20:00 Uhr
Leah Amory Violine
Davin Mar Viola
Carson Ling-Erfid Cello
Benjamin Hochman Klavier
Bohuslav Martinů: Drei Madrigale (für Violine und Bratsche)
Ludwig van Beethoven: Klaviertrio D-Dur, Op. 70 Nr. 1 „Geistertrio“
PAUSE
Johannes Brahms: Klavierquintett f-Moll, Op. 34
Curtis on Tour ist die von Nina von Maltzahn ins Leben gerufene weltweite Tournee-Initiative des Curtis Institute of Music. Erleben Sie in diesem Konzert ein Quintett der Extraklasse: Die Geigerin Liza Ferschtman, gefeiert für ihre „Intensität, Reinheit und fein ausgearbeitete Spielkunst“ (New York Times), und der Pianist Benjamin Hochman, bekannt für sein „elegantes, ausgereiftes und ausdrucksstarkes Spiel“ (Boston Globe), führen ein dynamisches Klavierquintett an. Mit dabei sind die vielversprechenden Nachwuchskünstler*innen Carson Ling-Efird, Davin Mar und Leah Amory vom renommierten Curtis Institute of Music in Philadelphia.
Das Programm entfaltet einen faszinierenden Bogen: Es beginnt mit den sprühenden Drei Madrigalen von Bohuslav Martinů, führt über Beethovens fesselndes „Geister“-Klaviertrio und gipfelt in Brahms’ f-Moll-Klavierquintett, einem Meisterwerk der Tiefe und Leidenschaft. Ein Abend voller Energie, Virtuosität und berührender Musik – lassen Sie sich dieses Konzert nicht entgehen!
Als musikalische Erzählerin, die sich der emotionalen Sprache jedes von ihr interpretierten Komponisten verpflichtet fühlt, gestaltet sich Liza Ferschtmans stetig wachsender internationaler Karriereweg ebenso facettenreich wie das Repertoire, das sie aufführt. Ihre große Affinität zu Schubert und Beethoven steht gleichberechtigt neben ihrer Leidenschaft für die expressionistische Klangwelt der Komponisten des frühen 20. Jahrhunderts. Auch ihre umfangreiche Diskografie zeugt von dieser Vielseitigkeit und umfasst Werke aus den Jahren 1676 bis 2014.
Als Solistin konzertiert sie mit führenden Orchestern weltweit, darunter dem BBC Philharmonic, dem Montreal Symphony Orchestra, dem San Francisco Symphony, dem Helsinki Philharmonic und dem Budapest Festival Orchestra, und arbeitet mit Dirigenten wie Ivan Fischer, Antonello Manacorda, John Storgårds, Juraj Valčuha und Stéphane Denève zusammen. Darüber hinaus ist sie als Solistin und musikalische Leiterin gefragt und tritt mit Ensembles wie der Amsterdam Sinfonietta, der Kammerakademie Potsdam, dem Lapland Chamber Orchestra, dem Franz Liszt Chamber Orchestra und dem ORCAM Madrid auf.
Ihre Kreativität als künstlerische Leiterin, Kuratorin und Kammermusikpartnerin entfaltet sich in einer Vielzahl internationaler Projekte. Bereits im Alter von 27 Jahren wurde sie zur künstlerischen Leiterin des Delft Chamber Music Festival ernannt. In den 14 Jahren ihrer Leitung entwickelte sie das Festival zu einem interdisziplinären Jahreshighlight mit einzigartiger Stellung in der niederländischen Kulturlandschaft weiter. Neben ihrer intensiven Konzerttätigkeit ist sie heute auch eine gefragte Pädagogin.
2006 erhielt Liza Ferschtman den Niederländischen Musikpreis, die höchste staatliche Auszeichnung für junge Musiker:innen. 2021 wurde sie zum Offizier im Orden von Oranje-Nassau ernannt – eine königliche Würdigung ihres Beitrags zur niederländischen Kulturlandschaft.
Leah Amory ist eine Geigerin und Musikerin, die sich mit Dringlichkeit und Hingabe für eine lebendige Zukunft der klassischen Musik einsetzt. Die gebürtige New Yorkerin studiert Violine bei Erin Keefe am Curtis Institute of Music, wo sie durch ein anonymes Stipendium gefördert wird.
Ihre Leidenschaft für das Musizieren wird bereichert durch ihre Begeisterung für bildende Kunst, Kreuzworträtsel und Sonette. Im Zusammenspiel dieser kreativen Ausdrucksformen möchte sie ihre authentische Stimme finden und ihrem Publikum eine ganz persönliche Interpretation vermitteln.
Leah ist dankbar für die Unterstützung zahlreicher Mentor:innen, darunter Catherine Cho, Pamela Frank, Erin Keefe, Itzhak Perlman und David Takeno. Im Laufe ihrer Entwicklung gewann sie Preise bei der YoungArts Foundation, der International Virtuoso Competition und der NY Chamber Players Competition. Ihre Sommer verbringt sie unter anderem am Ravinia Steans Music Institute, beim Four Seasons Chamber Music Festival und beim Perlman Music Program.
