Musikproduzent, der 1996 in Buenos Aires, Argentinien, geboren wurde. Er schloss 2016 sein Fachstudium in Musik und Tonproduktion an der ORT ab, bevor er 2019 sein Studium der elektroakustischen Musikkomposition an der Universidad Nacional de las Artes (UNA) in Buenos Aires aufnahm, wo er bei Pablo Freiberg und Guillermo Pozzati studierte. Im Laufe seiner Karriere war Hernán als Interpret, Komponist und Entwickler virtueller Instrumente im Ensemble für elektroakustische Musik der UNA tätig. Als Komponist trat er bei Festivals für elektroakustische Musik auf, darunter Espacios Sonoros in Salta, Argentinien (2024) und Mixta in Buenos Aires (2025). Im Laufe seiner Karriere arbeitete Hernán Perez als Tontechniker und Filmkomponist für Filme wie El Remanso (2024) und El alma del muerto (2023). Derzeit arbeitet er an der Abschlussarbeit für seinen Bachelor an der UNA, wo er zeitgleich Musikpädagogik studiert.
Matías Niebur wurde in Bella Vista in Buenos Aires geboren. Im Alter von 13 Jahren begann er bei Beba Cassein, María Teresa Rosato und Jorge Bergaglio Musiktheorie zu studieren und Klavier zu spielen. Nach einem Studium der Musikkomposition an der Universidad Nacional de las Artes (UNA) in Buenos Aires und Kompositionsunterricht bei Guillermo Pozzati und Pablo Freiberg schloss er sein Studium der elektroakustischen Musikkomposition ab. Derzeit ist er musikalischer Leiter des Ensamble Electroacústico an der UNA, zu dem die Musiker:innen des ni-va Ensembles gehören, das sich auf die Aufführung elektroakustischer Live-Musik spezialisiert hat. Darüber hinaus unterrichtet er Musikakustik und Gehörbildung. Derzeit absolviert er einen Masterstudiengang in Klangkunst an der UNQUI (Universität Quilmes) und konzentriert sich dabei auf algorithmische Musik und Musikprogrammierung. Als Komponist bevorzugt er Projekte, die Informatik, Elektronik, Sounddesign und traditionelle Ansätze miteinander verbinden, und arbeitet an Film- und Theatermusik sowie in Live-Improvisationsensembles.
Manuel Pérez Vizán begann seine musikalische Laufbahn bereits in jungen Jahren und schloss sein Studium an der Musikhoch schule Juan Pedro Esnaola als staatlich geprüfter Musiklehrer ab. Derzeit studiert er elektroakustische Komposition an der Universidad Nacional de las Artes (UNA) in Buenos Aires. Um seinem Interesse an Technik und darstellender Kunst nachzugehen, absolvierte er ein Diplomstudium in Theatertechnik, wobei er sich mit der Schnittstelle zwischen Musik und Bühne befasste. Als elektroakustischer Komponist und Lehrer beschäftigt er sich mit digitaler Kreation, audiovisueller Produktion, Lichtgestaltung, Installationen und Kulturmanagement. Er ist Gründer und Produzent von Divagario, einer multidisziplinären Produktionsfirma.
In Zusammenarbeit mit verschiedenen Künstler:innen übernimmt er die musikalische Leitung und erstellt Sounddesigns, Originalmusik für Theater, Film und audiovisuelle Medien sowie VJ-Mapping. Diese Gemeinschaftsprojekte wurden an zahlreichen Veranstaltungsorten in Argentinien und Uruguay präsentiert und aufgeführt.