Tickets Programm 2020

24 JULI - 10 AUG

Griechenland
24. Juli 2020 20:00
Michael Müller

© Lena Giovanazzi

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, wurde 1964 in Berlin geboren. Er verließ die Schule 1982 mit der Mittleren Reife. Er absolvierte eine kaufmännische Lehre und besuchte die Fachoberschule Wirtschaft und Verwaltung. Zwischen 1986 und 2011 war er als selbständiger Drucker tätig.

Müller ist seit 1981 Mitglied der SPD. Von 1991 bis 2000 fungierte er als Abteilungsvorsitzender. Von 1989 bis 1996 war er Mitglied der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof, zuletzt als Fraktionsvorsitzender. Ferner war Müller Landesparteitags- und Kreisdelegierter. Von 2000 bis 2004 amtierte er als Kreisvorsitzender der SPD Tempelhof-Schöneberg. Landesvorsitzender war Müller von 2004 bis 2012 und erneut seit 2016.

Im Jahre 1996 wurde Müller Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin, dessen Mitglied er seitdem ist.  Von 2001 bis 2011 hatte er das Amt des Fraktionsvorsitzenden der SPD inne.

Von 2011 bis 2014 war Müller Senator für Stadtentwicklung und Umwelt sowie Bürgermeister von Berlin. Am 11. Dezember 2014 wurde er Regierender Bürgermeister von Berlin und Senator für Kultur. Im Jahr 2016 übernahm Müller anstelle der Kultur das Amt des Senators für Wissenschaft und Forschung.

Vom 1. November 2017 bis zum 31. Oktober 2018 war Müller Präsident des Bundesrats. Seit August 2018 ist er Präsident des internationalen Städtenetzwerks Metropolis.

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Schirmherr von Young Euro Classic

Dr. Willi Steul

© Bettina Fürst-Fastré

 

1. Vorsitzender Deutscher Freundeskreis europäischer Jugendorchester e.V.

Dionysis Grammenos

© Marco Borggreve

Der Grieche Dionysis Grammenos machte sich zuerst als Klarinettist einen Namen: Als Absolvent der Hochschule „Franz Liszt“ in Weimar wurde ihm 2008 die Auszeichnung „Europäischer junger Musiker des Jahres“ zuerkannt; infolgedessen musizierte er mit den Wiener Symphonikern vor 50 000 Zuhörern zur Eröffnung der Wiener Festwochen. Inzwischen konzentriert sich Grammenos vor allem auf seine Dirigentenlaufbahn. Zuletzt leitete er bei der Canadian Opera Company eine Produktion von Mozarts Entführung aus dem Serail, beim Aspen Music Festival La clemenza di Tito. Die Liste der Orchester reicht von den Festival Strings Lucerne, der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz und dem Philharmonischen Orchester Odessa bis zum Staatlichen Symphonieorchester Thessaloniki und dem Malta Philharmonic. Zuletzt eröffnete Grammenos mit dem Symphonieorchester Athen die neue Saison und gastierte in Mailand bei den Cameristi della Scala zum traditionellen Neujahrskonzert. Grammenos ist Gründer und Chefdirigent des Greek Youth Symphony Orchestra.

www.dionysisgrammenos.com

Dirigent

Christina Poulitsi

© Pauline Niarchou

Die griechische Sopranistin Christina Poulitsi wird derzeit vor allem mit einer Rolle identifiziert: der Königin der Nacht in Mozarts Zauberflöte. Die Partie singt sie nicht nur regelmäßig an der Komischen Oper Berlin, sondern trat in der spektakulären Produktion des Hauses auch in Rom und Paris, im australischen Adelaide wie am Lincoln Center in New York auf. Ihre Ausbildung absolvierte die Sängerin zuerst in ihrer Geburtsstadt Athen, später mit einem Stipendium der Maria-Callas-Stiftung  an der Berliner Universität der Künste bei Brigitte Eisenfeld und Dagmar Schellenberger. Seit ihrem Debüt 2009 an der Athener Oper ist sie dort als Lucia di Lammermoor, als Amina in Bellinis La Sonnambula und zuletzt als Gilda in Verdis Rigoletto aufgetreten. Weitere Einladungen führten Christina Poulitsi, die besonders für ihre „kristallklare Intonation“ und ihr „warmes lyrische Timbre“ gelobt wurde, mehrfach an die Dresdner Semperoper und das Royal Opera House in London.

www.christinapoulitsi.com

Sopran

Lea Singer

© Jacques Schumacher

Die einen kennen sie unter dem Namen Lea Singer, die anderen als Eva Gesine Baur – erfolgreich ist sie unter beiden. Die vielseitige Schriftstellerin hat sich als Sachbuchautorin gleichermaßen einen Namen gemacht wie als Romanschriftstellerin. Dabei kommt der gebürtigen Münchnerin ihr Studium der Fächer Kunstgeschichte, Literaturwissenschaft und Musikwissenschaft vielfältig zugute. Gerade die Musik nimmt einen großen Stellenwert in ihrem literarischen Oeuvre, das stets von intensiven historischen Recherchen geprägt ist, ein: In ihren Sachbiografien beschäftigte sich Lea Singer nicht nur mit bekannten Namen wie Mozart und Chopin, sondern auch mit dem Librettisten der Zauberflöte, Emanuel Schikaneder. In ihrem Künstlerroman Konzert für die linke Hand (2008) steht der einarmige Pianist Paul Wittgenstein im Vordergrund, in ihrem zuletzt erschienenen Werk Der Klavierschüler der 1989 verstorbene Klaviervirtuose Vladimir Horowitz.

Autorin

WOLFGANG AMADEUS MOZART

Ouvertüre zu „Idomeneo" KV 366 (1770/71)

ELEFTHERIOS VENIADIS

Neues Werk (Deutsche Erstaufführung, Auftragswerk von Young Euro Classic)

WOLFGANG AMADEUS MOZART

Arie „Martern aller Arten" aus „Die Entführung aus dem Serail“ KV 384 (1782)

BIRKE BERTELSMEIER

Neues Werk (Deutsche Erstaufführung, Auftragswerk von Young Euro Classic)

WOLFGANG AMADEUS MOZART

Konzertarie „No, che non sei capace" KV 419 (1783)

LEA SINGER

„KAIROS – Griechenland in Europa“ (Erstrezitation der von Young Euro Classic in Auftrag gegebenen Texte)

ANTONÍN DVOŘÁK

Symphonie Nr. 9 e-moll op. 95 „Aus der neuen Welt" (1893)

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Georgien
25. Juli 2020 20:00
Mirian Khukhunaishvili