Der aus Vancouver, British Columbia, stammende Davin Mar studiert Viola bei Misha Amory und Hsin-Yun Huang am Curtis Institute of Music, wo er Irene R. Miller Fellow ist. Er begann im Alter von vier Jahren mit dem Bratschenspiel.
In Vancouver wurde er von Manti Poon und Marina Thibeault unterrichtet. Viele Jahre spielte er im Vancouver Youth Symphony Orchestra und trat zweimal als Solist mit der Vancouver Westcoast Musical Society auf. Am Curtis Institute ist Davin ein begeisterter Kammermusiker und regelmäßiger Mitwirkender in der studentischen Konzertreihe.
Auch die Orchestermusik liegt ihm besonders am Herzen; er war Solo-Bratschist des Curtis Symphony Orchestra. Er nahm an Sommerprogrammen wie Morningside Music Bridge, dem Verbier Festival und dem Norfolk Chamber Music Festival teil. Neben der Musik gilt seine Leidenschaft allem, was mit Fischen zu tun hat – er hält Aquarienfische und geht gerne Süßwasserangeln.
Die 20-jährige, aus Seattle stammende Carson Ling-Efird studiert Violoncello bei Peter Wiley, Christine Lee, Nick Canellakis und Yumi Kendall am Curtis Institute of Music, wo sie Arthur and Hilda Stander Fellow ist.
2018 debütierte sie im Alter von zwölf Jahren als Solistin mit dem Seattle Symphony Orchestra, nachdem sie als Seattle Symphony Young Artist ausgewählt worden war. 2019 gewann sie den Hauptpreis des KING FM Young Artist Award sowie den Monika Meyer Clowes Memorial Award der Seattle Chamber Music Society. Ihr internationales Solodebüt gab sie im Januar 2020 mit dem Taipei Symphony Orchestra Youth. Zudem war sie als Stipendiatin in der Sendung „From the Top“ (Show Nr. 391) auf NPR zu hören.
2024 studierte sie in Frankreich an den Écoles d’Art Américaines de Fontainebleau; 2025 erhielt sie ein String Scholar Fellowship für das Heifetz International Music Institute.
Neben dem Cellospiel studierte Carson auch Klavier und Komposition. Mit sechs Jahren begann sie Klavier zu lernen, als sie ein Jahr mit ihrer Familie in Kunming, China, lebte. 2017 wandte sie sich der Komposition zu und führte eigene Werke auf. Von 2019 bis 2023 nahm sie am Merriman Family Young Composers Workshop Program des Seattle Symphony Orchestra teil, in dessen Rahmen ihre Werke von Mitgliedern des Orchesters uraufgeführt wurden. Ihre jüngste Komposition trägt den Titel Procession Quintet und ist für Klavier, Klarinette, Flöte, Violine und Violoncello komponiert.
In all seinen Rollen – als Solist mit Orchester, als Recitalist, Kammermusiker und Dirigent – begreift Benjamin Hochman Musik als etwas Lebendiges und Wesentliches. Komponist:innen, Kolleg:innen, Orchester und Publikum schätzen sein Engagement für durchdachte Programme und interpretatorische Qualität. Als Preisträger des Avery Fisher Career Grant des Lincoln Center konzertierte er in bedeutenden Sälen und bei renommierten Festivals weltweit, darunter die Philharmonie Berlin, das Wiener Konzerthaus, das Kennedy Center in Washington, die Suntory Hall in Tokio, das Klavier-Festival Ruhr sowie die Festivals in Luzern und Verbier.
Sein neues Album Resonance, erschienen am 1. November 2024 bei Avie Records, enthält Beethovens Klaviersonaten op. 109 und 110, George Benjamins Shadowlines sowie Werke von Josquin des Prez und John Dowland.
2015 entwickelte Benjamin Hochman eine Autoimmunerkrankung, die seine linke Hand beeinträchtigte. Daraufhin wandte er sich intensiv dem Dirigieren zu und studierte bei Alan Gilbert an der Juilliard School, wo er mit dem Bruno Walter Scholarship und dem Charles Schiff Award ausgezeichnet wurde. Er assistierte Louis Langrée, Paavo Järvi und Edo de Waart und gründete das Roosevelt Island Orchestra, bestehend aus führenden New Yorker Orchester- und Kammermusiker:innen sowie herausragenden Nachwuchstalenten.
Nach vollständiger Genesung kehrte er 2018 als Pianist auf die Bühne zurück und nahm Mozarts Klavierkonzerte Nr. 17 und 24 auf, die er vom Klavier aus mit dem English Chamber Orchestra leitete (Avie Records). Er präsentierte sämtliche Mozart-Klaviersonaten am Israel Conservatory in Tel Aviv, spielte Beethoven-Sonaten für Daniel Barenboim im Rahmen eines gefilmten Workshops im Pierre Boulez Saal in Berlin und interpretierte Beethoven und Kurtág für György Kurtág persönlich im Budapest Music Centre.
Benjamin Hochman ist Steinway Artist und Lecturer am Bard College Berlin.