Europäischer Kompositionspreis
Ein elementarer Bestandteil des Festivals seit seinen Anfängen ist die Förderung zeitgenössischer und vor allem junger Komponist:innen, die mit ihren Werken immer wieder aktuelle Themen und musikalische Einflüsse aus ihren Heimatländern zu Young Euro Classic bringen.
Zu den besonderen Highlights bei Young Euro Classic gehört die Verleihung des Europäischen Kompositionspreises. Ausgelobt vom Regierenden Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner, wurde die beste im Rahmen des Festivals präsentierte Ur- oder Deutsche Erstaufführung bereits zum 27. Mal ausgezeichnet.
Der Gewinner des Europäischen Kompositionspreis 2026
Der Europäische Kompositionspreis geht in diesem Jahr an César Rafael aus Portugal für das Werk „Saudades, só portugueses“, das im Rahmen von Young Euro Classic am 7. August vom Jovem Orquestra Portuguesa uraufgeführt wurde.
Die Jury begründete ihre Entscheidung mit folgendem Argument:
„Dank klanglichem Einfallsreichtum und einer hohen Dichte an starken Kontrasten und überraschenden Momenten blieb das Stück kurzweilig und verlor nie an Spannung, wobei gleichzeitig durch die Stringenz im musikalischen Material und die handwerkliche Sicherheit im Umgang mit dem Orchester stets ein roter Faden zu spüren war.“
Somit wurde César Rafael dieses Jahr mit dem 5.000 Euro dotierten Europäischen Kompositionspreis ausgezeichnet, ausgelobt vom Regierenden Bürgermeister.
Herzlichen Glückwunsch an César Rafael!
Der Kompositionspreis wurde am 16. August 2026 zu Beginn der zweiten Konzerthälfte des Abschlusskonzerts von Young Euro Classic mit dem AYSO – Accademia Youth Symphony Orchestra verliehen. Die Auszeichnung überreichte der Staatssekretär für Jugend und Familie, Herr Falko Liecke.
Dieses Jahr wurden 15 Ur- und Deutsche Erstaufführungen im Laufe des Festivals präsentiert. Die Entscheidung über die Verleihung des Preises traf eine ehrenamtliche zehnköpfige Jury. Der Komponist und Musiker Michael Essl übernahm den Vorsitz der Pubilkumsjury für den Europäischen Kompositionspreis 2026.
Diese Werke standen im Wettbewerb um den Europäischen Kompositionspreis 2026
Jury-Vorsitz
Michael Essl (*1991 in Stuttgart) ist ein Komponist aus Berlin. Sein Schaffen umfasst Orchesterstücke, Opern, Kammermusik, Chormusik und Solostücke, sowie auch Stücke für Jazzbesetzungen und Stummfilme. 2022-24 war er Composer in Residence an der Jungen Oper Dortmund und schrieb u.a. eine Kinderoper nach Marc-Uwe Klings Das NEINhorn. Außerdem arbeitete er mit Orchestern wie dem MDR-Symphonieorchester, dem Orchester der Komischen Oper Berlin und der Deutschen Radio Philharmonie. Seine Stücke werden in Deutschland, USA, Finnland, Belgien, Italien, Spanien und den Niederlanden aufgeführt. Michael Essl ist darüber hinaus ein erfahrener Arrangeur und erhielt Aufträge unter anderem von ARTE, der Cinémathèque française und der Komischen Oper Berlin. Er studierte zunächst Jazzklavier in Stuttgart und Boston, und anschließend Komposition und Musiktheorie bei Andrew List, Hanspeter Kyburz, Veli-Matti Puumala und Jörg Mainka in Boston, Berlin und Helsinki.
Bisherige Gewinner:innen
Seit der Gründung des Festivals wurden 38 Werke mit dem Europäischen Kompositionspreis ausgezeichnet.
2025 wurde das Werk „galvanic dances“ des schottischen Komponisten Jay Capperauld mit dem Europäischen Kompositionspreis prämiert.