Ⓒ Jano Demetrashvili

Der georgische Dirigent Mirian Khukhunaishvili erhielt seine erste Ausbildung am Staatlichen Konservatorium von Tbilissi; dabei wurde er durch mehrere Stipendien des georgischen Präsidenten gefördert. Ab 2012 setzte Khukhunaishvili sein Studium an der Musikakademie im polnischen Krakau fort. Der Dirigent ist mit allen wichtigen Ensembles seines Landes aufgetreten, so der Georgischen Nationalphilharmonie, dem Staatlichen Symphonieorchester Tbilissi und dem Orchester des Opernhauses Tbilissi. Dabei arbeitete er mit namhaften georgischen Künstlern wie Eliso Virsaladze, Paata Burchuladze, Nino Machaidze und Nino Surguladze zusammen. In diesem Frühjahr gab der 30-Jährige sein Debüt im Wiener Musikverein. 2019 gründete der Dirigent das Tbilisi Youth Orchestra, außerdem ist er Künstlerischer Leiter des Classic Open Air-Festivals in Tbilissi und des von ihm ebenfalls gegründeten „Alter Orchestra“.

Dirigent

Luka Okros

© Egor Matasov

1991 in Tbilissi, der Hauptstadt Georgiens, geboren, erhielt Luka Okros schon mit vier Jahren seinen ersten Klavierunterricht und gab mit fünf sein erstes Konzert. Später studierte er am Moskauer Tschaikowski-Konservatorium sowie anschließend am London Royal College of Music. Okros gewann erste Preise beim Internationalen Klavierwettbewerb Hongkong (2016) und beim Internationalen Chopin-Wettbewerb in Hannover (2017) sowie den FAZ Publikumspreis 2019 beim Deutschen Klavierwettbewerb.  Heute lebt der 29-jährige Pianist in London; Einladungen führten ihn bereits in über 40 Länder, darunter in die New Yorker Carnegie Hall, das Concertgebouw Amsterdam, ins Berliner und Wiener Konzerthaus und die Liszt-Akademie Budapest. In dieser Saison tritt er neben zahlreichen Konzerten in Großbritannien auch in Estland, Finnland, Spanien, der Schweiz und Hongkong auf. In seinen CD-Produktionen widmete er sich Klavierwerken von Schumann und Chopin, außerdem spielte er eine CD mit eigenen Kompositionen ein.

www.lukaokros.com

Klavier

Alexandre Kordzaia (aka kordz)

Live-Elektronik

GRAŻYNA BACEWICZ

Konzert für Streichorchester (1948)

LUDWIG VAN BEETHOVEN

Klavierkonzert Nr. 4 G-Dur op. 58 (1805-06)

GIYA KANCHELI

„Eine kleine Daneliade” (2000)

KORDZ & TBILISI YOUTH ORCHESTRA

„Toy Stories“ (2020, Deutsche Erstaufführung)

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Usbekistan
26. Juli 2020 20:00
Kamoliddin Urinbayev

Der 35-jährige usbekische Dirigent Kamoliddin Urinbayev erhielt seine musikalische Ausbildung zuerst am Staatlichen Konservatorium von Usbekistan in Taschkent, später im Fach Dirigieren am Tschaikowski-Konservatorium in Moskau. Gleichzeitig wurde er zu zahlreichen Festivals und Wettbewerben eingeladen, so zur „Großen Seidenstraße“ (Südkorea), „Neue Namen“ (Russland) und „Internationales Forum junger Dirigenten“ (Deutschland). 2007 wurde ihm der Erste Preis beim Internationalen Asien-Pazifik-Wettbewerb „Baikal Cup“ zuerkannt. Urinbayev tritt sowohl als Konzert- wie auch als Operndirigent auf. So stand er am Pult des Staatlichen Symphonieorchesters der Ukraine und des Staatlichen Symphonieorchesters von Usbekistan. Am Staatlichen Akademischen Theater in Taschkent dirigierte er Beethovens Fidelio. 2014 gründete Urinbayev das Jugendsymphonie-Orchester Usbekistan; im selben Jahr wurde ihm vom usbekischen Präsidenten der Titel „Ausgezeichneter Künstler Usbekistans“ verliehen.

Dirigent

Eleonora Kotlibulatova

Die aus Taschkent (Usbekistan) stammende Pianistin Eleonora Kotlibulatova erhielt ihren ersten Klavierunterricht von ihrer Mutter im Alter von fünf Jahren. 1996 debütierte die Zehnjährige als Solistin. Sie gewann zahlreiche Preise bei internationalen Wettbewerben, so beim Grand Prix „Kunst des 21. Jahrhunderts” 2001 in Kiew (Ukraine), beim Internationalen Chopin-Wettbewerb in Kuala Lumpur (Malaysia) und beim 7. Internationalen Rubinstein-Wettbewerb 2004 in Paris. 2010 begann Eleonora Kotlibulatova ein Studium an der Musikhochschule in Rostock bei Matthias Kirschnereit, das sie 2014 mit Auszeichnung abschloss. Die Künstlerin unternahm Konzertreisen von Amerika bis nach Asien, zur Zeit lebt und arbeitet sie als Konzertpianistin und Lehrerin in Berlin. Neben ihrer solistischen Tätigkeit arbeitet sie regelmäßig mit dem Gitarristen Evgeny Beleninov zusammen, um diese ungewöhnliche Duo-Besetzung mit Originalwerken und Transkriptionen bekannter zu machen.

Klavier

MIRSADYK TADSCHIJEW

Ouvertüre (1975)

AZIZA SADIKOVA

„Colours of Pomegranate“ für Klavier und Orchester (Uraufführung)

AMER JAAFAR

„Impatience of the Captive“ (Uraufführung)

NIKOLAI RIMSKI-KORSAKOW

„Scheherazade“ op. 35 (1885)

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Kuba
27. Juli 2020 20:00
José Antonio Méndez Padrón

© Fabrizio Sansoni

Der kubanische Dirigent José Antonio Méndez Padrón erhielt seine Ausbildung am Instituto Superior de Arte (ISA) in Havanna; anschließend studierte er am Mozarteum in Salzburg bei Peter Gülke und Jorge Rotter sowie an der Carnegie Mellon School of Music in Pittsburgh. Seit 2009 ist Méndez Padrón selbst Leiter des Hochschulorchesters des ISA; außerdem gründete er 2016 das Orquesta del Lyceum de La Habana. 2012 wurde er zum Stellvertretenden Chefdirigenten des Orquesta Sinfónica Nacional de Cuba ernannt, 2018 übernahm er das Orquesta Sinfónica de Matanzas. Dabei hat der Dirigent auch CD-Einspielungen kubanischer Komponisten vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart realisiert. Seit 2015 leitet er außerdem das jährlich stattfindende Festival Mozart-Habana. 

Dirigent

Sarah Willis

 

© Gregor Hohenberg

Seit 2001 ist Sarah Willis Mitglied der Horngruppe bei den Berliner Philharmonikern; zuvor hatte sie zehn Jahre in der Staatskapelle Berlin gespielt. Geboren im US-Staat Maryland, verbrachte die Musikerin ihre Kindheit – ihr Vater war Auslandskorrespondent – in Tokio, Moskau und London. Dort begann sie als 14-Jährige mit dem Hornspiel und studierte später an der Guildhall School of Music. In den vergangenen Jahren ist Sarah Willis vielfach als Solistin aufgetreten und hat nicht nur das Soloalbum Horn Discoveries, sondern auch gemeinsam mit ihren Berliner Hornkollegen die CDs Opera! und Four Corners! herausgebracht. Außerdem engagiert sie sich intensiv in den Jugendprojekten der Philharmoniker, vor allem in den Familienkonzerten. Als begeisterte Anhängerin sozialer Medien interviewt Willis regelmäßig Dirigenten und Solisten für das hauseigene Internetportal und wirbt auf Facebook für ihr Instrument. 2011 präsentierte sie live aus Sydney vor 33 Millionen Web-Zuschauern das Abschlusskonzert des YouTube Symphony Orchestra.

www.sarah-willis.com

Horn

WOLFGANG AMADEUS MOZART

Ouvertüre zu „Die Entführung aus dem Serail” KV 384 (1781-82)

WOLFGANG AMADEUS MOZART

Hornkonzert Nr. 3 Es-Dur KV 447 (1786)

JOSHUA DAVIS/ YUNIET LOMBIDA

„Rondo alla Mambo“ (nach Mozarts Hornkonzert Nr. 3, 2020)

WOLFGANG AMADEUS MOZART

Symphonie Nr. 39 Es-Dur KV 543 (1788)

EDGAR VERO

„Sarahnade Mambo“ (2020)

MOISES SIMONS

„El Manisero” (arr. Jorge Aragón, 1927/28)      

ISOLINA CARRILLO

„Dos Gardenias para tí” (arr. Jorge Aragón, 1945)

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Portugal
28. Juli 2020 20:00
Pedro Carneiro

© Patrícia Andrade

Der portugiesische Dirigent Pedro Carneiro, geboren 1975 in der Hauptstadt Lissabon, verfolgt eine zweigleisige Musikerlaufbahn. Zum einen ist er ein international gefeierter Perkussionist, der in allen großen Konzertsälen zwischen den USA, Japan und Australien auftritt. Mehr als 100 Uraufführungen zeigen seinen besonderen Rang als Künstler der musikalischen Avantgarde ebenso wie die regelmäßige Zusammenarbeit mit dem Arditti Quartet, dem Tokyo String Quartet oder dem Chilingirian Quartet. Ein besonderes Faible besitzt der Perkussionist für die musikalische Improvisation, oft in Verbindung mit Live-Elektronik oder anderen innovativen Technologien. Zum anderen verfolgt Carneiro seit einigen Jahren eine Karriere als Dirigent. Auf seine Initiative hin entstand 2007 das Portugiesische Kammerorchester (Orquestra de Câmara Portuguesa), das eine eigenen Konzertreihe im Centro Cultural de Belém (Lissabon) bestreitet. Nicht zuletzt betätigt sich der Portugiese als Komponist von Orchester- und Kammermusik und leitet das Lissaboner Percussion-Festival „Bang Crash Splash!“.

www.pedrocarneiro.com

Dirigent

FRANCISCA PIZARRO

Neues Werk (Uraufführung)

DMITRI SCHOSTAKOWITSCH

Symphonie Nr. 9 Es-Dur op. 70 (1944/45)

ANTON BRUCKNER

Symphonie Nr. 9 d-Moll WAB 109 (1887-1896)

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International
29. Juli 2020 20:00
John Neumeier

© Kiran West

Der US-Amerikaner John Neumeier zählt zu den bedeutendsten Choreographen der Gegenwart. In seiner Tätigkeit als Ballettdirektor und -intendant machte er das Hamburg Ballett zu einer der führenden deutschen Ballettcompagnien. Internationale Anerkennung erwarb sich John Neumeier durch die Zusammenführung der Ballett-Tradition mit neuen, zeitgenössischen Formen. Mit großem Engagement widmet sich John Neumeier der Nachwuchsförderung. 1978 gründete er die Ballettschule des Hamburg Ballett. 2011 gründete John Neumeier das Bundesjugendballett, dem er als Intendant vorsteht. John Neumeier ist zweifacher Träger des Bundesverdienstkreuzes und seit 2003 Ritter der Ehrenlegion; in Japan wurde ihm der Kyoto-Preis verliehen. Die 2006 von ihm errichtete Stiftung John Neumeier, hat es sich zur Aufgabe gemacht, sein Oeuvre zusammenzufassen und seine Sammlung für die Zukunft zu sichern.

www.hamburgballet.de

Intendant und Choreograph

Kevin Haigen

© Kiran West

Kevin Haigen ist Künstlerischer und Pädagogischer Leiter des Bundesjugendballett. Er absolvierte seine Ausbildung an der Schule des American Ballet. Nach Engagements beim American Ballet Theatre und dem Stuttgarter Ballett kam er 1976 zum Hamburg Ballett, um mit John Neumeier zu arbeiten. Ab 1984 tanzte er beim Nederlands Dans Theater, 1985 ging er als Erster Solist, Ballettmeister, Lehrer und Choreograf zu den Ballets de Monte Carlo, 1986 zum London Festival Ballet, 1988 zum Béjart Ballet Lausanne und kehrte 1991 zurück nach Hamburg. Als Erster Ballettmeister des Hamburg Ballett und Ballettpädagoge der angegliederten Schule unterrichtet er international und betreut weltweit Einstudierungen von John Neumeiers Balletten. Für die Koproduktion Bundesjugendballett trifft Shakespeare mit dem Ernst Deutsch Theater wurde Kevin Haigen mit dem Theaterpreis Hamburg – Rolf Mares 2019 ausgezeichnet. Am meisten inspiriert ihn jedoch die derzeitige Entwicklung seiner Arbeit: Kreative Denker und Macher zu unterrichten und zu vermitteln, dass die Kunst des Balletts eine Reise ist, die niemals endet.

Künstlerischer und Pädagogischer Leiter

Eine Initiative in der Region Luhansk (Ostukraine)
30. Juli 2020 20:00
Vitali Alekseenok

Der aus Weißrussland stammende Dirigent Vitali Alekseenok studierte zuerst am Konservatorium St. Petersburg und wechselte später an die Hochschule Franz Liszt in Weimar. Als Preisträger des MDR-Dirigierwettbewerbes 2018 dirigierte er bereits das MDR Sinfonieorchester, die Lucerne Festival Strings und die Staatskapelle Weimar. Außerdem trat Alekseenok mehrfach beim LvivMozArt Festival im ukrainischen Lviv (Lemberg) auf; darüber hinaus leitete er zwei deutsch-ukrainische Projekte im Kriegsgebiet der Ostukraine. Wiederholt wurde er von den Landesjugendorchestern in Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen zu Arbeitsphasen eingeladen. Vitali Alekseenok ist Gründer und künstlerischer Leiter des „ensemble paradigme“, mit dem er Werke von Komponisten des 20. und 21. Jahrhunderts aufführt. Als Operndirigent sammelte er intensive Erfahrungen als Assistent von Oksana Lyniv an der Bayerischen Staatsoper; zuletzt dirigierte er Verdis Rigoletto bei der Sommerakademie im umbrischen Orvieto.

www.alekseenok.com

Dirigent

JOHANN SEBASTIAN BACH

Brandenburgisches Konzert Nr. 1 BWV 1046 (1721)

CLAUDIO MONTEVERDI

Madrigale

-
Werke von Maxim Beresowski, Sergei Newski und zeitgenössischen ukrainischen Komponisten
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Russland
31. Juli 2020 20:00
Valentin Uryupin

© Daniil Rabovsky

Der russische Dirigent Valentin Uryupin begann seine musikalische Laufbahn sehr erfolgreich als Klarinettist, wobei er unter anderem den ARD-Musikwettbewerb in München gewann. 1985 in der Ukraine geboren, erhielt er außerdem schon am Moskauer Konservatorium Dirigierunterricht bei Gennadi Roschdestwenski. Anschließend arbeitete er ab 2011 eng mit Teodor Currentzis bei dessen Orchester MusicAeterna in Perm zusammen. 2017 errang Uryupin den 1. Preis beim Dirigierwettbewerb Georg Solti in Frankfurt; seitdem ist er mit vielen namhaften russischen Orchestern, aber auch in Helsinki, Dublin, Athen, Madrid, Tokio und Singapur aufgetreten. In der Saison 2018/19 gab der Dirigent sein Debüt beim Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, außerdem wurde er als Gast an die Opernhäuser in Stuttgart und Frankfurt verpflichtet. Derzeit ist Valentin Uryupin Chefdirigent des Symphonieorchesters Rostow; nach wie vor tritt er solistisch als Klarinettist – bisweilen auch in doppelter Funktion als Dirigent – auf.

Dirigent

Sergei Dogadin

© Anastasia Steiner

Der 31-jährige Sergei Dogadin begann mit sechs Jahren das Geigenspiel und gab bereits als 14-jähriger sein Debüt bei den St. Petersburger Philharmonikern. Inzwischen hat er sich durch den Gewinn zahlreicher internationaler Wettbewerbe längst einen internationalen Namen gemacht, so der Joseph-Joachim-Wettbewerb 2015 in Hannover und der Tschaikowski-Wettbewerb in Moskau 2019. Dabei ist Dogadin als Solist mit allen namhaften russischen Orchestern unter Dirigenten wie Valery Gergiev, Yuri Temirkanow und Vasily Petrenko aufgetreten. Weitere Einladungen führen ihn in dieser Saison zum Chicago Symphony Orchestra, dem Royal Philharmonic Orchestra und dem Orchestre de la Suisse Romande in Genf. Als passionierter Kammermusiker tritt der Geiger gemeinsam mit Musikern wie Daniil Trifonov, Narek Hakhnazaryan, Denis Matsuev, David Geringas und Elisabeth Leonskaja auf. Er spielt auf einer Geige von Domenico Montagnana aus dem Jahr 1721, die ihm von der Rin Collection in Singapur zur Verfügung gestellt wurde.

www.sergeidogadin.com

Violine

MICHAIL GLINKA

Ouvertüre zu „Ruslan und Ljudmila“ (1842)

PJOTR I. TSCHAIKOWSKI

Violinkonzert D-Dur op. 35 (1878)

SERGEJ RACHMANINOW

Symphonische Tänze op. 45 (1940)

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Spanien
01. August 2020 20:00
Jaime Martín

© privat

Der spanische Dirigent Jaime Martín blickte bereits auf eine sehr erfolgreiche Karriere als Flötist zurück, bevor er sich ab 2013 verstärkt dem Dirigieren zuwandte. Geboren 1965 in Santander, wurde er mit 13 Jahren Mitglied des spanischen Jugendorchesters JONDE. Später wirkte er als Soloflötist bei der Academy of St. Martin-in-the-Fields, dem Royal Philharmonic Orchestra und dem London Philharmonic Orchestra. Sein erste Dirigentenstelle übernahm Martín beim schwedischen Gävle Symphony Orchestra, mit dem er inzwischen mehrere CD-Aufnahmen gemacht hat, darunter Chorwerke und die Serenaden von Johannes Brahms. Seit Beginn der Saison 2019/20 ist der Spanier außerdem Chefdirigent des Los Angeles Chamber Orchestra sowie des RTE National Symphony Orchestra in Dublin. Einladungen führten ihn unter anderem zum London Symphony Orchestra, zum Sidney Symphony und Melbourne Symphony. Das London Philharmonic leitete er 2019 auf einer ausgedehnten Europa-Tournee.

Dirigent

David Moliner

© privat

Der knapp 30-jährige Spanier David Moliner verfolgt eine zweigleisige Karriere: Zum einen hat er sich einen Namen als Schlagzeuger gemacht, dabei spielte er unter Dirigenten wie Simon Rattle, Peter Eötvös und Matthias Pintscher. Außerdem hat er seit 2019 eine Professur für Schlagzeug an der ESMAR, der Musikhochschule von Valencia. In seinem Repertoire finden sich Bach-Bearbeitungen ebenso wie Werke von Morton Feldman, John Cage und Vinko Globokar. Zugleich ist Moliner ein gefragter Komponist; so wurden Werke von ihm vom Orquesta Nacional de España, Klangforum Wien, Ensemble Intercontemporain, Ensemble Recherche, der Lucerne Festival Academy und verschiedenen Kammermusik-Ensembles aufgeführt. Zu den zahlreichen Auszeichnungen zählt auch der Kompositionspreis der Universität der Künste Berlin, in deren Auftrag 2017 Moliners Orchesterwerk Estructura I entstand. Als Solowerke komponierte er unter anderem III Piano Nocturnos, Solo für Vibraphone und Sinergy for solo flute (alle 2017).

 www.davidmoliner.com

Schlagwerk

DAVID MOLINER

„Figuratio I” Konzert für Schlagzeug (2020, Deutsche Erstaufführung)

MANUEL DE FALLA

„Der Dreispitz” Suite Nr. 2 (1916-1921)

JOHANNES BRAHMS

Symphonie Nr. 1 c-moll op. 68 (1876)

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International
02. August 2020 20:00
David Zinman

© Priska Ketterer

In diesem Sommer wird David Zinman 84 Jahre alt – und noch immer ist der gebürtige New Yorker regelmäßig auf Podien auf beiden Seiten des Atlantischen Ozeans zu erleben. In dieser Saison tritt er beim Konzerthausorchester Berlin und beim hr-Sinfonieorchester Frankfurt ebenso auf wie in Montreal und beim Tonhalle-Orchester Zürich. Dieses Orchester hat Zinman 19 Jahre, von 1995 bis 2014, geleitet, und ein gewaltige 50-CD-Box dokumentiert das breite Repertoire, von der Klassik bis zu sämtlichen Orchesterwerken von Strauss und Mahler, aus diesen Züricher Jahren. Vielfach ausgezeichnet wurde dabei besonders Zinmans Beethoven-Zyklus. Einen weiteren Schwerpunkt des Dirigenten bilden US-amerikanische Komponisten wie Leonard Bernstein, Michael Torke, Ferde Grofe, George Gershwin und Samuel Barber. Neben seiner Arbeit am Pult leitet Zinman regelmäßig Dirigierkurse, so bei der Sibelius-Akademie in Helsinki, an der Royal Academy of Music London und beim Orchestre Français des Jeunes, dessen Chefdirigent er 2014-17 war und mit dem er zuletzt 2016 bei Young Euro Classic auftrat.

www.davidzinman.org

Dirigent

Christopher Park

© Michael Dannenmann

„Der Pianist Christopher Park begeistert mit einer faszinierenden technischen Souveränität, einer unglaublichen musikalischen Reife und einer besonders intensiven Spielkultur“ – so 2014 das Urteil der Jury des Schleswig-Holstein Musik Festivals zur Verleihung des Leonard Bernstein Award an den damals 27-jährigen Pianisten. Ausgebildet wurde der gebürtige Bamberger bei Lev Natochenny sowie bei Joachim Volkmann an der Musikhochschule Frankfurt am Main. Einladungen führten Park in den letzten Jahren zum Deutschen Symphonieorchester Berlin, dem SWR-Sinfonieorchester, dem hr-Sinfonieorchester Frankfurt sowie nach Katar, Seoul und Shanghai. Außerdem spielte er bei den Festivals in Ravinia und Luzern, dem Klavierfestival Ruhr und dem Rheingau Musik Festival. Neben seinen solistischen Tätigkeiten widmet sich der Pianist intensiv der Kammermusik. Mit dem Choreografen John Neumeier arbeitete er zudem bei diversen Projekten wie Strawinskis Petruschka, Schumanns Kinderszenen und Suiten von Johann Sebastian Bach zusammen; so gab er auch sein Young Euro Classic Debut mit dem Bundesjugendballett im Jahre 2014.

www.christopher-park.com

Klavier

Erik Schumann

© Thorsten Hönig

Geboren 1982 in Köln als Sohn deutsch-rumänisch-japanischer Eltern, erhielt Erik Schumann seine maßgebliche Ausbildung bei Zakhar Bron in Lübeck. Bei seinen Auftritten mit renommierten Orchestern in Europa, Asien und den USA spielte der Geiger unter der Leitung von Dirigenten wie Christoph Eschenbach, Gianandrea Noseda, Muhai Tang, Michael Sanderling, Matthias Pintscher und David Afkham. Kammermusikprojekte führten ihn unter anderem mit den Cellisten Daniel Müller-Schott und Nicolas Altstaedt, dem Geiger Daniel Hope, der Pianistin Anna Vinnitskaya und dem Klarinettisten Martin Fröst zusammen. Mit seinen Geschwistern Ken und Mark sowie mit Liisa Randalu bildet er das Schumann Quartett. Das Ensemble ist regelmäßig in Sälen wie dem Concertgebouw in Amsterdam, der Wigmore Hall in London, dem Wiener Konzerthaus und Musikverein zu Gast. Seit 2013 ist Erik Schumann außerdem Professor für Violine an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main. Der Geiger spielt auf einer Violine von G. F. Pressenda aus dem Jahre 1830.

Violine

Leonard Elschenbroich

© Felix Broede

Leonard Elschenbroich, 1985 in Frankfurt geboren, hat sich als einer der charismatischsten Cellisten seiner Generation etabliert. Ausgebildet zuerst an der Yehudi Menuhin School of Music in London, später bei Frans Helmerson an der Kölner Musikhochschule, erhielt der Cellist 2009 den Leonard Bernstein Award des Schleswig-Holstein Musik-Festivals zuerkannt. Seitdem ist er international mit führenden Orchestern in Dresden, London, Paris, Chicago und Washington aufgetreten. Nicht weniger als sieben Mal wurde Elschenbroich inzwischen zu den Londoner Proms eingeladen. Mehrere Tourneen führten ihn nach Südamerika, wo er 2012 das Orquesta Filarmonica de Bolivia mitgegründet hat. Elschenbroichs Debüt-CD mit Sonaten von Rachmaninow und Schostakowitsch (2013) folgten Aufnahmen mit Dmitri Kabalewskis Cellokonzert Nr. 2, die Schnittke-Hommage Musica Nostalgica und die CD Siècle. Erst kürzlich erschien eine Gesamtaufnahme aller Beethoven-Sonaten mit dem Pianisten Alexei Grynyuk. Elschenbroich spielt auf einem Matteo-Goffriller-Cello von 1693.

www.leonard-elschenbroich.com

Violoncello

LUDWIG VAN BEETHOVEN

Tripelkonzert für Violine, Violoncello und Klavier C-Dur op. 56 (1804)

LUDWIG VAN BEETHOVEN

Symphonie Nr. 6 F-Dur op. 68 „Pastorale" (1807/08)

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Weitere Informationen folgen in Kürze
03. August 2020 20:00
Niederlande
04. August 2020 20:00
Jochen Neuffer

© Karim Khawatmi

Der Dirigent, Komponist und Arrangeur Jochen Neuffer arbeitet Genre-übergreifend in zahlreichen musikalischen Stilrichtungen – sei es Klassik, Jazz, Pop oder Rock. Der gebürtige Tübinger lernte sein Handwerk als Komponist und Arrangeur unter anderem an der Musikhochschule in Stuttgart und verfeinerte es in Meisterklassen bei Vince Mendoza und Chris Walden. Zuvor studierte er klassisches Klavier und Dirigieren und nahm Jazz-Piano-Unterricht bei Ull Möck. Als Dirigent ist er regelmäßig zu Gast bei Orchestern, Big Bands und Ensembles im In- und Ausland; Arrangements schrieb er für verschiedenste Künstler wie Lisa Fischer und Helen Schneider, aber auch für die US-Sängerin Lalah Hathaway, den Saxofonisten Donny McCaslin, den Vokalisten José James und den kubanischen Pianisten Roberto Fonseca. Gemeinsam mit dem legendären Broadway-Autorengespann Stephen Flaherty & Lynn Ahrens überarbeitete Neuffer die Bühnenadaption des Sylvester-Stallone-Films Rocky für den internationalen Markt. 

www.jochenneuffer.com

Dirigent

Symphonic-Jazz vom Feinsten!
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Weitere Informationen folgen in Kürze
05. August 2020 20:00
Nordische Länder und Baltikum
06. August 2020 20:00
Eivind Gullberg Jensen

© Mat Hennek

Der norwegische Dirigent Eivind Gullberg Jensen hat sich als Opern- wie als Konzertdirigent international einen Namen gemacht. Nach einem Violinstudium in Trondheim wechselte er nach Stockholm in die Dirigierklasse des legendären finnischen Dirigierlehrers Jorma Panula; später nahm er weiteren Unterricht in Wien bei Leopold Hager. 2009-13 war Gullberg Jensen Chefdirigent der NDR Radiophilharmonie in Hannover; dort dirigiert er in diesem Sommer auch das Klassik-Open-Air mit Bizets Oper Carmen. Regelmäßige Einladungen führten den 48-Jährigen an die Staatsoper Wien, an das Opernhaus Zürich, an die English National Opera in London und an Den Norske Opera in Oslo, wo er Dvořáks Rusalka, Tschaikowski Eugen Onegin und Puccinis La Bohème dirigierte. In Berlin stand der Norweger wiederholt in der Komischen Oper wie auch beim Deutschen Symphonieorchester und dem Rundfunk-Sinfonieorchester am Pult. Ab der Saison 2021 ist Gullberg Jensen neuer Künstlerischer Direktor der Oper in Bergen.

www.eivindgullbergjensen.com

Dirigent

Jonathan Roozeman

© Heikki Tuuli

Der erst 23-jährige finnisch-niederländische Cellist Jonathan Roozeman studiert derzeit noch an der Kronberg Academy/Taunus bei Frans Helmerson. Allerdings hat er spätestens seit 2015 mit seinen Preisen beim Internationalen Tschaikowski-Wettbewerb und beim Naumburg Cello Wettbewerb die Türen zu einer internationalen Karriere weit aufgestoßen. So tritt er in dieser Saison mit dem Finnischen Radio-Sinfonieorchester unter Esa-Pekka Salonen, dem hr-Sinfonieorchester unter Christoph Eschenbach, dem Gulbenkian Orchester Lissabon und dem Staatlichen Symphonieorchester Armeniens auf. In der vergangenen Saison war Roozeman mehrfach Gast im Berliner Konzerthaus in der von dem Pianisten András Schiff betreuten Reihe junger Talente. Auffallend in Roozemans Repertoire ist die Vorliebe für weniger bekannte Konzerte, so von Dmitri Kabalewski, Aulis Salinnen, Joonas Kokkonen, Henri Vieuxtemps und Alexei Shor. Der Cellist spielt auf einem Instrument des deutsch-italienischen Instrumentenbauers David Tecchler von 1707, das ihm von der Finnischen Kulturstiftung zur Verfügung gestellt wurde.

Violoncello

SAULI ZINOVJEV

„Un Grande Sospiro“ (2018, Deutsche Erstaufführung)

JOONAS KOKKONEN

Konzert für Violoncello und Orchester (1969)

CARL NIELSEN

Symphonie Nr. 4 „Das Unauslöschliche" op. 29 (1914-1916)

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Uruguay
07. August 2020 20:00
Ariel Britos

© Carlos Dossena

Der 1969 in Montevideo geborene Ariel Britos ist Gründer und Leiter des Jugendsymphonieorchesters von Uruguay, des Orquesta Nacional Juvenil de Uruguay – Sodre. Er studierte zuerst Klavier, später auch Viola in seiner Heimat, in Mexiko und Brasilien. 1996 ging Britos nach Venezuela, wo er intensiv im „Sistema“, dem von José Antonio Abreu begründeten Netzwerk von Kinder- und Jugendorchestern, mitwirkte. Nach seiner Rückkehr nach Uruguay rief der Musiker dort unter dem Motto „Un niño, un instrumento“ (Ein Kind, ein Instrument) ein ähnliches Projekt ins Leben. Seitdem widmet sich Britos intensiv dem weiteren Ausbau von Jugendorchestern in Ländern Mittel- und Südamerikas; so arbeitete er mit Orchestern in Panama, Costa Rica, Argentinien, Chile, El Salvador, Nicaragua, Mexico und Brasilien zusammen. 2005 koordinierte er das von Claudio Abbado dirigierte „Orquesta Juvenil Latinoamericana“. Für seine künstlerisch-soziale Arbeit wurde der Dirigent vielfach ausgezeichnet, so als „UNESCO-Künstler für den Frieden“.

Dirigent

Héctor Ulises Passarella

© María Noel de Mello

Der Uruguayer Héctor Ulises Passarella zählt zu den weltweit gefragtesten Solisten am Bandoneon; außerdem hat er sich einen Namen als Komponist und Arrangeur für dieses Instrument gemacht. Geboren 1955 in Florida, Uruguay, spielte der junge Héctor schon mit dreizehn Jahren in einem Bandoneon-Orchester und gründete bald darauf sein erstes Trio. Später gewann er mehrere internationale Wettbewerbe, darunter den Concorso Ottorino Respighi, der ihm ein einjähriges Stipendium in Italien einbrachte. Seitdem ist Passarella nicht nur in allen großen Städten Lateinamerikas aufgetreten, sondern auch in München, London, Prag, Rom, Istanbul und Tel Aviv. Einem breiteren Filmpublikum wurde er durch die von Luis Bacalov komponierte Musik zu dem Film Il postino (Der Postbote, 1994) bekannt, außerdem durch Filme wie Milonga und The Love Letter (Musik ebenfalls Luis Bacalov). Gemeinsam mit Plácido Domingo nahm Passarella die Misa Tango von Bacalov auf, die 2001 für einen Grammy nominiert wurde. Als Arrangeur hat Passarella viel Anerkennung für seine Bearbeitungen von Bach und Vivaldi bekommen.

www.ulisespassarella.com

Bandoneon

PJOTR. I. TSCHAIKOWSKI

Symphonie Nr. 4 f-moll op. 36 (1877)

HÉCTOR TOSAR

Toccata (1940)

HÉCTOR ULISES PASSARELLA

Montevideo Diversa (1999, Deutsche Erstaufführung)

HÉCTOR ULISES PASSARELLA

Suite Rioplantense (1995)

JOSÉ PABLO MONCAYO

Huapango (1941)

ALBERTO GINASTERA

Suite „Estancia” (1941/43)

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International
08. August 2020 20:00
Axel Kober

© Max Brunnert

Seit über zehn Jahren ist Axel Kober Generalmusikdirektor der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf, wo er ein umfangreiches Repertoire von Händel und Mozart über Wagner, Strauss, Puccini, Verdi bis zu Berg und Widmann dirigiert. Besonderer Höhepunkt war die Neuinszenierung des Ring des Nibelungen in den Jahren 2017/18 (Regie: Dietrich Hilsdorf). Zuvor hatte Kober Engagements in Mannheim und Leipzig. Darüber hinaus ist der Dirigent, 1970 im fränkischen Kronach geboren, ein gern gesehener Gast an der Deutschen Oper Berlin, wo er regelmäßig neben Donald Runnicles die Repertoire-Aufführungen der großen Wagner-Opern übernimmt. Auch an der Wiener Staatsoper stand Kober des Öfteren am Pult, so mit dem Ring, mit Arabella und Hänsel und Gretel. 2013 wurde der Dirigent erstmals nach Bayreuth eingeladen, wo er Tannhäuser dirigierte; ab 2015 folgte dann die musikalische Leitung des Fliegenden Holländer. In diesem Sommer dirigiert Kober am Grünen Hügel Aufführungen von Tannhäuser und Lohengrin.

www.axelkober.de

Dirigent

Elisabeth Kulman

© Julia Wesely

Die österreichische Sängerin Elisabeth Kulman zeichnet sich durch eine ungewöhnliche Vielseitigkeit und Interessen, die weit über das Singen hinausgehen, aus. Nach einer erfolgreichen internationalen Opernkarriere beschloss sie im Jahr 2015, sich nur noch fast ausschließlich auf die Konzertbühne zu konzentrieren. So tritt sie als Solistin im diesjährigen Europakonzert der Berliner Philharmoniker in Tel Aviv unter Kirill Petrenko auf. In ihrer Musikshow La femme c’est moi verschmilzt Elisabeth Kulman dagegen verschiedenste Musikstile von Oper und klassischem Lied bis zu Musical und Pop. Gemeinsam mit dem Wiener Arrangeur Tscho Theissing entstanden auch Bearbeitungen von Zarah Leander-Songs, Mussorgsky Dis-Covered mit internationalem Jazzquartett sowie Hungaro Tune mit Symphonieorchester und Jazzsolisten. Darüber hinaus setzt die Sängerin ihre große Bekanntheit für gerechtere Verhältnisse in der Klassikwelt ein. Sie ist Mitbegründerin des Vereins „art but fair“, Betreiberin des Youtube-Kanals What’s Opera Doc und Initiatorin von #voiceit für eine Kultur der Würde.

www.elisabethkulman.com

Mezzosopran

LUDWIG VAN BEETHOVEN

Ouvertüre zu „Egmont" op. 84 (1810)

GUSTAV MAHLER

Lieder mit Orchesterbegleitung:
„Ging heut' morgen übers Feld" aus „Lieder eines fahrenden Gesellen" (1884/1896)
„Liebst du um Schönheit" aus den „Rückert-Liedern" (1902/1905)
„Blicke mir nicht in die Lieder" aus den „Rückert-Liedern" (1901/1905)
„Urlicht" aus „Des Knaben Wunderhorn" bzw. der Symphonie Nr. 2 (1894)
„Ich bin der Welt abhanden gekommen" aus den „Rückert-Liedern" (1901/1905)

LUDWIG VAN BEETHOVEN

Symphonie Nr. 7 A-Dur op. 92 (1812)

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Deutschland
09. August 2020 20:00
Tan Dun

© Columbia Artists

Der chinesische Multi-Künstler Tan Dun zählt zweifellos zu den schillerndsten Persönlichkeiten im internationalen Musikbetrieb. Geboren in der Provinz Hunan, heute wohnhaft in New York, hat der 62-Jährige es immer wieder geschafft, mit Originalität und Kreativität die Grenzen der klassischen Musik, der multimedialen Darbietungen und der östlichen wie westlichen Traditionen zu überwinden. Einem breiten Publikum wurde er durch seine Musik zu Ang Lees Film Tiger and Dragon (2000) bekannt, für den er mit einem Grammy ausgezeichnet wurde. Das Video-Musik-Projekt The Map komponierte er für den Cellisten Yo-Yo Ma,  das Schlagzeugkonzert The Tears of Nature für Martin Grubinger. Immer wieder bezieht Tan Dun Elemente wie Wasser, Papier und Steine in seine Kompositionen ein. Die von Google in Auftrag gegebene Internet Symphony Nr. 1 erreichte 2008 mehr als 23 Millionen User. Zugleich ist er ein vielgefragter Dirigent, der in dieser Saison außer beim Bundesjugendorchester bei Symphonieorchestern in Oslo, Turin, Melbourne, Shenzen und Guangzhou am Pult steht.

www.tandun.com

Dirigent

Iris Hendrickx

© Rick Stockwell

Die junge belgische Sopranistin Iris Hendrickx tritt sowohl als Opern- wie auch als Konzertsängerin auf. Ihr Repertoire reicht von Mozarts Pamina und Zerlina bis zu Bizets Micaela und der Antonia in Offenbachs Hoffmanns Erzählungen. Erst kürzlich hat die Sängerin eine CD mit französischen Opernarien aufgenommen. Auf der Konzertbühne arbeitete sie mit Dirigenten wie Philippe Herreweghe, Jost van Immerseel, Frieder Bernius und Patrick Fournillier zusammen.

www.irishendrickx.com

 

 

 

Sopran

Jo-Pei Weng

© Jo-Pei Weng

Die Altistin Jo-Pei Weng erhielt ihre sängerische Ausbildung zuerst in ihrer taiwanesischen Heimat, anschließend an der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore, USA. Inzwischen hat sie sich vor allem auf der Opernbühne einen Namen gemacht, wo sie als Dorabella in Così fan tutte, La Zia Principessa in Suor Angelica, Suzuki in Madama Butterfly, Amneris in Aida und als Bizets Carmen erfolgreich war. 2014 sang sie die Olga in Tschaikowskis Eugen Onegin an der Pekinger Oper; außerdem trat sie als erste taiwanesische Sänger beim Festival „Weiße Nächte“ in St. Petersburg auf.

 

 

 

Alt

Xavier Moreno

© Xavier Moreno

Der aus Barcelona stammende Tenor Xavier Moreno erhielt sein erstes Engagement am Staatstheater Mannheim, wo er sich ein breites Repertoire erarbeitete. Inzwischen tritt er als Gast an vielen deutschen und europäischen Opernhäusern auf. Gefragt ist er vor allem in den Titelrollen von Verdis Don Carlos und Massenets Werther, als Cavaradossi in Tosca, Pinkerton in Madama Butterfly und Don José in Carmen. Im Konzert zählen die Tenorpartie in Verdis Requiem, das Stabat Mater von Dvořák und Elgars The Dream of Gerontius zu seinem Repertoire.

 

 

 

Tenor

Johannes D. Schendel

© Anne De Gelas

Der gebürtige Kaufbeurener Johannes D. Schendel studierte Gesang an der Musikhochschule Frankfurt am Main bei Michael Schopper und wurde als Stipendiat des Deutschen Musikwettbewerbs in die Bundesauswahl „Konzerte junger Künstler“ aufgenommen. Inzwischen ist er Mitglied des RIAS-Kammerchors Berlin, tritt aber weiterhin als Konzertsolist im In- und Ausland auf. Dabei hat er unter Dirigenten wie Sigiswald Kuijken, Paul Goodwin, Sylvain Cambreling, Lothar Zagrosek, Masaaki Suzuki und René Jacobs gesungen.

 

 

Bass

Jörn Hinnerk Andresen

© Johannes G

Der aus Schleswig-Holstein stammende Jörn Hinnerk Andresen kam über Stationen in Zwickau, Koblenz und am Gärtnerplatztheater München an die Sächsische Staatsoper Dresden, wo er 2014-19 als Chordirektor wirkte. Im Laufe seiner Kapellmeistertätigkeit hat Andresen mehr als 60 Opern, Operetten und Musicals aus verschiedensten Epochen dirigiert. Er wird regelmäßig von den führenden Chören in München, Leipzig, Kopenhagen und Paris zu Konzerten, CD-Produktionen und Einstudierungen eingeladen; außerdem war er 2008-13 als Chordirektor bei den Salzburger Festspielen tätig. Zum Wintersemester 2019/20 hat Andresen eine Professur für Chordirigieren am Mozarteum in Salzburg angetreten. Sein besonderes Interesse gilt darüber hinaus der Barockmusik; so gründete er das Barockorchester Cappella Confluentes und arbeitet als Gastdirigent mit der Lauttencompagney Berlin zusammen.

Einstudierung Chor

TAN DUN

„Nine” (2020)

LUDWIG VAN BEETHOVEN

Symphonie Nr. 9 d-Moll op. 125 (1824)

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Europa
10. August 2020 20:00
Gianandrea Noseda

© Pasqualetti

Die musikalischen Posten, die der Italiener Gianandrea Noseda derzeit innehat, sind kaum zu übersehen: Schwerpunktmäßig arbeitet der 56-jährige Mailänder als Chefdirigent beim National Symphony Orchestra in Washington DC, zugleich ist er dem London Symphony Orchestra und dem Israel Philharmonic als Erster Gastdirigent fest verbunden, Chefdirigent des Orquestra de Cadaqués und künstlerischer Leiter des Stresa-Festivals in Italien. Im Juli 2018 ernannte ihn darüber hinaus das Zürcher Opernhaus zum nächsten Generalmusikdirektor ab 2021. Hinzu kommen Auftritte mit den führenden Orchestern beidseits des Atlantik. Auch als Operndirigent hat sich Noseda einen hervorragenden Namen gemacht, nicht nur in seiner Zeit als Musikdirektor am Teatro Regio in Turin (2007-18). In seiner reichen Diskografie reicht die Bandbreite von Dvořák und Liszt über Casella, Respighi und Dallapiccola bis zu Schostakowitsch und Prokofjew. Außerdem nahm er Opernalben mit Anna Netrebko, Diana Damrau, Ildebrando d’Arcangelo und Rolando Villazón auf.

www.gianandreanoseda.com

Dirigent

Renaud Capuçon

© Simon Fowler

Der französische Geiger Renaud Capuçon zählt zur Elite seiner Zunft, der auf allen wichtigen Konzertpodien in Europa, Amerika und Asien auftritt. Bei den Berliner Philharmonikern unter Bernard Haitink spielte er ebenso wie beim Deutschen Symphonieorchester unter Robin Ticciati und der Staatskapelle Berlin unter Antonio Pappano. Einer seiner wichtigsten Mentoren war Claudio Abbado, der den Geiger 1998 zum Konzertmeister seines Gustav Mahler Jugendorchesters machte. Zu den Kammermusikpartnern des 44-Jährigen zählen – neben seinem Bruder, dem Cellisten Gautier Capuçon – die Pianistinnen Martha Argerich und Katia Buniatishvili sowie die Cellisten Yo-Yo Ma und Mischa Maisky. Mit dem Pianisten Kit Armstrong brachte der Geiger im Mai 2018 im Pierre Boulez Saal alle Violinsonaten von Mozart zur Aufführung. Mit Frank Braley nahm Capuçon die zehn Beethoven-Violinsonaten auf, außerdem war er maßgeblich an der Gesamtaufnahme von Faurés Kammermusik beteiligt. Zu seinen jüngsten CD-Produktionen zählen zeitgenössische Werke von Rihm, Dusapin und Mantovani. Er spielt die Guarneri del Gesù „Panette“ (1737), die früher Isaac Stern gehörte.

www.renaudcapucon.com

Violine

HANNAH KENDALL

Neues Werk (Uraufführung, Auftragswerk der European Broadcasting Union)

ERNEST CHAUSSON

„Poème“ Es-Dur op. 25 (1896)

MAURICE RAVEL

„Tzigane“ Konzertrhapsodie (1924)

HECTOR BERLIOZ

Symphonie fantastique op. 14 (1830-1832)

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